Problem mit neu erworbenem OM 352

Tim-Neil

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17. Apr. 2020
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Hallo zusammen,
Schon länger bin ich auf der Suche nach einem Om 352 für meinen Unimog 403....
Jetzt gabe ich hier ganz in der Nähe einen gefunden. Sah optisch nicht besonders gut aus, soll aber erst 2200 Stunden weg haben. Beim Probelauf bei 0 Grad Außentemperatur machte er einen guten Eindruck, sprang zügig an und hatte nach 5-10 Sekunden 5,5 Bar Öldruck (Manometer abgeschlossen)
Zuhause habe ich ihn mit nem Heißwasserhochdruckreiniger sauber gemacht.

Jetzt sollte eigentlich Db Motorengrün drauf, also alle Anbauteile demontiert und noch eben die Ventile nach Werkstatthandbuch einstellen.
Außlassseitig hatten einige zu viel Spiel, ebenso bei manchen Einlässen.
Also eingestellt und zur Probe jeweils nochmal rumgedreht und erneut gemessen.
Es war nie absolut identisch.... obwohl genau auf Ot gestoppt wurde und auch nicht zurückgedreht wurde.
Ich zweifelte schon an mir selbst,,,,
Dann fiel mir auf, dass bei manuellem drehen bei manchen Stößelstangen das Spiel fast auf 0 ging (zb. Auslass 0,3 , Stange 90 Grad gedreht, =0 Spiel)

Ich dachte erst die Stangen wären krumm, sind sie aber nicht.
Also gerade von nem Kumpel Stößelstangen von einem Motor mit 7000 Stunden mitgenommen.... und bei meinem Motor die Verdächtigen gezogen.

Unten, wo sie im Stößelbecher aufliegen, haben sie sich ungleichmäßig abgearbeitet.
Ist das ein bekanntes Problem beim 352er?

Frage mich ob das mit den Betriebsstunden hinkommen kann. Bei den Stangen aus dem 7000 Stunden Motor sind einige besser aber auch manche ebenso eingelaufen.

Ich könnte jetzt die schlechten Stangen ersetzten , aber sie sind ja zusammen mit dem Becher eingelaufen. Was meint ihr dazu? Gar belassen, wie es war oder Paarung Stange und Becher erneuern?
Wollte eigentlich eine Baustelle vermeiden :cry:

Grüße Tim
 
Hallo Tim
wenn es dir möglich ist, nimm neue (gute) Stößel und Stößelstangen. je nachdem, wie sich die Paarung im Betrieb zueinander verdreht, stimmt die Steuerzeit niicht, das führt dabei zu Leistungsverlusten.
 
Hallo Helmut,
Das wird vermutlich die einzige sinnvolle Möglichkeit sein.
Ich frage mich gerade ob es platzmäßig passt, den Deckel abzunehmen wenn ESP und Ölfilter montiert bleiben?

Wie reagiert wohl eine gebrauchte Nockenwelle auf neue Stößelbecher?
Ist da ein Einlauföl mit erhöhtem Zink Anteil sinnvoll, oder reicht die Einlaufmontagepaste?

SFM hat Stößelstangen im Angebot für 22 Euro das Stück, vermutlich original Mercedes.
Finde aber keine seriösen Angebote zu Stößelbechern.... gibts da nen Tipp

Es ist doch normal die Einstellung der Ventile nach erneutem durchdrehen zu checken. Wäre doch jedem Schrauber mit Verstand aufgefallen, oder nicht?
Ich meine es ist ein no go.....
Bei nicht ganz schließenden Ventilen z.B unter Volllast besteht auch die Gefahr, dass die Hitze am Ventilteller zu Schäden führen kann.

Habe jetzt irgendwie ein schlechtes Bauchgefühl bei diesem Motor, und vor allem frage ich mich ob die Betriebsstunden hinhauen können.
.......
:roll: :|
 
Mahlzeit!

Vielleicht bezieht sich die Aussage 2200h auf "seit der Überholung"? In dem Bereich wo deine Probleme liegen wird ja selten was "überholt"!

Hatte ähnliches Problem mal bei einem IHC Motor da war allerdings die Lagerung der Nockenwelle fertig.
Wenn die Nocken der Welle keinen augenscheinlichen Verschleiß haben hätte ich keine Bedenken mit neuen Bechern. Eine "neue gebrauchte" Welle wird dich da ja auch nicht weiter bringen und eine richtig neue wohl preislich richtig ins Geld gehen
 
Hallo Tim,
hatte unlängst das gleiche am OM314. Wenn ich den Finger ventilseitig auf den Kipphebel hielt, und dabei die Stößelstange gedreht habe, bewegte sich der Kipphebel deutlich auf und ab. Habe nur die betroffenen Stangen ausgebaut, welche verglichen mit den neuen(original MB) unten ziemlich verformt waren. Wenn sich beim Drehen der Stange im Stößel Auf- und Abbewegungen ergeben, wird natürlich auch der Stößel eingelaufen sein. Habe seinerzeit aus Zeitgründen nur die neuen Stangen verbaut, und sehe dann bei der nächsten Kontrolle, was es mir eingebracht hat. Interessanterweise waren die betroffenen Stangen unten etwas blau verfärbt. Mangelschmierung-Wärme-Verschleiß? Dein Motor ist ja draußen, da kanns Du ja gleich die Stößel mitmachen, und möglichst hier davon berichten.
Grüße Norman
 
Nabend Carl....

