Schnelle Fernreise mit Unimog 411

Hallo Frank,

wenn ich geahnt hätte, dass Du so nah dran bist, hätte ich Dich natürlich zum Dinner eingeladen. :wink:
 
Wir fahren um 8:20 Uhr los ohne das Licht einzuschalten, verlassen uns ganz und gar vertrauensvoll auf das Navi und genießen die Reise durch den verkehrsarmen Sonntagmorgen – mit regelmäßigem Blick auf die Ladekontrollleuchte.

Das Land ist flach und der typische Streckenverlauf besteht aus gefühlt 5 bis 10 km langen Geraden, dann einer Abbiegung, meist in Form eines Kreisels.

(Helmut möchte sich das obere Foto bitte nicht so genau ansehen :wink: )
 

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Hallo Christoph

du hast aber noch alle Finger :wink:
Wir haben unseren Bulli anfangs der 80er in Frankreich wegen dem Ding geschrottet. Der Fahrer hatte bei einem Lenkmanöver derart schnell gekurbelt, das wir fast rechtwinklig auf ein stehendes Fahrzeu eingeschlagen sind. Bei normaler Lenkbewegung wäre es nur ein kleiner Schlenker geworden.
Einem Arbeitskollegen hat beim Schleppen eines Fuchs-Baggers nach Bordsteinkontakt leider die Hand zerrissen.

Ich bewundere aber deine Abenteuerlust, mal eben quer durch die Republik zu crusen, nur um ein kühles Jever zu genießen.
Dein Reisebericht ist fast genau spannend wie wenn andere von der Durchquerung der Mongolei berichten.
Allerdings bedarf der Fluchtfehler im Riementrieb noch ein wenig Nacharbeit. Nicht wegen des Riemens sondern wegen des Reibungsverlustes.
Was mich allerdings wundert, weshalb du nicht die Flachroute durch das Rheintal gewählt hast. Sicherlich ist der Hundsbuckel und die Sackeifel ruhig und beschaulisch, aber als Berg- und Talbahn für einen Rennmog nicht der ideale Parcours.
Vielleicht verliert die Route aber dann den Abenteuercharakter. :respekt
 
Hallo Helmut,

danke für Deine Anerkennung sowie die nette und fürsorgliche Kommentierung.

Es macht mir fast genauso viel Spaß, diesen Bericht zu schreiben, wie die Reise erlebt zu haben. So wird was man gerne macht auch gut.
 
Wir überqueren einige Gewässer: 9:30 Uhr die Ems, 9:35 Uhr den Dortmund-Ems-Kanal, 9:55 Uhr die Große Aa. Dann gibt’s erst mal Frühstück in einer Dorfbäckerei.

Um 10:55 Uhr queren wir die Haase.

Kurz vor WHV noch ein kleines Fotoshooting „Mog und Muh“ und dann kommen wir bestens gelaunt um 13:50 Uhr in WHV an. Denn die Lichtmaschine hat offenbar genügend geladen, obwohl das Glimmen nicht ein einziges Mal verschwunden war und wir gegen Ende der Strecke mit eingeschaltetem Licht fuhren.

Zudem unterbieten wir sogar Navis Vorhersage vom gestrigen Abend um 27 Minuten und erreichen ein Fahrtmittel von 51 km/h für die gesamte zweite Etappe.
 

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Der Hauptzweck der Reise erfüllt sich sogleich, indem wir das Besondere tun. Nämlich wir fahren über die Kaiser-Wilhelm-Brücke, die nach dreijähriger Reparatur erst vor wenigen Tagen für den Verkehr wieder freigegeben wurde. Und weil es so schön ist, noch einmal zurück und wieder hinüber.

Es ist die größte Drehbrücke Deutschlands. Damals war's die größte des Kontinents. Sie wurde nach nur zweijähriger Bauzeit 1907 von der MAN Nürnberg fertiggestellt und in Betrieb genommen. Man hat von hier einen herrlichen Ausblick auf die Stadt, verschiedene Hafenbereiche und den Jadebusen.
 

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Dann werden die übrigen Sehenswürdigkeiten Wilhelmshavens abgeklappert. Darunter der Südstrand mit Fliegerdeich, Helgolandhafen, Seglerhafen (Nassauhafen), Marinehafen, Deichbrücke usw. bis zum neuen JadeWeserPort. (Einzelne Häfen haben bestimmt anderslautende offizielle Namen. Wir haben sie einfach so getauft.)

Das Foto ist im Nassauhafen aufgenommen, mit dem Leuchtturm Arngast im Hintergrund.
 

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Weiter geht’s am Deich entlang zum Außenhafen von Hooksiel. Unterwegs müssen wir noch vorsichtig durch eine Boßelveranstaltung fahren.

Am Hafen erwartet uns eine steife Brise. Die Windsurfer schießen nur so über‘s Wasser.

