Servotrac passt nicht auf Pflug

wepo

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02. Mai 2005
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Swisttal
Hallo,

ich hab das Problem, dass der Servortrac beim anheben des Pflugs an der Traverse anstößt. Da fehlen am Bolzen so 1,5 -2 cm an Länge. Kann ich einfach längere einschweißen? Die Unterlenker würden somit 3-4 cm weiter auseinander stehen.

Irgenwie weis ich auch nicht wohin mit der Kette des Servotracs, wird die außen oder innen am Unterlenker vorbeigeführt?

Unimog 421.122


Gruß

Werner
 

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hallo werner,
ich hab noch nie mit den servotracs gearbeitet und kann dir auch nicht richtig weiterhelfen, glaub aber das in der betriebsanleitung ein foto mit angebauten tracs abgebildet sind. da kannst du den richtigen anbau erkennen.
 
achja... es gibt 2 verschiedene große ausführungen der tracs. ich meine die kleinen haben eine 421 teilenummer und die großen eine 424 teilenummer. ich habe beide ausführungen daliegen und kann dir morgen mehr darüber sagen.
 
Hallo,

also ich kenn nur Servotracs mit 406er und 424er Teilenummer.

Aber ich denke daran wird es nicht liegen. Es liegt an der ungemein unförmigen Querstrebe an deinem Pflug. Der Bolzen ist ja an der hintersten und untersten Stelle der Vierkantstrebe angeschweist. Da wirst du auch mit den größeren Servotracs ein Problem haben.

Grüße

Tobias
 

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Hi,

ich muß nochmal den Gedanken mit dem längeren Bolzen aufgreifen.

Wenn du es schaffst daß die Einhängung des Servotracs auf den Bolzen nicht nach innen in Richtung Pflug rutscht (Distanzhülse aufstecken o. Ä.), dann sollte es mit verlängerten Bolzen gehen.

Grüße

Tobias
 
Vielen Dank bis hierher.

@ Sigi

ich habe die mit der Teilenummer 421... Was mich etwas wundert, ist die Befestigung der Unterlenker. Die Aufnahme am Trac ist sehr breit so das der Unterlenker ca. 1-1,5 cm hin und her rutschen kann.

@ Tobias

Dein Bild zeigt einen 406er, da ist zwischen den Ketten und den Unterlenkern richtig Platz. Beim 421er sieht das etwas anders aus.

An eine Distanzhülse habe ich auch schon gedacht.

Ich habe auch schon mal daran gedacht die Bolzen weiter nach vorne zu setzen, ist natürlich mit viel mehr Aufwand verbunden. Aber verändere ich dadurch nicht die Eigenschaften des Pflugs?

Gruß

Werner
 
Hallo Werner,

hat Dein Pflug ein Stützrad?
Wenn ja, dann rationalisiere den Servotrak ganz weg.

Zu Zeiten des Druckluftkrafthebers waren diese Teile recht nützlich, beim hydraulischen Kraftheber sind sie entbehrlich bis überflüssig. Dazu hatte ich schon mal einen Beitrag - allerdings auf 406 bezogen - formuliert. Im Wesentlichen kann er aber auch auf den 421 übertragen werden.
Mal auszugsweise:
Es geht problemlos, wenn ein paar Faktoren berücksichtigt werden:
...
Die Reifen müssen eine vernünftige Zugkraft entwickeln können
...
Am Vorgewende (Beginn) Pflug absenken, bis er einzieht und dann durch Anheben so viel wie möglich vom Pfluggewicht auf die Hinterachse stemmen. (Keine Schwimmstellung, wie beim Servotrac!!!)

Dadurch hebt der Mog vorne aus den Federn und drückt hinten ein wenig hinein. Diese "Elastizität" so weit ausnutzen, bis das Tastrad gerade noch führt, dann ist das Optimum erreicht. Selbst auf geringfügig kupierten Böden bleibt der Pflug in dieser Stellung, die auftretenden Bewegungen werden innerhalb der Federwege ausgeglichen.

Man braucht also nicht ständig in der Furche nachregeln und kann getrost nach vorne schauend fahren und vergessen, was hinten passiert - zumindest auf gleichmäßigen, leichteren Böden, auf unseren schweren Tonböden ist schon ein häufigeres Nach-Hinten-Schauen nötig.

Mit dem MB-trac 65/70 habe ich so über 10 Jahre lang ausschließlich gepflügt, da auch er keine Regelhydraulik (und vorne Federn) besitzt.

Bei gleichmäßigem Boden kann man sogar noch das Erdbalkengewicht mit draufpacken, bei wechselnden Böden führt das aber dazu, dass sich der Pflug beim Erreichen des leichteren Bodens "rausregelt".

