Schwimmerstand Vergaser

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Anonymous

Guest
Mißt man den korrekten Füllstand in der Schwimmerkammer eigentlich mit inliegendem Schwimmer oder muß der dazu heraus ?
 
Der Schwimmer regelt ja den Füllstand, er ist mit dem Ventil für die Benzinzufuhr gekoppelt.

MfG

Martin
 
Mißt man den korrekten Füllstand in der Schwimmerkammer eigentlich mit inliegendem Schwimmer oder muß der dazu heraus



Den kann man nur ermitteln, indem man den Füllstand einmal mit und einmal ohne Schwimmer misst. :idee

Dann müsste der Mittlere der Korrekte sein.
 
Ja nach 50 Jahren regelt das aber nicht mehr so ganz.
3 verschiedene Vergaser, 3 verschiedene Füllhöhen.
Verbogene Haltezungen, verschiedene Dichtringe unterm "Ventil" etc, Motor läuft jeweils anders schlecht.

Die TDV sagt, 17 mm unter Deckelkante wäre richtig, aber schweigt sich sonst aus.
Wenn das so umständlich wäre wie ret meint, wäre das doch beschrieben oder ?
Ich denke es gibt nur ein Entweder-Oder, nur welches ist richtig ?
Die Differenz durch Verdrängung ist nämlich recht beträchtlich.
 
nun ja,
mal ein pragmatischer Ansatz.
Der Schwimmer sorgt dafür das der Vergaser nicht überläuft. Die Saugdüse holt den Sprit von dem Kammerboden.
Der Düse ist der Stand in der Schwimmerkammer ziemlich egal, solange sie Sprit bekommt. Ein ungleichmäßiger Motorlauf kann damit nicht zusammen hängen.
Ich würde alle Düsen ausbauen und reinigen. Den Vergaser im Ultraschallbad reinigen. Alles ordentlich abgedichtet zusammenbauen und dann muss das wieder funktionieren.
Sicher gibt es wissenschaftlich fundierte komplizierter Lösungen. Bei mir funktioniert immer noch die handwerkliche.
Gruß Lothar
gelernter Autoschlosser in der schwarz- weiß Zeit ohne Laptop am Vergaser
 
Nun, bislang hatte ich mich in dieser Hinsicht auch "pragmatisch" durchgewurstelt.
Jetzt bei der Probiererei habe ich aber erkannt welchen Einfluß der Schwimmerstand auf den Motorlauf doch hat, bißchen zu hoch: Ansaugtrakt wird geflutet, bißchen zu niedrig: Motor springt nicht an.
Eine solide Grundeinstellung wäre also durchaus wichtig, dem Vergaser ist es eben nicht egal wenn der Sprit nicht bis in die Düsen aufsteigt.
 
Hallo,
die Betreibsanleitung sagt ja sowas, mit SpezifiKation zu allen Düsen im Vergaser. Es nützt Dir nichts, wenn Du 3 Vergaser hast, von denen Du nicht die Düsendurchmesser genau kennst.



Wenn alle Düsen, die da spezifiziert sind, korrekt sind, dann ist der Füllstand 17,3 mm +/1 mm

Wenn alles stimmt an den Düsen, aber das Problem besteht weiterhin: Dann hat Du ein Problem in der Kraftstoffzuleitung und / oder der Kraftstoffpumpe / resp. am Filter.

Wenn Kraftstoffpumpe, Zuleitung und Filter OK sind, dann musst Du bei jedem Abstellen des Motors den Kraftstoffhahn schliessen, um ihn beim neu Starten jeweils zu öffnen. Denn wegen kleinster Leckagen fliesst der Kraftstoff aus dem Vergaser in den Kraftstofftank, und das Starten dauert länger, weil zuerst Kraftstoff aus dem Tank in den Vergaser angesaugt werden muss. V.a. Problem bei höheren Temperaturen.
Also in diesem Fall: Alle Dichtungen am Vergaser neu.

