Spiel im Schalthebel

balloener

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21. Apr. 2020
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Hallo zusammen,

bei meinem 403 mit G-Getriebe hat der Schalthebel viel Spiel.
Genauer gesagt muss man ich das so vorstellen, dass der Schalthebel auch bei eingelegtem Gang ca. 1cm jeweils nach links und rechts bewegt werden kann. Dadurch vibriert der Hebel beim Fahren. Das Schalten wird logischer weise nicht einfacher. Auch im Gang 3 + 5 geht der Hebel weit nach vorne, dass er an der Motorabdeckung anliegt.
Sonst funktioniert das Getriebe einwandfrei.

Hat hier jemand Erfahrung damit resp. mit der Behebung des Problems? Ist es der Gehäusedeckel oder die Führungsplatte? Mir fehlt es hier schlicht weg an Erfahrung.

Vielen Dank und schöne Grüße

Basti
 
Hallo Basti,
die Gänge sind wenn sie eingelegt sind gerastet. Wennn bei eingelegtem Gang noch Spiel am Hebel vorhanden ist, dann zuerst hinten oben am Schaltdeckel die Lagerkappe der Schaltwelle abschrauben und nachschauen ob die Schraube des hinteren Schaltfingers noch fest ist. Ebenso unter der runden Abdeckung vorn am Schalthebel nachschauen ob der vordere Schaltfinger noch fest ist.
Den Schalthebel mal versuchen hoch und runter zu bewegen, wenn das geht dann ist entweder die Lagerung des Schalthebels abgenutzt oder das Schaltgehäuse an dieser Stelle verschlissen.

Hier im Link ab Seite 2 sind der Schaltdeckel und die Einzelteile zu sehen.

https://www.unimog-community.de/phpBB3/403-getriebereparatur-ohne-vsg-t84452-15.html
 
Hallo Rainer,

vielen Dank für Deine Antwort.
Wenn ein Gang eingelegt ist, lässt sich der Schalthebel nicht hoch oder runter bewegen. Im Leerlauf ein kleines bisschen. Das sehe ich schon mal als gutes Zeichen.
Als nächstes schaue ich mir mal, ob die Verschraubungen noch fest sind.

Beste Grüße

Basti
 
Hallo Rainer, hallo zusammen,

die Schrauben an der Schaltwelle vorne und hinten habe ich nachgezogen. Hinten war die Schraube gut fest. Vorne konnte ich die Schraube einiges nachziehen. Das hat einen gewissen Teilerfolgt gebracht, da der Schalthebel jetzt nicht mehr an der Motorabdeckung anliegt.
Das Spiel nach links und rechts ist weniger geworden jedoch noch deutlich spürbar.

Nach meinem Eindruck ist entweder der Schalthebel oder das Gehäuse eingelaufen. Hat jemand erfahrungswerte was hier eher verschleißt?
Kann man den Schalthebel am vorderen Schaltfinger einfach losschrauben und raußnehmen, oder fällt dann irgendwas ins Getriebe?

Vielen Dank und beste Grüße

Basti
 
Hallo Basti,

am Schalthebel kannst du vorn die Schraube rausdrehen und den Hebel nach links rausziehen. Der Schaltfinger selbst bleibt dann in der Schaltwelle stehen.
Dann kannst du mit einem Schraubendreher rechts und links neben der Schaltwelle nach unten fahren und versuchen die Schaltwelle nach rechts und links zu drücken. Wenn hier Spiel vorhanden ist dann merkst du das jetzt.
Wenn kein Spiel vorhanden ist dann würde ich mal zum Test den Schaltfinger vorn tauschen.
 
Hallo Reiner,

danke für die Antwort.
Dann schaue ich mir den Schalthebel, Finger und Schaltwelle mal an.
Gefühlt würde ich sagen, dass der Schalthebel in seiner Führung Spiel hat.

Gruß
Basti
 
Hallo zusammen,

heute habe ich den Schalthebel und den Schaltfinger ausgebaut.
Dabei konnte ich feststellen, dass die Schaltwelle kein Spiel hat. Das Spiel kommt von den Bohrungen in denen der Schalthebel geführt wird. Soweit ich das mit meinem elektronischen Meßschieber messen kann, ist der Schalthebel nicht ganz rund (0,2mm Abweichung) und die Differenz zur Bohrung liegt zwischen 0,6 - 0,8mm.

Zur Spielreduzierung habe ich die Stellen hoch professionell :wink: mit Isolierband umwickelt (siehe Bild). Und siehe da bei der Probefahrt hat der Schalthebel nicht mehr vibriert. Die Schaltung war bei mir auch noch nie so leichtgängig.

