Startverhalten OM636 bei Kälte

OPTI-MOG

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09. Jan. 2005
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Hallo UNIMOG-Freunde,

zu Eurer Orientierung - oder gar als Maßstab, da mein OM636 im 411.119 quasi neuwertig ist:

Standzeit 4 Wochen
Temperatur aller Teile und der Umgebung -8°C
Vorglühzeit 12 Sekunden (Stabglühkerzen)
Nach 6 Sekunden Anlassen erste Zündungen
Nach weiteren 6 Sekunden läuft der Motor rund
2 Minuten Motor im Stand warm laufen lassen
8 Minuten Fahrt im 3. bis 5. Gang
Danach im 6. Gang (Ebene) durch den winterlichen Sonnenschein ...
 
Hallo Christoph,

ganz ehrlich :?:

So erwarte ich es von einem ordentlichen (gewartetem) Motor.
Besonders unsere alten Schätze sind doch solide Erzeugnisse reines Maschinenbaues und nicht so zimperlich.

Wobei, neben Deinem neuwertigem Motor ist halt auch Deine Glühanlage und wohl auch die Batterie auf neuestem Stand. :D

Freue mich dass es bei Dir moggelt :wink:
 
Hi Jürgen,

natürlich ehrlich. Habe den Startvorgang auch in MP4 dokumentiert. Leider ist die Datei zur Veröffentlichung hier zu groß.

Mein Dienst-Diesel-Passat ist bei diesen Temperaturen (und mehrstündiger Standzeit) zwar etwas schneller da. Aber der Anlassvorgang hört sich dort deutlich ungesunder an.
 
Hi Christoph,

Uups sorry, habe meine "Frage" noch mal gelesen und verstehe, dass Du sie falsch verstanden hast.

So ist es wenn ein alter Mann gleichzeitig versucht zu Denken und zu schreiben. :D

Eigentlich wollte ich über die suggestive Frage nur meine darunter befindliche Aussage unterstreichen.
Ich kenne aus eigener paralleler Anschaung die Qualität Deines Motors in Verbindung mit der Schnellglühanlage nur zu gut. :D
 
Hi Jürgen,

Deine Frage habe ich auch nur als rhetorische verstanden. :wink:

Wer will, kann die MP4-Datei (0,5 MB) per E-Mail von mir bekommen.
 
Hallo Christoph.

Da macht das Unimogfahren natürlich Spaß, wenn er auch bei den Temperaturen vernünftig anspringt;-) Es wär vielleicht für den ein oder anderen hilfreich wenn Du noch hinzufügen würdest, welche Batterie in deinem Unimog werkelt. (Hersteller, Typ, Kapazität, AGM, etc.)

Gruß Olli
 
Hallo Olli,

Starterbatterie für Nutzfahrzeuge MIDAC Fortis 120 Ah:
620.033.080 120 Ah 800 A DX l*b*h 510 175 225 Bauform B3
 
Hallo Olli,

nachdem Christoph nun ordentlich geantwortet hat und wie für einen Opti-Mog nicht anders zu erwarten hier so ziemlich das Optimum verwendet hat kurz noch meine Erfahrung zum Vergleich.

In meinem ehemaligen 411 werkelt ja ein absolut vergleichbares Triebwerk und ich habe eine einfache ATU-Hausmarke 88 AH 650A Kaltstartstrom PKW-Batterie Alter 3 Jahre mit den gleichen Ergebnissen unter vergleichbaren Bedingungen verwendet.
 
Hallo Jungs, habe heute meinen Mog zum Leben erweckt.
Bei mir dauerts zwar etwas länger, habe 15s vorgeglüht und dann ein wenig genuddelt - dann gings los -)
Der Motor lief nach dem Start echt gut hätte ich gar nicht gedacht ! Mein 525d klingt nach dem Start schon echt hart.
Heute bin ich ein wenig durch die Gegend gefahren: Offenes Verdeck mit dicker Mütze.