Zurück nach WHV fahren wir durch den malerischen Ortskern von Hooksiel mit seinem Sielhafen.
 

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Am späten Nachmittag findet das Erste Unimog-Treffen in WHV statt (siehe auch hier: http://www.unimog-community.de/phpBB3/erstes-unimog-treffen-in-whv-t79485.html).

Abends in der Dunkelheit geht’s ins Hotel, natürlich mit eingeschaltetem Licht. Und obwohl noch keine Schwäche der Batterieladung zu erkennen ist, wachsen die Bedenken, ob man in diesem Zustand noch lange weiter fahren kann. (Ein Teil der Fehlersuche ist ebenfalls im obigen Link beschrieben.)
 

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Kurz vor der dritten Etappe

8:00 Uhr: Am Museumshafen werden noch ein paar Fotos geschossen.
 

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Da uns die Kaiser-Wilhelm-Brücke so begeistert, wollen wir versuchen, eine Überfahrt von außen fotografiert zu bekommen.

Tatsächlich ergibt sich die Möglichkeit dazu in Gestalt des Brückenwärters, der auf Elektriker wartet, welche die Steuerung der Brücke erneuern sollen. Dazu wird die Brücke ab 9:00 Uhr ganztägig für den Verkehr gesperrt.

Der nette Herr erklärt sich bereit, uns vorher noch schnell abzulichten.

Er bekommt die Kamera in die Hand gedrückt und wird eingewiesen. Wir sind sehr gespannt, ob daraus was Brauchbares wird.
 

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Nach der Überfahrt wenden wir an der nächsten Kreuzung, kehren zum Brückenwärterhäuschen zurück und - oh Schreck, Brückenwärter und Kamera sind verschwunden. Sollten wir etwa einem Dieb zum Opfer gefallen sein?

Nein, der Brückenwärter taucht kurz darauf feixend aus seinem Versteck auf und gibt uns die Kamera zurück. Die Fotos sind auch ganz gut geworden - oder?
 

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Hallo Christoph,
zuerst meinen größten Respekt vor der Reise und ein noch größeres
DANKESCHÖN das Du uns daran teilhaben lässt und Dir die Mühe
machst den Bericht zu verfassen!!! :spitze :respekt
 
Hallo Christoph,

auch ich möchte Dir meinen Respekt ausdrücken!

Wunderschöner Reisebericht, mit tollen Illustrationen von Dir, dem Mog und der Landschaft im Norden! :o

Ich wünsch Dir auf jeden Fall weiterhin viel Spaß und dass der Ladestrom ausreicht bis zum Ende Deiner Tour!

Viele Grüße aus Ingolstadt (Bayern)

Reinhold
 
Hallo Carsten und Reinhold,

da habt Ihr mit Eurem Lob treffsicher den Höhenpunkt des Berichtes abgepasst. Jedenfalls vielen Dank dafür!

Von nun an bleibt es zwar weiter spannend, aber so tolle und viele Fotos wie bisher gibt es nicht mehr.
 
Dritte Etappe

Um 8:30 starten wir in einer Entfernung von voraussichtlich 350 km und 7 Stunden zum Ziel.

Aber neue Rekorde müssen nicht aufgestellt werden. Und das Ziel ist dazu auch nicht geeignet. Denn es liegt im Bergischen Land bei einem Unimog-Freund, mit dem wir uns am Abend verabredet haben.

Kurz darauf wird noch der unvollständig gesprengte und dadurch geneigte Bunker am Bahnhof von Sande fotografiert, so dass wir erst um 9:00 Uhr Zetel erreichen.
 

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Hallo Christoph,

na diese Aktion passt mal wieder zu Dir. Danke für den Bericht und die schönen Bilder. Jetzt schau dass Du wieder zurück kommst, Petrus ist ja heute wohl nicht mehr Dein Freund :-(.

Liebe Grüße aus Franken
Tommes
 
Die Route entspricht meist der ersten und zweiten Etappe, nur in entgegengesetzter Richtung, fast bis zum Ziel.

Die Meilensteine
09:05 Neuenburg
09:18 Tarbarg
09:31 Augustfehn
09:37 Apen
09:43 Godensholt
Landkreis Cloppenburg
09:52 Harkebrügge
10:04 Friesoyte
10:17 B72 3 Spuren Kraftfahrstraße
B401 kurz
10:27 Neuscharrel
10:41 Lorup
11:00 Waldhöfe Richtung Lähden
11:15 vorbei an Lähden
Herzlake, Kaffeepause
11:43 Weiterfahrt, erste „Steigung“ im Ort namens Felsen
12:06 Frehren
12:30 Spelle
12:35 B70 Richtung Rheine
Dortmund-Ems-Kanal
13:05 Emsüberquerung 3 Spuren Kraftfahrstraße
Umleitung
B235
 

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