Startschwierigkeiten bei Kälte U 1200

Christian

New member
18. Aug. 2002
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Hallo,

bei meinem U 1200 habe ich folgendes Problem:

Ab ca. 0 Grad springt mein Unimog nicht mehr an.
Das Problem ist aber nicht, dass er orgelt und nicht anspringt, wie üblich, sondern dass der Anlasser fast nicht dreht, bzw. nur ganz langsam würgt. Mit einem Spritzer Startpilot kommt er dann sofort.
Kompression denke ich ist in Ordnung, Öldruck ist da, Motoröl wurde frisch gewechselt, die Batterie ist neu und das Massekabel am Rahmen wurde gesäubert und hat guten Kontakt.
Nun bin ich mit meinem Latein am Ende, weiß vielleicht jemand an was es liegen kann.

PS: Ich habe noch einen U 1000 der älter ist und mehr Stunden hat und bis - 6 Grad gut anspringt.

Danke für eure Tipps

Christian
 
Hallo Christian,

das Problem kenne ich. Ich habe auch einen U1200 der das gleiche Verhalten hat. Ab ca. +5 Grad wird das Starten ohne Startpilot schwierig. Daran habe ich mich gewöhnt. Dafür gibts ja die Startpiloteinrichtung mit Handpumpe in der Kabine. Da ich im Winter aber wenig fahre, habe ich den Startpilotbehälter nicht gefüllt. Ich sprüh einfach kurz in die Luftansaugung und starte dann einwandfrei. (Motor hat 4800h) Welches Motoröl verwendets Du ?? Ich habe ganz normales mineralisches 15W40 evtl. kanst Du dir den Luxus von 0W-40 leisten, dass kann zwecks der besseren viskosität auch was bringen.
Wie gehts denn dann deinem Getriebe?? Da habe ich normales Getriebeöl und bei kaltem Fahrzeug schaltet sich das Getriebe nicht wirklich gut. Mein Händler hat mir damals im Winter zu einem Ölwechsel im Getriebe geraten und empfohlen im Winter ins Getriebe Motoröl einzufüllen. Habe ich aber noch nie probiert.

Gruß Frank.
 
Hallo Christian,

Geteiltes Leid ist halbes Leid. Mein U1200 mag auch nicht so richtig starten wenn es Minusgrade hat. Erschwerend kommt hinzu dass die Startpilothandpumpe defekt ist. :(
Selbst wenn ich die Batterie stunden zuvor ans Ladegerät gehängt habe dreht der Anlasser nicht schnell genug um ausreichend Wärme durch die Kompression der Luft im Brennraum zu schaffen.
Wenn ich aber mit einem zweiten Fahrzeug Starthilfe gebe dann geht es.
Der Anlasser dreht ausreichend schnell und nach ca 2 Umdrehungen springt mein Unimog an.

Ich bin der Meinung, dass meine Batterie das zeitliche gesegnet hat. :? Diese bringt nicht mehr ausreichend Strom im kalten Zustand.

Dir Christian empfehle ich den Übergangswiderstand der Polklemmen zu überprüfen. Sollten diese vor dem Einbau einer neuen Batterie nicht richtig blank geputzt worden sein oder gar zu locker angezogen sein, so sorgt ein Übergangswiderstand dafür, dass bei dem hohen Strom den der Anlasser braucht ein zu hoher Spannungsabfall dazu führt, dass der Anlasser nicht mehr genügend "Saft" bekommt.

Hat eigentlich jemand Erfahrung mit der Exide Maxxima Batterie?
http://www.exide-automotive.de/produkte/maxxima/index.html
ist das eine Alternative oder ratet ihr davon ab? Gibt es halt nicht mit so vielen Amperestunden aber mit gigantischem Startstrom (angeblich).

Matthias
 
Moin !

haben auch einen U 1200L der läuft im Winterdienst und springt auch ganz schlecht an ! nehme bei leichter Kälte ein bisschen mehr Startpilot . und bei strenger Kälte lege ich meinen gasbrenner für 15 min unter die Ölwanne ! und der Springt sofot an !
 
Die Bordspannung von 12 Volt ist einfach zuwenig für den großen Motor oder es müssen Erdkabel im Unimog verlegt werden ! Das hat Mercedes einfach schlecht gelöst ! die 24 Volt Bordnetze kamen leider erst sehr spät !
 
Morgen

es liegt einfach nur an der Spannung von 12 V, die ist zu schwach den Motor bei kalten Temp richtig zu drehen.

Würde es mal so versuchen.

Battrie mit Ladegerät richtig voll laden, und dann mal probieren wenn es kalt ist, springt er dann besser an, würde ich einen Batt.Trennschalter einbauen, so hast du die Gewissheit das nicht irgendwo deine Batt. langsam entladen wird.

