...Shell Spirax MX 80W-90...

..Danke Jürgen , jetzt hab ich es auch kapiert.... :wink:

...na dann dürfte bei mir wohl der Simmering hinüber sein, denn soviel Öl sollte
wohl nicht am Filzdocht anstehen..... :cry:

Welchen Ring hast Du denn verwandt, den Originalen NOS von Benz oder einen
neu produzierten? wenn letzteres zutrifft bräuchte ich mal die bezeichnung, dann würde ich mir einen neuen besorgen bei SWF in Darmstadt.

Gruß
Stefan
 
Hallo Stefan,

wenn sich der Filzdocht aufgelöst hat, dann geht eine freie mindestens 1 mm starke Bohrung durch die Achse ins Öl. Wieviel Öl in welcher Zeit dadurch geht, keine Ahnung.
Ich habe den Dichtring mit der original Nummer über meine Lieblings Unimog Werkstatt in Langenselbold bekommen. :D
 
..ach Schade, ich hab hier 2 Ringe liegen...irgendwann in den letzten 2-3 Jahren mal
zusammen mit 4 Vorgelege-Ringen gekauft, allerdings keine Originalen---daher hätten
mich die Maße interesiert.

Gruß
Stefan

PS : Du meinst jetzt ernsthaft, der Filz ist die einzige barriere vom Getriebe (Öl) zur
Vorderachse? Ich dachte ernsthaft der Simmering würde immer etwas Öl durchlassen welches sich dann am Filz sammelt und durchsickert :|
Dann such ich mal nen neuen Filz bei MB und dann sehen wir weiter...
 
Hallo Stefan

Filz und Dichtring haben nichts miteinander zu tun.
Der Filz sitzt in einer zentralen Bohrung der Abgangswelle
Auf der anderen Seite des Filz gibt es eine Radialbohrung in einen Steg der Verzahnung.
Hier wird dann der Flansch ebenfalls mit einer passenden Bohrung drauf geschoben. Beim Aus und vor allem Einbau ist daher die richtige Lage des Flansches bzw der Bohrungen zu beachten.

Allerdings kann es bei Dir auch sein, dass Du den Filzdoch überhaupt nicht hast, denn in der Geschichte des 404 wurde irgendwann auf dauergeschmierte Kreuzgelenke umgestellt soweit mir bekannt.
Auch bei mir ist jetzt nur eine normale Schraube und kein Filzdocht mehr in der Getriebewelle.
 
Hallo Leute,

diesen Simmerring habe ich neulich erst gewechselt. Der ist bei Daimler nicht mehr lieferbar, ich habe noch einen originalen von den Holländern bekommen.

So, und nach dem Wechsel läuft mir jetzt immernoch Öl in die Vorderachse :evil:

Evtl. war der Simmerring schon ein paar Jahrzente alt und überlagert. Sollte ich es jetzt nochmal machen müssen dann werde ich wohl lieber nach einem neuen Industrie-Simmering schauen mit den passenden Maßen. Der Ölverlust liegt momentan bei ca. 0,5-1 Liter auf 1000km, das ist noch tragbar und ich werde das erstmal im Auge behalten denn irgenwie habe ich überhaupt keine Lust diese ganze Fummelei jetzt schon wieder zu machen :mauer

@Stefan:
Den Filzdocht habe ich vorsorglich auch besorgt, der war bei mir aber noch drin. Der Docht ist bei Daimler lieferbar und kostet nur ein paar Cent. Ich habe jetzt zwei neue übrig, wenn Du willst kann ich Dir auch gerne einen im Briefumschlag zuschicken.

Grüße
Günter
 
Liebe Unimog-Freunde

in einer anderen Beitragsfolge wird davon berichtet, dass LiquiMoly GL4 SAE 80W mit steigender Temperatur zu schwererem Schalten führt (421).

Vielleicht kommen wir mit den Viskositätswerten im Überblick der Sache auf die Spur?
Oder Kinzigsegler ist der einzige, der ein wirklich gutes Getriebe hat?

