Selbstbauwinde hydraulisch

MaRa

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06. Feb. 2005
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Tach zusammen, habe mir für meinen 411/119 eine per Hydraulik angetriebene Heckwind gebaut, funktioniert samt der hinteren Steuerung eigentlich sehr ordentlich, aber richtig dicke Stämme kann ich nicht rücken. Bilder davon gibts in der Bildergallerie (oben bei Suchen "Selbstbauwinde" eingeben). Ich denke, die orig. Luftpresser/Pumpe müßte eigentlich reichen und vermute, mein Hydraulikmotor an der Winde ist etwas knapp bemessen - ist ein Kracht KM 1/16, V 16cm3/U. Im Betrib wird relativ viel Öl über den Leckölanschluß zum Tank zurückgepumt, also vom Motor wohl nicht verarbeitet. Vielleicht hat jemand Erfahrung mit sowas, welche Leistung muß der Motor etwa haben und was kann die serienmäßigr Hydraulikpumpe versorgen??? Das Festsetzen mache ich übrigens über ein zwei Meter langes stabiles Rohr, das an zwei Radschrauben angesetzt wird und am anderen Ende einen schweren Stahlwinkel hat. Allrad und Sperren rein und der MOG steht wirklich superstabil, hab leider noch kein Foto davon. Würde mich Anregungen sehr freuen. Munter bleiben
 
Wenn der Motor zu klein wäre, würde das Überdruckventil ansprechen. Wenn zuviel über den Leckölkreis kommt, ist der Motor pleite, hat halt zuviel Lecköl infolge Verschleiß, oder es sitzt ein Ventil innerhalb des Motorgehäuse.
 
Moin DU

(hast Du auch einen Namen)

habe mir gerade Deine Bilder angesehen und bin total begeistert von Deinem Dach. Sieht super aus.

vermute, mein Hydraulikmotor an der Winde ist etwas knapp bemessen - ist ein Kracht KM 1/16, V 16cm3/U. Im Betrib wird relativ viel Öl über den Leckölanschluß zum Tank zurückgepumt,

Da vermute ich etwas ganz anderes, nämlich, dass der Motor verschlissen ist und deshalb nichts bewegt :cry:
 
Tach, also der Motor war unbenutzt, NEU - das würde ich mal als Fehlerquelle ausschließen, er läuft ja auch erst mal ganz o. k. , kann es auch am Steuerventil hinten (siehe Foto) liegen, macht da ein Überdruckventil zu früh auf?? Gruß Markus
 
Oder nochmal anders gefragt: welche Daten müßte denn ein zur orig. Hydraulikpumpe des 411 passender Motor etwa haben? Die Fördermenge der Pumpe liegt bei max. ca. 18l/min, Betriebsdruck 150 bar. Gruß Markus
 
Hallo Markus!
Das kommt ganz auf die gewünschte Drehzahl an.
Ein Motor mit einen Schluckvolumen von 55ccm würde bei 18 Liter/Min mit 327 U/Min laufen und bei 150 bar etwa eine Leistung von 5 Kw haben.
 
Moin, habe bis max. halbe Motordrehzahl probiert, mein Krachtmotor hat 16ccm, kann max 300bar vertragen und dreht nach Datenblatt bis über 3000 U/min. Werde nochmal die Hydrauliksteuerung überbrücken um zu sehen, ob da was faul ist. Die Drehzahl und die Übersetzungen passen sehr gut, Wind dreht schön langsam. Vielleicht ist doch die Pumpe im 411 zu schwach??? Es gibt ein 19KW-Zapfwellengetriebe incl. Pumpe,das 200bar und ca. 50l macht??? Vielen Dank für weitere Hinweise, Markus.
P.S.: Bildergallerie, bei suchen Selbstbauwinde eingeben
 
Hallo
verbessert mich wenn ich mich irre aber 16ccm und 3000U/min ergibt ein Schluckvolumen von 48L/min.
Braucht ein Hydraulikmotor nicht eine gewisse Menge Öl um ordentlich zu funktionieren?
Ich glaube man kann nicht einfach die Menge reduzieren und sagen "OK jetzt habe ich halt weniger Drehzahl".
Das geht glaube ich nur bis zu einem gewissen Maß.
 
Hallo Markus!
Bei halber Motordrehzahl fördert deine Pumpe 9 Liter.
Das macht 526 U/min bei Deinem Ölmotor, dabei hat er eine Leistung von etwa 2 Kw. Das ist für ordentliches Ziehen zu wenig. Wenn Du die Motordrehzahl erhöhst hast Du zwar bis zu 4 Kw, da aber die Übersetzung der Winde gleich bleibt, wird durch die höhere Geschwindigkeit auch die Zugkraft nicht erhöht. Zielführend wäre nur eine andere Übersetzung um bei weniger Geschwindigkeit mehr Zugkraft zu erreichen.
Überhaupt ist der Wirkungsgrad bei Zahnradölmotoren mit 1/6 der Nenndrehzahl wie bei Dir nicht optimal. Für diese Antriebe wären Gerotormotore oder Taumelscheibenmotore viel besser geeignet. Die bringen bei langsamer Drehzahl ein hohes Drehmoment.
 
