Produktionsdauer für einen Ster Holz

tandem

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28. Feb. 2006
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Geisenfeld
Hallo Mogler im Einsatz,

nach längerem Studium der Forenbeiträge habe ich jetzt etwas über das evtl. richtige Fahrzeug für mich, den Verbrauch eines Mogs, sinnvolle Ausstattung, Anbaugeräte, sogar etwas über den ab 2006 notwendigen Motorsägenführerschein und viele Ding mehr erfahren.

Jetzt würde mich mal interessieren, wie lange eine hobbymäßig ausgerüsteter Mogler benötigt um aus einem stehenden Baum einen Ster ofenfertiges Holz (gespalten, 50 cm) zu machen.

Stefan
 
Hallo, weis nicht was du unter "hobbymäßig ausgerüstet" verstehst, arbeite mit 406 Bj. 1976, mechanische Bergewinde vorne, wechselweise dreipunkt Seilwinde oder 18 t hydro Spalter hinten am Heckkraftheber. Benötige bei moderater Arbeitsweise (Zigarettenpause, Flüssigkeitsbilanz ausgleichen) bei Stammstärke bis max. 40 cm ungefähr 3 - 4 Stunden für eine gefüllte Ladefläche ca. 4 m gespaltene 1 m lange Scheiter. Vom stehenden Baum bis aufgeladen. mfg Franz
 
Hallo Stefan ,

ich habe es einmal für mich letztes Jahr überschlagen :

- in den Wald fahren (ca. 5 -10 km )
- fällen und in Rugel sägen (25 - 30 cm )
- aufladen , kleine Pause mit Vesper :D
- nach Hause fahren und mit Spalter spalten
- und das ganze gleich auf den nächsten Hänger schmeißen


- dann entweder ausfahren oder selbst aufschichten , dies gehört aber nicht mehr zu meiner Rechnung

dazu brauche ich ca. 4Std , das heißt ich habe dann 1 Raummeter Holz fertig :oops:

Gruß Peter
 
Hallo, weis nicht was du unter "hobbymäßig ausgerüstet" verstehst

@Franz
"hobbymäßig" ist für mich 2 Mann/Frau, geeignetes Fahrzeug, evtl. ohne Winde, keinen Spalter am Fahrzeug sondern zu Hause. Also relativ viel Handarbeit.

Was bedeutet das dann so in Litern/Diesel für 4 Raummeter Holz - An/Abfahrt, Windenbetrieb, Spalter mit Mog?

Ich möchte mal so ne grobe KostenNutzenRechnung für mich aufmachen, wenn ich Holz selber mache. Das ist ja neben dem Spaß den man dabei haben kann auch ne ganz interessante Größe.

Stefan
 
Bei uns wurde keine Fahrstrecke gerechnet,das Holz wurde auf
1m Stücke geschniten,dann gespalten,verladen,und wir sind mit zwei Mann !!Dann kommen wir auf 4 Rm in 3 Std. (1,3Std/Rm) :shock:
Es müssen aber noch viele Sachen eingerechnet werden wenn mann
es genaunimmt.Dann sieht die Rechnung nicht mehr so gut aus!
Dann ist mann so ca. bei 3 Std/Rm mit zwei Mann.! :oops: :cry:
Gruß Guido
 
Hallo,
wir 2 Ak fertigen in 30 cm Länge, gespalten und aufsetzen in Wald, alles in Kleinstausrüstung ( Mog mit Winde, Motorsäge,Spalthammer und Schubkarre).
Die Arbeitsleistung liegt bei höchstens 2 Rm/std. Das ist nicht viel, allerdings überarbeiten wir uns auch nicht :wink:

gruss Stephan
 
Hallo, Stefan!
Zum Verbrauch bei diesen Arbeiten kann ich dir nichts sagen, hat mich eigentlich nie wirklich interessiert, aber nach den Meldungen meiner Bekannten die viel mehr Holz verarbeiten, kann die Rechnung mit dem Mog Spalten und sägen nie aufgehen, da der Mog mit seinen 6 Lt Hubraum viel zuviel verbraucht. Meine Bekannten schneiden und spalten alle nur mit ein oder zwei Zylinder Traktoren (Wippsäge über Zapfwelle).

Das das ganze wirtschaftlich ist von dem bin ich schon abgekommen, ich produziere mein eigenes Brennholz und bis vor zwei Jahren hab ich ca. 70 - 80 rm Holz mitgemacht um meine Maschienen zu finanzieren und die benötigten Betriebsstoffe, Verdiesnt war da keiner drinnen. Sieh es als Hobby und die kosten ninmal. mfg Franz
 
Ich rechne im Schnitt ca. 3 Std/rm vom Schwachholz-Baum zum Scheit im Schuppen. Ist so der Praxis-Wert, der sich in den vergangenen Jahren rausgebildet hat. Es hängt auch stark von der Lage und Art des Holzes ab.
 
