Reifen Durchm.unterschiede trotz gleicher Größenbezeichnung

boettger

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29. Juni 2010
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Hi!

Mein Mog steht ja leider durch die verschobene Hütte etwas schräg da, aber jetzt da das Führerhaus gekippt war sah ich beim Blick nach vorne das die Reifen _deutlich_ im Durchmesser verschieden sind.

Es handelt sich einmal um einen Gummimayer ( wohl Runderneuert ) in 12.5 20 und einen ohne jedwede Herstellerbezeichnung in der gleichen Größe.

Der Umfangsunterschied ( beide Profieltiefen sind fast gleich ) beträgt satte 19 cm... der Gummimayer ist kleiner.

Der andere ist nur einen Hauch größer als die hinten montierten Conti in 12.5 R20, die aber ziemlich runter sind.

Haben die bei GM damals einfach irgendwas in die Form geschmissen und 12.5 20 eingegossen oder wie? Oder liegt sowas innerhalb der Tolleranzen?

Für den T*V hab ich jetzt erstmal mit dem Luftdruck gespielt und so etwas den "Versatz" kaschiert, es sollen ja eh Ackerprofil drauf...

verwundert,

Klaus
 

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Hallo,

das kann durchaus vorkommen, dass Reifen der gleichen Größe unterschiedlicher Hersteller andere Durchmesser haben. Ich hatte die Erfahrung zum Beispiel, dass der abgefahrene Mitas am Spritzlappen des Kotflügels auf der Fahrerseite bei maximalem Lenkeinschlag gestreift hat. Der jetzige Dunlop mit wesentlich mehr Profil geht kollisionsfrei vorbei.

Die minimal und maximal auftretenden Durchmesser der Reifengrößen sind in einer Tabelle der ETRTO (European Tyre and Rim Technical Organisation) festgehalten. Außerdem ist ein statistisch ermittelter Mittelwert angegeben, dem die meisten Reifen entsprechen. Dies ist eine verbindliche Richtlinie für die Entwicklung, damit es im späteren Betrieb bei Reifen unterschiedlicher Hersteller zu keinen unliebsamen Überraschungen kommt. Da es heute bei Nutzfahrzeugen keine Reifenherstellerbindung mehr gibt erschwert dies die Arbeit des Entwicklungsingenieurs etwas.

MfG Andreas.
 
Hallo,
kann man mit so einem Größenunterschied fahren,
ohne Spätfolgen zu riskieren! Verspannungen oder
Probleme mit den Differentialen?

Gruß: Wilhelm
 
Hallo wihelm,

es ist natürlich alles andere als Ideal, aber unteranderem hierfür hat man genau das Differenzial in den Achsen. Dieses gleicht die unterschiedlichen Drehzahlen der Räder zueinander und der Eingangsdrehzahl vom Motor/Getriebe aus.
Anders ist es natürlich bei gesperrten Achsen auf festem gut haftendem Untergrund, aber dass sollte man ja ohnehin meiden.
 
Hey,
runderneuerte Reifen dürfen eh nur auf der Hinterachse gefahren werden.
Aber wer weiß das überhaupt noch?
Mir wollte ein renomierter Reifenhändler damals 4 runderneuerte andrehen.
Meinst Du ,daß bei unterschiedlichen Luftdrücken der Umfang weniger
verändert wird?
Daß mit dem Thema Radumfang zu Allradbelastung wurde groß bei
Fahrzeugen mit dauerndem Allradbetrieb auf festen Untergründen
bemerkt.
Das ist denke ich der Punkt:
Wenn das bei deiner Nutzung zutrifft ,solltest Du die Räder ersetzen.
Wenn der Allrad aber nur auf nachgiebigem Untergrund geschaltet wird,
macht das garnichts .
Viel bescheidener ist,daß es keine 8PR mehr im 10.5 /12.5 Größenbereich
mehr gibt.
(gute Qualität zu vernüftigem Preis)

Gruß Uwe
 
Hallo,

runderneuerte Reifen dürfen eh nur auf der Hinterachse gefahren werden.

Wie bitte? Ich weiß ja nicht, aus welchem Lande du kommst, aber zumindest in Deutschland dürfen runderneuerte Reifen sowohl vorne als auch hinten gefahren werden, sowohl auf PKW als auch LKW. Gerade im Nutzfahrzeugsektor werden sehr viele runderneuerte Reifen gefahren, auch für Unimog ist dies eine durchaus passable Alternative.
Ich hatte auf meinem damaligen U416 runderneuerte Rigdon der Größe 365/80R20 (=14,5R20) und war mit den Reifen sehr zufrieden. Das Preis-/Leistungs-Verhältnis war top.

Gruß,
Michael
 
Überlege grad,ob ich meine Darstellung zurückziehe, weil ich den Beweis
nicht antreten kann.
Ich habe es als Erklärung gelesen,muß aber nachschieben,daß es kein gesetzliches Verbot ist!
Unimogreifen können durchaus mehrere Jahre auf dem Fahrzeug bleiben.
Gesetzlich sind nur 2 Jahre Gewährleistung vorgeschrieben.
Bei verschiedenen Nutzungen wird der Luftdruck abgesenkt,die Karkasse walkt und da sind die möglichen Probleme einer gelenkten Achse da.
Aber das verändert die ursprünliche Frage von Heiko sehr.
Ich hab leider nebenraus geantwortet,denn er wollte wohl den Unterschied
Höhe der Räder achsweise beantwortet bekommen.
Mögen wird das Differential so einen Unterschied nicht.
Insgesamt denke ich ,das es nur Tips gibt.
Die Handlung führt jeder selbst so , aus wie er es verantworten kann.

Gruß Uwe
 
Hallo,

Überlege grad,ob ich meine Darstellung zurückziehe, weil ich den Beweis nicht antreten kann.

Weil es eben keine gesetzliche Grundlage dafür gibt, runderneuerte Reifen dürfen sowohl vorne als auch hinten gefahren werden. Beim Unimog sollten sogar vorne wie hinten die gleichen Reifentypen gefahren werden, um einen annähernd gleichen Abrollumfang zu gewährleisten.

Unimogreifen können durchaus mehrere Jahre auf dem Fahrzeug bleiben. Gesetzlich sind nur 2 Jahre Gewährleistung vorgeschrieben.

Die gelten auch für Neureifen. Dürfen die dann auch nur 2 Jahre gefahren werden? Das eine (Gewährleistungszeit) hat mit dem anderen (runderneuerte Reifen) überhaupt nichts zu tun. Auch auf anderen Fahrzeugen als Unimog bleiben die Reifen länger als 2 Jahre drauf.

Bei verschiedenen Nutzungen wird der Luftdruck abgesenkt,die Karkasse walkt und da sind die möglichen Probleme einer gelenkten Achse da.

Wenn da nicht gerade ein 30 Jahre alter Reifen im Hinterhof eines Reifenbäckers runderneuert wurde, sollte auch das kein Problem darstellen. Zumindest ein heiß runderneuerter Reifen eines Qualitätsrunderneuerers hält das auch problemlos aus.

Gruß,
Michael
 
Michael,
ich zweifele nicht die Qualität eines Runderneuerers an .
Die Räder sind neuwarengleich /der Prozess ist rechtlich zertifiziert.

Gruß Uwe