Hallo Mathias,
ich habe vor kurzem mit einem BGU - Säge-/Spaltautomat (offizielle Bezeichnung: BGU Kettensägen Spaltautomat KSA 370 Z) gearbeitet. Ging prima, sieht man mal von dem Sägekettenspanner ab. Der hat mir den letzten Nerv geraubt. Die Kette hat übrigens erstaunlich lange gehalten. Ca. 25 Raummeter, und das obwohl die Bäume teilweise geschleift (gezogen) wurden, und infolgedessen zum Teil auch noch Sand in der Borke hatten.
Vom Gefühl her würde ich einen Spaltautomat mit einem (nagelsicheren) Kreissägeblatt bevorzugen. Ich denke, das bleibt länger scharf. Aber wie gesagt: die Harvestorkette hat mich eines besseren belehrt.
Ab 35 cm Stammdurchmesser wurde es von der Handhabung ziemlich umständlich. Vor allem der letzte Abschnitt des Stammes, den man beim Sägen mit einem Klauenhebel festhalten muß, verkantete sich immer mal, so dass die Säge nicht weiter ging. Dann hieß es das Stammende weiterdrehen und noch mal versuchen.
Auch kurze Brennholzlängen (25 bzw. 33 cm) gingen nicht so schön, weil die abgesägten Stücke oftmals im Spaltkanal hochkant ankamen und dann im Spaltkreuz kemmten oder "durchgemust" wurden.
Der von mir benutzte Spaltautomat hatte ein hydraulisch verstellbares Spaltkreuz. Das ist ne feine Sache! Da würde ich drauf achten, wenn Du nicht ausschließlich gleichmäßiges Holz zum Spalten hast. Ein Förderband scheint mir ebenfalls unerläßlich, denn der Berg gespaltenen Holzes wächst doch erstaunlich schnell an, und man kann das Holz gleich auf den Gummiwagen oder in den Unterstand laufen lassen.
Wir haben mit 2 Mann ca. 3,5 bis 4 Raummeter (33 cm lang) pro Stunde geschafft. War allerdings auch viel ungleichmäßiges Kronenholz dabei. Bei optimalem Holz (3 m Enden Stammholz) und guter "Logistik" kann man wohl gut 5 Raummeter pro Stunde schaffen, bei längerem Brennholz (45 - 50 cm) vielleicht sogar 6 bis 7 rm.
Am besten ging es, 3 m Enden auf eine Palettengabel am Frontlader oder Stapler zu legen, und die Stämme dann einfach auf das Zuführband der Maschine zu schieben.
Die Stabilität der Maschine ist ok. Angetrieben wurde das Hydraulikaggregat über die Zapfwelle vom Unimog. Der lief mit 1000er Zapfwelle bei leicht erhöhtem Standgas ( ca. 800 U/min).
Der Kraftbedarf ist eigentlich auch kein begrenzender Faktor, da würde auch ein 15er Fendt o. ä. ausreichen. Nur Transportieren kannst Du die Maschine mit den kleineren Schleppern nicht. Wenn er den Spaltautomat überhaupt hebt, fährst Du ständig mit "Bonanzaeffekt".
Unterm Strich ne feine Sache, so n Säge-/Spaltautomat. Ab wann sich die Anschaffung lohnt, kann eigentlich nur jeder für sich selbst entscheiden. Ist neben dem Geld ja auch von anderen Faktoren abhängig, wie verfügbare Zeit, Zustand Deiner Spaltaxt und Deines Bizepses. :lol:
Hab eben noch mal im Internet nachgeschaut. Der BGU KSA 370 Z kostet neu so um die 11.000 EUR.
Gruß, Andreas