Schubrohr 406

sigi

New member
10. Sep. 2002
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Hallo
Wie weit läst sich das Schubrohr baim 406 im bzw. am Getriebe rein und raus bewegen, oder müsste es starr sein (was ich mir nicht vorstellen kan, da die Achsen Gefedert sinf) ist es normal das man die hinterachse durch Vor und rückbewegungen bewegen kann und sich dabei das Schubrohr am getriebe bewegt?
Wird der Mog nur über dem schubrohr zum Getriebe angetrieben ( ich meine natürlich nicht ob er über das Schubrohr angetrieben wird denn das ist klahr)
Wenn ich das richtig verstehe wirt die antiebskraft der hinterachse nur über das Schubrohr weitergegeben ?!?!
Ich hoffe ihr könnt meine gedanken diagnostiziren es ist schwer zu erklähren
Grüße aus dem Emsland
Sigi
 
Hallo
Wie weit läst sich das Schubrohr baim 406 im bzw. am Getriebe rein und raus bewegen, oder müsste es starr sein (was ich mir nicht vorstellen kan, da die Achsen Gefedert sinf) ist es normal das man die hinterachse durch Vor und rückbewegungen bewegen kann und sich dabei das Schubrohr am getriebe bewegt?
Wird der Mog nur über dem schubrohr zum Getriebe angetrieben ( ich meine natürlich nicht ob er über das Schubrohr angetrieben wird denn das ist klahr)
Wenn ich das richtig verstehe wirt die antiebskraft der hinterachse nur über das Schubrohr weitergegeben ?!?!
Ich hoffe ihr könnt meine gedanken diagnostiziren es ist schwer zu erklähren
Grüße aus dem Emsland
Sigi
 
Danke Marco aber meine Fage dazu ist eigendlich Die kraftübertagung der Achse d.h. Das schubrohr treibt die achse und die achse die Räder und die Räder wieder die Achse in Fahrtrichtung und dann kommt meine Frage wird die kraft der Fahrtrichtung der Achse nur über das Schubrohr zum bewegen des mogs gegeben ( eigendlich ja) oder sehe ich das falsch ? Wenn ich anfahre schieb sich das rohr zum und wen ich gaswegnehme vom getriebe ab.
Ich hoffe es jetzt richtig erklährt zu haben.
Übrigens wie bekommst du so schöhne fotos im Forum rein ? find ich supper
Sigi
 
Danke Marco aber meine Fage dazu ist eigendlich Die kraftübertagung der Achse d.h. Das schubrohr treibt die achse und die achse die Räder und die Räder wieder die Achse in Fahrtrichtung und dann kommt meine Frage wird die kraft der Fahrtrichtung der Achse nur über das Schubrohr zum bewegen des mogs gegeben ( eigendlich ja) oder sehe ich das falsch ? Wenn ich anfahre schieb sich das rohr zum und wen ich gaswegnehme vom getriebe ab.
Ich hoffe es jetzt richtig erklährt zu haben.
Übrigens wie bekommst du so schöhne fotos im Forum rein ? find ich supper
Sigi
 
Hallo Sigi,
das Schubrohr treibt garnichts an!
Es stellt lediglich einen Schutz für die darin verlaufende Kardanwelle dar. Diese wiederum verbindet Achsen und Getriebe. Das Achsgetriebe treibt dann die Vorgelege an, diese die Räder. So funktioniert im Prinzip die Kraftübertragung beim Unimog ab dem Getriebe. Davor hängt natürlich noch Kupplung und Motor.
Thorsten
 
