Reifenfrage

Hallo Ela,

ich glaube nicht, dass es eine allgemeine einfache Umrechenformel für die Traktion gibt.
Es spielen sehr viele Faktoren da rein. Neben der von Dir schon genannten Reifendimension und dem Profil hat auch der Luftdruck eine sehr entscheidene Rolle.
Bei üblichen Strassenluftdruck steht bei dem SPT9 oft nur eine Profilrippe mit dem Boden im Eingriff. Durch Absenken des Luftdruckes können aber bis zu drei Profilrippen gleichzeitig sich im Bodenabdrücken. Diesen Traktionssteigerung bekommst Du nur durch Umbereifen auf 4cm breitere Reifen nicht hin. (bei gleichem Profil & gleichem Luftdruck)
Wie waren den die Verhältnisse auf Eurer Obstwiese. Welchen Luftdruck hattet ihr. War es feucht weiche oder richtig matschig. Hattet Ihr Allrad und Sperren vor dem Hängenbleibe bereits eingelegt?
Auf Wiesen ist ein AS-Profil in der Regel sehr vernünftig.
 
Hallo Jürgen,
die Wiese war mastschig und hat an der Stelle eine Steigung von ca. 30°.
Eas waren alle Sperren eingelegt.
Der Tipp mit den Reifen ist genial. Ich habe 6 bar Druck drauf.

Mit melchem Druck würdest du in der Pampe fahren?

Gruss
Ela
 
Hallo Jürgen,
ich habe den Reifendruck auf 2 Bar gesenkt und konnte beim Anfahren etwas schlitternd aber dann ohne Probleme nach Hause fahren. Mal wieder etwas dazu gelernt.
Danke.

Welchen Druck auf den Reifen würdest du mir für meinen "Mischbetrieb" empfehlen?

Danke
Gruss
Torsten
 
Hallo Torsten,

Der Luftdruck sollte bei dem "Mischbetrieb" variabel gehalten werden. Du hast doch eine Druckluftanlage.
Auf der Strasse vor allem auf der Schnellstrasse / Autobahn mehr und im Gelände weniger.

Der SPT9 hat bei maximalen Luftdruck von 6,25 Bar bei der von Dir oben derzeit verwendeten Größe eine Tragfähligkeit von 7,1 Tonnen pro Achse. Bei 3 Bar immer noch eine Tragfähigkeit von 4 Tonnen pro Achse.
 
Servus zusammen,

hier noch meine Erfahrungen aus 100.000 km 404

* Dunlop hatte ich ganz am Anfang drauf, war ok
* Michelin XZL war sehr laut
* Conti MPT 80 Preis-/Leistungssieger (fahre ich heute noch auf der Hinterachse)
* Conti MPT81 heute meine erste Wahl ist relativ leise und hält sehr lange (ca. 40.000km und immer noch gutes Profil), guter Kompromiss aus Straße und Gelände
* Wer LKW Reifen bzw. Straßenprofil montiert, kann seinen Unimog eigentlich gleich verkaufen und sich einen wesentlich komfortableren LKW zulegen
* Von Runderneuerten würde ich grundsätzlich abraten, da die bei weichen Böden und niedrigem Luftdruck nicht so gut funitionieren sollen
* Luftdruck gemäß Traglast einstellen, da gibt es z.B. bei Conti Tabellen
* 12,5er sind spürbar länger in der Untersetzung, haben eine wesentlich bessere Optik, aber da muß dann eigentlich auch das Tachogetriebe angepaßt werden und es macht aus meiner Sicht nur mit >100PS Sinn. Weiterer Nachteil der 12,5er ist, dass man sie alleine nur sehr schwer heben kann
* Ein weiterer Grund auf die 11 Zoll Felgen zu wechseln ist, dass die Serienfelgen zu Brüchen neigen. Hatte vor Jahren mal die Situation (zum Glück auf einer leeren Autobahn), dass die Felge gebrochen ist und der Reifen dann (damals noch mit Schlauch und 10,5er Reifen) schlagartig Luft verloren hat. Bin durch Glück mit dem Schrecken davon gekommen. Habe dann die anderen Felgen kontrolliert und noch 2 weitere Anrisse an der selben Stelle gefunden. Das Problem wird durch die 12,5er noch verschärft und da sie meines Wissens auf der 9 Zoll Felge nicht zulässig sind, kann das im Schadensfall erhebliche Konsequenzen haben
* Fahre schon seit Jahren alle Reifen schlauchlos und hatte damit nie Probleme

