Schrauber Anfänger - Projekt 404s

Hallo Justus,

ich fahre Samstag Morgen mal zu meinem KFZ-Teile Händler und hoffe dort etwas zu finden. Ich werde berichten.

Parallel zur Wiederbelebung möchte ich auch ein paar optische Makel ausbessern. Das ist z.B. der Batteriekasten.
Habe einen neuen hier liegen. Ist wohl die Ausführung mit Heizung. Mal schauen ob ich passende Gummistopfen finden.

Hat irgendjemand einen Batteriekasten mit Holzleisten hergerichtet?
Habt ihr diese verklebt oder verschraubt? Die mittlere Leiste wurde damals glaube ich verschraubt.

VG
Christian
 
Hallo Christian,

nachdem Du Dich ja vernünftiger Weise für einen neuen Anlasser entschieden hast, hast Du ja Zeit gewonnen erst einmal bei dem Alten zu schauen, was wirklich defekt ist. Nur nach dem Kabel zu schauen und dies gegebenfalls sogar zu kaufen halte ich für die jetzigen Wissenstands für fragwürdig. Das Kabel ist die Plus Leitung vom Magnetschalter zum Motor. Was qualmt und funkt da? Wenn der Motor über den Magnetschalter eingeschaltet wird und dann nicht dreht wird hier gegebenfalls praktisch die Batterie kurzgeschlossen. Da es in diesem Stromkreis keine Sicherung gibt fließt ein unkontrollert großer Strom der natürlich auch für das Kabel nicht gesund ist aber die Ursache liegt vermutlich ganz wo anders.
 
Hallo Community,

ich habe mir das Ersatzkabel des Anlassers beschafft und werde den Anlasser vollständig zerlegen und reinigen. Ich hoffe ich finden den Grund, dafür warum der Motor ohne "Schläge" nicht dreht. Und danke Jürgen für die Bestätigung.

Die letzten Tage habe ich alle möglichen Ablassschrauben, Dichtungen und neue Ölfilter gekauft. Wenn der Motor laufen sollte wollte ich alles einmal durchwechseln.
Nach ausführlicher Recherche und Vorbereitung der anstehenden Arbeiten habe ich noch ein paar Fragen.

1. Der Wechsel des Ölfilters ist in der TDV schön beschrieben. Ich frage mich aber, wie ich in den engen Raum mit einem Drehmomentschlüssel hantieren soll. Reicht hier auch handfestes anziehen? Wie sieht es mit den anderen Ablassschrauben an z.B. Vorgelege, Differenzial, Motor und Getriebe aus. Hier nach Gefühl arbeiten oder doch lieber Drehmomentschlüssel?
2. Wechselt ihr jedes mal die Kupferdichtungen oder verwendet ihr diese wieder?
3. Lenkstangen und einige Fahrwerksteile haben eine gute Patina. Mein Plan ist es, nach und nach teile zu demontieren und diese Sandstrahlen und Pulverbeschichten zu lassen. Ist das optimal oder gibt es im stark beanspruchten Bereich des Unterbodens bessere Arten der Beschichtung?

Danke und noch eine sonnige Restwoche

Christian
 
Hallo Christian,

beim Ölfilter reicht handfestes Anziehen, ist meist sogar so vorgeschrieben um die Dichtung nicht auszudrücken.
Kupferringe sind Cent-Artikel, also austauschen und immer einge auf Reserve halten.
Warum willst Du funktionierende Teile abschrauben bzw. zerlegen? Bei der Lenkung wirst Du dann auch die Kugelköpfe mit einem Abzieher lösen müssen. Würde ich nicht machen, sondern im eingebauten Zustand den Rost entfernen und entsprechend behandeln/lackieren und gut ist es. Außer die Köpfe sind bereits defekt und müßten getauscht bzw. mit neuen Manschetten versehen werden.

Mit Mog Grüßen
Roland

Mit Mog Grüßen
Roland
 
Guuden,

Ölablassschraube an der Ölwanne 50 Nm
Zentralschraube für Ölfiltergehäuse: 40-45 Nm.

