Suche Euere Meinung Seilwinde

honau

New member
20. Okt. 2002
97
0
6
Hallo zusammen,
Ich habe mich entschlossen zum Brennholzmachen mir neben dem Holzspalter der an meinem 411 forne montiert ist nun noch eine Seilwinde zuzulegen. Ich bin das ewige Seil/Kette um/kürzerhängen beim Kronen ziehen satt. Nun stellt sich allerdings für mich die Frage nehme ich eine fest angebaute Unimogwinde oder eine Winde für den Dreipunkt am Heckkraftheber, geplant ist eine Zugleistung von 3-4to. Was ist eurerer Meinung nach die sinnvollere Lösung Unimogwinde (mit Standketten-Zugverhlten?) oder Dreipunktwinde (Verlagerungsgetriebe nicht vorhaden-- oder gibt es Winden mit der Zapfwelle auf der Unimogseite). Habt ihr Erfahrungen gesammelt und könnt ihr mir bei der Entscheidung helfen?

Unimog-Holzspalter.jpg


Gruß und Danke
Michael
 
Hallo,

ich stand vor 2 Jahren auch vor der ständigen Überlegung, wie und welche Seilwinde ich an den Unimog anbaue.
Lange hab ich nach Anbauwinden für die Frontzapfwelle gesucht, doch muss ich sagen, sind diese 1. meist überteuert und 2. ungeeignet für die Holzarbeit.
Danach war die Überlegung sich eine Rahmenwinde für den Heckeinbau zu besorgen, doch diese kosten auch gebraucht ein Vermögen und der Zustand ist dann auch oft noch fragwürdig oder reparaturbedürftig.
Dann hielt ich schließlich Ausschau nach Forstwinden für den Dreipunktanbau, hatte aber das Problem, dass ich nicht im Besitz eines Verlagerungsgetriebes für meinen 406er war und somit eine Winde suchte, bei der der Gelenkwellenanschluß mittig von vornherein angebracht war.
Schließlich wurde ich beim Hersteller "Farmi Forest" fündig.
Jedoch kosten diesen Winden im Vergleich mit anderen Herstellern ein Vermögen!!!!
Trotzdem entschied ich mich für diese.
Bald aber mußte ich feststellen, dass (wie mir auch viele Experten vorher eh schon erzälten) ohne ein Verlagerungsgetriebe für die Zapfwelle nichts zu machen ist.
Also trieb ich noch ein gut erhaltenes Getriebe auf (nicht im Online-Auktionshaus, weil oft zu teuer und viel Schrott dabei, lieber mal in die Tageszeitung schauen!) und siehe da, fertig ist der perfekte Forstmog!

Meine Meinung ist nun klar, bei Seilwinden fürs private Holzmachen, gibt es nichts besseres wie Forstwinden für den Dreipunktanbau. Sie wurden für diese Arbeit gebaut und verfügen vor allem über die sehr notwendigen Sicherheitseinrichtungen, denn Holz rücken ist eine nicht ganz ungefährliche Arbeit. Es soll ja noch Wahnsinnige geben die Winden ohne Totmann-Schaltung benutzen, das machen die aber auch nur solange, bis sie mal von Ihrer Winde augewickelt worden sind!!!!

So nun genug Roman geschrieben, ich hoffe ich konnte Dir zu Deinem Problem ein paar Hinweise geben.

Gruß
Christian
 
Moin - natürlich ist gegen eine amtliche Dreipunkt-Forstwinde nichts zu sagen, aber eine (ev. originale) Heckwinde hat auch einige Vorteile: viel leichter, kann immer dranbleiben und durchaus unerwartet nützlich sein und um Kronen zu ziehen und kleine/mittlere Stämme reicht die Leistung auch hin. Und für den Zweck steht der 411 in Standketten auch richtig fest, komme so mit meiner Hydraulikwinde (mit Totmannschaltung!!) bestens klar, nur die Seilaufwicklung über das Seilfenster ist noch nicht optimal - das ist bei einer Dreip.-Forst natürlich top. Gruß Markus
 
