Schrauber Anfänger - Projekt 404s

Guten Morgen zusammen,

was genau bedeutet denn das:
YoEddy2 schrieb:
ausser der Kontakt hat nen Faden gezogen .
?
Wenn er mal läuft der Mog werde ich sicherlich auch kein Langstreckenfahrer. Ich denke Nordhorn (ca.150km) wird das höchste der Gefühle werden.
Ansonsten ist es ja ein Spaßvehikel.

@Ralf: Wenn du die Umschaltung demontiert hast... Nutzt du aktuell nur einen Tank?

Viele Grüße

Christian
 
Hey .. .

Das mit dem Faden gezogen habe Ich nicht geschrieben.

Und zum Tank...
Ja ich habe nur einen grossen Tank mit 130 litern verbaut am Mog.

Ralf
 
Hallo Christian
Landei86 schrieb:
was genau bedeutet denn das:
  • "ausser der Kontakt hat nen Faden gezogen"
.
Am Unterbrecherkontakt bildet sich bei reiner Kontaktsteuerung infolge des Funken zu einem Kontaktabbrand. Der Zündfunke läuft immer in eine Richtung (physikalisch von minus zu plus) und schmilzt dabei minimale Partikel ab und baut sie auf der gegenüberliegenden Seite auf, jedoch nicht homogen auf der gesamten Fläche sondern nur an einem Punkt. Der Aufbau wächst bei fortschreitendem Betrieb wie eine Nadelspitze, umgangssprachlich wird das manchmal als Faden ziehen bezeichnet.
Bei kontaktgesteuerten Transistotzündanlagen läuft nur ein minimaler Steuerstrom über den Kontakt, es gibt keinen Abbrand und der Kontakt hält ewig, bis der Nocken an der Kontaktfeder abgeschliffen ist. Mit geeignetem Fett kann das aber lange hinausgezögert werden.
 
Hallo Kollegen und ein frohes neues Jahr,

ich habe die freien Tage genutzt um parallel zu meinen Töchtern auch mal wieder ein bisschen am Mog zu Schrauben.
Da ich das Teil zwar noch nicht am Laufen habe und mir die Recherche doch etwas Zeit abverlangt habe ich parallel begonnen das ein oder andere Teil zu tauschen und Anbauteile zum pulvern zu bringen.

An der Benzinversorgung habe ich parallel auch gebastelt. Der Hahn ist es nicht. Auch wenn ich jetzt einen neuen habe ;-). Aber hier gilt sicherlich auch haben ist besser als brauchen. Im ersten Schritt habe ich einen Kanister an den Vorfilter angeschlossen um den gesamten Bereich Hahn und Leitung ausschließen zu können. Fazit, nix kommt am Vergaser an. Im nächsten Schritt also einen Kanister mit Schlauch oberhalb der Kabine montiert und direkt an den Vergaser angeschlossen. Gott seit Dank erst mal nur einen halben Liter eingefüllt. Über eine Undichtigkeit lief nämlich der größte Teil aus dem Vergaser direkt heraus. Dazu die Markierung im Bild.
[album]7698[/album]
Die Dichtung hinter der Klappe sieht nach genauer Betrachtung noch Top aus. Daher verstehe ich das Problem nicht ganz. HIer gab es aber auch Rückstände irgendeiner Dichtmasse. Das Problem sollte dem Vorbesitzer also schon bekannt gewesen sein. Auch zwischen Vergaser und Platte darunter habe ich Rückstände einer Dichtmasse gefunden... :cry: Also mal einen gesamten Reparatursatz beschafft.

Einen Reparatursatz habe ich ebenfalls für die Kraftstoffpumpe gekauft. Nun werde ich mich mal daran begeben beide komplett zu zerlegen.
Für Tipps, Tricks und geheime Kniffe bin ich gerne zu haben.

VG

Christian
 
..tach Christian,
der Dichtring im Deckel sollte mal getauscht werden gegen einen Original neuen. Den Deckel wieder montieren und dabei GAANZ Vorsichtig anziehen. Die alten Vergaser sind vom Material her natürlich etwas empfindlich. Wenn du den Deckel zu stark anziehst kann es sein das das Gewinde mit raus kommt. Vorher kannste mal die Benzinpumpe zu
demontieren und dann öffnen um die Manchette zu checken. Wenn die rote Manchette einen riss oder ein löchlein hat pumpt sie nix mehr.
Hast du denn den Handhebel Pumptest schon gemacht? Das wäre der erste Weg den ICH gehen würde. Am Vergaser die Zuleitung ab schrauben, becher drunter und mit dem Hebel pumpen. Wenn nix kommt bzw. der Hebel sehr leicht geht schiebste den Mog mal einen Meter vor ODER zurück und versuchst es nochmal , kann etwas dauern wenn die Leitung bis zum Tank leer gelaufen ist.

