Sägespaltautomat!!

corres_mathias_U421

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26. Sep. 2006
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Hallo zusammen!!
Hat hier einer erfahrung mit Sägespaltautomaten!! Meine Fragen sind ab wann lohnt sich so eine Anschaffung und wo bekommt man diese auch gebraucht zu kaufen??
Es währe auch noch interresant von welcher Marke??

Danke schonmal im voraus!!

Mathias
 
Hallo Mathias
Ich habe mir einen gebrauchten Hakki Pilke 1x37 ,bei Einsiedler Forsttechnik gekauft.Zwecks Erfahrungen kannst du mich ja kurz zurückrufen Tel 06821 9999766.
Gruß Werner :D
 
Hallo Mathias,

ich habe vor kurzem mit einem BGU - Säge-/Spaltautomat (offizielle Bezeichnung: BGU Kettensägen Spaltautomat KSA 370 Z) gearbeitet. Ging prima, sieht man mal von dem Sägekettenspanner ab. Der hat mir den letzten Nerv geraubt. Die Kette hat übrigens erstaunlich lange gehalten. Ca. 25 Raummeter, und das obwohl die Bäume teilweise geschleift (gezogen) wurden, und infolgedessen zum Teil auch noch Sand in der Borke hatten.

Vom Gefühl her würde ich einen Spaltautomat mit einem (nagelsicheren) Kreissägeblatt bevorzugen. Ich denke, das bleibt länger scharf. Aber wie gesagt: die Harvestorkette hat mich eines besseren belehrt.

Ab 35 cm Stammdurchmesser wurde es von der Handhabung ziemlich umständlich. Vor allem der letzte Abschnitt des Stammes, den man beim Sägen mit einem Klauenhebel festhalten muß, verkantete sich immer mal, so dass die Säge nicht weiter ging. Dann hieß es das Stammende weiterdrehen und noch mal versuchen.

Auch kurze Brennholzlängen (25 bzw. 33 cm) gingen nicht so schön, weil die abgesägten Stücke oftmals im Spaltkanal hochkant ankamen und dann im Spaltkreuz kemmten oder "durchgemust" wurden.

Der von mir benutzte Spaltautomat hatte ein hydraulisch verstellbares Spaltkreuz. Das ist ne feine Sache! Da würde ich drauf achten, wenn Du nicht ausschließlich gleichmäßiges Holz zum Spalten hast. Ein Förderband scheint mir ebenfalls unerläßlich, denn der Berg gespaltenen Holzes wächst doch erstaunlich schnell an, und man kann das Holz gleich auf den Gummiwagen oder in den Unterstand laufen lassen.

Wir haben mit 2 Mann ca. 3,5 bis 4 Raummeter (33 cm lang) pro Stunde geschafft. War allerdings auch viel ungleichmäßiges Kronenholz dabei. Bei optimalem Holz (3 m Enden Stammholz) und guter "Logistik" kann man wohl gut 5 Raummeter pro Stunde schaffen, bei längerem Brennholz (45 - 50 cm) vielleicht sogar 6 bis 7 rm.

Am besten ging es, 3 m Enden auf eine Palettengabel am Frontlader oder Stapler zu legen, und die Stämme dann einfach auf das Zuführband der Maschine zu schieben.

Die Stabilität der Maschine ist ok. Angetrieben wurde das Hydraulikaggregat über die Zapfwelle vom Unimog. Der lief mit 1000er Zapfwelle bei leicht erhöhtem Standgas ( ca. 800 U/min).

Der Kraftbedarf ist eigentlich auch kein begrenzender Faktor, da würde auch ein 15er Fendt o. ä. ausreichen. Nur Transportieren kannst Du die Maschine mit den kleineren Schleppern nicht. Wenn er den Spaltautomat überhaupt hebt, fährst Du ständig mit "Bonanzaeffekt".

Unterm Strich ne feine Sache, so n Säge-/Spaltautomat. Ab wann sich die Anschaffung lohnt, kann eigentlich nur jeder für sich selbst entscheiden. Ist neben dem Geld ja auch von anderen Faktoren abhängig, wie verfügbare Zeit, Zustand Deiner Spaltaxt und Deines Bizepses. :lol:

Hab eben noch mal im Internet nachgeschaut. Der BGU KSA 370 Z kostet neu so um die 11.000 EUR. :oops:

Gruß, Andreas
 
Ich bin auch auf der Suche und bin von Tajun (feige Forsttechnik) beeindruckt. Habe die meisten anderen Geräte auch auf der Messe gesehen. Hier einige Links

www.feige-forsttechnik.de
http://www.woodmizer.de/
http://www.pezzolato.de/products.htm

Gruß

Werner
 
Hallo,

ich habe mit einem Säge-Spaltautomat von BGU (Modell KSA 370 xx) schon ein paar Wochen gearbeitet. Hier ein paar Dinge die mir nicht gefallen haben:

  • Der Niederhalter vorm Sägeblatt ist am Bedienhebel pendelnd gelagert.
    Bei schneller Bedienung trifft er nicht richtig auf den Stamm auf, da er hin und her pendelt.

    Kleinere Bruchstücke können sich zwischen Sägeblatt und Gehäuse verkanten. Bei mir hat werkseitig die seitliche Bregrenzungsschraube gefehlt, somit ist das Sägeblatt ins Gehäuse gerauscht.

    Der Abluftkanal der Säge ist schwer von grossen Partikeln zu reinigen, da zu eng.

    Die Holzstücke blieben oft senkrecht im Spaltkanal liegen. Es muss
    manuell nachgeholfen werden. (POSCH z. B. bietet nach der Säge eine Fixierung)

    Wenn Holz im Spalter stecken bleibt, ist dieses nur sehr umständlich und schwer zu lösen, da beengte Platzverhältinisse.