Hallo,
egal welche Winde es sein soll. Denkt bitte immer an eure Sicherheit. Bei uns in der Nähe (Grenze Deutschland/Luxemburg) ist ein junger Mann(32,verh. und kleines Kind) Anfang des Jahres beim Holzrücken mit selbstgebauter Winde ums Leben gekommen. er wurde vom Seil erwischt und mit eingezogen!!!! :shock:
MfG Klaus
 
hallo michael
wenn du ein kraftheber hast würde ich ne dreipunkt winde kaufen ich selber habe eine h4000 von dc am 406 zugkraft ist ausreichend aber wenn ich volle kraft ziehe muß ich den mog an die kette legen :-)
durch die 3 punktwinde hat man eine schöe abstützung



heut beim hozmachen
 
hallo,
@ michael; hoffe du bindest deinen mog nicht vorne an wenn du am rücken bist und ihm ketten anlegst, sonst hast du nämlich gleich einen mit verlängertem radstand.. :roll: im ernst, da kann einiges kaputt gehen.

@ marc; habe aus versehen deine pn gelöscht, bei interesse einfach hier melden zklausz@aol.com

mfg klaus
 
Hallo zusammen,

hatte das gleiche Problem. Ich habe mir einen FKH Selbstgebaut und den Spalter mit Zapfwellenpumpe nun vorne am Mog angebaut. Als Seilwinde wurde ich nach langem suchen mit einer Werner Rahmenwinde fündig die ich nun in den Unimog eingepflanzt habe mit Bergstütze unter der Hinterachse. Somit ist alles dabei was man zur vernünftigen Holzarbeit braucht.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden und mit dieser Lösung. Und die Seilwinde immer im Mog zu haben ist auch sehr beruhigend wenn es mal nicht mehr weitergeht.

Viele Grüße aus der Pfalz
Steffen
 
Hallo Michael, na unserem Unimog 421, Bj. 1970, haben wir hinten eine Winde der Fa. Maxwald (Österreich) mit ca. 3,5 To Zugkraft angebaut. Ohne Kraftheber, ohne Verlagerungsgetriebe und auch sonst ohne besondere Probleme. Zugegeben, die Gelenke der Welle werden etwas arg geknickt, klappt aber seit ca. 300 Buchen- und Eichenstämmen aus dem Hang immer noch störungsfrei. Welle wird allerdings auch während er Arbeit ab und an abgeschmiert. Die Anlenkung der Winde haben wir selbst konstruiert. Dabei haben wir zwischen Achse und Winde Oberlenker genommen, durch deren Gewinde kann man die Winde in Entfernung und Richrung zur Zapfwelle beeinflussen. Die obere Anlenkung haben wir mit einer Dreieckskonstruktion an die Rahmenenden des Unimog geführt. Dabei haben wir oben eine Halterung geschweißt, an der der Hydraulikzylinder angreift. Für dessen anderes Ende haben wir eine Halterung an den Xförmigen Rahmenaufsatz geschweißt. Wie gesagt, hält seit zwei Jahren ohne Probleme. Ich versuche mal, ein paar Bilder von unserem Fuhrwerk beizufügen, wenn Du Details brauchst, dann melde Dich bitte. Grüße aus Heidelberg Rolf
PS. Bilddateien sind zu groß und ich zu doof zum verkleinern. Ich bemühe mich.
 
Hallo Rolfi,
"....DEM INSCHINÖR IS NIX ZU SCHWÖR..." möchte ich sagen. Ich habe dasselbe Problem: Drei Forstseilwinden und KEIN Verlagerungsgetriebe. Ich denke, Deine Komposition -ich sage das ohne Spott!!!- könnte richtungsweisend sein, zumal ein ZVG je nach Option zwischen 500 und 1000 Euro kostet. Für soviel Geld kann man schon einmal nach tauglichen Ersatzlösungen suchen.
Das interessierte Forum wartet schon ungeduldig auf Deine -hoffentlich bald- zu bestaunende Illustration.
Gruß
martin_93
 
Mal ne andere frage zu den Winden die na den HKH gebaut werden:

Kann man dann überhaupt noch einen Anhänger mit führen oder wie löst ihr dann das Problem?
 
Hallo Michael,

ich habe auch lange überlegt welche Winde es sein soll und habe mich für einen Binger Seilzug entschieden. Der wird unter die Pritsche gebaut, so kann man weiterhin einen Anhänger mitführen und die Zugleistung reicht für Kronenholz locker aus. Stämme von 60cm Durchmesser und 6-7m länge habe ich schon damit gezogen. Ausserdem gibt es den für relativ schmales Geld.
hohewurzel001.jpg


Gruss,
Stefan
 
Hallo Unimogli,

ja zwei hab ich noch:

Die Winde wirde durch die hintere Zapfwelle angetrieben
binger_406_1.jpg

Wenn man sie nicht benötigt, einfach unter die Pritsche klappen:
binger_406_2.jpg


Das Ganze ist mit einer Schraube und einem Bolzen zu demontieren.