Gruß
stefan
 
Hallo Community,

und danke Stefan. Ja, den Weg über den Hebel habe ich schon versucht. Da kommt am Vergaser nix an. Hatte dazu einen Schlauch am Vorfilter befestigt und diesen direkt aus einem untergestellten Kanister ziehen lassen. Ziel war es alles was zwischen Vorfilter und Tank liegt erstmals als Fehlerquelle auszuschließen.

Nun werde ich die Pumpe ausbauen und mir dann erstmal die Membran anschauen. Wenn ich aber schon mal dran bin bekommt die Pumpe eine kompülette Revision mit dem dementsprechenden Satz Ersatzteile.

Das gleiche gilt für den Vergaser.

Ich bin daher offen für alle Tricks und Tipps zur Revision von Vergaser und Kraftstoffpumpe.

Auch habe ich einen Riss im rechten Vorderreifen gefunden. Nun würde ich gerne die Felgen strahlen, pulvern und dann neue Gummis drauf.
Wäre das etwas: https://www.ebay.de/itm/124410141938 ?

Viele Grüße vom Niederrhein
Christian
 
hallo cris.

baue einfach eine el. pumpe ein. dann ist ruhe beim prob. spritversorgung.
gruss nobby
 
froggl schrieb:
hallo cris.

baue einfach eine el. pumpe ein. dann ist ruhe beim prob. spritversorgung.
gruss nobby

Moin ....
Der Empfehlung kann ich mich nur Anschließen.

Und zum Pulvern der Felgen, da würde Ich nur von Abraten !!

Ralf
 
Hallo Community,

und danke Ralf und Nobby für die Tipps. Den Revisionssatz für die Benzinpumpe habe ich schon. Werde es jetzt mal so versuchen und wenn das nicht funktioniert kommt die Pumpe elektrisch.

Ralf, warum rätst du vom pulvern der Felgen ab?

Was ist im allgemeinen von Reifen mit einem alter zwischen 12 und 7 Jahren zu halten wenn das Restprofil noch gut ist?

VG
Christian
 
Hallo Christian,
zu den Reifen: Sofern es sich um Michelin XZL handelt ist nichts dagegen einzuwenden, wenn diese schon etwas älter sind und überwiegend im Dunklen gelagert wurden. Habe nur gute Erfahrungen damit gemacht. Außerdem sind diese dann nicht mehr so weich und haben einen geringeren Abrieb als neue Reifen. Achte auf Risse in den Flanken. Auf Pirelli Pista und Conti trifft dies nicht zu, haben nur halb so lange gehalten. Meine Reifengröße: 335/80-20.
Dies ist zumindest meine Erfahrung auf über 180.000 km.
Mit Mog Grüßen
Roland
 
Hallo Community,

Reifen sind gekauft, Vergaser und Benzinpumpe zerlegt. Die ersten Teile aus der Pulverbeschichtung kommen bald und die Felgen sind nach dem ich mich umfassend informiert habe auch bald dran. Flexibilität und Beständigkeit moderner Pulver Werkstoffe haben mich dann doch überzeugt.

Ein ganz anderes Thema das ich hier anstimmen möchte sind die Hauptscheinwerfer. Das Licht ist aktuell wirklich mehr als spärlich. Habe mir auch schon von Hella mögliche 7" Umrüstungsvarianten angeschaut und bin nun bei Lightpartz gelandet. Ein Produkt das mir schon beim ein oder anderen Fernreisemobil aufgefallen ist. Technisch, qualitativ und optisch sagt mir das ganze SEHR zu ;-).

Hier ein Produktbeispiel: https://www.ltprtz.com/7-Bi-LED-Hauptscheinwerfer-Prime-mit-Tagfahrlicht
Zu diesem Hersteller konnte ich hier im Forum nichts finden.

Folgende Fragen stellen sich:
- Hat das schon mal jemand gemacht?
- Ist das überhaupt zulassungsfähig?
- Gibt es Probleme in Hinsicht auf das H-Gutachten?

Viele Grüße
Christian
 
Guuden,

alles was meines Wissens zum Thema im Forum zu finden ist:
https://www.unimog-community.de/phpBB3/post548112.html#p548112

- Hat das schon mal jemand gemacht?
Jürgen Kinzigsegler, aber er braucht keine Zulassung
- Ist das überhaupt zulassungsfähig?
Wenn das ECE Zertifikat echt ist, ja.
- Gibt es Probleme in Hinsicht auf das H-Gutachten?
Ob mit Tagesfahrlicht? Da die Umrüstung von Bilux auf H4 zulässig ist, könnte es auch mit LED funzen, aber es liegen meines Wissens keine Erkenntnisse vor.

Gut 404! Justus.
 
Hallo Justus,

den Beitrag hatte ich natürlich auch gelesen, aber keinen Bezug auf meine Fragen gefunden. Besonders weil Jürgen keine H-Zulassung und keinen TÜV hat ;-).
Die LED-Schweinwerfer von Lightpartz soll es ja ggf. auch ohne Standlicht geben. Bzw. dieses muss ja gar nicht angeschlossen werden.

