Sandstrahlen Ja/Nein

Maxmog

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28. Nov. 2008
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Hallo Gemeinde,
wer hat Langzeiterfahrung mit einem Sandgestrahlten Fahrerhaus vom U406 Cabrio. Ich denke das in den Hohlräumen immer etwas Sand zurückbleibt und der dann in Verbindung mit Wasser die Lebensdauer der gerade eingeschweißten Bleche verkürzt. Oder gibt es eine Möglichkeit den Sand zu 100% zu entfernen.
Geht beim Sandstrahlen der Unterbodenschutz weg oder muß ich den mit der Zopfbürste wegbürsten?

Persönlich würde ich ja das Tauchbadentlacken+entrosten und eine KTL Tauchbadgrundierung vorziehen, aber meine Frau will nach der Restauration meines Spielzeuges zum Ausgleich ein neues Wohnzimmer :? .

Danke für eure Tipps.
Gruß aus dem wie ich finde noch schönen Wohnzimmer
Andreas
 
Ich habe ein FHS für den 406 sandstrahlen lassen. DAzu folgende Info:

Ich habe nur die rostgefärdeten Partien sandstrahlen lassen, nicht die Flächen, da diese sich sehr leicht verziehen und die Spannung verlieren. Danach könnte man das FHS gleich wegwerfen.
Wenn man aber einen Sandstrahler hat, der Erfahrung mit Karosserien hat, kann man komplett strahlen lassen.

Es war wirklich noch einiges an Sand im FHS, aber mit einer Druckluftpistole und etwas Geduld geht der Sand schon wieder raus. Zumindest am 406-FHS.

Ich habe das FHS zuletzt mit Mike-Sanders Fettkonservierung behandelt, denn BEIM SANDSTRAHLEN IST DIE GEFAHR HOCH; DASS NACKTE PARTIEN BEIM LACKIEREN NICHT GENUG FARBE ABBEKOMMEN UND DANN UNGESCHÜTZT BLEIBEN!

Der Unimog steht jetzt seit 2 JAhren bei jedem Wetter und auch im Winter draussen (nicht unter DAch) und Rost kommt keiner.


Das größere Problem beim Sandstrahlen ist aber eher psychologischer Natur:
Wenn die Karosserie oder in diesem Fall das FHS vom Strahlen zurückkommt ist man meistenms schwer geneigt, das HAndtuch zu werfen, weil sich einem das wahre Ausmaß der Schweißarbeiten so unverschämt und grausam deutlich offenbart.

Grüße und viel Erfolg vom Beringer
 
Nachtrag zum Unterbodenschutz:

Der UBS geht zur Not schon mit ab, aber wenn er noch relativ weich ist, dauert es beim Sandstrahlen ewig. Die Körner prallen gefedert ab.
Besser ist es, den UBS zumindest im Bereich der Flächen so gut wie möglich vorher mechanisch zu entfernen:
alten, harten UBS mit Zupfbüste oder mit Negerkeksen (gibt es von 3M im Lackiererbedarf)
frischen UBS mit der Lötlampe erhitzen und mit der Spachtel abkratzen (Vorsicht: Brandgefahr)

ODER TROCKENEISSTRAHLEN: teuer aber sehr effizient
 
Schönen guten Morgen zusammen,

also wir haben die Erfahrung gemacht, wo es geht mit dem Heißluftföhn die gegenseite des Bleches anwärmen und dan den Unterbodenschutz gerade mit einem Schraubendreher oder einer Spachtel abschaben. Nicht direkt mit der Wärme auf den UBS, dann muß man den ganzen UBS anwärmen, eigentlich reicht es ja wenn die Verbindung zwischen UBS und Blech erwärmt wird und sich dann leicht trennen läßt. Aber bitte nicht erschrecken, es können dann ganz schöne Rostnester zum Vorschein kommen an die man(n) vorher garnicht geglaubt hat. Der UBS sollte auf jeden Fall vor dem Sandstrahlen weg sein, sonst verzweifelt man(n) beim strahlen, die Steinchen, egal wie scharf prallen einfach auf dem UBS ab und erreichen eigentlich garnix...

Viel Spaß noch beim Schrauben...

Grüße Clemens
 
Hallo Andreas, ich kann mich meinen Vorredner nur anschliessen.
Der alte Lack und Rost muss weg, sonst ist das Geld für den Lack glatt rausgeschmissen. Den Sand in den Hohlräumen habe ich mehrmals mit Druckluft und Staubsauger entfernt, da kam immer wieder was raus. Danach Blecharbeiten, mit EP-Grundierung behandeln und dann kann mit dem Lackaufbau begonnen werden. Zwischen Sandstrahlen und Grundierung sollte nicht viel Zeit vergehen.
@ Behringer: "Das größere Problem beim Sandstrahlen ist aber eher psychologischer Natur" Da hast du recht, aber was nutzt es wenn ich den Morast unterm Lack lasse und nur drüber schleife? Nach 2 Jahren wirf der Lack die ersten Blasen, weil unten drin alles weiter rostet.
mfg
Otto
 

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lieber Otto,

klar hast Du recht: Gerade am Unimog hat es anders keinen Sinn.
Aber frustrierend ist es halt doch, wenn man ein Führerhaus gekauft hat, das mit "max. eine Stunde Blecharbeiten" angeboten wurde und man bekommt vom Sandstrahler ein Sieb zurück.