Kann mir jemand den Soll-Durchmesser der beiden Isoband-Stellen nennen? Ich möchte herausfinden, ob der Schalthebel oder der Deckel eingelaufen ist.

Danke und beste Grüße

Basti
 

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Hallo Basti,

vor allem gehört hier ein neuer O-Ring rein!
 

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Hallo Christoph,

danke für den Hinweis.
Ich rufe morgen mal bei MB an und bestelle einen neuen.

Grüße
Basti
 
Hallo Basti,

bei dem Verschleiß ist möglicherweise die originale Abmessung zu schwach. Kauf Dir besser ein billiges O-Ring-Sortiment und probiere aus, welcher am besten passt. Gerade an dieser Stelle kommt es nicht auf 1/10 mm an.
 
Hallo Christoph,

ist das überhaupt ein Hebel mit O-Ring? In den 1970ern hat man den O-Ring durch eine Feder ersetzt. Dazu wurde die Nut etwas tiefer. Wenn du hier mir O-Ringen arbeiten willst, funktioniert das nicht.

Bei Ausführungen des Schalthebels mit O-Ring muss ich alle 5000km einen neuen einlegen.Sonst fängt es an zu rappeln. Ich arbeite immer mit O-Ringen aus den Handel.

Gruß
Markus
 
Hallo,

also konkret ab Getriebe / Fahrgestellnummer 038382 (1970) hat man die Dichtschnur (Bezeichnung von Mercedes) gegen die Feder ersetzt.

Schalthebel 411 260 00 39 und Dichtschnur 000 987 43 46 wurden durch den geänderten Schalthebel 411 260 05 39 und die Feder 406 993 50 01 ersetzt.

Gruß
Markus
 

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Hallo Markus,

die Ausführung mit Feder ist mir noch nicht begegnet. Und mein O-Ring hält den Hebel schon seit mehr als 50.000 km rappelfrei.
 
Hallo Christoph,

dann hast du besondere O-Ringe. Nicht mal der von Mercedes hat so lange gehalten, wie der Preis es suggeriert hat.

Hier die Bilder der Hebel. Habe ich mir nicht ausgedacht. :D

Gruß
Markus
 

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Hallo Markus,

meinen Schalthebel habe ich um 12 cm gekürzt und der O-Ring ist gut geschmiert. Vielleicht liegt's daran, dass es bei mir länger hält.
 
Zur Ausgangsfrage:

Ich habe mehrere Hebel gemessen. Der Durhmesser ist wohl 19,75mm im Bereich vor dem O-Ring. (Also da wo das Klebeband auf den Bildern ist). Der Bolzen ist an der Stelle kreisrund.

Gruß
Markus
 
Hallo zusammen,
hatte dasselbe Problem und habe den O-Ring getauscht. Nach ca 5000 km wieder dasselbe. Habe über den Schalthebel einen passenden Kühlerschlauch gezogen, ihn also schwerer gemacht und siehe da, das Gerappel ist nahezu verschwunden.Gleiches beim Allradhebel, wenn erforderlich. Was auch hilft und von Vielfahrern häufig angewandt wird, zwischen Schalthebel und Beifahrersitz ein Kissen klemmen. Dann ist Ruhe aus dem Getriebe. Ist halt Maschinenbau aus den 50ern.
Mit Mog Grüßen
Roland
 
Hallo zusammen,

sorry, dass ich erst jetzt wieder etwas schreibe. Bisher habe ich nicht mehr ins Forum geschaut und eine Mail-Benachrichtigung das eine neue Antwort geschrieben wurde ist bei mir nicht angekommen.

Mein Mog ist von 1969 und hat somit den Schalthebel mit O-Ring. Seit heute auch einen neuen (nicht von MB). Bin gerade damit gefahren und muss sagen, dass der Schalthebel nun "saugend" sitzt.

Danke an Markus für das Maß. Bei meinem Schalthebel konnte ich statt 19,75mm zwischen 19,2 - 19,4mm messen.
Markus, bist Du dir mit den Teilenummern sicher? Bei dem was ich gefunden habe, hat der neue Schalthebel die Teilenummer
A 406 260 21 39.
Aus heutiger Sicht würde ich sagen gibt es 3 Möglichkeiten:
1. mit dem Vibrieren leben
2. neuer Schalthebel
3. Durchmesser vom Schalthebel in Richtung 19,75mm vergrößern

VG
Basti
 
Hallo Basti,

also bis 1996 galt die von mir genannte Teilnummer. Danach gibt es keine neueren Unterlagen zum 411 auf Microfich.

Woher hast du die 406er Nummer?

Gruß
Markus
 
Hi Markus,

die Teilenummer ist aus dem Online-Teilekatalog. Bei meinem Mog handelt es sich um einen 403 mit G-Getriebe.

Grüße
Basti