Rucken beim Anfahren beim U416

frogmog

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21. Dez. 2009
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Hallo Unimogfreunde!

Ich habe seit einiger Zeit Probleme beim Anfahren mit meinem 416er. Manchmal gibt es trotz vorsichtigem Einkuppeln einen Ruck (Schlag) beim Losfahren. Deutet das auf ein Kupplungsproblem hin, oder sollte ich mich bei der Fehlersuche eher auf den Antriebsstrang konzentrieren? Es handelt sich auf jeden Fall nicht um Kupplungsrupfen, das harte Einkuppeln tritt nur einmalig auf, keine "Hopser". Besonders auffällig ist, dass das Problem meistens nach Fahrtrichtungswechseln auftritt. Daher rührt mei Verdacht auch in Richtung Antriebsstrang. Ist dieses Problem schon einmal irgendwo aufgetreten? Für einen Tipp wäre ich dankbar.
:thumbup:

Gruß Oliver
 
Wie immer aus der ferne,mal raten.Deiner beschreibung nach vermutest du am antriebsstrang,könnte die hintere kardanwelle sein.Am Mog handbremse auf,vorderräder mit keilen sichern,gang einlegen.Dann hebst du hinten ein rad frei und drehst es kräftig vor und zurück.Falls dein ohr lang genug :lol: ist (wenn nicht zweiter mann) kannst du am getriebeausgang mal hören ob sich da was bewegt.Könnt halt sein das die vier schrauben am abtrieb lose sind,kommt zwar seeeehr selten vor,aber :?: Im zweifel die zwei halbschalen abschrauben,verschleißring runter dann siehst du hin.Sag bescheid MFG Herbert
 
Hallo Herbert!
Hallo Jochen!

Das mit dem Bewegen des Hinterrades habe ich schon einmal gemacht. Es ist eine ganze Menge Spiel im Strang und man hört es am Getriebe gnucksen. Ich weiß ja nicht, wieviel Spiel normal bzw. unbedenklich ist, aber ich denke an der Außenkante des Hinterrades gemessen waren es schon knapp 10cm. Es sind allerdings auch einige Zahnräder und Wellen dazwischen. Die Idee von Jochen hatte ich auch schon ins Auge gefasst. Beim Hin- und Herbewegen des Mogs mit eingelegtem Gang konnte ich allerdings keine Bewegung zwischen Schubrohr und Getriebe erkennen. Ich weiß auch nicht genau, wie man das Schubkugelspiel richtig prüft. Das war nur so eine Idee von mir. Aber was nun tun? :roll:

Gruß Oliver
 
Wegem Schubkugel spiel,kipper hoch,vorwärts und rückwärts ruckeln,am besten noch was vor und hinter die v. räder gelegt,dann müßtest du sehen ob sich das schubrohr bewegt.
 
Hallo Oliver,

sehr guter Tip von Jochen. Geht auch einfach zu prüfen.
Einfach den Mog auf ne ebene, glatte Fläche stellen (Teer-/Hartplatz, kein Schotter), Bremse raus und großen Gang rein. Dann an einem Hinterrad ein paar Grad hin und her drehen. Dabei das Schubkugelgehäuse und das Schubrohr beobachten ob und wieweit sich diese gegeneinander verschieben.

Probier's mal und gib einfach ne kurze Info.

mfG
Axel
 
Ok, ich werde es am Wochenende noch einmal etwas intensiver probieren, vielleicht war ich (allein) zu zaghaft mit dem schweren Gerät. Aber was das Spiel im Antriebsstrang angeht, höre ich keine Bedenken heraus? Mal sehen, ob die Nuss nicht irgendwie zu knacken ist. :P
 
Bei schlecht oder falsch eingestellter Schubkugel hast Du schnell 2cm Längsspiel welches sich bei reinem Heckantrieb gleichmäßig auf den gesamten Vortrieb auswirkt. Um das selbe im Antriebsstrang zu erreichen wäre schon sehr viel Abnutzung nötig. Je nachdem wie es ausgeprägt ist, ist es dann als Klappern beim Fahren (Lastwechsel) merk-/hörbar.

mfG
Axel

PS: welches Bj is dein 416? Nur mal so zum abschätzen, ob Du noch die komplette Gußschale hast oder schon den Nylonring.
 
Also, es hat mir keine Ruhe gelassen. Ich war eben im Scneetreiben zur Scheune und habe den Mog mit eingelegtem Gang (einmal 6er, einmal 1er) wie ein Irrer hin- und hergeruckt. Das gute Stück bewegt sich ca. 10cm vor und zurück, aber kein Spiel in der Schubkugel zu sehen. Der 416er ist Baujahr ´73 und natürlich Trommelbremser mit 110 PS. :D

Unimoggruß
Oliver
 
Da wirds mir ja kalt beim lesen!
Dann haste scheinst Glück und kannste dir die Arbeit sparen. Geräusche waren scheinbar dabei auch keine hörbar.
Wär zu einfach gewesen!

mfG
Axel
 
Die Schubkugel scheint dann wohl nicht die Ursache zu sein. Aber was dann? :? Die Frage, die sich mir noch aufdrängt, ist ob die 10cm Spiel im Strang etwas mit dem Problem zu tun haben, oder ob das völlig normal ist. Hat die Kupplung doch einen an der Waffel? Immer noch die selbe Frage .:(

Danke schon mal für die Antworten und Grüße aus Niedersachsen!
Oliver
 
Meinst du das man 10 cm vor und zurück ruckeln kann bis der wiederstand kommt?Probier es aus indem du mit motorkraft im 1 gang vor und zurück ruckelst,von hand hast du nicht die kraft die kugel zu bewegen.MFG Herbert
 