Desweiteren Kupplung beim Starten treten, sonst muss der Anlasser auch noch die Karsanwelle und Getriebewellen mitdrehen.

Gruß Roland
 
Ja das sieht ja fast so aus als würden alle U1200 Fahrer im gleichen Boot (bzw. Unimog) sitzen. :shock: Das mit der Kupplung treten ist sowieso klar, denn ohne das ist der Anlassvorgang sowieso nicht freigegeben (Zumindest bei meinem Mog).
Zum Batterietrennschalter kann ich nur sagen, dass der nur was bringt, wenn auch irgendwo ein Leckstrom fließen würde.
Die Uhr im Fahrtenschreiber braucht wirklich nicht allzuviel Strom vorausgesetzt der Bereichsschalter steht auf "Schlafen".
Da ist die Selbstentladung der Batterie wohl größer.
Übrigens ist nach 5 Jahren eine Starterbatterie sowieso nur noch bedingt tauglich.
Hohe Ströme im kalten Zustand sind dann einfach nicht mehr drin.

Matthias
 
Moin,

habe in den letzten Tagen unsern U1300L öfters gebraucht - wir sind vom Tal auf die "rauhe Alb" gezogen, dort steht der Mog jetzt im Moment noch draussen bei nächtlichen -15 Grad, weil seine Scheune noch nicht leer ist.

Hab ihn neulich auch erst nach etlichen Versuchen angekriegt (nach einer eisigen Nacht, morgens immer noch -12°):

1. Versuch mit den installierten Orignal-"Nato-Würfeln" (Batterie-Bj. 85...): der Anlasser schaffte immerhin 3 Motor-Umdrehungen
2. Versuch mit meinen (etwas vernachlässigten) "Reserve-Würfeln": eine KW-Umdrehung, dann nicht mal mehr "klack"...

3. Versuch mit den "Wohnbatterien" aus unserm Shelter (frostfrei gelagerte, regelmäßig geladene normale Deta-Batterien mit 100Ah): parallel zum eingebauten Batterieduo und endlich gabs genügend Saft und nach 2x15s durchdrehen kamen dann die Zylinder nach und nach - ohne Startpilot wohlgemerkt.

Hab mir jetzt einen "Startwagen" gebaut: ein Rollbrett auf dem die zwei Deta-Batterien und das Ladegerät stehen, dazu ein Startkabel, das auf die (BW-serienmäßige) Natosteckdose passt. Damit ist der Kaltstart nun problemlos. Der Startwagen parkt frostfrei, das bringt den Batterien einiges an zusätzlicher Belastbarkeit.


Grüsse

Tom
 
ja so ähnlich mach wir das auch ! habe noch de 120Ah Batterie frostfrei liegen und ein Paar Überbrückungskabel. aber das überbrückungskabel ist auch ein "Richtiges" 160,- Euro TEUER ! und klemmen wie ein Schraubstock. PS: ist bei euch auch die Unimog Batterie ist eine 140 Ah auch nach 2 Jahren ferig ???? 2Jahre und die luft ist raus ! und ich kontroliere immer das Batteriewasser !
 
Moin,

also ich glaube das das hauptsächlich an dem kleinen Anlasser und der geringen Stromversorgung liegt, oft langt es scheinbar schon wenn der anlasser nur etwas schneller dreht. Die 24V Anlagen sind sicher besser. Ich habe auch schon von angeblichen umbaumöglichkeiten gehört, wo der Anlasser mit 24V versorgt wird, der rest der Bordelektrik aber mit 12V. Hab ihr auch schon mal von sowas gehört? Denke das wäre eine Alternative!

MfG
Christian
 
Hallo Nobel!?,

2 Jahre für eine Batterie sind wirklich ein bisschen wenig.
Aber es gibt schon Unterschiede zwischen Starterbatterien. Beim Unimog sollte man darauf achten (wenn man viel auf Feldwegen oder abseits der geteerten Strassen unterwegs ist), dass man rüttelfeste Batterien verwendet. Autobatterien sind ein bisschen wie Elefanten, die vergessen auch ein leben lang nichts. Will heissen Batterie 1x tiefentladen und du kannst sie danach noch so gut pflegen diesen Schaden kann man nicht mehr gutmachen.
Das mit dem Batteriewagen ist sicher keine schlechte Lösung aber bedenkt, dass auch diese Batterie(n) gerne von zeit zu Zeit entladen und geladen werden möchten. Wenn die blos rumstehen hat man sonst auch nicht lange Freude daran.
Ich werde für meine Frage (welche ich am Anfang mal gestellt habe) zu den Exide Starterbatterien ein extra Thema eröffnen, vielleicht hat jemand Erfahrung mit diesen Teilen.