Hallo Stefan,
wir sind drei arbeitsgewohnte Leute, arbeiten mit einem zwei Zylinder Traktor mit 20 t Liegendspalter und Wechselpritsche zum Kleinholzsammeln und einem 421er mit Dreipunktwinde (30 kN) und einem Autoanhänger als schnelles Transportmittel (max. 3 srm/Ster / Fuhre) und drei MKS mit unterschiedlicher Leistung. Unsere Ausbeute betrug insgesamt an vier Samstagen (ca. 40 Std. x 3 Leute = 120 Std.) 20 srm (1 srm / 6 Std) im „Endlager“. Dabei haben wir 70 l Diesel, 10 l BIO – Sprit und einige Liter Mineralwasser verbraucht. Die Reparaturkosten an MOG und Winde (HKH – Zylinder undicht, neues Windenseil und Bremsband etc.) möchte ich nicht auflisten, sie werden unter Idealismus, erhalten von Fähigkeiten, Selbstbestätigung und „Hobby“ verbucht. Wenn wir über Energiebilanzen, Finanzen und Risiken reden möchten, bleibt einem „Kopfmenschen“ nur die einzig richtige Möglichkeit:
Suche Dir einen Holzhändler welcher den gesägten und gespaltenen Ster für ca. 60 Euro auf den Hof liefert, lasse es an einem trockenen Lagerplatz aufschichten und rufe den Lieferanten an wenn das Holz im Ofen zu neige geht und lasse ihn nachlegen ;-) ich bin überzeugt dass das Kostengünstiger ist. Aber es geht auch anders ;-) willkommen im Klub.
Mit schmerzhaften Grüßen :lol:
U 621
 
@ Tandem

Hallo Stephan,
danke für den schönen Beitrag.



@ Rest

Hallo,

soweit mir bekannt ist zahlt die Industrie zur Zeit 35 ¤/fm. Buchenholz, abholbereit am Wegrand gerückt. D.h. 12 ¤/rm. (1 fm = nicht ganz 3 rm. ofenfertiges Brennholz) zugl. 2 Std. a. 35 ¤ Handwerkerstundenlohn (mit dem dann übern Daumen auch der Unimog sowie weitere Geräte und Werkzeugkosten abgegolten wären), dann sind wir bei 82,50 ¤/rm. Brennholz, die der rm. Kosten müßte, wenn mans gewerblich in kleiner Menge (so 150 rm./Jahr) erzeugen wollte.

Auf eine rege, positive Diskussion freue ich mich und bin für jeden Hinweis dankbar, wo die Kalkulation hinkt.

gruesse
hueroth

p.s.:
Das es sich hobbymäßig lohnt, braucht nicht diskutiert zu werden.
 
Hallo,

wer im Glauben lebt, durch die Anschaffung eines Unimog z.B. beim Holz machen für den Eigenbedarf Geld sparen zu können kann nur gewarnt werden.
Die "Um-Rechnung" in bare Münze wird nie :!: aufgehen. Den, sind wir einmal ehrlich, die vorrangig von uns gefahrenen, betagten Kisten bedürfen eines emensen Pflege- und Wartungsaufwands und sind somit nur was für wirkliche Idealisten und nicht für Pfennigfuchser.
Doch es macht eben verdammt großen Spaß den Hof mit dem Unimog von einem Meter Schnee zu befreien während die Nachbarschaft sich das dritte trockene Hemd anzieht; Dort Holz zu holen wo so mancher mit seinem "Trackdörle" einfach nicht mehr hinkommt 8) Oder die Großkopfeden, die dir im Sommer scheinbar genervt die Lichthupe geben im Winter mit einem lächeln aus dem Straßengraben zu ziehen...

Grüßle aus der Eiszeit im Schwarzwald
Ansgar
 
Ich kann das Dokument leider nicht öffnen, aber ich meine, dass 1fm ungefähr 1,25rm entspricht, oder bin ich da falsch informiert?

Gruß Jürgen
 
Ich kann das Dokument auch nicht runterladen, aber:

1fm Buche ca. 1,98 rm (1m Scheiter geschichtet) oder 1,61 rm (33cm Scheiter geschichtet) oder 2,38 srm.