Hallo Hyberlix - ich bräuchte also einen besseren Motor, der aber auch ruhig 16ccm haben könnte, da die Drehzahl dann wie jetzt bliebe,denn noch langsamer drehen lassen wäre nicht mehr gut. Der müßte dann bei 10-18l Öl/min ordentlich power haben. Wo gibts sowas? Wann liefert die Pumpe eigentlich 150bar, erst bei voller Motordrehzahl?? Der randvolle Kipper läßt sich auch im Leerlauf ohne Mühe abkippen, mit mehr Gas gehts nur etwas schneller. Das sind alles Fragen....... aber interessanter als "Welche RAL Farbe...." oder "welchen Wert hat...." finde ich, aber das muß natürlich auch sein. Gruß Markus P.S.: Hat eigentlich sonstwer 'ne Hydraulikwinde vorn oder hinten in Betrieb und Erfahrung damit, scheint nicht so üblich zu sein.
 
Hallo Markus!
Du brauchst nicht unbedingt einen anderen Hydromotor, die Leistung wird dadurch auch nicht grösser( bei Halbgas unterschreitest Du auch nicht die Minimaldrehzahl sie wird bei Deinem Hydromotor bei ca. 400 U/Min liegen)sondern ändere die mechanische Übersetzung, wenn möglich ,so dass Du die Trommelgeschwindigkeit reduzierst, im selben Maß steigt die Zugkraft.
Wenn Du mehr Geschwindigkeit haben willst mußt Du mehr Gas geben.
Baue einfach ein Gasseil bis hin zur Windenbedienung und Du musst den Motor nicht dauernd orgeln lassen.
Die von mir genannten Gerotormotore sind sauteuer und erst ab einer Grösse von etwa 50ccm Schluckvermögen lieferbar.
(Leistung - Drehzahl bei Dir siehe früheren Beitrag)
P.S. Wenn deine Hydraulikpumpe in Ordnung ist liefert sie die 150 bar auch bei Leerlaufdrehzahl.
 
da muss einfach der Druck, die Förderleistung und die Übersetzung zusammenpassen. Einfach was zusammenschustern ohne nachzurechnen macht keinen Sinn.
Die Zugleistung der Winde kommt vom Drehmoment das an die Trommel angelegt wird. Da dein Motor anscheinend recht schnell dreht hast du wahrscheinlich ein Getriebe dazwischen, dass die Drehzahl reduziert und das Moment erhöht, im Verhältnis zur Übersetzung. Das Moment des Hydraulikmotors hängt in erster Linie vom angelegten druck ab, d.h. wenn du einen auf 300bar ausgelegten Motor hast und ihn aber nur mit 150 bar betreibst bringt er eben auch nur das halbe Moment. Die Geschwindigkeit wiederum hängt vom Volumenstrom ab. Viel Volumen=hohe Drehzahl.
Und dann kommt da noch der Wirkungsgrad dazu, sowohl im Getriebe als auch im Hydraulikmotor. Jeder Hydraulikmotor hat einen Wirkungsgrad der von der Drehzahl abhängt, leider ist eben bei Zahnradmotoren eben nur bei hohen ein vernünftiger Wirkungsgrad vorhanden.
Das beste wird sein eine für deinen Motor geeignete Zapfwellenpumpe zu besorgen. Vorher aber noch mal überlegen ob du dann die notwendige Leistung auch von der Zapfwelle geliefert werden kann.
Gruss
Peter
 
Hallo Peter, die Zusammenhänge sind jetzt dank der vielen Kommentare recht klar - VIELEN DANK!!! Denke auch, eine größere Pumpe per Zapfwelle ist eine Lösung. Dann komme ich auf ca. 50l/min und über 200 bar, kann den Hydraulikmotor schneller drehen lassen und dann die Übersetzung ändern - habe dann bei gleicher Windendrehzahl mindestens vierfache Power, eher noch mehr. (Große Europhie!!) Falls ich die Pumpe vorne anbaue (hinten ist kaum Platz), könnte ich den orig. Luftpresser/Pumpe stilllegen (= etwas mehr Leistung, Sperren schalten fällt dann leider aus ) und die Leitungen sowie Steuerung weiternutzen, auch den Kipper, nur mit neuer Pumpe. Würde der Leitungsquerschnitt für dreifachen Ölfluß reichen? Denke mal, das müßte o.k. sein. Gibt es noch Empfehlungen für eine Zapfwellenpumpe? Soweit - Gruß Markus
 
Hallo Markus!
"Grosse Euphorie"??? :?
Wenn Du eine Pumpe hast die 50 Liter/Min liefert macht dein Motor 3125 U/Min!!!!!
Die Trommeldrehzahl der Winde ist in ewa 40 U/Min!!!!!
Wenn Du eine mechanische Übersetzung mit etwa 1:80 schaffst, die das nötige Drehmonment aushält und noch dazu in der Nähe der Winde unterbringst, dann hast Du mich Überzeugt :wink: .

