Reifentyp

Steffen_W

New member
01. Jan. 2004
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Hallo,
wünsche ersteinmal allen ein frohes neues Jahr.
Ich bin ein absoluter Newbie in Sachen Unimog - habe mir erst kürzlich einen ersteigert.
Ich möchte meinen 421\'er (40PS) im Wald einsetzen. Gestern war ich das erstmal im Wald mit dem Mog und wollte gleich mal die Geländefähigkeit testen.
Da bin ich son Berg hochgefahren (OK es war schon matschig), aber da bin ich nur mit Mühe hochgekommen,trotz Allrad+Sperre. Mein Dad ist danach mit seinem Deutz D40 (Hinterradschlepper) den gleichen Berg hochgefahren und der ist weniger gerutscht als ich. Das kann doch nicht sein. Liegt das an der Bereifung? Ich habe 10,5 * 20 - Hinten Ackerbereifung (80%) und vorne son Mischprofil (60%). Würde sich die Geländefähigkeit erheblich verbessern, wenn ich vorne auch Ackerbereifung hätte ? - Macht das soviel aus ? Und was haltet Ihr vom Militärprofil. Also mit welcher Bereifung fahrt Ihr so und welches ist das beste für den Wald ? Weil ich habe feststellen müssen, das der Mog bei Heckantrieb auf losem Untergrund sehr schnell die Reifen durchdrehen läßt (extrem viel schneller als beim normalen Traktor). Ich weis die Fragen klingen für manche von Euch lächerlich aber wie gesagt bin halt ein Mog-Neuling.
Gruß
Steffen
 
hallo,

auch Dir ein frohes Neues Jahr. Von mir kannst Du noch keine Erfahrungswerte bekommen, da ich auch erst seit einer Woche einen 421, allerdings mit 52 PS. Aber Deine Frage interessiert mich auch !

Ich denke, dass man das Militärprofil für deine Einsätze ganz vergessen kann. Ein AS-Profil vorne würde sicher eine Verbesserung sein, da der leere Mog auf der Vorderachse deutlich schwerer ist als hinten. So würdes dieses Profil bestimmt eine bessere Zugkraft bringen. Vielleicht die Hinterachse noch mit einem Gewicht belasten.

Bin mal gespannt, was die alten Hasen/Experten für Antworten parat haben !!

MfG Gerd
 
Erst mal auch von mir ein frohes Neues Jahr an alle !

Sfeffen wie Gerd schon schreibt vorne auch As-profil rauf und auf die Prittsche
Gewicht. Aber noch was anderes ist sehr wichtig sind deine Sperren auch wirklich
drinn ? wenn sie lange nicht benutzt waren kann es sein das sie nicht einrasten.
Gruß Horst
 
Hallo Steffen,
die Militärreifen kannst Du getrost vergessen. Die taugen auf der Straße nicht viel und im Gelände noch weniger, so meine Erfahrungen auf dem U403. ich hab dann auf dem 406er und auf menem aktuellen 1000er die AS-Reifen aufgezogen da ich auch viel im Wald unterwegs bin. Runderneuerte reichen vollkommen. Ich hab die 14,5-20 drauf und da zieht der Unimog sehr gut, auch auf matschigem, hügeligen Waldboden. Ich würde Dir empfehlen auch vorne AS aufzuziehen, das bringt sicherlich den gewünschten Erfolg.
Zu Deiner Fragen nach den schnell durchdrehenden Hinterrädern ist zu sagen daß dies im direkten Vergleich zum Traktor normal ist. bei traktro liegt das hauptgewicht auf der Hinterachse während der Unimog ca. 60% des Leergewichtes auf der Vorderachse hat. Beladen ist die Achslast dann mehr oder minder ausgeglichen.
 
