Problem mit Kupplung am 421

Vielen Dank für eure Antworten.

Ich habe gestern mal gefilmt was da unten von statten geht. Anbei der Link zum Video:

https://www.youtube.com/shorts/euiNU8SUqwE

Ein wenig Ölfeucht ist es darin auch, ich denke der Simmerring des Motors ist undicht.

Mir ist aufgefallen das ich die 3 mm + 0,5mm Spiel am Nehmer nicht mehr habe. Diese hatte ich eigentlich im Mai eingestellt.
Diese werden ich heute auf jeden Fall auch noch mal einstellen.

Schläuche und eine neue Rückholfeder habe ich bestellt. Doch diese werden bis zum Wochenende nicht mehr eintrudeln...

Mal schauen was ich bis Sonntag alles bewerkstelligt bekomme.
 
Hallo Steffen, wenn kein Spiel mehr vorhanden ist liegt das Lager dauerhaft an und läuft mit. Dass macht das Lager nicht lange mit. Das Spiel wird weniger durch den Verschleiß der Kupplungsscheibe. Der Automat kommt weiter vor und die Anbaufläche für das Lager kommt immer näher an das Lager. Das bedeutet dann aber auch das die Kupplung besser trennt weil die ja um besagten Verlust vom Spiel weiter gedrückt wird. Liegt das Lager gar schon auf fängt die kupplung an zu rutschen.

Ein ähnliches Problem hatte ich an einem Eicher den ich reparieren sollte. Kupplung rutschte mit Last . Der hat Gestänge zum kuppeln, kann also nur die Scheibe sein. Traktor geteilt und Kupplung auf gemacht. Scheibe sah noch ok aus , was nun. Automat begutachtet, nix zu sehen. Ich hatte noch eine neue Scheibe vom 508 die den gleichen Belag hatte, die wurde dann ent und später der Belag wieder auf genietet. Zusammen gebaut, funktioniert. War seltsam und die kam immer noch spät. Der Schlepper wurde nicht viel genutzt und lief weiter. Ca 1 Jahr später rief mich der Besitzer an und meinte jetzt geht nix mehr, von einer Sekunde auf die andere. Schlepper heim geholt und wieder auf. Scheibe ok. Automat optisch ok, aber der Anpressdruck reichte einfach nicht. Automat zerlegt und dann kam die Ursache zum Vorschein. Die große Tellerfeder war gebrochen. Man sah deutlich den alten Riss der nur auf einer Seite war weshalb die kupplung schlecht funktioniert hatte. Nachdem die Tellerfeder ganz durch gebrochen war gabe es keinen Anpressdruck und nichts ging mehr.

Bevor die Schläuche nicht getauscht sind kann man diese Fehler Quelle nicht ausschließen! Eigentlich kann es nur von den Schläuchen kommen. Und nochmal, die Feder hält lediglich das Lager vom Automat fern, ist ein Schlauch dicht nutzt die nix.

Gruß Herbert
 
Danke. Ich schaue mal wie gut ich diese getauscht bekomme, ich glaube den vorne, dazu muss man sich einige male die Hand brechen...
 
Hallo zusammen,

was soll ich sagen? Was wollt ihr hören?

Ihr hattet recht... :danke

Nachdem ich die halbe Woche in und unter dem 421 verbracht habe, konnte ich die beiden Übeltäter wechseln. Dies habe ich ohne Kippen der Kabine gemacht. Mit dem ein oder anderen mal fluchen ging das erstaunlich gut.
Anschließend entlüftet und siehe da:

Die Kupplung tritt sich deutlich einfacher? Gänge lassen sich einfach einlegen, ich weis nicht ob ich durch die Schläuche auch direkt eine Getriebe Revision gemacht habe.

Die Übeltäter
IMG_8812.JPEG

Leider ist dann das nächste Problem aufgetreten, beim Spannen der Hydraulikpumpe habe ich festgestellt das mein Halter gebrochen ist.

