Stützbock von Erhard & Söhne Verlagerungsgetriebe mit Kette

mhame

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27. März 2007
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Hallo,

hat jemand den Flyer von Erhard und Söhne mit dem Stützbock und Ketten-Verlagerungsgetriebe? Ich habe nur ein Thumbnail von dem Prospekt. Ein paar Bilder würden auch gehen, denn ich möchte gerne sehen, was alles dazu gehört. In meinem Fundus habe ich nichts aussagekräftiges gefunden

Insbesondere interessiert mich, wie der Zapfwellenbock auf der Stütztraverse befestigt ist. Hier lagen einige Unterlegscheiben dazwischen, die sicher da nich hingehören.

Als "Muttern" werden wohl zwei Flacheisen mit je zwei Gewindebohrungen in die Traverse unter die Langlöcher gesteckt. Wozu ist das abgewinkelte Blech? Soll es einen Kettenschutz aufnehmen?

Interssant ist auch, dass das Zapfwellenlager über keine RWD verfügt. Anders als die Unimog 411 Zapfwellenböcke sind hier nur zwei einseitig abgedichtete 6007 Lager auf den Wellenstumpf geschoben. Auch Sicherungsringe wurden nicht genutzt. Fie beiden geschraubten Deckel stützen die Lageraußenringe und die Wellenabsätze die Lagerinnenringe. Eine klasische Fest-Los-Lagerung ist nicht gegeben.

Gruß,
Markus
 
Hier mal ein paar Bilder von meinem Restaurationsobjekt. Vorhanden sind die beiden Ritzel, vier Bolzen und der Stützbock.
Den silbernen Zapfwellenschutz habe ich einem Bild nachgebaut.

- Ist der Bock direkt auf die Traverse geschraubt oder gibt es Unterlagen?
- Gab es einen Kettenschutz für das obere Ritzel?
- Ist das Blechdach so richtig als Zapfewellenschutz?

Gruß
Markus
 

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Hallo Markus,
mein Stützbock,hatte keinerlei Schutz.Das war 1960.Bin froh,dass ich sowas nicht mehr brauche.

Grüße, Manfred
 
Hallo Markus,

zwischen den Lagerbock und der Traverse kommen keine Unterlegscheiben. Welchen Sinn würde es machen? Die Kette wird über die Langlöcher in der Traverse gespannt. Ich habe noch einen originalen Schutz, dieser ist ein runder Metallkragen ca 120mm hoch.

Viele Grüße,

Thomas
 
Hallo Thomas,

deshalb habe ich gefragt. Das mit den Scheiben und Unterlagen macht nur Sinn, wenn man die Zapfwelle noch tiefer setzen will oder die Langlöcher nicht mehr zum Kettespannen ausreichen.

Der Blechschutz wird wo angeschraubt? Ich habe Bilder gesehen, da war noch ein Zusätzlicher Flansch vorhanden, der sogar eine befestigung für die Gummiabdeckung enthalten hat. Bei mir ist nur der Lagerdeckel mit drei Senkkopfschrauben als Abschluss auf der Zapfwellenseite vorhanden. Fehlt hier etwas?

Wie sieht der Blechschutz aus? Ist das der, den es heute noch zu kaufen gibt?

Gruß & Dank
Markus
 
hallo Markus

der flansch zum halten der Dichtung ist tatsächlch nur mit schlitzschrauben fest.

da wo ich jetzt nachsehen konnte ist ein zusätzlicher flansch für den schutz wie du schon vermutet hast.
festgeschraubt mit drei mal M6 und Mutter.
der Schutz hat vorne einen durchmesser von etwas über 180mm wird zum Bock leicht zum trichter.ist aus Blech und hat von oben gesehen eine grosse flache Fläche.
tief ist er circa 100mmm und hat im trichter noch eine verjüngung.
der blechtopf war warscheinlich sogar hellgelb lackiert.
wenn ich könnte würde ich ein foto einstellen,aber fotograpfen sind zur zeit nie hier.
muss noch an einem anderem nachsehen,habe den verdacht,das ganz frühe ausführungen keinen schutz hatten.
dann fehlt wohl auch der flansch für den blechtopf.der ist am lagerbockgehäuse.

gruss arne
 
oh,hab ich vergessen.
das erwähnte Blech gab es tatsächlich,war auch wircklich als kettenschutz gedacht.
 
Hallo Arne,

den zusätzlichen Flansch für den Belctrichter hat meine Ausführung nicht. Dafür liegt ein Winkel zwischen Stehlagergehäuse und Stützbock, wo man das dachförmige Blech anschrauben kann.

Ich vermute, dass der zusätzliche Flansch für den Blechtrichter auch eine Befestigung für die Gummiabdeckung an der Zapfwelle enthalten hat.