Danke für die schnellen Antworten.
Also ich denke schon das die Sperren drinn sind , weil man eine Verbesserung beim Einlegen spürt. Beim Herausnehmen der Sperren hört man auch ein Zischen der Luftdruckanlage.
Kurze Frage dazu noch : Wenn die Sperren eingelegt werden, bezieht sich das nur auch Hinten oder auf Vorne und Hinten gleichzeitig?
Gruß
Steffen
 
hallo Steffen,
die Botschaft aller Experten ist klar:
> vorne ein vernünftiges Stollenprofil drauf
> BW Profil ist schon auf einer nassen Wiese sch***

Hier ist mein Tip:
Du kannst noch viel mit dem Reifen-Luftdruck machen. Geh ruhig mal bis 2 bar runter und probiere. Für langsame Fahrt ohne Last ist das OK. Auf der Strasse und bei v>50km/h aber wieder aufpumpen. Da empfiehlt sich eine Druckluftanlage an Bord mit einer Zapfstelle zum Reifenaufpumpen!


Zu Deiner Frage nach der Diffsperre und den Achsen:
Bin zwar kein U421 Experte, aber Achssperren wirken immer v+h gleichzeitig, denke ich. Zumindest bei meinem U416 so.

Wie man das überprüft: Aufbocken so dass alle 4 Räder in der Luft sind.
4-Rad Antrieb ein: Wenn du an einer Achse mit der Hand ein Rad drehst, bewegt sich an der anderen Achse das Rad andersherum
Diff-Sperre ein: Wenn du an einer Achse ein Rad drehst, bewegt sich an der anderen Achse das Rad in der gleichen Richtung

Gute Fahrt in 2004,
und berichte mal, wenn du den Deutz Schlepper abgehängt hast ;)

Gruss aus www.Erlangen.de -Martin.Glaeser-

[Editiert am 1/1/2004 von -Martin.Glaeser-]
 
Hallo Steffen,

Weil Martin sich nicht 100%ig sicher war.
Die Sperren wirken wie bei allen Unimogs v+h.
Kann mich in allen anderen Aussagen nur meinen Vorrednern anschließen!!
Fahre selber einen D 40. Der hat gegen meinen 411er im Wald keine Chance.
Fahre auf meinem 411 natürlich Ackerprofil. Alles andere kann man bei Geländeeinsatz vergessen!
Würde dir auch raten Martin?s Hinweis zum Reifendruck mal umzusetzen!!
Es wirkt Wunder!!
 
Hallo ,
kann ich mit Gleitschutzketten die miserablen Militärprofile aufwerten oder ist das nicht zu empfehlen? Dürfen diese überhaupt nicht auf festem Untergrund gefahren werden oder ist dies mit geringer Geschwindigkeit auch möglich?
MfG Carsten
 
Hallo,

muß hier anscheinend mal ein bisschen zur Ehrenrettung des MIL-Profils antreten. Es ist nicht so, das diese Reifen nichts taugen, nur sollte man halt wissen, wie man sie zu fahren hat. Beim MIL-Profil muß halt sehr viel über den Luftdruck gearbeitet werden und wenn jemand nicht weiß, wie mit einem Unimog wie zu fahren ist, hilft das beste Profil nichts. Gleitschutzketten bringen einen erheblichen Zugewinn zu dem MIL-Profil.

Fahre die MIL-Profile seit mehr als 12 Jahren und lasse mit Sicherheit so manch anderen mit AS oder MPT-Profil im Gelände stehen.

Man kann halt nicht mit Wechseln des Profiles fahrerisches Unvermögen wett machen. Gleichwohl gibt es für bestimmte Arbeiten mit dem Unimog jeweils die beste Bereifung.
Bei Rückearbeiten im Wald würde ich auf AS in der Dimension 14,5\" gehen.



Gruß

Oliver

[Editiert am 1/1/2004 von OliverKroh]
 
Danke, Oliver, für die Ehrenrettung des MIL-Profils. ;)

Nun zu der Frage mit den Ketten im Wald.
Ja, das wird gemacht und erhöht auch die Griffigkeit.
Hat aber 3 Nachteile:
- Beschädigt den Waldboden mehr als die Reifen alleine
- ist bei feuchtem Boden eine Mordssauerei
- Beim Heimfahren über die Strasse müssen die Dinger wieder ab, und das ist dann sportlich....