Bezeichnung /// mm/s² 40°C /// mm/s² 100°C /// schlecht schaltbar bei Öltemperatur
(geordnet nach aufsteigender Viskosität)
Cartechnic GL4 SAE 80W /// 90 /// 10,5 /// immer gut schaltbar laut Kinzigsegler
LiquiMoly GL4 SAE 80W /// 95,2 /// 11 /// warm (zu dünnflüssig wenn warm?) laut Calimero
bp Energear EP 80W-90 /// 133 /// 13,8 /// warm (zu dünnflüssig wenn warm?) laut OPTI-MOG
Cartechnic GL4 SAE 80W-90 /// 153 /// 15,3 /// noch zu prüfen im Fahrversuch günter.404 und OPTI-MOG
Shell Spirax S3 AM 80W-90 /// 169 /// 16,8 /// kalt (zu zähflüssig wenn kalt?) laut günther.404 und OPTI-MOG, aber laut Calimero i.O.

Beim MOE-Stammtisch im Vereinsheim in Sasbach am 20.09.2013 um 19:00 Uhr wird ein Mitarbeiter von LiquiMoly über Schmierstoffe referieren. Dem werde ich das auch mal vorlegen. Hat noch jemand gefestigte Erfahrungswerte mit diesen und anderen Ölen im Schaltgetriebe der frühen Unimog?
 
günter.404 schrieb:
Hallo Leute,

diesen Simmerring habe ich neulich erst gewechselt. Der ist bei Daimler nicht mehr lieferbar, ich habe noch einen originalen von den Holländern bekommen.

So, und nach dem Wechsel läuft mir jetzt immernoch Öl in die Vorderachse :evil:

Evtl. war der Simmerring schon ein paar Jahrzente alt und überlagert. Sollte ich es jetzt nochmal machen müssen dann werde ich wohl lieber nach einem neuen Industrie-Simmering schauen mit den passenden Maßen. Der Ölverlust liegt momentan bei ca. 0,5-1 Liter auf 1000km, das ist noch tragbar und ich werde das erstmal im Auge behalten denn irgenwie habe ich überhaupt keine Lust diese ganze Fummelei jetzt schon wieder zu machen :mauer

@Stefan:
Den Filzdocht habe ich vorsorglich auch besorgt, der war bei mir aber noch drin. Der Docht ist bei Daimler lieferbar und kostet nur ein paar Cent. Ich habe jetzt zwei neue übrig, wenn Du willst kann ich Dir auch gerne einen im Briefumschlag zuschicken.

Grüße
Günter

...Hey Günter,

erstmal Tuzt für die immer noch ölende Achse, entweder der Ring war zu alt oder evt. der falsche Ring. Für hinten gibts nen anderen und wenn der vorne eingebaut wird suppt es sofort weiter. Wobei die Menge öl mich nicht erschüttern würde....das kommt
bei mir nach 100 Km vorne an :cry: .
Aber ewig wirds so nicht bleiben. Könntest du mal die Maße des vorderen Ringes in Erfahrung bringen, dann könnte man nen neuen Universalen verbauen....
Ich hab hier ja 2 Liegen in Schwarz mit folgender Bezeichnung: NAK SC 90 120 12
Wenn ich wüßte ob die dafür geeignet sind???

Thema Docht: Wenn du Dir die Mühe machen willst gern, ansonsten lass ich den bei MB
holen.

Gruß
Stefan
 
Hallo Unimogler,

Optimog hatte geschrieben,


in einer anderen Beitragsfolge wird davon berichtet, dass LiquiMoly GL4 SAE 80W mit steigender Temperatur zu schwererem Schalten führt (421).
Vielleicht kommen wir mit den Viskositätswerten im Überblick der Sache auf die Spur?

Oder Kinzigsegler ist der einzige, der ein wirklich gutes Getriebe hat?

Kinzigsegler hat nicht nur eine gutes getriebe, der hat auch eine sicheres und stabiele schaltplatte, und Bedienung des Schalthebel mit einem guten Gefühl, was sehr wichtig ist.

MFG hugo
 
Hallo Stefan,

schick mir doch per PN Deine Adresse, dann geht so ein Docht auf die Reise.

Der Simmerring war schon der richtige für die Seite zur Vorderachse, der war ja sogar beschriftet. Die Maße habe ich leider nicht denn ich habe das Teil einfach nur eingebaut und den alten Ring gleich entsorgt, denn da war ich ja noch der Meinung daß sich die Geschichte damit erledigt hat :roll:

Der Simmerring war bei den Holländern aber gar nicht so teuer, notfalls würde ich da einen als Vorlage ordern.