Halli Sigi,
Du hast recht mit deiner Annahme, es ist so, daß die Vrotriebskraft der Räder übers Schubrohr ausschließlich auf das Getriebe geht. Das Getriebe wiederum ist Drehbar am Leiterrahmen befestigt und leitet die Antriebskraft somit auf das gesammte Fahrzeug. An der Vorderachse ist es genauso, nur sollte das Rohr bei Vorwärtsfahrt eigentlich Zugrohr heißen. Nun zu Deiner eigenlichen Frage, das Schubrohr ist nicht fest am Getriebeangebaut, sondern über eine Kugel (am Schubrohr) und eine Pfanne (2teiliges Gegenstück am Getriebe) am Getriebe befestigt. Diese Verbindung soll das Federn und Verwinden der Achsen ermöglichen. Was jedoch nicht sein soll, ist daß sich das Schubrohr in Fahrtrichtung hin und her bewegen läßt. Falls dies der Fall ist, solltest Du das Spiel von Kugel zu Pfanne neu einstellen. Dies funktioniert über Abstsandsbleche zwischen der 2Teiligen Pfanne und dem Getriebe. Werden hier mehrere Bleche eingelegt, so wird das Spiel größer und das Schubrohr bewegt sich noch mehr hin und her, werden weniger Bleche eingebaut, so verringert sich das Spiel von Kugel zu Pfanne, und das Schubrohr bewegt sich nicht mehr hin und her. Hier soll das Spiel von Kugel zu Pfanne in angebautem Zustand so eingestellt sein, daß in Fahrtrichtung keine Bewegung möglich ist, jedeoch eine Bewegung zum Boden und nach oben von Hand gut möglich ist.
Du solltest den Einstellvorgang an Deinem Mog durchführen, wenn Du tatsächlich ein hin und her bewegen des Schubrohres zum Getriebe hast, um einen Defekt durch übermäßigen verschleiß zu vermeiden.
Eventuell benötigte Ersatzteile sind hier nicht sehr teuer, bewegen sich unter 100 Euro, wenn nicht gerade ein neues Schubrohr oder eine neue Pfanne benötigt werden. Vorraussetzung zur Reparatur sind Einstelllehre und Spezialschlüssel, da die Achse mit Schubrohr komplett vom Fahrzeug demontiert werden muß.
Hoffe das ich Dir weiterhelfen konnte

Gruß
Holger
 
Hallo Sigi

Hallo Holger was du sagst ist nicht ganz richtig.
Man muß das Schubrohr nicht unbedingt vom Getriebe trennen.
Ich habe das Spiel bei mir auch gerade neu eingestellt weil das Schubrohr Spiel hatte.Wie du schon sagtest muß man ausgleichsbleche hinterlegen. Man kann diese Bleche auch in zwei Teile trennen , dann muß man nur die Kugelpfanne abschrauben und kann die Bleche aufschieben.Ich habe mein Einstellblech drin gelassen und habe die Kugelpfannen nachgesetzt. Wenn jetzt noch einmal Spiel im Schubrohr ist brauche ich nur das Einstellblech demontieren .

Gruß aus Daseburg

Matthias
 
Hallo
Genau das ist meine frage gewesen !
Also wenn ich bei meinen Mog einen hinterreifen in Fahrtrichtung von hand hin und her bewege bewegt sich auch die achse mit dem schubrohr am Getriebe ( spielc.a. 4-8 cm) ich habe aber noch keinerlei erfahrung mit dem Schubrohr gemacht sollte ich eventuel zu DC fahren ? oder wird das zu teuer? was für ein Zeitaufwand kommt auf mioch zu ?
Ich kann ein Wekstadthandbuch vom 411 leiweise bekommen finde ich da auch wie es geht ?
Es ist ja warscheinlich zwingend nötig das zu Reparieren.
Hilft es bis zur instandsetzung nur noch mit Allrad zu fahen um die sache zu endlasten ?
Gruss
Sigi
 
Hallo Sigi

Ich denke wenn das Spiel wie du sagst 4-8cm beträgt ist mit einstellen nicht mehr viel zu machen .
Ich würde zu DC oder einer anderen Unimogwerkstatt (bei mir ist es eine Landmaschinenwerkstatt mit einem Unimogspezi) fahren und ihnen das Problem zeigen, die können dir sicher sagen ob es reparabel ist.
Gruß Matthias
 
Ist soviel Spiel technisch überhaupt möglich? Ich kann es mir beim besten Willen schwer vorstellen, auch wenn ich mir den Mechanismus noch ine im Detail angesehen habe.

2 mögliche Fehlerquellen aufgrund von Mißverständnissen/Schreibfehlern:

1. mm statt cm an der Kugel gemessen

2. 4-8 cm bewegt sich das Rad vor- und zurück. In diesem Fall vergrößert sich das Spiel natürlich aufgrund der Hebelwirkung.

Sonst siehts wohl wirklich schlecht mit der Mechanik aus, und dürfte wohl eine größere Reparatur sein- sofern da überhaupt noch irgendwas ganz ist.

