Späne im Radvorgelege

THWmogER

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11. Apr. 2014
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Hallo Zusammen,

ich bin der Markus, neu hier in der Community und habe auch gleich eine Frage an die Unimogler.

Wir ( THW /Technisches Hilfswerk) besitzen einen U1300L Baujahr:1982 mit 14.000km Laufleistung.

Letztes Jahr im Oktober haben wir festgestellt dass im Radvorgelege auf der Fahrerseite vorn Späne im Öl sind und das nicht zu wenig. Dann sind wir zu unserer Vertragswerkstatt gegangen eine ansässige Mercedes-benz Nutzfahrzeug-Werkstatt.
Es wurde festgestellt dass sich die Schraube des oberen Zahnrades gelöst hat und die Verbindung zwischen Zahnrad und ankommender Welle aufeinander gerieben hat was die Späne im Vorgelege zu Folge hatte. Die Werkstatt wurde beauftragt den Schaden zu beheben.
Die Reparatur wurde ausgeführt und dabei die kompletten Teile aus dem Vorgelege ausgetauscht. Kosten ca.5000€
Nach der Reparatur musste ich feststellen das sich immer noch Späne im Öl befanden und so reklamierten wir die Reparatur bei der Werkstatt. Daraufhin kontrollierten die Werkstatt angeblich nochmal alles und es sei alles in Ordnung.
Nach weiterer Nutzung mussten wir wieder feststellen das Späne im Öl sind.
Und jetzt fängt das Problem an, die Meister der Werkstatt behaupten dass es völlig normal sei dass sich Späne in den ersten 3000km bilden eine sogenannte Einlaufphase. Eine schriftliche Garantie das dass normal ist und auch keine Folgeschäden entstehen wollen Sie uns nicht geben.
Seit der Reparatur im November sind ca. 500Km mit dem Unimog gefahren worden.

Meine Meinung ist:
Wenn man ein Getriebe komplett erneuert und die arbeiten ordnungsgemäß ausgeführt wurden dürfen keine Späne im Öl vorhanden sein.

Jetzt meine Frage an Euch:
Hat jemand mit so einem Fall schon Erfahrungen gemacht?
Ist das wirklich Normal mit den Spänen?

Viele Grüße
Markus
 
Hallo Markus
Ich habe sehr wenig Erfahrung mit Werkstätten gemacht aber wenn ich da war fast nur schlechte.
Viele wollen ein für Dumm verkaufen und dabei sitzen diese am längeren Hebel.

Späne irgendwo in einem geschlossenen System gehen gar nicht.
Wenn sich ein System einarbeitet sind es keine Späne die durch das Einlaufen entstehen sondern eher Eisenstaub der entsteht. Deswegen auch die kürzeren wechsel Intervalle in der Einlaufzeit.
Du hast ne Menge Geld investiert und da sollte man 100%ige Arbeit erwarten.

Gruß Jürgen
 
Hallo Markus

sofern du einen magnetischen Ablassstopfen hast, darf sich daran nur schwarzer mehlfeiner Abrieb finden, das ist auch normal. Es dürfen keineSpäne im Öl sein
 
In solch einem Fall sollte man durch einen vereidigten Gutachter die sachgerechte Ausführung der Reparatur, bzw. den aktuellen Stand bescheinigen lassen.
Und den gesamten Schriftkram aufheben.
Die Werkstatt danach schriftlich um Mängelbeseitigung der (wahrscheinlich) nicht fachgerecht ausgeführten Arbeit bitten.
Denn es wird sich wieder in absehbarer Zeit die gleiche Reparatur mit den gleichen Kosten einstellen.
Grundsätzlich nicht eine einzelne Arbeit wie "wechsel mal das Zahnrad XY" sondern die Fehlerbehebung beauftragen.
 
Hallo Markus

ihr müsst die Werkstatt zu einem unverzüglichen abstellen des Schadens auffordern. Sollte diese mit Ausreden kommen einen Gutachter beauftragen oder besser noch ein "Selbständiges Beweissicherungsverfahren" einleiten. Entgegen der allgemeinen Meinung gibt es das nicht nur für Bausachen sondern gilt allgemein in der Zivil-Prozess-Ordnung, wenn die Gefahr des Beiweisverlustes besteht. Hiebei könnte die Werkstatt später mit dem Argument kommen, der Schaden sei erstr nach Ablauf der Gewährleistung aufgetreten. Und um genau das zu widerlegen muss festgetellt werden, dass der Schaden nie richtig beseitigt wurde.
Entweder muss das Fahrzeug jetzt abgestellt werden, dann müssen die Kosten für die Bereitstellung eines Ersatzfahrzeuges zum Schaden zuaddiert werden. Oder das Fahrzeug wird bis zur vollständigen Zerstörung weitergenutzt. Beide Parteien sind aber zur Schadenminimierung angehalten.

Technischerseits ist zu der Reparatur zu sagen, dass alle verbauten Teile geschliffene Flächen besitzen und hier keine Einlaufspäne entstehen können. Sowohl die Lagerflächen wie auch die Zahnräder sind inbesondere an den Zahnflanken geschliffen und nicht nur gefräst.
 
Hallo Markus
Las dich da ja nicht auf die schippe nehmen. Hab schon unzählige Vorgelege repariert und wenn da der meister meint das ist normal dan soll er sich lieber ne andere Arbeit suchen
 
Danke erstmal für eure schnelle Hilfe.

Ich habe heute mit einem LKW-Gutachter von der Dekra und einer Firma die sich auf die Reparatur und Gutachten für LKW Getriebe spezialisiert hat gesprochen. Von beiden kamen die Aussagen das sich keine Späne im Getriebe befinden dürfen allerhöchsten feines Eisenmeh laber auch nicht in der Menge nach so kurzer Zeit. Beide haben mir geraten die Späne zu sammeln und das schriftlich mit der Werkstatt festzuhalten und auch darauf zu drängen, dass die Aussage "Das ist doch Normal" festzuhalten damit im Falle eines Folgeschadens die Werkstatt zur Verantwortung gezogen werden kann. Wenn die Werkstatt sich darauf nicht einlässt solle ich eine Gutachten androhen.

So weit der aktuelle Stand von meiner Seite

Gruß Markus
 
Hallo Markus
Ich fürchte du wirst um ein Gutachten nicht umzukommen. Je früher alles in die Wege geleitet wird desto besser für Dich und dein Mog. Die Werkstatt wird alle Aussagen ( das Späne normal ist)abstreiten. Hast du ein Zeugen ?
Hast du Rechtsschutz ?
Und mach nichts am Mog . Lass gleich ein Gutachter die Späne im Öl rausfischen.
Nachher sagt die Werkstatt noch das du sie da selbst reingemacht hast.
Oh man : bei der Aussage von dem Werkstattleiter hat der sich ne Ohrfeige verdient !
Bitte informiere uns weiter über den Werdegang deiner (hoffentlich) Erfolge.

Grüße Jürgen