Schweizer Armee verzichtet ab 2009 auf Fz-Versteigerungen

Bündnermog

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19. Okt. 2002
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Liebe Kollegen, nachstehend die offizielle Medienmitteilung.
Gruss Claudio
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Im Rahmen der seit Jahren intensivierten Liquidation von Armeematerial hat der Bestand an ausser Dienst gestelltem Material kontinuierlich abgenommen. An der traditionellen Armeefahrzeugversteigerung in Thun wurden kaum mehr Oldtimer angeboten. Dem schwindenden Angebot stehen der enorme Aufwand für Organisation und Durchführung der alljährlichen Gant gegenüber. Die knappen logistischen Ressourcen müssen vermehrt für den Kernauftrag, die logistische Unterstützung der Truppe, eingesetzt werden. Deshalb verzichtet die Armee ab 2009 auf die Durchführung der Gant.
Am 23. April diesen Jahres fand in Thun die 52. Armeefahrzeugversteigerung – die Gant – statt. Bereits damals wurde kommuniziert, dass die Durchführung einer nächsten Gant in Frage gestellt ist. Die Armeeführung ist über die Bücher gegangen und hat entschieden, ab 2009 auf die Durchführung einer Gant zu verzichten. Damit ist klar, dass die Gant vom 23. April 2008 in Thun die letzte war, welche die Logistikbasis der Armee, LBA, in dieser Form durchgeführt hat.

Zur Entscheidfindung wurde eine Wirtschaftlichkeitsrechnung erstellt. Der Anlass hat in den letzten Jahren durchschnittlich einen Umsatz von 2.5 Mio CHF erzielt. Seitens Logistik-Center Thun, dem Austragungsort der Armeefahrzeugversteigerung, wurden jeweils rund 5'000 Std für Vorbereitung und Durchführung aufgewendet. Dazu wurden in den letzten Jahren rund 160 Angehörige der Logistikbrigade beigezogen. Dies sind Ressourcen, die zwingend für die logistische Leistungserbringung zugunsten der Truppe eingesetzt werden können. Ausserdem wurde die Center-Infrastruktur jeweils vor und während des Anlasses stark blockiert. Damit die Ausrüstung der Truppe parallel dazu möglich war, wurde in den letzten Jahren der Materialverkauf nicht mehr im Gant-Gelände sondern im benachbarten Army-Liq-Shop in Thun durchgeführt. Das Zusammenführen von Fahrzeugen und Material auf den Stichtag der Veranstaltung war ein weiterer ressourcenbindender Aufwand. Bei einem künftigen Verkauf an Händler und Private fallen solche Verschiebungen weg, weil die Ware direkt ab Platz veräussert werden kann.

Zusammen mit den Partnern im Prozess der Materialliquidation, armasuisse und RUAG Components, werden neue Lösungen gesucht. In erster Linie wird das ausser Dienst gestellte Material über die üblichen Verkaufskanäle veräussert. Dies sind für private Interessenten von Armee-Material die sieben Army-Liq-Shops: Bellinzona, Chur, Liestal, Morges, Seewen, St. Gallen, Thun. Daneben werden ganze Materialsortimente an Händler verkauft, die dann ihrerseits das Material anbieten. Je nach Bestand werden Fahrzeuge an Händler und auch direkt an private Interessenten verkauft.

Für Interessenten von Armeematerial: www.armyliqshop.ch
Für Interessenten von technischem Material: www.armytechshop.ch
Für Interessenten von Fahrzeugen: RUAG C, Bruno Christen, 033 228 24 22, 079 622 43 21

Adresse für Rückfragen:
Gaby Zimmer
Chefin Kommunikation Logistikbasis der Armee
031 324 22 82
Herausgeber:
Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport
 
OHA,

das wird dann ja bitter für die Händler, die dort auf alles geboten haben um Ihren auf dem Hof stehenden Fahrzeugpark im Wert zu erhalten.

Jetzt muss dann wohl auch gekauft werden....

Ich habe dieses Jahr schon kein Interesse mehr gehabt, da es zum schauen zu wenig gab und die Qualität der Fahrzeuge auch abgenommen hat (die der Käufer allerdings auch....)

Michael

... der trotzdem noch nach Arboldswil kommt!!!
 
Nein, sicherlich nicht. Würde ich auch nicht behaupten.

Das erste mal, als ich in Thun war waren viele Käufer, die Fahrzeuge besitzen wollten und einige Händler, die selbiges an solche Käufer in ihrer Heimat verkaufen wollten.

Die letzten male ging es dann schon mehr um Schrottwert und Fragen nach fachmännischen Schnitten, damit die Fahrzeuge auf Fähren gefahren werden können....