Fazit: Brauchbare Leistung und wenig Geschwindigkeit ist bei den jetzigen Komponenten möglich mit Änderung der Übersetzung.
Starke Leistung und grosse Geschwindigk Pumpe und Motor tauschen.
 
Hallo Herbert, habe jetzt noch etwas herumprobiert und ein Manometer angeschlossen, und zwar an der Druckweiterleitung am Steuerventil. Das zeigt leider unter Last (Winde zieht) gleich Null an, in Mittelstellung (Winde steht fest, druckloser Umlauf) bei mittlerer Motordrezahl knapp 20 bar. Muß das Manometer per T-Stück in die Druckleitung zum Steuerventil?? Und dann ist da noch die Frage: Gibt es irgendwo ein Filter in der Pumpe oder sonstwo im Hydraulikkreis? Hab mal die Rehzahl der Windentrommel gemessen: Bei Motorleerlauf knapp 9 U/min, bei mehr Gas ca. 20 . So, bis denne, Markus
 
Hallo Markus!
Druckmessungen sind direkt vor dem Verbraucher oder auch vor dem Steuergerät möglich (müssten unter Belastung gleich sein). Ich würde vorher eine Pümpenprüfung durchführen, Monometer auf einen Hydraulikstecker montieren und Steuergeät betätigen.
In allen Hydrauliksystemen ist ein Filter im Rücklauf meist vor oder im Tank eingebaut.(Betriebsanleitung!)
Wenn Du mir noch den Trommeldurchmesser (ohne Seil) angibst und die mechanische Untersetzung (ist geauer als die geschätzte Drehzahl) vom Hydromotor zur Trommel kann ich Dir die jetzige theoretische Höchstzugkraft ausrechnen.
 
Hallo Herbert!
Der Trommeldurchmesser ist ca. 160mm, die Übersetzung vom Hydraulikmotor per Motorradkette zum Windenantrieb ist 1:2, der Motor hat das kleinere Ritzel. ABER: Die Winde hat ein eigenes sehr mächtiges Getriebe, denke mal für eine Trommelumdrehung braucht man ca. 25 oder mehr Umdrehungen am Antrieb, also 50 am Motor. Gruß Markus P.S.: Habe am Wochenende bei 'ner Bekannten einen Deutz D-40 repariert, eine Düse war hin, alles irgendwie dicht und Ventile kein Spiel..... auch sehr nett, jetzt geht der wieder richtig ab!!
 
Hallo,
Probiere es mal mit Bild
23481.jpg

So sieht/sah meine Eigenbauwinde aus. Habe die Winde ca.2002 für 200,-DM incl. 8mm Seil (ca. 30m, vorgespannt-was immer das auch heißen mag- erworben. Ein doppel T-Träger darunter und 4 Schraubenlöcher jede Seite zum Rahmen.
Diese Winde geht sehr sehr langsam, bringt aber Power ohne Ende. Das 8mm Seil ist einige male gerissen.
Baumwurzeln die ein 82PS Allrad und ein 90PS zusammen nicht herausbekamen hat die Winde mit Umlenkrolle nicht beeindruckt. Die Traktoren haben sich gequält und die gleichen Stämme nicht geschafft.
Habe die Winde nun an ein altes Siloentnahmegerät montiert. Muss aber noch irgendeine Platte davor da das Gerät so nicht tief genug in den Boden geht und die Zinken abbrechen wenn die Winde zieht.
Habe jetzt ein 50m Seil mit 12mm drauf. Das hier ist das erste Seil. Hat nicht lange gehalten da es zwischen Trommel und Gehäuse gekommen ist. Man sieht auf dem Foto noch ein abgerissenes Stück Seil. Wurde notdürftig geflickt. Ist jetzt wieder ein neues drauf.
Ich wüsste nicht wovor diese Winde halt machen würde, außer das Getriebe, sind wohl 3 Zahnräder verbaut, fliegt auseinander.
Ursprünglich war eine "Rücklaufsicherung" (oder wie der 4eckige Steuerblock heißt) auf dem Motor gebaut.
Die Geschwindigkeit:
ca. 50 Meter Seil in knapp 4 Minuten - also sehr sehr langsam. Und das auch beim Ausspulen. Weiterhin keine Totmannschaltung und man kann nur die Winde über ein kleinen Hebel, sieht man auf der Aufnahme zum Motor, blockieren.
verschraenkt.jpg

Nochmal ein Bild von der Seite

Gruss
Bernd Thomes
 
Hallo Markus!
Nach Deinen Angaben habe ich eine maximale theoretische Zugkraft von 2,5 t errechnet ( wird bei einem wahscheinlichen Wirkunggrad von 0,8 bei 2 t liegen).Vorausgesetzt die Pumpe bringt 150 bar.
Die Einzugsgeschwindigkeit müsste bei Nenndrehzahl bei 0,18 m/sec oder 11 m/min liegen. Wenn sie höher ist sinkt die Zugkraft.
Die Winde von Bernd hat in etwa dieselbe Geschwindigkeit, aber durch den höheren Druck und das doppelte Fördervolumen der Hydraulikpumpe mehr als die doppelte Kraft.