Viele Grüße

Martin
 
Hallo Martin,

danke für die Infos, Erfahrungen aus 100.000 km sind ja mal eine Hausnummer! Der Conti MPT81 hört sich nicht schlecht an. Interessieren würde mich dazu noch, ob Du auch Erfahrungen mit dem Militärprofil hast - gerade mit Vergleich mit dem MPT81? Und neigt der MPT81 auch zur Sägezahnbildung?

stahlma schrieb:
* Wer LKW Reifen bzw. Straßenprofil montiert, kann seinen Unimog eigentlich gleich verkaufen und sich einen wesentlich komfortableren LKW zulegen

Naja, die Qualitäten vom Unimog begrenzen sich ja nicht nur darauf, das letzte Quäntchen an Geländegängikeit rauszuholen. Da fallen mir schon noch ein paar Gründe mehr ein :wink:

Grüße
Günter
 
Hallo Günter,

wir sind auch einige Kilometer mit unserem 404 reisenderweise unterwegs. Meine Erfahrungen decken sich weitestgehend mit denen von Martin.
Zu Beginn haben wir 2 alte Militärsätze verbraucht, dann Michelin XZL, darauf Conti MPT81 und derzeit fahren wir MPT80.
Mein Lieblingsreifen ist definitiv der MPT81, da er am leisesten läuft. Die Militärreifen sind schnell auf der Strasse geblieben, allerdings bekommt man diese auch entsprechend günstig.
Den Sägezahn zeigen leider alle Reifen, wobei ich das durch häufiges Umsetzen zu verhindern versuche.
Vor 4 Jahren habe ich meine komplette Vorderachse gegen eine werksüberholte getauscht und dabei Spur und dergleichen nach Handbuch eingestellt. Mir scheint es so, dass der Unimog nun auch eine geringere V Stellung der Reifen zeigt (den Winkel kann man nirgends einstellen, aber scheinbar war mein altes Achsgehäuse nicht wirklich in Ordnung). Das Ergebnis war ein deutlich minimierter Abrieb.
Ich fahre 10,5x20 MPT mit Schlauch montiert. Bisher ohne Probleme.
Mich würde interessieren an welcher Stelle Martin Risse an der Felge hatte? Und mit welchem Luftdruck Ihr auf Teerstrassen unterwegs seid? Ich habe 3,5bar drin. Bei den MPT80 zeigt sich dann ein stärkerer Abrieb am mittleren Stollen.

Gruß Tobias
 
Hallo Leute

Ich wünsche allen ein gutes neues Jahr

Da hat sich ja eine sehr interessante Diskusion entwickelt.
Ich hatte auch schon über die Umrüstung auf 12,5 x 20 nachgedacht.
Bleibe aber aus verschiedenen Gründen bei den 10,5 ern.
Wegen Zeitmangel gammelt mein treuer Reisemog im Moment so vorsich hin.
Bin aber hier auf das Thema Reifennachschub angestoßen worden und habe mich auch mal nach aktuellen Angeboten umgesehen.
Ich bin absoluter Fan der Michelin XZL mit allen Vor-und Nachteilen.
Die MPT Reifen sind ja in den letzten Jahren verflixt teuer geworden.
Vor Jahren hatte ich mal einen Satz Conti MPT 81 in Tunesien beim Fahren mit wenig Luft geschrottet.
Aber Geradeauslauf und Fahrkomfort sind bei dem Reifen super!
Dieser Reifen wäre mein absoluter Favorit, hätte ich nicht ein paar schwerwiegende Probleme damit gehabt:
Ich war damals beim Aufmontieren, beim Reifenhändler, mit modernen Maschienen, dabei und war entsetzt wie der würgte und sich quälte!
Später beim wiederholten Ummontieren und Garantieversuch war eine Felge leicht verbogen.
Die Zeit der Wüstenreisen ist so gut wie vorbei, da ist diese Sandtauglichkeit nicht mehr wichtig.
Das ich diesen Reifen mit seinem sehr zähen und hartem Wulst wahrscheinlich nicht selber montieren kann, ist für mich ein Grund zum nicht kaufen.
Selbst wenn der Reifen wegen seiner guten Stabilität und Qualität sein Leben lang auf der Felge bleibt, besteht das Risiko ihn wegen angesprochener Risse und Brüche an den Felgen, abmontieren zu müssen .
Ich erwäge auf die stabieleren 9 x20 Felgen vom alten 406/416 er umzurüsten und dann vielleicht Conti zu kaufen.
Im Moment habe ich das wegen hoher Kosten zu erwartender belastungsarmer geringer Fahrleistung aufgeschoben.
Auf einem Reisetreffen erklärte mir ein 404 Womo-Fahrer er habe vor einiger Zeit, einen neuen Satz Conti MPT 81
gefahren und diese hätten nach einigen Jahren sehr starke Altersschäden bekommen.
Ich bin sehr überrascht und hin und her gerissen, weil die bei mir damals keine Altersprobleme hatten.
Ich würde mich über Erfahrungsberichte mit dem Conti MPT 81 in 275/80 R 20 sehr freuen!
Hat den jemand schon mal von Hand montiert?
Die Bundeswehrreifen kommen für mich nicht in Frage.
Mein heißgeliebter Michelin XZL rollt leider sehr hart ab und weil meine Frau seit einiger Zeit Wirbelsäulenprobleme hat und sich bei harten Schlägen immer wieder beschwert, suche ich einen weicheren Reifen.
Ich spekuliere auch schon mit einem diagonalen Mitas.
Auch über diesen Reifen in 10,5/20 wäre ich über Erfahrungen dankbar.