Gruß Christian
 
Hallo Matthias,
die 2teilige Pfanne absetzen ist natürlich ohne die Achse abzuschrauben möglich, auch die Einstellbleche sind montierbar wenn man sie aufschneitet, ja sogar ein neuer Gegenring (Kunststoffring Getriebeseitig) ist montierbar und sogar von DC schon aufgetrennt, aber wie hast Du das Spiel eingestellt??
Ist Deine Schubkugel nun Spielfrei und leichtgängig, oder Spielfrei und durch das Anziehen der Befestigungsschrauben der Pfanne verspannt, oder hast Du das einstellmaß mit Mycrometer gemessen und so die richtige Einstellung gemacht?
Ich habe meine Vorderachse abgeschraubt, da ich sowieso einen neuen Wellendichtring einbauen mußte, und in dem Zug gleich das Spiel neu eingestellt.
Das Buch vom 411 kann zuhilfe genommen werden, der Aufbau der Achshalterung von 411 zu 406 ist sehr ähnlich, die Einstellbleche sehen etwas anders aus und die Abdichtung zum Getriebe ist nicht identisch, aber um sich den Aufbau grob vorstellen zu können reicht das Buch.
Nur denke ich auch, daß bei einem Spiel von 4-8 cm nur mit einstellblechen nichts zumachen ist. Da wird wohl mindestens ein neuer Kunststoffring (Gegensitz zu 2teiliger Pfanne auf Getriebeseite)und ein nachsetzen der Kugelpfanne notwendig sein. Die Kugel des Schubrohres sollte dann aber noch intakt sein, was bei soviel Spiel geprüft werden sollte. Wenn die erneuert werden muß, dann wird´s teuer.
Mit Allrad würde ich auf der Straße überhaupt nicht fahren wenn es nicht sein muß, da der Unimog kein Ausgleichsgetriebe von Vorder- zu Hinterachsantrieb hat. Wenn nun Deine Reifen nicht genau gleichmäßig abgelaufen sind, so hast Du stets Spannungen im Getriebe welche einen erhöhten Verschleis der Lager und Zahnräder im gesamten Antriebsstrang bedeuten.
Wenn deine Achsbefestigung so viel Spiel hat, dann würde ich nicht mehr allzuviel fahren.
Spiel in Fahrtrichtung (bei einer solchen Kugellagerung) bedeutet auch Spiel in der Höhe. Das Spiel in Fahrtrichtung wird durch die Steckverbindung der im Schubrohrliegenden Antriebswelle ausgeglichen, dagegen muß das Höhenspiel voll von der Lagerung der Antriebswelle aufgenommen werden.
Ich denke, daß ich da mit meiner Ausführung richtig liege, wenn ich den Aufba der lagerung noch richtig im Kopf habe.
Hoffe, daß der Mog bald wieder top in Schuß ist, und die Reparatur nicht zu teuer wird.
Gruß
Holger
 
Hallo und danke euch allen estmahl
Es scheut ja wirklich ein problem zu sein, zumahl ich da durch zufall drauf gekommen bin. Ich wollte meinen Mog nur ein stück von hand weiter schieben und habe es dabei festgestellt.
Es stimmt wirklich nicht ganz ich habe das auch nur geschätzt ( Foll daneben) das Achspiel beträgt c.a.1 cm wenn überhaubt jedoch kann man es genau sehen das die Achs sich in Fahrtrichtung hin und herbewegt. Das Schubrohr am getriebe kann ich aber nicht von oben nach unten bewegen. Endschuldigung wegen der ungenauen angaben vorher aber ich hatte vorher nicht nachgemessen. Was kann dan passiren wenn ich es nicht sofort mache und wieso merkt mann es nicht im Fahrverhalten kann das passirt sein als meine Stossdemper noch defeckt waren und die Achse wie ein Zittermax auf der strasse rumsprang ich weiß es nicht. Aber ich werde es mahl mit dem 411 wekstatthandbuch vesuchen zu verstehen wie es geht. Es höhrt sich alles so einfach an, jedoch bevor ich mir nicht 100% sicher bin fange ich lieber nicht an zu basteln.
Sigi
 
Hallo Holger

Ich habe das Spiel gemmessen ( grob mit einer Schieblehre) und habe etwas wenige abgenommen um das Schubrohr nicht zu spannen.

Gruß Matthias
 
Hallo Sigi

Ich habe es bei mir wärend Fahrt gemerkt.
Beim Lastwechsel hat es jedesmal einen Schlag gegeben.