Matthias
 
Hallo !!!

Habe das Problem am U 406 mit einer 220V Kühlwasserheizung gelöst.
Bei -7° ohne vorwärmung machte der Anlasser nur "klag"
Nach 10 Min heizen macht es auch nur "klag" aber das Ding läuft :lol: .
Nachteil: Man braucht 220V

Gruß aus dem Schönbuch
UnimogHeim
 
Wasservorwärmung !!! Verdammt ! warum bin ich nicht selbst drauf gekommen ! wie lag den so deine preislich ?????
 
umbau auf 24V ja das geht ist nur zu wegen neuen Anlasser neue lichtmaschine das anpassen vom kabelbaum an den spannungswandner.
 
Hi Freunde,

das ist wohl des Diesel-Mogler - Los, das unsere Schätze bei Kälte nicht so leicht zum Leben zu erwecken sind und ohne Startpilot schon gleich gar nicht.

Glaubt mir Kollegen, ich habe die Thematik von hinten, von vorn und von was weis ich wie vielen Seiten durchleuchtet.
Zehntausenddreihundertundzweiundfünfzig Dinge versucht. Ne ne Spaß beiseite. Ich habe zuerst alle Masseverbindungen i.O.gebracht, mußte aber fetstellen daß das zumindest bei meinem Moggale Null Komma Nix brachte. Habe mir dann eine neue 140 AH Batterie eingebaut und diese mittels Ladegerät, im eingebauten Zustand, stets Fit gehalten. Ab, unter 5°C hatte die neue und stets Fit gehaltene Batterie dem durch die Kälte erzähtem Öl nur wenig entgegenzusetzen vermocht.

OK ein Ladegerät mit Startvorrichtung mußte her, egal was es kosten möge, dem Moggale zu Diensten.

Dann stieß ich auf dies:
http://www.unimog-community.de/index.php?name=PNphpBB2&file=viewtopic&p=87821&highlight=#87821

Also, nochmals eine neue Batterie gekauft, was mich vorallem überzeugte ( bis heute noch ) kein Säurefrass! Tatsächlich, mindestens die doppelte Startleistung mit der 50 'Ah Optima zu der konventionellen 140 Ah Batterie. Anspringen bei minus 5°C jedoch nach wie vor nur mit Startpilot.

Der Johann Dachs ( Unimogfreunde Niederbayern ) hat mich auf eine Motorvorwärmung (MV) aufmerksam gemacht.
http://www.unimog-community.de/index.php?name=PNphpBB2&file=viewtopic&p=88572&highlight=#88572
an 10 Stelle.

Habe mir nun bei e-bay so eine MV um 99,--+ X,xx Frachtkosten ersteigert und bin diese gerade am einbauen.
Bin schon mal gespannt wie sich mein Moggale anwerfen lässt, Luft minus°C und Dank MV, Motor + 50°C Erwarte jedenfalls weniger Verschleiß der Batterie, des Motors und der Umwelt durch optimale Startbedingungen. Die Startpilotanlage wird’s mir ebenfalls danken.

Schaun mer mal dann sehn mer schon.
Armin P.
 
Hallo !!

Es ist eine DEFA Heizung mit 1500 W gibt es beim Boschdienst ca.180¤
Hat einen 45° Thermostat und 15mm Anschlußstutzen.
Habe den Ablashahn am Motorblock ausgebaut und die Heizung zwischen Thermostatgehäuse und Motorblock eingebaut.
Vorteil:Der normale Kühlkreislauf ist orginal und nicht Verbaut.
Mußte aber eine Pumpe zur Zyrkulationshilfe einbauen. Es ist eine 220 V Warmwasserzyrkulation von Heizungbauer für 70¤
Ich finde die Heizung einfach super!!! :lol:
Der Motor ist schon vor dem anlassen Handwarm, auch der Kaltstartrauch ist weg.

Gruß aus dem Schönbuch
UnimogHeim
 
mion Unimoghein sagen sie reicht den die Warmwasserzyrkulation nicht aus ???? wie das den in einen u 1000 ausprobieren !

MFG jens
 
Hallo !!!
Das Problem war die hohe Heizleistung von 1500W die Wasserzyrkulation war zu langsam und die Heizung schaltete nach ca. 15 sec. (45°) aus.
Die Wasserpumpe von Motor steht ja zu dieser Zeit.
So wars bei meinem U 406 Bj.73 OM 352
Nach dem einbau der Pumpe vom Heizungbauer Null Probleme und der Motor ist schön gleichmäsig handwarm :lol:

Gruß aus dem Schönbuch
UnimogHeim