Durch die Federn kann man einen elastischen Druck auf die Hinterachse bringen, der in seiner Wirkungsweise fast der "deutschen Regelhydraulik" gleichkommt. Ältere deutsche Schlepper besaßen nämlich vor dem Auslaufen des Regelkraftheberpatemts von Harry Ferguson eine Druckregelfunktion, mit der man mit einem regelbaren Druckbegrenzungsventil das Pfluggewicht auf die Hinterachse packen konnte. (Z.B. Hanomag C218, C224, Schlüter SF353, etc.). Ostblockschlepper besaßen diese Druckregelfunktion ebenfalls bis vor wenigen Jahren, dort hieß sie sinnigerweise "Kopierregelung")
aus: http://www.unimog-community.de/index.php?name=PNphpBB2&file=viewtopic&t=34735&start=15

Als ich diesen Beitrag verfasst habe, war mein 406 noch mit Diagonalreifen 10.5-20 MPT03 bereift und es funktionierte mit dem 1t schweren Pflug tadellos.

Wenn es unbedingt mit Servotrak sein soll, gibt es noch die Möglichkeit, die Unterlenkerbolzen am Pflug etwas weiter außen für den Klappsplint zu durchbohren (90° versetzt) und je eine Buchse oder ein paar Unterlegscheiben aufzulegen, damit der Servotrak weiter nach außen kommt. Dann sollte er an der Problemstelle vorbei können.

Viel Erfolg!

Holger
 
Hallo,
es sollte gehen wenn beide Unterlenkeraufnahmen am Pflug gleichwertig geändert werden. Der Pflug sollte, zumindest bei richtiger Einstellung, genau mittig hinter dem Zugfahrzeug laufen. Hängt oder drückt also auf keinem Fall in die Seitenstreben der Unterlenker.
Weiterhin würde, zumindest beim Trecker mit Regelhydraulik und gut eingestellten Pflug ohne weiteres ohne Stützrad und Oberlenker gepflügt werden können. Der Pflug gibt das Gewicht auf die Hinterachse.
Mit dafür verantwortlich ist die lange hingere Anlage (war im anderen Bericht gefragt) und die Einstellung der einzelnen Pflugkörper.
Viele Leute sieht man mit eingeschlagener Lenkung die Furchen entlangfahren. Oft ist dann der Pflug falsch eingestellt = Verschleiß am Pflug, Kraftstoffverbauch ... .

PS: komsicherweise war Holgers Bericht nicht bei mir auf dem Monitor zu sehen, erst nach dem Absenden konnte ich den Bericht lesen.
Ich besitze zwar einen Servo trac, habe diesen aber noch icht ausprobiert. Was Holger schreibt sollte bei gleichen Bodenverhältnissen aber umsetzbar sein. Am 411.110 mit Luftkraftheber war bei uns früher ein 2-Schar Wechselpflug mit zwei Stützrädern angebaut. Klappte wohl auch.
 
Hallo Holger,

hab deinen Beitrag bereits gelesen. Leider hat der Pflug kein Stützrad und ich habe etwas Probleme das der Pflug in der Erde bleibt. Vielleicht habe ich auch noch nicht die richtige Stellung gefunden.

Ich habe mich doch entschieden den Bolzen auszutauschen. Der Trac hat eine Kat. 2 Aufnahme und ich werde am anderen Ende der Platte, die mit der Traverse verschraubt ist, einen weiteren Bolzen anschweißen. Somit kann ich durch drehen der Platte von Kat.1 auf 2 umstellen. Den Bolzen kann ich dann so anbringen wie ich ihn brauche.

Somit habe ich die Möglichkeit mit und ohne Trac zu Pflügen.

Gruß

Werner
 
Hallo Werner,

ohne Stützrad wird es mit dem Unimog auch mit Servotrac nicht ganz einfach, da zur Tiefenführung überhaupt keine feste Bezugsachse an Fahrzeug oder Pflug zum Boden existiert.

Die Regelhydraulik (eigentlich Zugwiderstandsregelung) oder allein die feste ungefederte Hinterachse des Schleppers mit Lageregelung ermöglichen eine einigermaßen sichere Führung des Pfluges auch ohne Tastrad, der Unimog mit seinem zum Boden nicht festen Rahmen lässt Dich auf gleichmäßigen Böden vielleicht noch erfolgreich sein, auf wechselnden Böden wird das zum Eiertanz. Sowohl Servotrak als auch die Hubarme sind am Rahmen fest, die Unterlenker an der Hinterachse. Jede Rahmenbewegung wird durch die Geometrie des gesamten Hubwerkes mit doppeltem Weg an das angebaute Gerät weitergegeben...

Wünsche trotzdem gutes Gelingen!

Grüße

Holger