Ich möchte, gerde wo ich den Motor so frei vor mir habe, es halt vernünftig machen.
Da geht wohl nur die Kombination neuer Becher und Stangen in original MB

Übermorgen werde ich die Stößelbecher raus holen und diese checken, alsauch die Nockenwelle selbst.

Ich werde weiter berichten
 
Nabend zusammen....

Ich möchte nun mal berichten,wie der Stand der Dinge ist.
Den Motor mit den angeblichen 2000 Stunden und angeblich belegbarer Historie habe ich zurückgegeben.
Ich bekam Schritt für Schritt ein schlechteres Bauchgefühl.... es fing an beim Einstellen der Ventile.... Stößelstangen und Becher eingelaufen. Preis bei Mb über 400 Euro. Nachbau wäre keine Option für mich gewesen. Ich vermute der Motor hat mindestens 8000 Stunden auf der Uhr in Realität. Hatte Stangen aus einem Motor mit 8000 Stunden von nem Kumpel bekommen, welche sogar noch etwas besser aussahen. Die Plomben an der Einspritzpumpe wurde ebenfalls entfernt. Also wurde vermutlich schon an der Pumpe gedreht. Die Rücklaufleitung hat auch keinen Ringnippel, sondern kommt als glatte Metalleitung wie die Einspritzleitungen raus und endet nach 3cm?

Jetzt habe ich bei Albert Verhulst in Holland einen Motor mit 2200 Stunden aus einem Unimog mit Schneefräse gekauft.
Er spang nach langer Standzeit bei der zweiten Umdrehung an und qualmte so gut wie nicht. Öldruck schnell auf über 5,5 Bar und bei erneutem Start nach einer Sekunde bei 5,5 bar.
Optisch sieht er, da er wohl viel gestanden hat (Schneefräse) nicht so gut aus.
Viel Oberflächenrost..... wird aber eh lackiert.
Das nächste Problem / Missgeschick ist mir natürlich auch schon wieder passiert.
Da die Riemenscheiben ordentlich Rost hatten und man die FB und OT Markierung nicht erkennen konnte, habe ich das Lüfterrad demontiert um die Scheiben abzunehmen.
Der Lüfter saß so fest, dass ich blöderweise beim Hebeln eine Ecke aus der vorderen Riemenscheibe gebrochen habe..... ich könnte kotzen :(

Nach säuberung der hinteren großen Riemenscheibe waren die Markierungen immer noch nicht lesbar, da der Rost zu narbig ist.

Hat eventuell noch jemand diese beiden Riemenscheiben abzugeben?
Die vordere hat 3 Nuten die Hintere am Motor anliegende hat eine Nut und ist eine Art Schwingungsdämpfer.

Bin auch gerade noch am überlegen, ob ich den Motor (44×××× Nummer 84 ps) auf die om353.940 er Werte einstelle....
Gibts da Erfahrungen?
Hab hier nen Bosch Dienst mit Pumpenprüfstand, die wollen dafür 320 Euro netto
Werte bzw Blätter aus dem WHB habe ich dazu.
Geht halt jetzt easy wenn der Motor draußen ist.
Ich frage mich gerade nur, wie man den Förderbeginn ohne diese Apparaturen zur Tropfenkette selbst einstellen kann.
Oder ist man da zwingen auf eine Werkstatt angewiesen.
Beim Diesel kann man halt nicht mal eben eine Zündlichtpistole dranhängen :lol:

Grüße aus dem Sauerland
Tim
 
Hallo Tim,

Bin auch gerade noch am überlegen, ob ich den Motor (44×××× Nummer 84 ps) auf die om353.940 er Werte einstelle....
Gibts da Erfahrungen?
kleiner Tip - gleich auf die großen Elemente umrüsten und auf die max. Leistung vom 416 (125PS) einstellen lassen. Du wirst es nicht bereuen!

mfG
Axel
 
Hallo

Wenn die Einspritzpumpe auf 90 ziger Pumpen Element umbegaut wurde.
Muß oder sollte der Förderbeginn auf 18° eingestellt werden? gibt es da auch andere Vorgaben oder Erfahrungen.
Die Frage wurde vor kurzen schon mal gestellt, aber nicht eindeutig beantwortet.

Fahre schon mehrere Jahre ohne Probleme mit der 90 Pumpe FB auf 18°eingestellt.
Bin aber nicht sicher ob das richtig ist.

Gruß
Eberhard Heim