Eine nasse Wiese mit geschätzten 30 grad ist für mich schon extrem.
Das wäre ja schon die max. Steigfähigkeit mancher Geländefahrzeuge.
AS wäre da schon besser, aber nur bei Fahrten in der Umgebung.
Langstrecken und solche Einsätze - würde ich MPT fahren und Luft raus und Ketten drauf.
Selbst Unimog mit Straßenreifen und 4 Ketten - ich glaube da geht richtig was.
Ich wollte mal verschiedene Reifensätze für unterschiedliche Nutzung herlegen, habe ich nie gemacht, weil die dann zu alt würden.

Die Hanomag AL 28 fahren gelegentlich mit 9/20 Reifen herum.
Das könnte ich mir auch als Reisereifen vorstellen.
Weis da jemand was, ob das beim Unimog möglich ist?

Ich hatte an ca. 6 Felgen verschieden starke Risse im Bereich wo der Stern mit dem Bett verschweißt ist.
Einmal war der Riss so lang, das der Schlauch herausquoll.
Meistens haben mich dann Haarrisse beim Schlauchlosfahren geplagt.
Besonders wärend scharfer Pistenfahrten mit hohem Fahrzeuggewicht gab es immer wieder Probleme.
Ein Schweißfachmann versuchte mal so einen Riss aufzubohren und zu schweißen, aber nach einiger Zeit riss es wieder an gleicher Stelle!
Der Felgenstahl wird hier bis an seine Belastungsgrenze gezerrt und gebogen und Schweißnähte, vorallen Dingen unterbrochene, sind immer eine schwächung.
Da sind die 416 er Felgen mit der durchgehenden Ringnaht viel stabieler.

Ich hatte auch schon verschiedene Spureinstellungen an der Vorderachse probiert, wegen Abrieb und Schuppen.
Bei mir ist nur +2,5 - 3 mm möglich bei gutem Geradeauslauf.
Ideal wäre + 0,5 - 1,5 mm, ist bei mir nicht möglich.
Ein Versuch mit - 1,5 - -0,5 ergab einen sehr schlechten Geradeauslauf.
Wegen der Gewindesteigung der Spurstangenköpfe sind nur 3 mm Schritte möglich.

Grüße von Wolf
 
Hallo

grundsätzlich sind Diagonalreifen immer härter als Radialreifen, da die diagonalen Karkassenfäden sich gegenseitig in der Bewegung einschränken.
wichtig ist der richtige Traglastindex, je höher der Index, um so steifer die Karkasse. für den 404 braucht es keine besonders hohe Traglasten.
Im übrigen sind alle Unimog-Reifen mit der Größen-Bezeichnung xxx.5 MPT-Reifen, egal ob Diagonal oder Radial.
 
Hallo zusammen,

Gibt es womöglich geteilte Felgen als alternative zu dem 406 Trommelbrems Felgen?
Montage unterwegs ist dann einfacher?

Ich habe mal selber Reifen unterwegs montiert und habe trotz meterlange Brecheisen mit Verlängerung ganz schön kämpfen müssen.

Grüße: Zsolt
 
Hallo Zsolt

Als mehrteilige Felge gibt es für den Mog serienmäßig nur die SDC11-20. Die stammt ursprünglich aus der großen Baureihe und ist nur für Scheibenbremser gebaut.
Die Felge ist mittelochzentriert und muss mit "gebauten" Muttern auf 20er Radbolzen montiert werden. Die Felgen haben keine Kugelsenkung sondern sind bis an die Bohrung komplett flach. Deshalb muss der Achsflansch die Zentrierung übernehmen und dementsprechend genau sein. Die Felge hat am Mittenloch auf dem Achsflansch nur ein paar Zehntel Millimeter Luft. Weiterhin ist die Felge gegenüber der normalen 11x20 weeesentlich schwerer, von der 9x20 erst gar nicht zu sprechen.
 