Gruß
Torsten
 
@all:
Vielen Dank für die rege Teilnahme an dem von mir eröffneten Thread

Der Hauptbeweggrund für die zukünftige Eigenproduktion von Brennholz war und ist nicht die Erschließung einer billigen Energiequelle, sondern die mögliche Unabhängigkeit von den Gaslieferanten. Wir liegen zur Zeit mit unserem Gasversorger im Klinsch. Die letzte Gaspreiserhöhung haben wir nicht mitgemacht und unsere Abschlagszahlung entsprechend gekürzt. Darauf hin wurden wir mit den üblichen Formschreiben und Androhung von gerichtlichen Schritten überzogen.

Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschlossen, zumindest theoretisch, energetisch unabhängig zu werden. Theoretisch daher, da wir noch nicht über eigenen Baumbestand verfügen.

Der erste Schritt ist jetzt der Einbau eines HDG 50 Scheitholzvergasers und der Kauf von Brennholz. Nach unserer Kalkulation kostet uns das incl. Kreditzahlung für die Heizung an die KFW das gleiche, was wir derzeit an Gas zahlen. Also abgesehen von der zustätzlichen manuellen Tätigkeit des täglichen Einheizens kein Nachteil.

Der zweite Schritt wird für uns die Selbstwerbung (heißt doch so, oder ??) im Staatsforst sein um einen Teil unseres Holzbedarfs zu besorgen. Ist für uns auch erst mal als Übung anzusehen.

Schritt drei wäre dann der Erwerb eines Waldgrundstücks in der Nähe.

Zusammen mit Schritt zwei ist natürlich das entsprechende Equipment, also z.B. auch ein Mog :D notwendig.

Ach ja, z.Z. bekomme ich Eiche/Buche den Ster 1m und gespalten für ¤ 50,-, Fichte 1m und gespalten für ¤ 25,- und Fichte gespalten und auf beliebige Länge geschnitten für ¤ 38,- frei Haus geliefert. Da stellt sich aus rein wirtschaftlichem Gesichtspunkt wirklich nicht die Frage, das Holz selber zu machen. Ohne Idealismus und Freude an Natur und Mog geht da wohl nichts.

Stefan
 
Hallo,

auch eine Idee - die bestehende(n) Gasheizung(en) mit einem Holzvergaser beschicken :-)

--> Stefan: Finde ich gut - mal jemand, der nicht nur über den Gaspreis mault, sondern aktiv was dagegen unternimmt ! Und vor allem: Der dann auch persönlichen Einsatz zu zeigen gewillt ist (also nicht nur alles geschenkt haben will !).

Tja, das Problem bei der Selbstversorgung wird nur sein, daß uns dann, wenn es alle machen, die Biomasse ausgeht - zumindest, so lange wir uns auf Holz beschränken ... hat das mal jemand gegengerechnet ? Ich meine, könnten wir uns in D regional oder gesamt selbst versorgen, zumindest was Heizung angeht ? Wächst dafür genügend Holz nach, bzw. haben wir die Anbauflächen ? Ich denke da auch an Ölpflanzen, Bio(brenn-)masse durch Stroh oder ähnliches. Mal ganz abgesehen vom Abgas ...


Aber um auf's Thema zurückzukommen: Es dürfte warscheinlich allen klar sein, daß sich bei den derzeitigen Preisstrukturen das Holzmachen nur lohnt, wenn man durch entsprechend hohen Durchsatz die Maschinenkosten amortisiert bekommt - also professionell, in großem Stil und mit entsprechend großen Maschinen (und wenig Personal).

Als Hobby lohnt es sich nur, wenn man auf billige Gerätschaften und kostenlose Arbeitskraft (=selber machen) zurückgreifen kann, bzw. den Maschinenpark sowieso braucht oder noch anderweitig nutzen kann :-)

Und, ehrlich gesagt, der (relativ teure) Unimog ist dafür auch nur bedingt notwendig ... ein 30PS Fendt o.ä. tut es auch. Hat zwar nicht den Spaßfaktor, aber Winde, Säge und Spalter laufen damit genauso gut, und 80% aller Holzbestände im Wald sind damit erreichbar. Dazu einen gebrauchten Anhänger, Kettensäge und Muskelschmalz - fertig ist das Brennholz. Wenn man sich auf gut befahrbare Waldwege einschränkt (und damit das eben Holz teurer einkaufen muß), kommt man auch mit PKW, Anhänger, Kettensäge und E-SPalter/Säge hin. Die Zeit darf man dann natürlich nicht rechnen, dafür hat man kaum Maschinenanschaffung

Rechnen wir doch mal so (= Billigvariante Holzmachen):
- PKW mit AHK: vorhanden
- Anhänger (Baumarkt-Billigteil): 300.-
- Kettensäge 400.-
- E-Holzspalter: 800.-

Summe 1500.- EUR.