Werksatthandbuch, Seite 0-4.1/1
Mit einem Drehmomentschlüssel +Schraube + Mutter+ Schlüssel kann man sein Handgefühl
ein wenig entwickeln.
Ich kenne einen Fall, bei dem nach ein paar KM der Filter runter gefallen ist.
Zu fest ist bei der Aluumgebung auch nicht gut.

Gut 404! Justus.
 
MagMog schrieb:
Guuden,

Ölablassschraube an der Ölwanne: Falls es die große M26 ist dann 50 Nm
Zentralschraube für Ölfiltergehäuse: 40-45 Nm.

Grüßt euch!

Sicher das das M26 ist? Bei mir ist das ein 3/4 Zoll Gewinde.... und ja ich bin ganz sicher! Ich hab da am Montag eine 3/4 Zoll Tauchhülse für einen Pt 100 eingeschraubt :shock:

Gibt es da unterschiedliche Ölwannen ...? genau wie beim Getriebe ?

VG
 
Guuden,

könntest Recht haben, bin mir nicht mehr sicher. Die Gewindegröße hatte ich nicht im WHB gefunden, beide Quellen stimmen beim Drehmoment jedenfalls überein.

Gut 404! Justus.
 
Hallo Community,

ich habe das Wochenende mal genutzt um die Wiederbelebung etwas voran zu treiben. Der neue Anlasser ist verbaut und läuft dank Bypass der Masse wunderbar. Unterhalb vom Beifahrersitz habe ich ein abgerissenes Massekabel gefunden. Kann mir jemand sagen, welche länge das ursprüngliche hat bzw. welche Ersatzteilnummer das war. Da gibt ca. vier unterschiedliche Längen am Mog die ich nicht dem Montageort unter dem Beifahrer zuordnen kann.
Auch ein Foto des Ursprünglichen Montagepunktes wäre toll. Ich rechne mal damit, das das Band zwischen Getriebe und Rahmen hing.

Dann habe ich die Zündkerzen alle auf Funktion geprüft. Die Elektroden scheinen mir vom Zustand her noch ziemlich gut. Den Luftfilter (Ölbad) habe ich für den ersten Start demontiert.

Beim alten Benzinfilter hat sich durch das reinigen mit Bremsenreiniger das Gewebe gelöst. Gibt es das zum nachkaufen und womit darf man das wieder ankleben?
Fazit, ich vermute das Benzin nicht richtig gefördert wird. Habe nach jedem Startversuch nochmals das Filtergehäuse abgenommen und es standen nur wenige mm Benzin am Boden. In denen war jedoch immer etwas Schmodder zu finden.
Diese Woche werde ich versuchen den Tank notfalls mit Bohrer und Flex zu öffnen. Mal sehen welches Grauen mich dort erwartet.

Wie würdet ihr bei der Suche nach der Fehlerursache weiter vorgehen? Kann ich die Funktion der Benzinpumpe irgendwie prüfen? Da gibt es einen gefederten Hebel an der Benzinpumpe. Wofür ist dieser?

Bin gespannt auf eure Anregungen. Noch ein schönes Wochenende und beste Grüße vom Niederrhein

Christian
 
Hallo Christian,



Diese Woche werde ich versuchen den Tank notfalls mit Bohrer und Flex zu öffnen

Denk bitte dran das Benzin ein höchst zündfähiger Stoff ist.
Den Ansatz, alle Teile der Treibstoffversorgung auf Sauberkeit zu prüfen, finde ich sehr gut.
Welcher Filter hat sich aufgelöst?
Der gefederte Hebel an der Treibstoffpumpe ist eine Handpumpe zum vorfördern.

Gruß
Jochen
 
Hallo Jochen,

das Sieb vom Kraftsoff-Durchgangsfilter hat sich abgelöst. Das ist scheinbar nur geklebt und die naht hat sich geöffnet.
Der Hebel zum vor fördern hat aber irgendwie keinen Wiederstand finde ich.