Was mir bei der Aktion übrigens aufgefallen ist: der Simmerring wird ja nur in das Gehäuse gepresst, die Verbindung vom Ring zum Getriebegehäuse ist Metall auf Metall. Neue Simmerringe haben da angeblich eine kleine Dichtlippe, die war beim alten Daimler-Ring aber nicht vorhanden. Ich vermute mal daß diese Verbindug nicht 100% dicht sein kann. Wieviel oder ob da tatsächlich Öl durchgeht kann ich nicht sagen. Bei mir ist findet der "Ölzuwachs" in der Vorderachse schon mit gefahrenen km statt, im Stand scheint da kaum oder gar kein Öl durchzuwandern. Außerdem ist mir noch aufgefallen daß die Schrauben, mit denen das Schubkugelgehäuse befestigt wird ein durchgehendes Gewinde zum Getriebe haben. Diese Schrauben werden aber nicht abgedichtget, d.h. das Getriebeöl liegt direkt am Gewinde der Schrauben an. Das kann so auch nicht 100% dicht sein. Was da an Öl durchwandert landet zwar nicht in der Vorderachse, sondern außen am Getriebe/Schubkugelgehäuse, aber es scheint daher beim 404 bereits im "Neuzustand" normal gewesen zu sein daß das Getriebe außen leicht ölig ist.

Grüße
Günter
 
...hmm also dasGetriebe und die Schubrohre mit den Achsen waren bisher Staubtrocken.
Ölige Gehäuse kann so nicht bestätigen.

Habe eben nochmal nachgesehen, selbst im Stand läuft Getriebeöl in die Vorderachse;
auch wenn es in 24 Std nur paar Tropfen sind :|

Gruß
Stefan
 
Hallo Stefan,

außen ölig muss auch nicht sein, eigentlich waren die Schrauben mit Weichmetalldichtringen versehen und heutzutage wird gerne dafür auch Dichtmittel aus der Tube verwendet. :D

Da der Getriebeabgang nach vorne ständig unter dem Ölspiegel liegt, wandert Natur gemäß auch im Stand das Öl in die Achse wenn erst einmal ein Weg da ist. daran lässt sich leider nicht erkennen ob über den defekten Filzdocht oder den defekten Dichtring oder beides.

Um ein Öffnen zumindest der Verbindung Getriebe - Schubrohr wirst Du nach Lage der Dinge nicht herum kommen, wenn Du weiter als 100km fahren willst. :(
 
..Moin Jürgen,

..yep dessen bin ich mir bewusst. Zur Zeit versuche ich die Maße des WDR zu bekommen
um einen neuen WDR verbauen zu können. Auf den Originalen steht so wie ich es bisher
sehen konnte nur die MB nummer drauf und die Drehrichtung.(zumindest Stirnseitig)

Gruß
Stefan
 
günter.404 schrieb:
Hallo Leut


@Stefan:
Den Filzdocht habe ich vorsorglich auch besorgt, der war bei mir aber noch drin. Der Docht ist bei Daimler lieferbar und kostet nur ein paar Cent. Ich habe jetzt zwei neue übrig, wenn Du willst kann ich Dir auch gerne einen im Briefumschlag zuschicken.

Grüße
Günter


....heute eingetroffen, DANKE nochmal an Dich Günter :danke

Gruß
Stefan
 
Hallo Zusammen,

mich wüde es interresieren, ob die Problematik trielende Getriebe Allgemeingültigkeit hat oder nur gelegentlich auftaucht. Vor 30 Jahren habe ich tausende Kilometer in nord Afrika abgespult und in meinem bekanntenkreis sind etliche Reisende mit einer 404 unterwegs gewesen die nach schwarz Afkika und zurück gefahren sind ohne, dass die Achsen vollgelaufen sind.

Kann es nicht sein, dass die Lekagen dadurch sich häufen, weil die Gegenlaufflächen eingelaufen oder anderweitig nicht mehr die geforderte Rauhtiefe haben? Für solche fälle gibt es Wellenschutzhülsen von z.B. SKF.

Die Werkstoffe für die WDR. haben sich in der letzten Jahrzehnten erheblich verbessert. Ein original WDR die lange im regal gelegen ist ist vermutlich nicht mehr so Haltbar wie ein aktueller Nachfolger. Schaut mal bei SIMRIT. Es gibteine unmenge an Abmessungen.