Gruss -Martin.Glaeser- aus www.erlangen.de
 
Hallo Steffen
Die Angaben der andern stimmen auch mit meinen erfahrungen überein, V.-H. ein AS-Profil drauf und gegf. bei weichen Böden den Luftdruck absenken. die vorderen Reifen habe ich gegen die Laufrichtung montiert,das bringt bei der Rückwärtsfahrt(was im Wald öfter vorkommt) auch noch etwas mehr Grip.
MfG
Mikka
 
Hi,
nun noch mal zu der letzten Frage zu diesem Thema von mir:
was bedeuten die Abkürzungen:
- mit AS ist wohl Ackerprofil gemeint.
- MIL = Militärprofil
- aber was ist MPT ? Ist das so ne Mischung von den beiden oder wie.
Ich habe mal meine Hinterreifen genau nachgeschaut. Vom Aussehen her haben die das Profil von einem normalen Schlepper, haben aber die Bezeichnung MPT. Wo ist dann da der Unterschied zu AS?
PS: Ich bin schwer beeindruckt wie schnell und gut Eure Antworten in diesem Forum sind. Seid Ihr denn alle schon jahrzehnte Mog-Fahrer??? Unglaublich...
Gruß
Steffen
 
HAllo,

hier findest Du alle gängigen Profile und deren Eigenschaften (als link):
http://www.conti-online.com/generator/www/de/de/continental/industrie/themen/produkte/mpt_reifen/mpt_reifen_de.html

(Muss in einer Zeile stehen)

Ich glaube MPT heißt Multi Purpose Tyre, also Allzweckreifen. Genau wissen tu ichs aber nicht.

Gruß 411albi
 
Hallo Steffen,


liegts mit Deinen Mutmaßungen zu MIL und AS schon genau richtig. Auch die Bezeichnung beim MPT stimmt. Man unterscheidet da noch zwischen 80 und 81, welches jeweils unterschiedliche Profiltypen sind.

Allerdings kannst Du auch schon MIL in MPT bekommen. Falls Du Reifen suchst, laß es mich wissen. Kann Dir gerade in 14\" preiswerte sehr gute Alternative bieten. Entweder in Dunlop SP 921 oder Michelin XZL in 14 x 20.



Gruß

Oliver
 
Moment,
was bringen 14\"Reifen auf einem 421er mit 40 PS? Die greifen ja gar nicht mehr im Boden. Obschon auf losem Untergrund sicherlich nicht unbedingt mit Nachteile zu rechnen ist. Aber auf einem 421er??? Hat jemand so etwas eingetragen? Sieht sicherlich auch gut aus. Normal ist da bei landwirtschaftlichen Fahrzeugen die Bereifung 12,5-18 die gängige Größe. Wurde als Sonderausstattung geliefert. Unbedenklichkeitsbescheinigungen gibt es auch für 12,5-20. Sind etwas größer und breiter als ein 10,5-20. Die Größe macht sich natürlich auch bemerkbar, mehr Auflagefläche.
Als Profil für Zugarbeiten würde ich nur das AS-Profil empfehlen. Das Mil Profil setzt sich schneller zu was bei langsamen Zugarbeiten nachtelig auswirken kann.
Gruß
Bernd Thomes
 
Die für den Unimog zu verwendende Größenbezeichnug lautet xx,5 also 10,5 12,5 oder 14,5. Damit ist immer ein Reifen mit einem anderen Höhen/Breiten-Verhältinis gemeint. Ein Reifen 10x 20 ist fast genaus so groß im Durchmesser wie 12,5 x20. Bei Preisanfragen etc also immer auf die richtige Bezeichnug achten.