Außerdem finde ich es komisch, dass im Vorfilter fast kein Benzin steht. Der müsste ja eigentlich randvoll sein.
Jetzt habe ich in einem anderen Thread gelesen, dass auch die Dichtung des Umschalthahns aufquellen kann. Der Hebel hat für mein Empfinden zusätzlich sau viel Spiel.
Einiges was ich hinterfrage. Aber nichts, was für mich Ursache zu schein seit.

Langsam verstehe ich mehr aber das ist wie man so schön sagt nur ein Tropen in einem Ozean ;-)

VG
Christian
 
Guuden,

den Unimog 404 "Kraftstoffvorabscheidereinsatz" -Mercedes-Benz A0004773715,
BW Versorgungsnummer 2910-12-127-0839
gab es vor ein paar Jahren noch beim MB Händler für unter 10,-€.
Ist aber auch anders wo im Netz zu finden.
Ältere Ausführungen haben die Nr. A0004771215

Um die Benzinversorgung beim Motortest umgehen zu können,
kann man einen Benzinvorrat höher als den Vergaser legen, welcher dann mittels Schlauch im Falltankverfahren mit Benzin versorgt wird.

Gut 404! Justus.
 
Hallo Christian,

Mit dem Handhebel an der mechanischen Bezinpumpe kannst Du wie Jochen geschrieben hat Benzin zum Vergaser fördern. Wenn die Pumpe fördert merkt man etwas Druck und wenn der Vergaser gefüllt ist und das Schwimmerventil schließt wird der Widerstand leichter. Wenn bei Dir immer dieser Hebel ganz leicht gängig ist, ist ntweder eben der Vergaser gefüllt, die Leitung blockiert oder die Pumpe defekt. Wenn Du den Filter geöffnet hast, hast Du vermutlich nie sofort bewusst an dem Hebel gepumpt. Eigentlich müsste Dir dann dieser leichte Unterschied auffallen.

Kommt bei Dir wenn Du den Filter abschraubst nicht gleich ein Schluck Benzin aus dem Kelch?

Wie Jochen schon schreibt, bitte keinesfalls den Tank mit einer Flex öffnen, selbst ein entleerter Tank hat noch genug explosive Gase.

Das Masseband unter dem Beifahrersitz geht von einer Befestigungsschraube Kupplungsglocke an Getriebe zum rechten Rahmen und hat die Nr. 404 546 05 20
 
Hallo Jochen,

und danke schon Mal für dein ausführliches Feedback.
Nein, aus dem Becher kommt beim Abnehmen kein Schluck. Ganz im Gegenteil, im Becher stehen nur ca. 5mm. Daher vermute ich den Fehler im Tank oder am Tank Wahlschalter.

Ich wollte die Ablassschraube nur mit der Flex einkerben, damit ich wieder irgendwie Kraft drauf bringen kann. Der Kopf ist schon rund. Die 2 Zoll Rohrzange probier ich aber vorher noch.

Lg

Edit: Ausreichend Benzinfilter und Massebänder hab ich mir jetzt mal auf Lager gelegt. :lol: Ganz getreu dem Motto haben ist besser als brauchen.
 
Guuden,

ganz vergessen, "Hahn, Durchgangs-" (dreiwege Benzinhahn)
MB-Nr.: 31.4041.0816-00, Versorgungsnr,: 2910-12-122-6190
Die Korkdichtung dazu: "Dichtung, Flach-" MB-Nr.: 000 477 04 60, Versorgungsnr,: 2910-12-122-6191

in der Forumssuche kannst Du von Leuten Berichte finden, die selber welche gebaut haben.

Gut 404! Justus.