Gruß Matthias
 
hallo allerseits,

genau das gleiche problem hab\' ich bei meinem 421er. die schubrohre scheinen ja wohl überall gleich aufgebaut zu sein.

ich hab\'s auch nur per zufall beim schieben gemerkt, aber danach auch während der fahrt drauf geachtet. wenn man den effekt kennt, dann merkt man es auch, vor allem bei lastwechsel oder beim rückwärtsfahren.
wenn nicht, hat man während der fahrt wenig chancen, das spiel im schubrohr festzustellen - bei mog rappelt und wackelt sowieso alles :-) wenn man dann ein etwas älteres modell hatt, kann das spiel auch im getriebe und den lagern sein, da habe ich nämlich zuerst drauf getippt.

mit allradantrieb fahren bring nichts, da sich die hinterachse bei lastwechsel immer noch bewegt - durch die bremse z.b. bei reinem schub oder zug leigt das rohr la dann wieder sauber an, d.h. das spiel ist egal. nur bei lastwechsel wird es kritisch, da schlägt dann die ganze konstruktion mit voller wucht vor und zurück - das können leicht ein paar tonnen sein. auf dauer versaut man sich damit sicher die getriebeaufhängung oder die schubkugel und die lagerschalen.
evtl. leiert auch die steckwelle zum getriebe aus.

ich muß allerdings auch zugeben, daß ich inzwischen schon sein einem jahr damit rumkurve - keinen nerv, die reparatur anzugehen. allerdings habe ich subjektiv den eindruck, das spiel wird größer.
wird also zeit, was dran zu machen.

um\'s nochmal zusammenzufassen: abstandbleche raus, das schubkugel-gehäuse kommt näher ans getriebe und wird besser angepreßt, dadurch weniger spiel in längsrichtung, richtg ?
rein hypothetisch (hab\' noch nicht reingeschaut - ich traue der manschette nicht zu, daß man sie mehrmals an- und abbauen kann...) - was ist, wenn keine bleche mehr zum rausnehmen drin sind ?

Andreas
 
Hallo Andreas
Bleche raus Spiel wird weniger.
Vieleicht mußt du auch deine Blech raus und ein dünneres wieder einbauen.Neue Blech sind sogar schon geteilt.
Wenn die Maschette noch keine Risse hat, denke ich kannst du sie vorsichtig zurück schieben und später wieder über Kugelpfannen schieben.
Wenn du keine Bleche mehr drin hast must du es so mache wie ich es gemacht habe. Kugelpfannen ab und die Seite die am Getriebe anliegt abdrehen oder abfräsen.Aber Vorsicht , nicht zu viel sonst klemmst du beim anziehen der Schrauben die Schubkugel oder mußt wieder dünne Bleche hinterlegen was ich auch gemacht habe.
Die Reperatur an sich ist gar nicht so wild.

Nur Mut

Gruß
Matthias
 
Hallo,

altes Thema, hab mich da mal drangehängt.
Die Diagnose Gelenkrheuma der Schugkugel kam letzten Juni in Gaggenau beim Treffen - ca. 1-2cm Längsspiel.
Allerdings war mir die dort empfohlene Rep.Methode nicht geheuer (Bleche blind rausschneiden).
Am letzten Sonntag war's endlich soweit, Mog halb zerrissen und die Schugkugel mit neuem Nylonring sauber eingestellt. War ne recht aufwändige Aktion, dank ein paar sehr guter Helfer (nochmal herzlichen Dank an Tobi, Klaus&Dani und Bernd) hatt ich selbst dabei am wenigsten zu Schrauben. Zeitaufwand bei drei bis vier Leuten alles in allem fünf bis sechs Stunden, davon einer professioneller Landmasch.mechaniker.
Die Kiste kam mir bei der Heimfahrt auch wirklich längs-steifer vor (wahrscheinlich Einbildung). Jetzt muß er endlich wieder brummen!
Wenn jemand das oben beschriebene Problem hat, dann bitte nach WHB vorhgehen und sauber einstellen. Einfach die Bleche blind rausschmeißen kann nicht gut gehen! (nebenbei - die sind einteilig, nur der Nylonring ist an einer Stelle aufgetrennt)

mfG
Axel

PS: Auch noch mal vielen Dank an die Organisation von Gaggenau bzw. bei Merex für den angebotenen gemeinnützigen Mog-Check - war eine sehr gute Idee! :thumbup:
 

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Hallo zusammen!