Plus "Verbrauchsmaterial" wie Sprit, Kettenöl, Sägeketten, Bier/Sprudel, Bestechungsmaterial für Freunde und Nachbarn, Strom, etc. anteilig pr RM Holz...
sagen wir mal: 5.- pro RM ?

Flächenlos je nach Holz und Bestand 50.- pro 10 RM (war mein letzter Preis, paßt das aktuell ? Falls man die Preise überhaupt vergleichen kann)

Summe ca. 10.- pro RM Holz im Einkauf

Bei im Durchschnitt 50.- pro RM ofenfertig (Eiche/Buche/Fichte gemischt) Kaufpreis müßte man also 1500 / (50-10) = 37.5 RM holz machen, damit man eben ist. Bei 10 RM Verbrauch pro Jahr sind das also knapp 4 Jahre, um die o.g. Maschinen zu amortisieren.
(Auerha ! Also bloß nicht auf die Idee kommen, den Mog auf's Holz anzurechen :-) )

Umgerechnet pro Jahr wären das Heizkosten von 10x50 = 500.- EUR für das Holz.

Wenn man jetzt noch 3000.- für den Traktor (6-8000 für einen Mog), 200.- Aufpreis für einen größeren Hänger, 800.- für eine ZW-Säge und 300 Aufpreis für einen ZW-Spalter nimmt (5800.-), dann ist man schnell bei 10 Jahren und mehr, bevor man die Anschaffung eingespart hat. Wenn man dann noch Wald kaufen will, ist das ein Projekt für die nächste Generation.
Da kann man lange von Öl oder Gas kaufen ... aber wo blieben dann der Ethusiasmus !


Aber wieder zurück:
Um jetzt den Vergleich mit dem Gas zu haben, bräuchte man den Jahresverbrauch, oder Vergleichswerte der Energieausbeute !? Ich meine: 1 RM Holz = x cbm Gas ?

Dazu kommen noch andere Kosten, wie z.b. höhere Aufwendungen für Kaminkehrer, Reinigung, Ascheentsorgung, etc. Plus natürlich die Anschaffung für den/die Öfen bzw. Holzvergaser ...
Fraglich, ob sich das wirklich rechnet.

Außerdem muß man aufpassen: Wenn konventionelle Brennstoffe teurer werden, wird das Holz oä. ganz sicher nicht billiger !!



Mich interessiert das Thema auch aus eigenem Interesse, und ich mache deshalb hier so eine Rumrechnerei, weil ich in Kürze umbauen/renovieren will und mir über die zukünftige Heizanlage Gedanken mache !
Ich möchte a) eine Zentralheizung, die auch mal ein paar Wochen unbeaufsichtig läuft - als Grundheizung. Zielvorstellung: Mineralöl, weil Tankanlage vorhanden (umrüstbar auf andere Brennstoffe, falls das Öl auch unbezahlbar wird!), b) eine teilzentrale Heizung (entweder Brenner im Keller oder Kachelofen mit Wassererwärmung, evtl. beides) mit Holz oder anderen nachwachsenden Brennstoffen, c) Solar (thermisch), damit man im Sommer das Brauchwasser nicht mit Holz oder Öl heißmachen muß.
Alle o.g. Wärmelieferanten müssen den gemeinsamen Speicher für Heizung und Brauchwasser beliefern, so daß sie sich gegenseitig ergänzen.

Ergo: Brennholzmachen wird weiterhin ein Thema für mich bleiben !

Ach ja, mein Beitrag zur Kostenreduzierung - Heizölverbrauch im letzten Jahr: 0 (Null) Liter ! Wir haben 100% mit Holz geheizt ...
(ca. 110 qm Wohn/Nutzfläche) - dafür ca. 2-300 Liter Diesel für den Mog :-)
Plus jede Menge Strom für die dämlichen E-Boiler zur Heißwasserbereitung :-( - das muß als nächstes anders werden !

Also, drum: Drehen wir den Energielieferanten eine lange Nase !

Andreas
 

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Hallo,

--> Stefan: Diese Info zum Vergaserkessel ist auch super !
Werde ich auch mal in Betracht ziehen ...

Allerdings meinte ich etwas anderes, nämlich den Vergleich: Heizleistung von 1RM Brennholz im Vergleich zu 1cmb Stadtgas/Erdgas aus der Leitung, oder 1l Flüssiggas aus dem Tank, und auch die Ausbeute aus 1l Heizöl.

Mir geht es darum, die Kosten GAS oder OEL und HOLZ vergleichen zu können, und das geht nur, wenn man die Wärmeleistung vergleichen kann.


mfg,
Andreas