IMG_8796.JPEG

Also alles zurück, Kühler raus, alles lösen Flügel raus... Halter schweißen. In diesem Zuge habe ich dann auch direkt die alten porösen Riemen getauscht in der Hoffnung das es mir hier nun keinen abfazt.

Long story short:

- Neue Rückholfeder
- Neue Schläuche

=> Neuer Unimog

Vielen Dank an alle & viele Grüße... jetzt gehts direkt ans Kartoffeln roden mit dem Guten :)
 
Hallo Steffen,

Schön, dass Dein Mog wieder fit ist.
Schön, Dass Du Rückmeldung gegeben hast.
Schön, dass wir Dir helfen konnten.

Falls Du die alten Schläuche noch nicht völlig entsorgt hast könntest Du diese in der Mitte durchsägen und das Innenleben hier mal demonstrieren.
 
Hallo Steffen, schön das es jetzt wieder so funktioniert wie es sein soll.
Die 5€ Beratungs Gebühr kannst du ausnahmsweise in die Kameradschafts Kasse der örtlichen Feuerwehr machen.
:x :) :) : trink2

Gruß Herbert
 
@Jürgen-Fahlbusch,

Gute Idee, anbei das Bild:
IMG_9042 (1).JPEG

Keine Ahnung wie breit die sein sollten.
 
Hallo zusammen,

ich muss leider etwas zurückrudern. Gestern trat es erneut ein.

Was gemacht wurde:

- Kupplungsschläuche (beide) getauscht
- Rückholfeder des Nehmers getauscht
- Komplett entlüftet
- Ausrücklager geschmiert


Symptome:

Gestern bin ich seit über eine Woche wieder gefahren, in kaltem Zustand habe ich direkt bemerkt das er den 5ten Gang deutlich zu langsam einkuppelt. Den 6ten Gang dann ebenfalls. Am Berg, bin ich dann apprupt vom Gas und wieder auf das Gas, dann rutschte die Kupplung auch, obwohl davor ja ewig lange eingekuppelt war.

Was mir jetzt vorschwebt ist, entweder Öl auf Kupplung durch den undichten Simmering.
Alternative, Kupplungsfedern lahm? Obwohl ich in erfolgreich abwürgen kann.
Was mir aufgefallen ist, ist das ich in der Kuppungsleitung (Metall) einen knick habe. Ob sich das mit den Temperaturen auswirken kann?

Was meint ihr?
 
Hallo Steffen, es heißt nicht umsonst Federkonstante. Wäre die Feder lahm wäre das Problem dauerhaft. Gleiches gilt für Öl auf der Kupplung. Tritt der Fehler nur sporadisch auf muß es was anderes sein. Hier musst du das ganze eingrenzen um der Ursache näher zu kommen. Passiert es immer nur mit angebauten Gerät vorne oder hinten? Vielleicht nur mit voller Beladung. Nur Bergauf in einer linkskurve oder nur Montags ? Letzte zwei sind natürlich nicht ernst gemeint! Trotzdem musst du überlegen ob es nur in einer bestimmten Konstellation passiert. Ansonsten, Kupplung tauschen.....

Gruß Herbert
 
Hallo,

passiert ist mir das oft im kaltem Zustand, aber neulich auch mal nach etwa 80km Fahrt.

Symptome, sind wie oben beschrieben. Bin mit meinem Latein echt am Ende. Das sporadisches wundert mich halt auch.
 
Hallo Steffen,
ich habe natürlich wie oft keine ahnung von diesen modernen Kupplungen mit Hydraulikzylindern und so

aber:
UX1600 schrieb:
Was mir aufgefallen ist, ist das ich in der Kuppungsleitung (Metall) einen knick habe.

Ob sich soetwas auswirkt kann ich nicht sagen aber ein Knick ist immer ein Engpass und sollte nicht vorkommen. Daher würde ich diese Leitung auf jeden Fall erneuern.
 