MfG

Martin
 
Danke für die Mühe, aber bitte da wedelt wohl der Schwanz mit dem Hund.
Der korrekte Füllstand wird seit altersher doch nur vom Öffnungs- und Schließmoment des Schwimmernadelventils am Kraftstoffzulauf gesteuert und nicht etwa von der nachfolgenden Bedüsung im Luftstrom.
Dem Spülkasten vom WC ist es schließlich auch egal, wie stark der Durchfluss unten ist, der Füllstand wird allein vom richtigen Anschlag des Schwimmers im Kasten oben bestimmt. (sorry für OT)

Sowohl hier wie da läßt sich das aber justieren, entweder durch Verbiegen der Schwimmerhalterungen zur Anschlagszunge
oder durch Beilegen/Wegnehmen von Dichtringen unterm Nadelventil.
Davon spricht übrigens auch die TDV.

Das wird bei meinen Vergasern in den letzten 50 Jahren sicher auch fleißig praktiziert worden sein, so daß ich jetzt endlich mal wieder Grund hineinbekommen will.

Meine Frage zielt also nicht auf das ob oder wie einstellen, das steht außer Zweifel, sondern wie das richtige Maß der Einstellung ermitteln.

Einfach nochmal von vorne:
Messe ich den Abstand von Kraftstoffspiegel zur Deckelkante welcher optimal 17,3 mm betragen soll
nun MIT oder OHNE Schwimmer ?

Oder bin ich hier völlig schief gewickelt ??
 
Das Mass 17,3 +/-1 mm bezieht sich auf den Abstand der Kraftstoffstandes zur Deckeldichtfläche.

Gemessen wird an der Trennwand des Schwimmergehäuses neben dem Lufttrichter.

Nur Kraftstoffleitung und Vergaserdeckel sind demontiert, vorher sollte Motor 15 sec mit Leerlaufdrehzahl gelaufen sein.

Im Werkstatthandbuch sind weitere Details der Messprozedur beschrieben.
 
Martin, diese Wiederkäuerei aus dem WHB bringt aber die Antwort nicht !
Lesen kann ich tatsächlich schon selber.

Kein Praktiker hier dem sich meine Frage auch schon mal aufgedrängt hat ?
Oder ist das so selbstverständlich daß der Schwimmer drinbleibt und man dann mühsam in den schmalen Spalt zwischen Schwimmerkörper und Wand nach dem schwappenden Naß spähen muß ?
Präzises Messen ginge dann aber anders.

Hätte nicht gedacht daß auf eine so einfache Eingangsfrage soviele Erklärungen nötig wären...
 
Du musst nur lesen können. Wenn nur Kraftstoffleitung und Deckel demontiert wird, wass heisst das für die Schwimmer?
 
Heißt für mich zunächst daß in einem Technik-Forum nicht unbedingt nur Leute unterwegs sind die so einen Vergaser tatsächlich auch schon mal von innen gesehen haben.

Für weitere hermeneutische Spitzfindigkeiten auf diesem Niveau fehlt mir jedenfalls die Zeit, da probiere ich lieber selbst herum.

Danke für die Antworten, hier kann zu oder meinetwegen ins Theologieforum verschoben werden.
 
Hallo Werner,

(ist doch richtig, wäre schön wenn ich nicht suchen müsste)

Lothar drückt aus was jetzt einige nach Deinen letzten Beiträgen bestimmt denken. Warum soll ich dem noch helfen.
Martin hat dir die richtige Antwort gegeben und Du selbst beschreibst die funktionsweise und die Bedeutung des Schwimmers mit dem Beispiel der WC-Spülung auch völlig richtig.

Wenn Du das WHB nun richtig gelesen hättest wüßtest Du auch die richtige Antwort. Sie steht nämlich implizit dadrin.
Ich traue mich jetzt nicht nocheinmal die entsprechenden Aussagen des WHB hier abzuschreiben, aber ich frage mich wie bei ausgebautem Schwimmer sich der richtige Pegel einstellen kann.