Moing,
von hand hast du nicht die kraft die kugel zu bewegen.
Einspruch - geht sehr wohl und seeehr einfach - das lebende Beispiel steht bei mir in der Halle. Wurde meinen staunenden Äuglein 2008 in Gaggenau auf dem Treffen beim Merex vorgeführt . . . .
Mit genügend Fett (was bei meinem der Fall ist/war) merkst Du bei Motorantrieb fast nix davon! Sind dann zu viele andre Möglichkeiten vorhanden um sowas sauber zu lokalisieren.

mfG
Axel
 
Hallo oliver,

ich suche mal an anderer stelle!
hast du mal die ausrücklagerwelle geschmiert an dem abschmiernippel?
eventuell hängt manchmal das ausrücklager fest und es kommt dann schlagartig zum einkuppeln.
zeitaufwand und materialkosten sehr gering, aber vielleicht wirkungsvoll.

Grüße aus dem Westerwald
Arndt
 
Die Kupplung sehe ich nicht als Ursache.
Dann würde das Spiel nicht im Stand auffallen, bei Richtungswechsel ist erstmal die Schubkugel das erste Bauteil, danach ausgeschlagene Schiebestücke in der Kardanwelle und gelöste (abgescherte) Schrauben an den Flanschen zum Getriebe. Aber da steht der Unimog eigentlich schon nach wenigen Metern. Zu großes Flankenspiel an den Zahnrädern im Vorgelege und Differential könnten auch noch ein seltener Fehler sein.

Beste Grüsse
Jochen
 
Die Geschichte mit der Ausrücklagerwelle klingt sehr interessant. Ich habe die Welle erst kürzlich beim Abschmieren durchgefettet, aber ich weiß nicht, wie nachlässig mein Vorgänger damit war. Ich werde die Welle beim Kupplungtreten und -loslassen mal beobachten. Muß das Fett beim Abschmieren dieser Welle nach außen drängen oder kann auch alles nach innen laufen? Ich wollte nicht zu viel dort hinein pressen, weil ich befürchtete, dass dann alles in die Kupplungsglocke kommt. Nach außen ist jedenfalls kein Fett gekommen. Ich gucke mir das mal an und sage Bescheid. :wink:

Gruß Oliver
 
Hallo Jochen,

grundsätzlich geb ich dir ja recht,
ausgeschlagene Schiebestücke in der Kardanwelle
das musst aber noch näher erklären. Die Zugkräfte werden ja über die Schubkugeln vom Getriebe an die Achsen weitergeleitet. Die Kardanwelle is da erst mal völlig außen vor. Wenn die ihre Schiebestücke (ohne Einfedern) braucht, dann hätte die Schubkugel längst deutliches Längsspiel!?

mfG
Axel
 
Tja, die Ausrücklagerwelle ist es auf jeden Fall nicht. Die lässt sich ganz leicht bewegen, sowohl mit dem Kupplungspedal, als auch von Hand im Leerspielbereich. Dann also weiter suchen. :rums:

Vielleicht hat ja noch einer irgendeine Idee.

Gruß
Oliver
 
Hallo Axel,
bei den Schiebestücken meine ich eine regelrecht abgefräste Verzahnung,
aber das dürfte ein sehr seltener Fehler sein. Das frühe Baujahr und die hohe PS-Leistung spricht dafür. Habe ich erst einmal so gesehen, dann in verbindung mit gelösten abgescherten Flanschschrauben.
Ich denke trotzdem an die Schubkugel.

gruß
Jochen
 
Hallo Oliver,
die Schrauben mit denen die Antriebswellen am Getriebeflansch angeschraubt sind sind normlerweise mit "halbmondförmigen" Blechen immer Paarweise gesichert. Daher nehme ich an, dass sie nicht locker sind. Was ich schon gehört habe ist, dass eine oder mehrere Schrauben abgerissen sind. Normalerweise sind die Achsen mit einer Stirnseitigen Feder in einer Nut im Flansch am Getriebe verankert wenn ich mich richtig erinnere. Aber da hier so viele Fachkundige Beiträge über dieses Thema stehen auch noch eine Frage zum Thema von mir. Vorrausgestzt die Schubrohre am Getriebe sind demontiert wird das Spiel der Schubkugelschalen laut Handbuch mit einem Montageflansch eingestellt. Dort heißt es "Montageflansch anschrauben und Befestigunsschrauben gleichmäßig anziehen bis am Verlängerungsrohr eine Handkraft von 200N bis 300N erreicht wird" Ist die Kraft zu groß mussen Ausgleichsscheiben hizugegeben, bei zu kleiner Handkraft herausgenommen werden.
Ich verstehe das so: Der Montageflansch hat die gleiche Form die der Anschlussflansch am Getriebe und simuliert die Befestigung zwischen Schubrohr und Getriebe mit dem Vorteil dass man den Flansch über das daran befestigten Verlängerungsrohr bewegen kann. Ich schätze das Verlängerungsrohr ist 1 Meter lang und muss dann bei Belastung mit 20-30 kg am Ende halten. Wenn nicht müssen außen Beilagescheiben herausgenommen oder innen an der Kunststoffschale Ringe beigelegt werden. Ist die Vorgehensweise so richtig? Weiß jemand wie lange das Verlängerungsrohr wirklich ist. Ich habe mir ein Drehteil angefertigt das genau die Form des Getriebes hat damit möchte ich das Spiel einstellen.Hat jemand von Euch das schon mal gemacht?
Gruß
Michael