Probleme Tankentlüftung 411

mhame

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27. März 2007
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411
Hallo,

mir ist an meinem 411er Bj. 1974 aufgefallen, dass der Kraftstoffverbrauch deutlich höher ist, als bei meinem 1963er. Ich habe mir dieses durch die höhere Drehzahl erklärt (45PS zu 34PS) und damit höhere Geschwindigkeit erklärt.

Gestern sind wir mal nach langer Zeit wieder offen gefahren und es roch nach Diesel :cry: Bei geschlossenen Verdeck war der Geruch nicht auffällig. Unsere suche wurde bei der Tankentlüftung fündig. Aus ihr trat offensichtlich Kraftstoff aus. Da dieser nur zum Teil auf dem Tank und der Rest daneben gelandet ist, fiel es vorher nicht weiter auf. Mir erschien der schwarze Schmier am Tank als eine Folge unachtsammen Tankens, was ja in der Praxis vorkommt. Die letzten Tropfen aus der Zapfpistole laufen auf den Tank und bilden vermischt mit Dreck diesen stark anhaftenden Schmier, der auf dem schwarzen Tank nicht sonderlich auffällt.

Erste Prüfungen führten aber zu dem Ergebnis, dass ein Draht ohne Probleme eingeführt werden konnte. Durchblasen in den Tank war auch möglich. Die Entlüftung ist nicht verstopft, der Tank auch nur noch halbvoll. Was ist also die Ursache?

Der Vergleich mit dem 1963 zeigt, dass die Entlüftung (original) 1974 nicht mehr in das Fahrerhaus geführt wird, sondern als Bogen direkt auf dem Tank steht. Das ist original, da das Fahrerhaus keine Bohrungen im Bodenblech hat. Insgesamt ist das Röhrchen aber 1974 kürzer.

Bei Jochen habe ich dann einen durchsichtigen Schlauch montiert und oben an der Kabine befestigt. Die weitere Analyse ergab, dass bei Bergabfahrt ohne Gasgeben und beim Ausrollen von hoher Geschwindigkeit die Förderpumpe bei hoher Drehzahl weiter fördert aber der Motor kaum Kraftstoff annimmt. Dann wird der Rest über den Rücklauf aus der Entlüftung herausgedrückt. Bei einem längeren Schlauch drückt der Kraftstoff in den Schlauch, bis die Kraftstoffsäule im Schlauch genügend Gegendruck erzeugt und der Kraftstoff läuft in den Tank.

Zur Zeit ist die Entlüftung an einem Doppelringnippel angelötet. Ich werde das wohl so ändern, dass ich die Rücklaufleitung über einen Einfachen Ringnippel führe und die Entlüftung stirnseitig nach oben in die Hohlschraube einbringe.

Die originale Tankentlüftung (Ausführung ohne Durchführung in die Kabine) scheint bei Mototen mit hoher Abregeldrehzahl zu kurz zu sein. Ich werde sie zusätzlich verlängern.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht :?:

Gruß
Markus
 

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Hallo Markus,

mein 411.112 Baujahr vor 63 hatte ein ähnliche Konstruktion wie in Deinem Bild gezeigt. Ich würde dabei allerdings sagen dass das Entlüftungsröhrcchen eher noch kürzer war als bei Dir. Eventuell ging es aber dichter an der Hohlschraube mmit einem schärferen Knick nach oben.
Deine Beobachtungen kann ich nicht teilen, obwohl meien Maschinen auch enddrehzahlmäßig höher gedreht waren allerdings keinen Spritzversteller und keine 45PS hatten.
Was für eine Hohlschraube ist bei Dir verbaut, wieviele Querbohrungen?
Wie ist die Stellung der Querbohrung in Bezug auf die vom Motor kommend Leitung.
 
Hallo Markus,

witzigerweise habe ich bei meinem 73'iger ziemlich das gleiche Problem. Allerdings spuckt meiner (auch) nach dem Abstellen etliche Milliliter aus dem Entlüftungsröhrchen...

Gruß,
Daniel
 
Hallo Markus,
versuche doch mal, ob die Bohrung in der Hohlschraube nicht etwas größer werden können.Das wäre am unauffälligsten und schnell gemacht.

Gruß
Jochen
 
Hallo,

ja, es gibt viele Lösungsansätze. Bei 421 ist die Entlüftung und der Rücklauf getrennt. Ich werde erst einmal das Röhrchen verlängern.

Man kann auf dem Bild sehen, dass der Bogen viel kürzer ist als bei den Fahrzeugen, wo der Bogen durch das Fahrerhaus geführt wird.

Am spritzversteller kann es nicht liegen. Eher an der Drehzahl, da diese direkt Einfluss auf die Förderpumpe hat.

Da geht durchaus eine signifikante Menge Brennstoff verloren. :cry:

Gruß
Markus
 

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Hallo Markus,

vielleich kann man die Hohlschraube optimieren, wie bei einer drosselfreien Schwenkverschraubung.
20120928_ski_rei_1150272081_kompaktausfuehrung_hochdruck_weichdichtend1.jpg
 
Hallo Jürgen,

die Lage der Bohrungen un der Holschraube kann ich nur durch unterlegen weitere Dichtungen beeinflussen, denn die Gewinde sind ja unveränderlich.

