Radbremszylinder 406 Brauche dringend Hilfe

JürgenKarl

New member
29. Sep. 2005
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Bröckel
Hallo , bei meinem 406 hatte ich vor Monaten einen plötzlichen Druckverlust in der Hydr. Bremsanlage festgestellt.Nun bin ich endlich zum schrauben gekommen und glaube die ursache gefunden zu haben siehe Bilder.
Kann mir jemand die Vorgehensweise schildern wenn ich den Radbremszylinder ausbauen möchte? Und , ist die Abdichtung von mir ohen Spezialwerkzeug möglich oder muss de Stern Partner ran ?
Danke für die Hilfe !
Gruss Jürgen
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Hi!

Trommelbremse?

Radmuttern lockern
Anheben, Unterstellbock
Radmuttern lösen, Rad abnehmen
Untere Bremsabdeckung abschrauben

Wenn Hinterachse:
Handbremseinstellschraube etwas zurückdrehen

Beide Bremsbacken mit den Einstellschrauben von der Trommel wegstellen
Bremstrommelhalteschrauben ( Senkkopf-Schlitz, Viel Glück! ) lösen
In die um 90° dazu versetzten 10er Gewinde in der Trommel 2 M10x ca. 100 Schrauben mit durchgehendem Gewinde einschrauben und damit gleichmäßig die Trommel abziehen, nicht verkanten
(möglichst viel Spiel der Bremsbacken zur Trommel hilft )
Federn aushängen, obere Backenlagerbolzen entsichern und ausbauen
(Hinterachse: Handbremsseil aushängen )
Backen abnehmen
Bremsleitung am Zylinder abschrauben
Zylinderhalteschrauben entfernen
Radbremszylinder entfernen ( Kunststoffhammer, von innen nach aussen )


Ob der Radbremszylinder abdichtbar/überholbar ist musst Du nach dem Ausbau prüfen (lassen) Falls Roststellen oder Riefen in der Laufbahn sind würde ich das Ding Tauschen, aufarbeiten lassen kommt fast aufs gleiche.

Btw.: Es gibt verschiedene Zylinder ( Durchmesser ) je nach Bj., bei meinem 67er waren aber trotz anderer Nummernzuordnung schon die neueren verbaut, also nicht nur nach der Fgst.Nr. gehen sondern messen!

Wie immer bei "Bremsarbeiten":

VORHER wissen was man macht, im kleinsten Zweifelsfall machen lassen.

Greets,

Klaus

... der gerade an seinem 406 die gesamte Bremsanlage neu macht... ;(
 
Hallo guten Abend,
leider scheint das hochladen der Bilder nicht geklappt zu haben.Ich hab einen Scheibenbremser und meine Frage geht in Richtung des Bremsverstellers.Kann ich den Sattel einfach teilen und dann vom Achsgehäuse abschrauben? Und dann das Abdichten, muss hier der Sternpartner mit Spezialwerkzeug ran? Ich versuche nochmal die Bilder zu laden .....
Gruss Jürgen
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Hallo Jürgen,

der beste Weg ist meiner Meinung nach der folgende:
die 10 Befestigungsschrauben (M16x1,5) in der Mitte der Radnabe lösen. Dann kannst du die Radnabe sowie die Bremsscheibe entfernen. Danach kommt man an die Befestigungsschrauben des Bremssattels heran. Bremsleitung sowie die Schrauben demontieren. Danach kann man den Bremssattel vernünftig auf der Werkbank überholen.
Von der Teilung des Bremssattels würde ich abraten. Die Verbindungsbohrung der beiden Sattelhälften ist zwar mit einen O-Ring abgedichtet, jedoch ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich gering, daß dieser defekt ist, da die beiden Sattelhälften laut WHB auch noch mittels Flüssigdichtung zusätzlich bei der Monatge abgedichtet worden. Auch sind die beiden Sattelhälften mit einem bestimmten Drehmoment über die Verbindungsschrauben vorgespannt.
Die beiden Bremskolben bekommt man ohne Sonderwerkzeug ausgebaut. Wenn man den kompletten Dichtungsreparatursatz einbauen will bzw muß, so braucht man lediglich eine lange abgewinkelte Seegeringzange um den Einstellmechanismus für die Handbremse zu demontieren bzw. wieder zu montieren. Wie schon gesagt, diese Vorgehensweise habe ich gerade so durchgeführt, da ich die Bremssättel nicht teilen wollte. Einzige Schwierigkeit bei der ganzen Sache war zum Schluß nur die Montage der Staubmanschetten. Dort habe ich mir ein entsprechendes Drehteil zur Montage der Dichtung angefertigt. Ansonsten nur Geduld und etwas Fummelei. :)