Hallo Jürgen, soooo modern ist die hydraulische kupplung an 421 nicht. Die gibt es schon länger. Voll mechanische haben mehr bewegliche Teile mit entsprechender "Wartung " . Der Tropfen Öl an den Gelenken und Kniehebel. Die reagiert auch eher bri extrem Verschränkung. Aber das hilft jetzt nicht weiter. Da das Problem sporadisch auftritt und die Schläuche schon gewechselt sind muß die Wurzel allen Übels woanders liegen. Läge eine mechanische Ursache vor müsste sich das Problem dauerhaft melden. Da es nur sporadisch vorkommt wird ès schwer ďie Ursache zu finden. Eine abgeknickte Leitung bremst den Fluss der Flüssigkeit immer oder gar nicht. Allerdings könnte es möglich sein das diese
Leitung unter bestimmten Voraussetzungen mehr geknickt wird, aber nur wenig. Ohne so etwas in natura zu sehen wird es jetzt schwierig.

Ein Freund hatte vor 25 Jahren einen 421 und seine Handbremse hielt nicht richtig. Deswegen machte er neue Beläge drauf und testete die Handbremse. Wieder nicht richtig zu. Darauf hin kaufte er neue Seile und baute die ein. Wieder nix. Dann nahm er seine kleine Werkzeug Tasche hinter dem Hebel raus und die Handbremse war wie neu :D. Kleine Ursache, große Wirkung.

Vielleicht wirklich wie Jürgen schreibt die Leitung tauschen, ein Fehler kann es nicht sein.

Gruß Herbert
 
Danke für eure Nachrichten.

Ich wurde von einem Freund erneut auf das Spiel am Nehmer hingewiesen. Ich kann mich erinnern, das ich hier soweit weg bin wie es die Löcher und das Gewinde zu lassen. Um weiter weg zu kommen, müsste ich den Hebel nun um einen Zahn verstellen. Die Frage ist, ist dies ein hinweis auf eine verschlissene Fahrkupplung?
 
Hallo Steffen,

was sagt den die Betriebsanleitung dazu?
Ich kann mir nicht vorstellen, das es seitens MB vorgesehen war den Hebel auf der Keilwelle umzusetzen. Dafür gibt es ja den Einstellbereich am Nehmerzylinder.
Wenn es also so wäre wie Du jetzt schreibst, wäre entweder schon die ganze zeit der Hebel falsch auf der Keilwelle oder eben die Kupplung an bzw über der Verschleißgrenze.
Bei meinem alten rein mechanischem ([usermention=10138]@Wurzelzieher[/usermention] :D ) 404 läßt sich das etwas verzwickt aber ohne Öffnen der eigentlichen Kupplung von außen prüfen.
 
Hallo Steffen, würdest du den Schalthebel verlängern wenn die gänge plötzlich schwerer rein gehen ? Wenn der hebel für die kupplung beim kleinsten Maß der Einstellschraube angekommen ist wird die Kupplung verschlissen sein. Allerdings ist eine verschlissene Kupplung nicht sporadisch da ! Entweder hop oder top, wenn die verschlissen ist rutscht die unter gleichen Voraussetzungen. Du kannst es aber gerne mit einem kürzeren Einstellbolzen versuchen. Kannst du aus einer m8 Schraube selbst machen und veränderst damit nichts an der ursprünglichen Situation des hebels. Ein falsch gesetzter hebel ist sehr unwahrscheinlich, so etwas wird normalerweise nicht gemacht. Sollte die Kupplung verschlissen sein must du in gewissen Situationen immer die gleiche Reaktion feststellen. Z.b . das die Kupplung nur mit ü 1 t Zuladung rutscht. Verschlissen kommt nicht sporadisch, es ist oder es ist nicht.

Gruß Herbert
 
Hallo zusammen,
für die richtige Montage gibt es eine Kerbe auf der Ausrückwelle mit der die Öffnung im Hebel fluchten muss.
Wenn die Kupplungshydaulik nicht ok ist, d. h. Flüssigkeit ok, Leitungen nicht abgeknickt oder zugequollen, richtig entlüftet dann sollte die Kupplung auch trennen.

Dann gibt es im WHB die Maße für den Nehmerzylinder bei neuer Kupplung und bei verschlissener Kupplung. Damit kann man ohne größere Eingriffe den Verschleiß von aussen feststellen.