Wünsch euch auch einen schönen Winter -)

Viele Grüße
Tobias
 
Hallo Christoph,
Der CDI Sprinter von meinem Chef sprang nach langem vorglühen bei -14 Grad nur mit Keuchhusten und ordentlichen schütteln des ganzen Aufbaus an.Hat dein 411er dich schon erwartet und schon mal vorsichtshalber vorgeglüht?Ich glaube das der Sprinter bei -20 Grad sich nicht mehr zum arbeiten überreden lässt.Beim 411er muss man nur eine längere Rudolf Diesel Gedenkminute einlegen,dann springt er auch an.
Schöne Grüße
Frank
 
Hallo,
Wollte meinen heute auch starten, habs dann aber aufgegeben.
Batterie war frisch aufgeladen, vorgeglüht ca 20sec und probiert zu starten.
Er lies sich allerdings auch nach 3 Versuchen nicht dazu überreden zu starten,
dann bleibt er eben noch ne Woche stehn wenns wärmer wird gehts dann wieder.

Gruß Manuel
 
...Auch in Thüringen ist es kalt.

Eine woche standzeit in einer quasi offenen garage mit -6 tags bis -15 grad nachts, mit elektronischem batterieerhaltungslader -- nichts ging mehr.

Großes ladegerät ein paar stunden dran und die heißluftpistole hinter dem filter in den rachen gesteckt - na also geht doch. Batterie "noname" 140Ah 4 1/2 jahre alt. Motor 350 h alt.

Verstellen nützt nichts, morgen geht es in den wald, da wird ihm sehr warm um die kolben werden!
 
Servus zusammen,
das ist ein sehr zum Wetter passendes, tolles Thema, hier auch mein Senf vom OM636, allerdings im Fahr D177S von 1957.

Letzten Samstag zum Holzholen (hinterm Wirtschaftsgebäude bis vorm Haus): Winterdiesel-Heizölgemisch (jaja, fahre aber nur auf Privatgrund), Sichtbares Glühen ca. 10-12s (originale Glühanlage), Temperatur im durchlüfteten Stadel -15°C, draußen -23°C, ca. 10s orgeln und er lief - noch nicht ganz rund, aber er lief. Kurz drauf war alles ok, dann Lenkgetriebe auftauen (irgendwo pißt da H2O rein) und los gings, draußen hat dann aber nach ca. 10min laufenlassen das Dieselgemisch angefangen, den Dienst zu quittieren. Hänger war aber schon voll und schnell ab in den "warmen Stadel"....

Zum Motor selbst: Habe den Fahr vor ca. 8 Jahren gekauft und seitdem am Motor nur Wartungsarbeiten erledigt. Ventile hatte ich letzten Freitag noch ein wenig nachgestellt, waren leicht zu eng in der Toleranz. Ist ein original Austauschaggregat von MB, aber keine Ahnung was dran gemacht wurde. Wenn ich das mit Optimog vergleiche dann ist wohl der Motor noch recht gut.

Grüße aus dem Allgäu
Jochen
 
Hi,
ich berichte mal hier von meinem starversuch :( .
Motor ist auch ein OM636, verbaut in meinem 411.120.
Der Motor und alle Anbauteile sind serie.

Ich wollte am Samstag in den Wald.
Also raus zum Mog (unbeheitzte Garage, Temperatur ca. -17°C),
vorgeglüht (ca. 15sek). Anlassen....
Der Anlasser hat den Motor nur sehr schwer durchgedreht.
Nach 3-4 Umdrehungen wurde es besser und der Anlasser hat den Motor durchgedreht. Allerdings keine Zündung. Um die Batterie (88AH, Varta) zu schonen habe ich meinen Audi daneben gestellt und die Batterien paralell geschaltet (Audi 110AH, no name Batterie). Den Audi habe ich laufen lassen, allerdings nur ein 10qmm Kabel.

Leider hatte ich auch da das selbe verhalten. Der Anlasser hat den Motor nur sehr schwer durchgedreht. Ich habe immer nur max. 30sek. georgelt, da der Anlasser schon warm geworden ist.

Da ich in den Wald wollte habe ich die Batterie aus dem Audi ausgebaut und in den Mog eingebaut.
Leider lies der Mog sich auch so nicht zum laufen bringen.

Der Motor wurde vor ca. 350 Stunden überholt, startet allerdings auch bei wärmeren Temperaturen relativ schlecht, bzw. erst nach längerem orgeln.

Vom Vorbesitzer (ich habe den Mog erst seit ca. 10 Wochen) wurde so eine art Rückschlagventil an der ESP erneuert. Der Verdacht war, dass der Sprit zurück in den Tank fließt und dann erst angesaugt werden muss.
Wenn ich vor dem starten an der ESP pumpe wird das startverhalten nicht wirklich besser.
Wenn der Motor kurz gelaufen ist startet er problemlos bei der ersten Umdrehung.