PS.: Bei einem Freund sah ich die Lösung mittels eines 3 Wege-Umschalthahns der eigentlich für zwei Heizöltanks gedacht war. Die nennen es Umschaltventil.
Der 2. von links könnte es gewesen sein.

https://www.google.de/search?q=umschaltventil+heiz%C3%B6ltanks&tbm=isch&ved=2ahUKEwic1KPN8pjtAhUXP-wKHX8TAxcQ2-cCegQIABAA&oq=umschaltventil+heiz%C3%B6ltanks&gs_lcp=CgNpbWcQA1D3JliuSGDKU2gAcAB4AIABlQGIAaIIkgEDNC42mAEAoAEBqgELZ3dzLXdpei1pbWfAAQE&sclient=img&ei=pcm7X9ztO5f-sAf_poy4AQ&bih=500&biw=1093
 
Guuden,

als ich wegen E85 die Probs mit gelöstem Tankdreck hatte,
habe ich ein paar mal die Benzinleitung vom Umschalthahn zum Tank hin
mit Druckluft (Tankdeckel offen!) durchgeblasen, einen Tag stehen lassen und dann die
Tanks abgelassen/abgepumpt. Nach drei Durchgängen war alle OK, außer noch ein paar mal den Vorfilter zu reinigen.

Gut 404! Justus.
 
Hallo zusammen,

ich werde heute Abend mal den gesamten Weg vom Ansaugstutzen bis zum Filter auf Verstopfungen hin überprüfen.
Auch dem Hahn werde ich mal einen genauen Blick widmen.

Wenn ich Pech habe werde ich aber erst mal den gesamten vorderen Tank demontieren um die Ablassschraube daheim in der Werkstatt zu entfernen.

VG

Christian
 
Hallo Christian,

Justus hatte es oben schon einmal vorgeschlagen, ersetze mal die normale Kraftstoffversorgung durch eine Flasche mit Benzin auf dem Dach und lass den Sprt so durch reine Schwerkraft in den Vergaser laufen. Wenn der Mog dann läuft kannst Du mit dem Anschluss vor die Benzinpumpe und dann weiter richtung Tank gehen um den Fehler einzukreisen.
 
Guten Morgen Community,

gestern habe ich den vorderen Tank nun doch öffnen und ablassen können. Kaum Schmodder und Verschmutzung. Das stimmt mich positiv. Der Sprit hatte zwar eine etwas dunklere Farbe als üblich. Im Sieb war jedoch fast kein Dreck.

Ich werde die Woche mal Schläuche und Schlauchzwingen im Baumarkt holen um dem Vergaser eine direkte Infusion zu verpassen. Ich bin gespannt. Danke für den genialen Tipp.

Nach Ausschlussverfahren prüfe ich nun parallel den Tank Umschalter. Ich habe folgende zwei Fotos der Dichtung erhalten. Ist das die richtige?

[album]7455[/album][album]7456[/album]

Viele Grüße vom Niederrhein und ein erfolgreichen Tag

Christian

EDIT: Da ist mir doch glatt noch eine Frage eingefallen. Ist es beim Kraftstoff Umschalthahn normal, das kein Rasten oder sonstige Rückmeldung beim bedienen zu fühlen ist?
 
Hey,

Ja das ist Normal das es keine Rasterung oder sonstige Rückmeldung gibt im Bedienen des Umschalthahnes.
Ausser wenn der dann nicht korrekt steht ...siehe die Durchfluss Löcher in der Dichtung, dann kann es wohl auch zu Störungen der Spritversorgung kommen.

Diese ganzen Mankos, Umschalten, und Mech. Pumpe ect. Und deren wiederkehrenden Prob. haben mich damals dazu Bewegt das zu Entfernen.
Sprich Umschalten raus weg, die Mich. Pumpe raus und weg und ersetzt durch E Pumpe von Hardy.
Eine Sagenhafte Verbesserung das alles, natürlich nichts für Orchinallooos ...

Gruss Ralf
 
..moin,

...ich Oute mich mal als Wenig Fahrer...und in dieser Eigenschaft kann ich sagen dass ich weder mit der Mech. Pumpe noch mit dem Sprithahn bisher (12 J.) größere Probs hatte. Klar kanns sein das der Kork austrocknet wenn man nicht fährt :? und die Pumpe mal etwas undicht wird an den verschraubungen, auch das die Membran reißt aus altersgründen. Hatte ich jeweils einmal...ansonsten läuft der Bock , ausser der Kontakt hat nen Faden gezogen :roll: .
Das bau ich aber wieder auf Laubersheimer um sobald die Zivilen Kerzen aufgebraucht sind :wink: :party

Gruß
stefan