Schöne Schubkarre hast Du Dir für Dein Führerhaus gebaut.


lieber Clemens / bolzendreher:

Gute Idee, die Rückseite anzuwärmen. Vor allem, weil das Blech die Wärme vemutlich auch noch besser leitet. Von der Brandgefahr ganz abgesehen.
Ich werde das nächstes Mal sofort ausprobieren.


Grüße vom Beringer
 
Hallo an alle,
Danke für eure Antworten. Ich werde wohl einem Sandstrahler mein Vertrauen schenken. Die Schweißarbeiten sind schon erledigt. Was für eine Grundierung soll ich nach dem Lackieren aufbringen? Otto hat von einer UP-Grundierung geschrieben.
Ich versuche mal zwei Bilder von dem Haus mit Gehhilfe anzuhängen.
Gruß Andreas
 

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nach dem lackieren brauchst Du keine Grundierung mehr. Wenn Du sie vorher aufbringen willst, ich hab sehr gute Erfahrungen mit der 1K-Grundierung von Mipa gemacht. Nennt sich Rapidfiller, Farbe wahlweise rostrot oder beige.
 
Hallo Andres,
Aufbau einer Lackierung.
1. EP-Grundierung = Epoxy-Grundierung.
2. Spachteln
3. Füllern
4.Lackierung
Sehr wichtig: sämtliche Materialien müssen aufeinander abgesimmt sein.
Am besten von einem Hersteller, Verarbeitungshinweise beachten ( bekommst du bei jedem guten Hersteller mit dazu).
Keine zusammengewürfelten Baumarktmaterialeien verwenden.

mfg
Otto
 
hallo,ich zeig euch mal ein paar bilder von der Resauration des fahrerhaus.
und ich hab es selber gestrahlt und grundiert,gefüllert.gespachtelt und beleche selber angefretigt kompletter boden und rückwand...und dann schwarz kackiert.
 

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und hier noch ein paar fotos.
 

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Hi,

wenn ich mir die Fotos von Unimoglererfurt (wie heist du eigentlich richtig?) anschau, dann hab ich genau den gleichen Gedanken wie damals als ich meine Hütte (27 Jahre Winterdienst) restauriert hab:

Was durchgerostet und stark verrostet ist muß sowieso raus und wird durch neues Blech ersetzt. Wenn in den Flächen des Blech mal ein paar kleinere Roststellen sind, dann wird da der Rost grob entfernt (Zopfscheibe :flex: ) und mit Rostwandler (ich hab sehr gute Erfahrung mit Fertan gemacht) behandelt. Der restliche Aufbau wie oben angeführt.

Warum soll ich jetzt auch noch die Stellen, denen ja nichts fehlt, abstrahlen und mir unnötig weitere Arbeit und Kosten machen?

In die Hohlräume wurde zunächst Fertan mit Hohlraumsonden gesprüht. Nach der Wirkzeit (über Nacht) wurde dann mit Wasser gespühlt. Nach angemessener Trockenzeit hab ich dann in die Hohlräume erstmal Fluid Film Liquid A gesprüht, da dies richtig gut kriecht und selbst kleinste Haarrisse versiegelt. Da Fluid Film aber leider nicht dauerhaft ist, folgt nach 1/2 bis 1 Jahr eine Hohlraumversiegelung mit Mike Sanders Korrosionsschutzfett. Das Fett zu verarbeiten ist etwas Sauerei. Aber es gibt derzeit nichts besseres und dauerhafteres auf dem Markt.

Seitdem hab ich nicht die geringste Spur von Rost an der Hütte. Es geht also auch ohne teures und aufwändiges Sandstrahlen :!:

Nach der gleichen Verfahrensweise bin ich bei meinem Oldtimer vorgegangen. Aber leider war schon vorher mal jemand drüber, der auch sandgestrahlt hat. Trotz Saugen, Blasen, Kippen und weiterer intensivster Bemühungen kam immernoch irgendwo Sand raus. Ist (war) besonders beim Lackieren sehr ärgerlich. Und dort wo der Sand drin bleibt hält sich dann später gerne die Feuchtigkeit.

Ich denke es ist nicht ganz unproblematisch mit Sandstrahlen. Für mich haben die Nachteile (Kosten, Aufwand, Sand, Risko v. Beulen im Blech...) den Ausschlag gegeben es nicht zu tun. Wie man oben sieht gehts auch anders. Wer jetzt wie verfährt muß er letztenendes selbst entscheiden.

Bilder meiner Aktion sind schon hier auf der U-Com. Ich werd bei Gelegenheit mal den Threat suchen und den Link dazu einstellen.

Grüße

Tobias

PS: Ich bekomme nichts von den Herstellern der genannten Produkte für evtl. Werbung bezahlt. Ist einfach nur Erfahrungsbericht!
 
einige Bilder:

http://www.unimog-community.de/index.php?name=PNphpBB2&file=viewtopic&t=17589&highlight=

Es gibt noch mehr davon. Kann jeder selbst die Suche bemühen.

Grüße

Tobias
 
ja das mit dem sand ist so eine sache..aber da ich fast keine holräume mehr hatte,da sie weggerostet sind,war das für mich kein Thema...
 

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