Was für Punkte sollte ich überprüfen, bzw. wie bekomm ich es hin, dass mein Mog auch so traumhaft startet wie der beschriebene?

Hoffe auf eure Hilfe!

Danke und Gruß (von der saukalten schwäbischen Alb (ca.-19°C))
Thomas
 
Hallo Thomas
Ich habe auch ein 411-120 und der springt auch bei jetzt -16 C sehr gut an.Hatte ihn gestern noch laufen,nach ca 5 wochen Standzeit 7sec Vorglühen und 2bis3sec Starten . Aber mein Mog ist bei diesem Thema falsch (es geht ja um den Kaltstart)weil er ne Vorwärmung hat und die schalte ich ne Stunde vorm Start an, dann ist das so als wenn er gerade lief!
Ohne lass ich ihn nicht laufen , zumindest jetzt im Winter aber er würde auch so gut anspringen ( denk ich :wink: ) Da du den Mog noch nicht lange hast kennst du ihn und seine Eigenheiten noch nicht so gut.Zu einem schlechten Startverhalten gehört nicht viel! Wenn alles leicht verstellt ist kann man lange nach einer Ursache suchen. Aber ich empfehle neue Glühkerzen von DieselSend. Die alleine haben meinem Mog ein neues Startverhalten gegeben und sind für kleines Geld zu haben.
Grüße aus NRW Jürgen
 
Hallo!

Also mein 411er springt eigentlich auch immer schnell an.
Hatte vorigen Winter (2010/11) eine kleinere Motorreparatur zu machen und seither neue Vorkammern, sauber geputzte Ansaug- u. Auslaßkanäle und halt alles was man am Kopf erneuern kann, gemacht.

Noch ein Tipp: Wenn man den Abstellhebel hineindrückt, stellt man die EP auf Startfördermenge, dann springt er auch leichter an, raucht aber auch häßlich schwarz.

Außerdem glüh ich noch eine zeitlang nach, in dem ich immer ein paar Sekunden lang den Anlaßschalter in der Glühstellung halte.

Schönen Tag noch,
Günter
 
Hallo zusammen
Also ich habe ja nur einen U427/21 mit OM366A.
Das Startverhalten bei gut gepflegter Batterie durfte/musste ich gestern morgen wegen Winterdiensteinsatz nach 10tägiger Pause bei Temperaturen weit im 2stelligen Minusbereich testen:
Natoknochen auf Kontakt gestellt, Zündung einmal auf ein, 10 sek. warten wieder aus und nochmal ein, nach weiteren 5 sek. Starten

Ca. 5-8 sek. "orgeln" mit vermehrt auftretenden Selbstzündungen, dann läuft er.
Zuerst hängt er noch etwas unruhig am Gas, aber nach weiteren gefühlten 3-8 sek. ist der Lauf regelmäßig und ruhig.

Warmlauf zum Füllen der Luftkessel, erste Lenkbewegungen zeigen mir wie kalt und zäh das Öl in der Lenkhilfe ist.

Hydraulik betätigt um das Schneeschild auszuheben, auch hier ein wenig Widerstand der Flüssigkeit.

Kupplung getreten und zweiten Gang eingelegt (gefühlt auch etwas schwergängiger). Kupplung kommen lassen und erlebt wieder auf.

Mit jeder Minute und jedem Meter Fahrt wird alles leichtgängiger.

Es ist eine Freude, so ein zuverlässiges Universal Motorgerät sein Eigen nennen zu dürfen.
:D :D

EDIT: Mein Unimog steht nur in einem nach Osten offenen Unterstand und kriegt somit die Kälte voll ab.
 
Hallo und Danke für eure Antworten,
ich werde als nächstes die Glühkerzen erneuern bzw. die vorhandenen überprüfen. Was für einen Strom muss / darf eine intakte Glühkerze ziehen?

@Jürgen:
Bei DieselSend gibt es ja viele?
Welche hast du verbaut bzw. welche benötige ich?


Was für einen Vorteil haben die Schnellglühkerzen?

Gruß Thomas
 
Hallo,

ich habe noch den Diesel vom Sommer drin und habe jetzt Sorge, daß der Diesel bereits ausgeflockt ist, und bei einem Startversuch alles zusetzt.
Oder ist das albern? Woran erkennt man denn, daß man besser gar nicht erst starten sollte?

Mit freundlichen Grüßen

Rolf