Ich möchte mich diesem Beitrag anschließen, den auch bei unserem U403 steht im laufe der Restaurierung das ausgleichen des Spiels am Schubrohr vorne und hinten an, es sind bei unserem Mog so ca. 4 mm, wenn ich die Ausgleichscheibe die eingebaut ist herausnehme bleibt immer noch ca. 1 mm Spiel.
Hat jemand Erfahrung damit ob ich eventuell durch den Einbau einer neuen Schubkugelschale
zu einer Verringerung des Spiels komme?

Ich habe im Handbuch nachgelesen und bin auf der Seite >>Hinterachse aus- und einbauen 35.1<< auf folgenden Hinweis gestoßen.

Hinweis: Wird die erforderliche Handkraft nicht erreicht, Ausgleichscheiben herausnehmen; ist die erforderliche Handkraft zu groß, Ausgleichscheiben hinzugeben.

So wurde es auch in diesem Beitrag erklärt und ich habe es auch soweit verstanden, aber nun steht weiter zu lesen.

Bei Verwendung der neuen Ausgleichscheiben müssen bei Nichterreichen der erforderlichen Handkraft Ausgleichscheiben eingelegt werden. Ist die erforderliche Handkraft zu groß, Ausgleichscheiben herausnehmen.

Meine Frage, gibt es verschiedene Ausgleichscheiben oder gibt es Ausgleichscheiben die an einer anderen Stelle eingebaut werden müssen um das Spiel zu verringern?

Ich würde mich freuen wenn jemand eine Antwort auf meine beiden Fragen hätte.


Danke und viele Grüße aus dem schönen Bayerischen Wald
Sigi
 
Hallo Sigi,

die vorhandenen Beschreibungen waren mir auch nicht so ganz klar. Franz Murr hat mir entscheidend weitergeholfen.
Du siehst auf dem oberen Bild die untere Lagerschale (ohne Schmiernippel). Dahinter liegen die alten Distanzscheiben. Diese verschleißen ja normalerweise nicht und wenn Du die beim Ausbau sauber machst sind die auch problemlos weiterzuverwenden. Zusätzlich gibts beim Daimler noch ein paar weitere Scheiben in unterschiedlichen Dicken. Damit die Reparatur auf einen Zug durchgezogen werden konnte mußt ich mir alle zulegen - kurioserweise waren dann ein paar doppelt ( :?: ).
Zum Ausmessen schraubst Du dann erst mal die (zusammengeschraubten) Lagerschalen, das Werkzeug (gefettet! - nicht trocken) und die wohl meist gleich neue Nylonscheibe ohne(!) Bleche leicht zusammen. Mit dem Drehmomentschlüssel dann der erste Versuch, ob die Schrauben das Werkzeug schon genug an die Lagerschalen klemmen und sich noch mit weniger als die genannten 200Nm verdrehen lassen. Die sechs Schrauben mit viel Gefühl anziehen - zwischen zu leicht und viel zu fest is nur der Bruchteil einer Umdrehung. Wenn sie einmal zu fest angezogen wurden, alle sechs Schrauben zurück, den Verbund lockern und neu mit weniger Kraft anziehen (aber nicht die Lagerschalen trennen). Bei dem Werkzeug was ich hatte (System murr) war es nötig, dazu die Kardanwelle rauszuziehen. Das geht beim 406 grad so, mit einigem hin und her rucken der Achse und in einer ganz engen Position der Achse grad so unter dem Fahrersitz durch. Bremsschlauch blieb dabei geschlossen - das ging auch grad noch so.
Also, das Werkzeug ist so an die Lagerschalen hingezogen, daß sich das nötige Moment zum Verdrehen einstellt. Jetzt an drei Stellen (je 120° versetzt) mit dem Spion das Spiel zwischen Werkzeug und Lagerschalen-Flanschfläche messen und daraus nen Mittelwert bilden. DIESEN Wert dann aus den Distanzscheiben möglichst passend zusammenstellen! Wenn Du nun das Werkzeug wieder ab, die Lagerschalen abgedichtet mit der Nylonscheibe (wie vorher) und jetzt den ausgerechneten Distanzscheiben montierst, sollte das ganze spielfrei mit der nötigen Vorspannungen passen!

Falls ich dir noch helfen kann gib bescheid.


mfG
Axel


PS: Goldwert sind dabei ein, zwei oder drei gute Kumpel die einem Helfen! Noch besser, wenn einer davon Landmaschinenmechaniker ist und Du bei ihm in die warme, ausgestattete Halle darfst!