Rückewagen mit Kran am 421

gudoli

New member
28. Apr. 2009
148
0
16
Tübingen
Hallo zusammen,

hat jemand Erfahrung mit dem Betrieb eines Rückewagens am 421er.
Im speziellen würde mich interessieren ob die Pumpenleisung
vom 421er ausreicht um den Kran vernünftig zu bewegen.
Ich könnte mir vorstellen dass der Volumenstrom zu gering ist
und dass eine Eigenölversorgung für ein vernünftiges Arbeiten notwendig ist.
Bin für jede Info dankbar.
Grüße Oliver
 
Hallo,
die Förderleistung der Hydraulikpumpe beim 421 ist meiner Meinung nach nicht ausreichend. Weiterhin wird der Hydraulikkreislauf beim Unimog mit Motoröl betrieben, wohingegen der anderen Kreisläufe (von Traktoren usw.)mit Hydrauliköl betrieben werden. Das führt dan irgendwann zu einer Vermischung die so nicht gewünscht ist, vor allem dann wenn der Rückewagen oder ein anderes Gerät mal am Unimog oder mal am anderen Traktor getrieben wird. Kritisch wird das ganze wenn dann auch noch ein John Deere mit an diesen Tauschaktionen beteiligt ist. Diese benutzen im Hydraulikkreislauf das Getriebeöl was wiederum auch die Bremsen schmiert (nasse Bremsen). Dann kommt auch der Abrieb im schlimmsten Fall dazu.
Daher mein Tipp: besser einen Rückwagen mit Eigenölversorung benutzen, dann passt die Fördermenge und die Vermischung ist ausgeschlossen.
Gruß
Volker
 
Servus,

ich hab nen 421 mit 52 PS und hatte schon ein paar mal einen 8 to Rückewagen mit Auflaufbremse und
Eigenölversorgung (Uniforst Mikro) von nem Kumpel ausgeliehen.
Da ich kein Zapfwellenverlagerungsgetriebe hab, hab ich zur Fahrt die Zapfwelle immer abgenommen
um Schäden zu vermeiden.
Der kleine Mog kommt mit dem Rückewagen erstaunlich gut zurecht, für den Hobby-Holzer mehr als
ausreichend.
Wg. der Hebelmimik der Handbremse musste ich allerdings die Pritsche "höherlegen" da die sonst kollidieren
(hab ne lange Pritsche, nicht original!). Ich hab einfach Holzklötze zwischen Pritsche und Rahmen gelegt
und das ganze dann mit Spanngurten gesichert+Den Hydraulikzylinder per Kugelhahn abgesperrt.

Neben der vermutlich nicht ausreichenden Literleistung der Mog-eigenen Hydraulikpumpe wirst Du evlt
auch Probleme mit der Öltemperatur bekommen da das Ölvolumen vom Mog ja nicht so arg groß ist,
ich würde schon eher auf eine eigene Ölsverorgung bauen, dann kannste den Rüwa auch problemlos mit
anderen Schleppern nutzten. In der Ebene und bei guten Rückewegen kann ich den 8 to Hänger auch gut
mit meinem 35 PS Eicher bewegen (äh klar, richtig schnell ist das nicht und für nen 35PS Schlepper ist der
Eicher eher schwer > 2 to).

Bei der Eigenölversorgung darf die Pumpe am Rüwa aber auch nicht zu groß gewählt sein, sonst musst Du
zu viel Gas geben (also bei Antiebsleistung von nur 50 PS oder weniger) und der Kran läuft zu schnell. Bei
niedriger Drehzahl schwankt die Drehzahl dann und entsprechend "ruppig" bewegt sich der Kran.
Gerade am Anfang macht man ja langsam.

viele Grüße


Johannes D.
 
Hallo,
vom Ziehen her habe ich, wenn entsprechend ordentliche Reifen auf dem Mog sind, keine Probleme.
Die Hydraulikpumpe entspricht etwa dem was zu damaliger Zeit auch an gleichstarken Traktoren gebaut wurde.

Nun habe ich keinen Rückewagen, hatte aber eine Zeitlang einen Atlas Bauernlader AL 402 angebaut. Dieser besitzt 2 Pumpen und konnte damit mehrere Aufgaben auf einmal erledigen. Das alles ging recht zügig und viel Leistung brauchten die Pumpen ebenfalls nicht. Auch habe ich per Mengenteiler den Kran schon mit der Unimoghydraulik bedient. Es geht - nur halt etwas langsamer.

Um ein "ordentliches" arbeiten zu ermöglichen würde ich, egal ob 411, 421 oder auch größer, immer eine eigene Hydraulikversorgung vom Kran vorziehen und dies per Zapfwelle antrieben. Möglichst mit doppelpumpe beim Kran um z.b. Heben und knicken oder drehen gleichzeitig ausführen zu können. Ist dann ein flüssigeres arbeiten.