Dichtungen sind in den Flanschen leider keine, nur einseitig abgedichtete Lager. Auch fluchten die Deckel im Durchmesser nicht genau mit dem Gehäuse. Das Ding ist eher mit der heißen Nadel konstruiert worden. Die Ölablassscharaube ist auch keine Verschlussschraube mit Feingewinde sondern eine DIN 933 mit Regelgewinde M8. ZUm einfüllen viel zu klein, und ohne Dicht-Fläche auf der runden Zylinderfläche.

Offensichtlich ist auf der Seite, wo das Ritzel ist die Bohrung im Deckel größer, hier steckt ein Ring /eine Buchse zwischen Lagerinnenring und Ritzel als Abstandhalter, damit das Ritzel am Gehäuse nicht anläuft.

Stirnseitig im Gegäuse sind eine "1" und eine "2" eingeschlagen, die gibt es auf den Deckeln auch. Allerdings wenn ich nach den Nummern gehe, ist das Ritzel auf der Seite mit dem kurzen Überstand und die Zapfwelle auf der langen Seite. Dann fluchten am Fahrzeug die Kettenritzel aber nicht.

Auf welcher Seite ist der größere Überstand des Lagerbocks / Gehäuses zu montieren?

Gruß,
Markus
 
Hallo Arne,

ist der das Lagergehäuse so richtig herum montiert, oder gehört die Zapfwelle auf die andere Seite mit dem kurzen Überstand? So flüchten die Kettenritzel am Fahrzeug nicht.

Wer hat das Faltblatt zu dem Erhard & Söhne Lagerbock?

Gruß
Markus
 

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Hallo Markus,
der lange Zapfwellenstummel gehört auf die Abtriebseite.
In die Nut greift der Sicherungsstift der Geräte-Zapfwelle.
Der kurze Stummel hält das Doppelzahnrad der Antriebskette , das andere Doppelzahnrad sitzt auf dem
Lagerbock am Unimog und wird mit der Sicherungsschraube in Kettenflucht fixiert.

Zum Fluchten der Kette fällt mir noch ein:
eventuell ist der Rahmenüberhang alte und neue Achse unterschiedlich ?

In meinen Unterlagen finde ich nichts darüber.
Aber ein paar Bilder habe ich noch :
[album]3340[/album]

[album]3339[/album]

[album]3338[/album]

Gruß
Jochen
 
Hallo Jochen,

das war mir klar. Wir haben uns missverstanden. Das Gehäuse ist nicht symmetrisch auf der Grundplatte. Es steht auf einer Seite weiter über. Gehört die länger überstehende Seite auf die Seite mit dem Ritzel?

- wenn der Ring zwischen Lager und Ritzel kommt , muss der Deckel mit dem größeren Loch auf die Ritzel Seite. Dann stimmen die eingeschlagenen Zahlen in den Deckeln aber nicht.

Markus
 
hallo markus

das ist mir schon zu viel text in folge.
ich hoffe du verstest das.

aber folgendes wollte ich dir noch mitteilen.
ich habe eins von einem 401 hier,war von einem der war Bj55,da bin ich auch sehr sicher,das es vorher an keinem anderem war.
ich hab ihn bis heute nicht angefast,nur umgelagert.
das ding habe ich vor circa 30jahren vorm schrotti bewarht.
lag schon im schrott und mog noch nicht alzu lange weg.
der hat auch keinen flansch für das von mir beschriebene trichterblechtopfteil.
so wie ich meine auf deinen fotos erkenen zu können.
denn alten,den ich hier habe hat zur kettenspannung einstellung blechplatten darunter.
ich dencke,die konnte man nach bedarf bestellen oder es gab von vornherein einen satz mit verschiedenen mitgeliefert.

gummischutz gab es bei denen sicher nie!!!
ich hoffe das hilft noch ein bischen.

liebe grüsse arne
 
Hallo Jochen, halle Arne,

:danke für die Bilder und Infos. Sehr aufschlussreich.

Es gab also zwei Ausführungen, meine scheint die ältere zu sein.

-> Die ältere Version hat in der Mitte des Stützbocks eine andere Auflage für die Kupplung und das Lagergehäuse hat auf der Zapfwellenseite einen kleinen Deckel, der nicht für einen Zapfwellenschutz in Trichterform vorgesehen ist. Stattdessen gibt es ein Blech mit Langlöchern - zwischen Stützbock und Gehäuse liegend - an dem ein dachförmiges Abdeckbelch als Schutz befestigt werden kann.

-> Die neuere Version hatte vermutlich auch ein Blech, welches die Kette im oberen Bereich abgedeckt hat. Gleichzeitig hat die größere Abdeckscheibe, an die in separaten Bohrungen der Schutztrichter aus Blech geschraubt wird einen Absatz, auf den der Gummischutz der Zapfwellen gesteckt werden kann. Das Gab es bei der älteren Ausführung nicht.