Gruß
Markus
 
Hallo Markus,

ich weis nicht wem Du gerade geantwortet hast, falls Du mich meinst: Ich meinte nicht die Lage der Bohrungen sndern das sie schräg sind.
 
Hallo Markus,

nur halb beanwortet :D
Du hast die derzeitige Stellung deiner drei Bohrungen nicht genannt.
Ja Du hast Recht, die Stellung ist am einfachsen über die Dicke der Dichtung einstellbar aber das ist für Dich doch lösbar.
Die andere Methode schlage ich Dir lieber nicht vor, sonst bist Du mir wieder böse. :wink:
 
Hallo Markus,
ich habe an meinem 1970iger ja auch diese Entlüftung montiert. Mein Tank ist auch immer verschmiert. Die anderen Dichtungen habe ich zwischenzeitlich getauscht, ohne dass eine große Besserung erfolgte. Ich werde heute Nachmittag auch mal einen durchsichtigen Verlängerungsschlauch montieren und um die Sache zu beobachten. Ggf. werde ich dir das Ergebnis auch vorführen.

Gruss Micha
 
Hallo Jürgen,

die Stellung der Bohrungen konnte ich nicht zweifelsfrei ermitteln, da ich die Hohlschraube schon herausgedreht hatte und vorher keine Markierung gesetzt habe. Wenn ich die jetzt wieder einschraube und Setzungserscheinungen vorliegen oder ich etwas fester anziehe, ist die Position nicht die selbe.

Hallo Micha,

je nach dem, wie das Röhrchen gebogen ist trifft der austretende Kraftstoff nur teilweise den Tank. Bei mir ging das meiste daneben. Daher hielt sich die Verschmutzung wie bei dir in Grenzen.

Gruß
Markus
 
Hallo,

habe heute an Michaels 411.118 gesehen, warum das Röhrchen so kurz ist. Beim kurzen Radstand ab Bj. 1970 muss es unter das Fahrerhaus passen.

Gruß
Markus
 
Hallo,

ich habe noch mal im Unimog von 1963 nachgeschaut. Das Röhchen ist deutlich länger. Ich habe jetzt von einem alten Tank eine abgeschnitte Ringöse und Hohlschraube gewonnen. So kann das Originalteil erhalten bleiben. Die Ringöse habe ich auf der einen Seite zugeschweißt und auf der anderen Seite stecke ich die Kunststoffleitung auf das abgeschnittene Ende. Die Hohlschraube habe ich mit einem M6 Gewinde versehen. Das Gewinde am neuen Röhrchen muss lang genug sein, um die Hohlschraube eindrehen zu können, da sich das Röhrchen mit dem Bogen nicht am Fahrerhaus vorbei drehen läßt.

Hoffe das Problem ist jetzt gelöst.

Gruß
Markus
 

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Hallo Markus,

sieht gut aus und dadurch, dass Du gleich zwei Veränderungen / Verbesserungen (andere Anbringung + längeres Röhrchen) vorgenommen hast wird es wohl auch den gewünschten Erfolg bringen :spitze

Noch nicht ganz kann ich Deine Aussage mit dem längeren Gewinde am Röhrchen zum eindrehen der Holschraube auf den Bildern nachvollziehen. Ich vermute auf den Bildern ist jetzt das Röhrchen "Zuweit" eingeschraubt und beim Einschrauben der Hohlschraube löst sich das Röhrchen wieder und du musst die Überwurfmuttter entsprechend nachstellen. Dies bedeuter aber auch das derzeit das Röhrchen den Durchfluss der Hohlschraube behindert und diesen nur freigibt wenn entsprechend montiert. Bei der bei Dir gewohnten Akrebie gehe ich davon aus, dass Du die Länge des Gewindes für das Röhrchen genau vermessen hast. :D
 
Hallo Jürgen,

gut kombiniert. Ja, das Gewinde der Hohlschraube bzw. die Umdrehungen der Holschraube passen zum Gewinde des Röhrchens. Ich schraube das Röhrchen ganz in die Hohlschraube, bis die Mutter aufliegt. Dann schraube ich die Hohlschraube in den Tank. Dabei kann das Röhrchen sich wegen des Fahrerhauses nicht mitdrehen und schraubt sich aus der Hohlschraube. Wenn die Hohlschraube eingedreht ist, ist das Röhrchen innen bündig mit der Hohlschraube und stört nicht. Jetzt wird mit der Mutter und Dichtung das Röhrchen gekontert.

Den Tank abbauen wäre auch eine Lödung gewesen.

Gruß
Markus
 
Hallo miteinander,

anbei zwei Bilder vom 40 und 60 Liter Tank aus dem ET-Katalog.

32666934yh.jpg


32666935nd.jpg


Ich kann beim 40 Liter Tank keine Entlüftung erkennen, gabs da keine?

Danke!

Grüße
Fitzel