Schönen Gruß
Roland
 
Hallo Roland ,
ich habe gerade versucht die Schrauben der Radnarbe zu lösen, irgendwie haben sie mich ausgelacht.
Selbst der grosse Schlagschrauber konnte sie nicht lösen.Weisst Du mit wieviel NM sie angezogen sind? Hást du mit einer grossen Knarre und Verlängerung gearbeitet?
Danke für den nächsten Tip !
Jürgen
 
Hallo Jürgen,

wenn ich das noch richtig weiß, dann sind die Schrauben mit 320Nm angezogen. Beim Lösen mußte ich mich damals auch ordentlich ins Zeug legen. Habe die Schrauben mit einem großen Knebelschlüssel und Verlängerung gelöst. Zum Gegenhalten habe ich ein langes 2" Rohr zwischen die Radbolzen gesteckt und soweit verdreht, daß sich das Rohr auf dem Fußboden abgestützt hat. Aber Vorsicht: vorher einige Radmutter auf das Gewinde der Radbolzen drehen, damit du die selbigen nicht zerdrückst!
Die genauen Anzugswerte kann ich dir morgen abend schicken. Schaue dann vorher noch einmal ins WHB hinein.

Viel Erfolg
Roland
 
Servus Jürgen,
laut WHB werden die Schrauben von den Bremssätteln mit 320 Nm angezogen, und die der Bremsscheiben mit 400 Nm :oops: .
Also ordentlich MUCKIS ANFUTTERN :wink: ,und die Dinger sind gelöst.

Grüße von Johann
 
Guten Morgen ,
Dank Euch für die Tipps , dann muss ich wohl kurz von meiner Diät Abstand nehmen und mir ne Mettwurst gönnen damit sich die Bolzen bewegen:-) ..das sind natürlich Anzugswerte die erahnen lassen wie lang das Aufsteckrohr sein sollte welches auf den grossen Knebel zur Überzeugung benötigt wird..........
Jürgen
hat schon jemand eine Explosions Zeichung der Radbremszylinder hier im Forum gefunden ?
 
allradundsperre schrieb:
Guten Morgen ,
..das sind natürlich Anzugswerte die erahnen lassen wie lang das Aufsteckrohr sein sollte welches auf den grossen Knebel zur Überzeugung benötigt wird..........

Hi!

Jaja, "gewaltig ist des Schlossers Kraft, wenn er mit dem Hebel schafft..." :)

Aber im ernst, Schrauben die mit solchen Drehmomenten angezogen wurden löst man besser mit hohem Impuls, sprich mit nem _richtigen_ Schlagschrauber oder mit einem "Ambosschlüssel" - der hat eine Schlagfläche auf die man mit einem dicken Hammer draufhaut und so ein hohes Lösedrehmoment auf dias Gewinde bringt.
Schlagschrauber des passenden Kalibers sind natürlich für Hobbyschrauber eine eigentlich übertriebene Anschaffung, aber ev. gibts sowas für ne kleine Kaffekassenspende beim Landmaschinenschrauber vor Ort??

Der Schrauber den ich mir für die Schrauben ( Imho sind das M30 oder sowas ) an meinem 406er Frontanbaugedöns geliehen hatte wog allerdings locker 15 Kg... da war SW 50 die kleinste Nuss die dabei war :)

Greets,

Klaus