Ich wende mich am kommenden Wochenende auch mal an meinen TÜV Mann. Mal gucken was der dazu sagt...

VG
Christian
 
Guuden,

doppelte Begrenzungsleuchten je Seite sind gemäß StVZO §51 zulässig.
Was mich von einer Umrüstung auf LED abhält,
sind noch die Preise, wie die Prüfer letztlich damit umgehen werden
und dass sie es wohl gerne rückseitig kühl haben möchten.
Die Lampentöpfe müsste man evtl. luftdurchgängig zerschneiden (plus Ventilator?)
oder rausschmeißen und eine neue verstellbare Aufnahme bauen.
 
Hallo Zusammen,

der letzte von Justus genannte Punkt ist besonderer Beachtung zu schenken.

Auf Grund der netten rückseitigen Kühlkörper bei meinem LED Scheinwerfern habe ich mir die Temperatur dort mal näher angeschaut. Meine Scheinwerfer setzen bei eingeschaltetem Fernlicht ziemlich genau 40W um. Wenn der reine Scheinwerfer ohne Lampentopf mit eingeschaltetem Fernlicht arbeitet, erhitzt sich der Kühlkörper auf knapp 50°C bei Kellerumgebungstemperatur von ca 17°C. Diese Temperatur wird nach ca. 1 Std erreicht und bleibt dann stabil.

Bei dem gleichen Versuch jetzt aber mit in die 404 Lampentöpfe eingebautem Scheinwerfer sind bereits nach 15min über 60°C erreicht Tendenz steigend.

Nun sind 60°C noch nicht kritisch für LEDs, aber die Temperatur direkt an den LED Anschlüssen sind aus meiner Elektronikerfahrung bei so einem großen Kühlkörper erheblich größer.

Ich habe daher die Lampfentöpfe hinten komplett aufgeschnitten, so dass der Kühlkörper frei umströmt werden kann. Vom Lampentopf ist nur ein ca 30mm breiter Ring übrig geblieben der nun als nach wie vor stabile Halterung für den Scheinwerfereinsatz dient. Der Scheinwerfereinsatz selbst ist IP67 und damit dichter als der vorhergehende H4 Scheinwerfereinsatz.
 
Hallo zusammen,

generell sehe ich die Umrüstung als unproblematisch an. Größe und Optik sollten den Mog im Stand nicht verunstalten.
Die Frage ist halt, ob ich dann für die TÜV-Vorführungen klassische Töpfe einsetze und danach immer wieder die LED Schweinwerfer, oder ob ich diese immer drin lasse...!?

Dürfte ja gehen, weil die Dinger nicht eintragungspflichtig sind. Am schönsten wäre natürlich wenn der TÜV die LED-Scheinwerfer akzeptiert...

Viele Grüße

Christian
 
Hallo Christian,

etwas extra für die TÜV-Untersuchung umzubauen und nach erhaltenem Gutachten wieder zurückzubauen ist in meinen Augen schon Betrug, das geht garnicht. Entweder es ist alles richtig und korrekt oder es geht eben nicht. LED Scheinwerfer gab es halt vor 30 Jahren noch nicht.
 
Moin zusammen!

Da hast du natürlich recht Jürgen. Nicht die feine Art und werde ich natürlich unterlassen...
Auch wenn ich es nicht als Betrug auslegen würde. Bin nun mal gespannt was mein Bekannter vom TÜV dazu sagt.

VG
Christian
 
Hallo Zusammen,
fahre einen 404 mit H-Kennzeichen und nachträglich angebautem Tagfahrlicht in der Stoßstangen (Ausschnitt für die Tarnleuchten). Der TÜV-Prüfer hat diese Leuchten aus Sicherheitstechnischen Erwägungen abgesegnet (mündlich) aber nirgends eingetragen.
Mit Mog Grüßen
Roland
 
Hallo
wenn der sicherheitstechnische Aspekt wichtig wäre, ständde das so in den Richtlinie, danach könnte man alle Features drantüddeln, die im Laufe der Jahre verbessert wurden. Steht aber in der Richtlinie nix von drin. Auch wenn ein Prüfer das begutachtet, bedeutet das noch lange nicht, dass das rechtskonform ist.
Wer ein unter sicherheitstechnischen Gesichtpunkten aktuelles Fahrzeug fahren möchte hat heutzutage viele Möglichkeiten. Der Gesetzgeben hat aus Gründen zur Bewahrung von historischem Fahrzeugkulturgut eine Steuervergünstigung geschaffen und nicht um mit irgendwelche high tec- Features Sicherheit im Straßenverkehr zu produzieren.
Der H-Status kann jederzeit aberkannt werden, da gibt es keinen Bestandsschutz.