    Das Förderband ist bei Volllastbtetrieb unterdimemsioniert bzw. zu schmal - Stau.

    Unterm (im) Förderband haben sich bei mir oft Abfallpartikel angesammelt und gestaut. Die Vorrichtung zum entspannen und reinigen befindet sich ganz oben am Förderbandende. Da muss man erst mal hinkommen.

Ich finde, solche Maschinen rentieren sich nur, wenn man viel gerades, sauberes und nicht zu starkes Stammholz hat. Bei zähem, hartem und krummem Starkholz hat man nur Ärger.

Meiner Erfahrung nach, ist die Methode meterweise spalten - lagern - und nach Bedarf herschneiden billiger und schneller. Ich brauche rein privat schon ein paar hundert rm im Jahr plus dem für "Freunde und Verwandte" :D

Gruß,
Helmut
 
Morgen Holzknechte
Ich habe vor ein paar Monaten über Ebay einen Automaten mit der Bezeichnung JP50 gekauft.
Kann bis 30 cm und ist mit Kettensäge. Ist nach meinen Suchen der billigste Anbieter (ca 5000 neu inkl Märchensteuer und Förderband).
Das Gerät ist teilweise wild zusammengeschweißt. Die verarbeitung ist etwas dürftig ( im Metallbereich) aber von der Funktion her ein Traum. In Verbindung mit einem Stammzufuhrbock von BGU schafft man pro Std. 5 bis 6 Ster Ofenfertig.
Also vom Preis Leistung verhältnis her denke ich ist das Gerät unschlagbar. Auch ist es mit 4 kw Antriebsleistung sehr sparsam.
Ein weiter Vorteil ist, daß man es für kurze Strecken mit dem eigenen Fahrwerk umsetzen kann. Einziger Nachteil des Automaten ist in meinen Augen die Warterei zwischen Sägen und Spalten.
Gruß Mazn
 
Hallo Mathias,
wir betreiben einen Säge-Spaltautomaten von Tajfun. Mit dem sind wir sehr zufrieden. Natürlich hat so jede Maschine seine Macken, aber wenn man eine Zeit lang damit arbeitet lernt man die kennen und damit umgehen. Zu dem hochkantstellen bei kürzerem Holz hab ich die Erfahrung gemacht, die letzten Zentimeter vom jeweiligen Schnitt zügig durch zu schneiden. Dann fällt das Holz meistens richtig. Man kann bequem bis 30 cm Durchmesser bearbeiten. Vorteil vom Tajfun finde ich den Doppelspaltkanal. Da gibt es keinen Stau und man kommt kaum nach mit schneiden, so schnell spaltet der. Die beiden Vörderbänder sind auch sehr gut, wobei man das Abtransportband in der Geschwindigkeit verstellen kann. Das Gewicht beträgt ca. 950 kg. Wir betreiben ihn an einem IHC 624 mit Allrad, da unser Unimog leider keinen HKH hat. Heben tut der Cormick den Spalter auch gut und fahren kann man auch gut damit. Alles in allem das beste Preis-Leistungspaket meiner Meinung nach. Und ich habe mich ausgiebig informiert und mir viele Modelle angeschaut.

Holzgruß an alle von Klaus aus dem Saarland
 
Hallo Klaus,

ich habe mir bei www.feige-forsttechnik.de auch die beiden Tajfun Sägespaltautomaten angeschaut. Der RCA 320 (bis 32cm) hat 2 Spaltkanäle während der RCA 380 (bis 38 cm) nur einen hat. Ich bin von der Solidität des Produktes angetan und tendiere sehr stark zu diesem Produkt.

Gruß

Werner
 
Hallo Werner,
ich habe den RCA 320. Den habe ich bei Scheiffele gekauft. Ich bin bis jetzt sehr zufrieden. Ein sehr solides Gerät. Und den Harvester finde ich auch besser als ein Sägeblatt. Verklemmt sich nicht so schnell und hat man in ein paar min. mit der Feile wieder schön scharf. Man schafft locker 20 rm mit einer Schärfung wenn das Holz nicht schmutzig ist.

MfG Klaus
 
Hallo,

Harvester-Schwert ist für Hobby-Einsatz bei kleinen bis mittleren Brennholzmengen.

Bei der Profi-Brennholzerzeugung muss es ein Sägeblatt sein, ansonsten laufen euch die Schärf-/Ketten-Kosten für den Schnitt davon und die Leistung ist zu gering.

Grüße
Obelix
 
Hallo Mathias!

Habe mir letztes Jahr einen gebrauchten ´Posch´ gekauft. Bin sehr zufrieden.
Kannst ihn dir ja mal anschauen, bist ja nicht weit weg.

Ingo
 

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Morgen Obelix
da muß ich dir leider widersprechen. Eine Sägekette (wenn die richtige) ist wesentlich sinnvoller für den Profi Einsatz als ein Sägeblatt. Meine Harvesterketten halten etwa 50 Ster lang ohne schleifen. Kommt mal ein Nagel oder sonstiges Eisen oder auch verwachsene Steine an die Kette ist diese in 5 Minuten ersetzt. Mach das mal bei einem Sägeblatt. Auch sind die Kosten für Anschaffung und schärfen bei Ketten geringer.
Mazn
 
Würde mir gerne auch einen Säge-/Spaltautomaten anschaffen. Wer hat gebrauchtes im Angebot bzw. wenn sich mehrere Finden könnten wir eine Sammelbestellung machen um den Preis entsprechend zu reduzieren! Gerne höre ich von Euch: mail@modellauto-porzel.de