Hallo Zusammen,

bezüglich die Bereifung habe ich einen bemerkenswerten Beitrag unter der Titel:

"Stollenreifen vs. Straßenreifen auf einem Reise-Lkw", gefunden.

http://www.abseitsreisen.de/blog/reise-informationen/stollenreifen-vs-strassenreifen/

Dabei wird wie folgt argumentiert: "Baustellenprofile wie das Michelin XZY-3, Continental HDC, Hankhook AM15 oder Bridgestone M748, L355 könnten für ein Langzeit-Reisemobil eine gute Balance zwischen reinem Straßenreifen und Stollenreifen sein, da sie mit einem etwas gröberen Profil auf feuchtem, schmierigen Untergrund noch mehr Reserven bieten, ohne all die Nachteile eines MPT-Reifens mit sich zu bringen."

Meine Frage ist: kann man auf ein U 404 obigen Reifen mit Baustellenprofil montiren, oder befinden wir uns mit unseren 9x20 bzw. 11x20 felgen in einer reifentechnischen Sackgasse wo nur MPT-Reifen zulässig sind?

Dank und Grüße: Zsolt
 
Hallo Zusammen,

was haltet Ihr von dem Dunlop SP PG8 in 12,5 R20 ?

Laut Beschreibung ist es ein:

"Laufrichtungsgebundener MPT-Reifen für den vor-
wiegenden Einsatz auf der Straße. Guter Fahrkom-
fort und gleichmäßiger Abrieb. Ideale Bereifung für
den kommunalen Bereich; sehr gute Eignung für
den Winterdienst".

Könnte etwas haltbarer sein als die grobstolligen Varianten.

Grüße: Zsolt
 
Guuden,

da Stollenreifen zu Sägezahnbildung neigen, halte ich von ihnen wg. der Laufrichtungsbindung nicht all zu viel. Man sollte/darf sie nicht auf eine andere Laufrichtung ummontieren.

Gut 404! J.
 
Hallo zusammen,
was ist eigentlich der Grund für diese Sägezahnbildung, die bei mir (Größe 12,5-20 bzw. 335/80-20), egal bei welcher Reifenmarke, immer nur vorne auftritt?
Der Michelin XZL scheint mir noch am wenigsten anfällig hierfür zu sein. Der Conti war dabei der schlechteste, vielleicht habe ich aber auch zu spät nach hinten getauscht. Zur Zeit fahre ich Pirelli Pista PS22, ist sehr laufruhig. Reifenerfahrung ca. 160.000 km.
Gruß
Roland
 
https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%A4gezahnbildung

https://www.google.de/?gws_rd=ssl#q=s%C3%A4gezahnbildung+reifen
 
Hallo Zusammen,

ich komme doch noch mal zurück auf meinen Ansatz, LKW-Reifen mit Baustellenprofil einzusetzen. Der Grund ist, dass ich ein interessantes Foto von einem Bekannten erhalten habe.(Anhang) Das Bild ist vermutlich in den USA aufgenommen worden und man kann ein U 404 mit Achtlochfelgen erkennen. Wenn es ein LKW Felge montierbar ist, könnte man auch ein LKW Reifen montieren

Ich gehe davon aus, dass ein Lochkreisadapter im Spiel ist. Technisch ist so etwas nach meiner Einschätzung machbar. Eventuell müßte man eine entsprechend Einpresstiefe verwenden, damit die Spurbreite nicht verändert wird. Offen bleibt, ob sowas bei einer solide dynamische Schraubenberechnung von der TÜV abgenommen werden könnte.

Für eure Einschätzung danke ich.

Grüße: Zsolt
 

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Hallo Zusammen,
mein S 404 braucht neue Reifen. Meine Wahl geht zu diesem Reifen:

Mitas MPT05
10.5 -20 128G TT/TL

Ich fahre max. 3000 km pro Jahr, hauptsächlich Kurzstrecken 30-60 km, auf Strassen, wenig Schotterstrassen, ganz wenig Gelände.
Sind diese Reifen unter meinen Voraussetzungen gute Wahl, oder gibt es bessere Alternativen, die nicht wesentlich teurer sind?
Danke im Voraus

MfG

Martin
 
Hallo,

Habe auch diese als letztes gefahren, weil Günstig gekauft x5 und aufziehen lassen.
Fazit nach ca. 45 tausend km .....Ende im Gelände runter abgefahren. Neigen sehr zu Standplatten nach kurzer Standzeit schon, wobei aber wiederum das wegfahren genau dieser länger dauert..... Dann noch gute und schnelle Sägezahn Bildung vorn ...und nein lag nicht an der sonstigen Technik der VA. Gefahren auch vorwiegend Asphalt ..das halt am Stück etwas weiter ja ...aber mein Fazit die werden es nicht mehr ....

Gruß Ralf