Grüße: Zsolt
 
...drum versuche ich ja einen Neu Produzierten WDR zu beschaffen, mir fehlen nur die Maße des benötigten WDR. SKF hat soviele dass die verkaufen, er muss halt passen, nä.... :wink:

Wenn alle Stricke reissen muss ich halt nen originalen Altbestand kaufen und da die MAße
abnehmen. :| ...bisher konnte mir noch keiner explisit sagen welches Maß der WDR hat.

Gruß
Stefan
 
Liebe Unimog-Freunde,

um zum eigentlichen Thema zurückzukommen: Seit gestern habe ich das Cartechnic GL4 SAE 80W-90 im Einsatz und bin es inzwischen von 10°C bis 85°C gefahren. Wie gehofft, ist es für mein Getriebe genau das Richtige. Im gesamten Temperaturbereich lassen sich alle Gänge gut bis sehr gut schalten. Der 6. Gang ist zwar bei kaltem Öl immer noch relativ am schlechtesten, aber im Vergleich zum Shell Spirax S3 AM 80W-90 wesentlich leichter zu schalten.

Hier nochmal die aktualisierte Tabelle:

Bezeichnung /// mm/s² 40°C /// mm/s² 100°C /// schlecht schaltbar bei Öltemperatur
(geordnet nach aufsteigender Viskosität)
Cartechnic GL4 SAE 80W /// 90 /// 10,5 /// immer gut schaltbar laut Kinzigsegler
LiquiMoly GL4 SAE 80W /// 95,2 /// 11 /// warm (zu dünnflüssig wenn warm?) laut Calimero
bp Energear EP 80W-90 /// 133 /// 13,8 /// warm (zu dünnflüssig wenn warm?) laut OPTI-MOG
Cartechnic GL4 SAE 80W-90 /// 153 /// 15,3 /// noch zu prüfen im Fahrversuch günter.404, gut bei OPTI-MOG
Shell Spirax S3 AM 80W-90 /// 169 /// 16,8 /// kalt (zu zähflüssig wenn kalt?) laut günther.404 und OPTI-MOG, aber laut Calimero i.O.

Ob mein Ergebnis zu verallgemeinern ist, sei dahingestellt. Aber vielleicht finden sich noch ein paar "Testfahrer" mit ähnlichen Problemen? Möglicherweise ist es ja so, dass je nach Verschleißzustand an der einen oder anderen Stelle eines bestimmten Getriebes auch ein anderes Öl optimal ist. Jedenfalls scheinen die Viskositätswerte sehr wichtig zu sein.
 
Hallo,

Danke für deine ersten Erfahrungs und Schaltberichte mit diesem Öl ...........

Gruß Ralf
 
guude,

wie weit sind die genannten ölen auf nicht vorhandene kupferkorrosion getestet?
vom alten spirax ist sie bekannt, aber sonst...?

gut mog! Justus.
 
kinzigsegler schrieb:
Hallo Stefan,

außen ölig muss auch nicht sein, eigentlich waren die Schrauben mit Weichmetalldichtringen versehen und heutzutage wird gerne dafür auch Dichtmittel aus der Tube verwendet. :D

Da der Getriebeabgang nach vorne ständig unter dem Ölspiegel liegt, wandert Natur gemäß auch im Stand das Öl in die Achse wenn erst einmal ein Weg da ist. daran lässt sich leider nicht erkennen ob über den defekten Filzdocht oder den defekten Dichtring oder beides.

Um ein Öffnen zumindest der Verbindung Getriebe - Schubrohr wirst Du nach Lage der Dinge nicht herum kommen, wenn Du weiter als 100km fahren willst. :(


...und nun der Witz des WE.....ich war gestern auf Ausstellung mit dem Mog. Hin und
zurück waren das rund 90 Km. Im Vorfeld hatte ich schön die Achse leer laufen lassen und das Getriebe wieder quf Max.-Stand gebracht.
Heute hab ich die Einfüllschraube der Achse geöffnet um den ca. halben Liter Öl raus zu lassen.......nur kam nix ausser nem halben Schnaps-Glas :roll: :shock: .....

Wie geht denn das? Hat der WDR nach der letzten Fahrt ne Selbstheilung gehabt?
Da brat mir doch einer nen Storch, verstehen muss man das aber glaub ich nicht wirklich.
Auf der Letzten Probefahrt mit 70 Km Strecke 0,4 Liter und nun fast gar nix.....

Tzzz.....naja, den neuen WDR werde ich auf jeden Fall besorgen...weiß der Geier wie lange diese Situation so hält...


Gruß
Stefan