Um Dir aber die wesentliche Antwort hier nicht vorzuenthalten, der Schwimmer bleibt im Vergaser
 
Fühllehre für Vergaserfüllstandsmessung

Material:
1. Wahl: Federstahlstreifen ca. 5 mm breit, 0,15 - 0,2 mm Materialstärke
2. Wahl: Aluminumblech, gleiche Materialstärke
3. Wahl: Küchenalufolie, 4-fach gefaltet



Genau wie beim Oelmessstab ermittelst Du die "Eintauchtiefe" der Fühllehre, und im Vergleich zur Soll-Markeirung hast Du eine genaue Referenz, ob der Füllstand OK ist oder nicht.

Den Tip hast Du eigentlich nicht verdient, bitte an Dich um etwas höflicheren Umgangton hier im Forum.

MfG

Martin
 
Hallo unmoglich
Grundsätzlich besagen die Forenregeln, dass man seinen Beitrag mit einem Gruß eröffnet und mit seinem Namen unterschreibt, diese Regeln gelten auch für dich.

Heißt für mich zunächst daß in einem Technik-Forum nicht unbedingt nur Leute unterwegs sind die so einen Vergaser tatsächlich auch schon mal von innen gesehen haben.
das ist richtig, es gibt aber Leute, die schon genügend andere Vergaser von innen gesehen haben, der NDIX ist ja kein geheimes Wunderwerk, welches unbekannte Techniken verwendet.
Für weitere hermeneutische Spitzfindigkeiten auf diesem Niveau fehlt mir jedenfalls die Zeit,
der Wortschatz verhält sich reziprok zum Wissenstand
da probiere ich lieber selbst herum.
Das steht dir jederzeit frei, die Fragen rühren wohl auf Grund von mangelndem Erfolg.
Danke für die Antworten, hier kann zu oder meinetwegen ins Theologieforum verschoben werden.
meinst deine Beiträge oder dein Account. [album]1000[/album]
H(Mod)
 
Hallo unmoglich und alle, die interessiert mitlesen!
Fehlerquelle kann auch ein undichter/verbeulter Schwimmkörper sein, der nicht für den korrekten Auftrieb sorgt. Dann wird das Schwimmerventil selbst bei korrekt gemessenen Kraftstoffniveau nicht exakt steuert.
Grüße
Doc
 
Hallo an alle Interessierte!
ERGÄNZUNG: Der Gegenspieler zum Schwimmerventil ist die Benzinpumpe. Die ist beim 404S mechanisch und mit einem Handhebel ausgestattet. Wenn man mit der Hand pumpt, gibt es keinen Widerstand mehr wenn die Schwimmerkammer voll ist. Es dient eine Gummimembran als Pumpkolben die so ausgelegt ist, dass sie ein Vielfaches der erforderlichen Benzinmenge (mit vollem Hub) pumpen kann. Wenn das Schwimmerventil zu macht und so der Benzinpumpendruck am höchsten ist, bleibt die Pumpenmembran in einer Position stehen, wo der über einen Nocken der Ölpumpenwelle angesteuerte Stössel die Membran nicht mehr heben kann. Und genau da liegt eine Fehlerquelle, die trotz korrekt eingestelltem Schwimmerniveau zu einem schlecht einstellbaren Vergaser führen kann, nämlich zu hoher oder zu niedriger Benzinpumpendruck ( sind 0,2bar richtig?). Ist der Benzindruck zu hoch (spröde oder zu dick nachgefertigte Membran), dann bleibt das Schwimmerventil zu lange offen und der Motor säuft ab. Ist der Benzindruck zu nieder (ausgeleierte Hebel/Nocken des Stösselantriebs, Riss in der Membran) wird das Gemisch mit zunehmender Drehzahl zu mager und der Motor stirbt nach ein paar Auspuffknaller ab.
Viel Erfolg bei der systematischen Fehlersuche.
Grüße
Doc