-> Das Gehäuse wird mit dem längeren Überstand auf der Zapfwellenseite montiert. Der kurze Überstand ist auf der Seite des Ritzels. Dann sind auch die eingeschlagenen Zahlen in gehäuse und Deckel übereinstimmend.

-> Es gabe zum Einstellen des vertikalen Abstands offensichtlich unterschiedliche Unterlagen zwischen Lagergehäuse und Stützbock, teilweise ca. 10mm hohe Flacheisen oder auch nur dünne Bleche.


Jetzt muss ich nur noch herausfinden, warum das bei meinem 1963 411b nicht so recht passen will. Der Überstand am Rahmen ist ca. 15cm. Leider hat mein 401 mit alter Achse hinten keine Böcke, da ist der Überstand 10cm. Müsste mit Böcken aber gleich sein. :?: :?: :?:

Gruß,
Markus

@Jochen: schöner Stützbock, ist das deiner?
 
Nee, leider nicht.
Aber von meinem hatte ich so schnell keine Bilder, der war schon mal umgebaut für neue Achse mit einer Etage im Querrohr damit man das Kupplungsgehäuse drehen kann. Keine Stützfunktion, nur Verlagerung der Zapfwelle.

Gruß
Jochen
 
Schade Jochen. Wenn deiner aber für ein Fahrzeug mit neuer Achse ist, wie hat man dann die Kettenritzle ausgerichtet?

Übrigens scheinen deine Bilder einen Schmiernippel auf dem Gehäuse zu zeigen. Fettschmierung macht Sinn, denn der Lagerbock hat keine Dichtungen.

Gruß,
Markus
 
hallo markus

ich muss mich leider selber korregieren.
hatte die letzten tage sehr wenieg zeit.
da wo das verlagerungsgetriebe,was am 401 liegt habe ich kein licht.
war also nur mit taschenlampe da.
heute habe ich es mir mal aus der ecke gezogen.
lag vorher mit dem zapfwellenprofiel nach unten,hat doch auch den grossen flansch für den blechzapfwellenschutz. :shock:
hängt sogar noch eine schraube mit federing und mutter lose dran.
wie mann das ausmitteln soll,ich denck darüber nach.
fällt mir was ein poste ich.

gruss arne
 
Kann jemand mit neuer Achse mal ein Bild einstellen, wie die Kette ausgereichtet ist (Blickrichtung von oben nach unten)?

Gruß Und Dank
Markus
 
hallo markus

hatte wochen keinen funcktionirenden PC mehr,mache das jetzt nur mit notlösung.
auf diesem ist alles anders!!! :cry:

ich wollte dir nur unbedingt mittteilen,das sich die rahmenenden nicht vom 401 zum 411 zur anbauposition des verlagerungsbocks unterscheiden.
die Banane ist ja erst mit der stutzlastkupplung gekommen.
vorher immer der Kettenbock auch bei 411 119.

ich muss allerdings gestehen,ich kann bis heute nur vermuten wo dein ausrichtungsproblem liegt.
ich poste erstmal nicht weiter,dencke aber weiter nach.
(siehe urzeit,zu spät)

gruss arne
 
Hallo,

weiß jemand eine Adresse wo man dafür noch einen passenden Zapfwellen Lagerbock bekommt?
Denn ich habe auch noch einen Stützbock in der Ecke liegen zum Restaurieren.


Gruß Martin
 
Hallo Martin,

einfach mit Artikelnummer bei Erhard und Söhne bestellen.... :D

mal im ernst, das wird keine leichte Suche. Es gab auch Stützböcke ohne Verlagerung der Zapfwelle, daher gibt/gab es wohl mehr Traversen als Lagerböcke. Der Lagerbock besteht aus wenigen Teilen ohne Dichtungen. Man hat nur die Bodenplatte, auf die ein rundes Gehäuse aufgeschweißt ist, mit zwei Flacheisen seitlich verstärkt und zwei Deckel mit drei Senkbohrungen. Dazu die Welle und zwei Wälzlager. Noch eine Abstandshülse und zwei Kettenritzel für die Zapfwelle kaufen.

Zur Befestigung des Bocks noch zwei Eisen mit je zwei Gewindebohrungen.

Die Teile bis auf die Welle sind recht einfach, die drei Drehteile nicht wirklich komplex. Könnte man also nachfertigen, wenn der Bedarf groß genug wäre. Oder es mit einer Suchanzeige probieren.

Da aber schon die Informationen zu dem Erhard Stützbock rar sind, wird es vermutlich nur noch wenige geben. Viel Glück.

Gruß,
Markus