Gruss,
Stefan
 
Hallo, Michael,

als ehemaliger beruflicher Holzrücker möchte ich mich auch ein wenig an der Diskussion beteiligen und erzähle dazu einfach ein wenig:

Die Ausrüstung unserer Familie war früher recht brauchbar, dabei waren 1 Dreipunktwinde, ein Standardschlepper mit Festanbauwinde, 1 MB-trac 1000 mit 2x10t Rahmenwinde (Werner), 1 Schlüter 950 Compact mit Kran-Kurzholzrückewagen und Frontwinde mit nach hinten umgeleitetem Seil.

Nachdem mein Vater und ich aus gesundheitlichen Gründen aufgeben mussten und Ende der 90-er Jahre auch mein Onkel das Rücken eingestellt hat, gibt es heute nur noch unseren MF165 mit Werner Festanbauwinde (seit über 10 Jahren nicht mehr montiert) und meine kleine 3t Schlang&Reichardt Dreipunktwinde, die älteste, die in unserem Betrieb überhaupt angeschafft wurde - und die macht seither alles!

Das Rücken mit dem Trac und der Rahmenwinde war technisch unschlagbar. Funksteuerung, dopelltwirkende Tragbergstütze, besser geht es nicht, aber der Trac war ein reiner Forstschlepper und landwirtschaftlich oder anders nicht nutzbar. Der Schlüter war da schon variabler, aber im Starkholz wieder längst nicht so leistungsfähig.

Obwohl ich heute noch meinen MF mit der Festanbauwinde ausrüsten könnte - der Schlepper war ebenfalls sehr leistungsfähig mit Tragbergstütze und so weiter, wird das Brennholz - auch schwere Stämme - nur noch mit der alten Dreipunktwinde gemacht. Da es sich bei der Schlang&Reichardt um eine Getriebewinde (Schneckentrieb-Technik) handelt, ist sie weit über ihre Nennleistung belastbar und hat in ihrem Leben schon schwer schuften müssen. Sie reicht für alle Brennholz-Bedürfnisse mehr als aus und ist schnell an- und abgebaut! Zur Zeit schafft sie an meinem MF130, einem kleinen Standardschlepper mit 25PS Vierzylinder und gerade mal 1,2t Leergewicht...

Den wirklich großen Leistungsvorsprung im Holz erzielst Du immer erst aus der Kombination Bergstütze, besser Tragbergstütze UND Seilzug. Die damit gegenüber dem reinen Seilzug mit abgebremstem Fahrzeug ohne Bergstütze erzielbare Mehrleistung liegt um einen beträchtlichen Faktor höher.

Wenn Du auf dem Mog den Platz übrig hast, kannst Du natürlich eine Rahmenwinde aufbauen, werden bei dreizweieins ja regelmäßig angeboten. Wenn Du das Heck des Mog für verschiedene Arbeiten brauchst, ist jedoch der Umbau auf die von Glogger und Werner angebotenen Tragbergstützen sehr aufwändig und wäre mir nur fürs Brennholzmachen zu viel.
Zudem schleppt man im ganzen Jahr eine Tonne Gewicht rum, die Sprit vergeudet.
Man kann die Rahmenwinde aber auch mit einer im Dreipunkt selbstgebauten Bergstütze kombinieren - die von Werner kann auch umgebaut werden. Die Winde kann drinbleiben (mit kurzer Pritsche) - was mir aber auch ein zu überlegender Kompromiss wäre - auch die Doppelwinde bringt eine halbe Tonne Blei mit und verschlingt wertvollen Laderaum - ist aber Ansichtssache, da sie auch Vorteile hat (Zugleistung, Art der Krafteinleitung in den Rahmen des Mog).

In allen anderen Fällen ist die Dreipunktwinde erste Wahl!
Es gibt eine Reihe Winden, die auch ohne Banane am Mog betrieben werden können.
Da die Abwinkelung der Kreuzgelenke vorn und hinten gleich ist, darf man an den maximal möglichen Winkel ohne Probleme rankommen - dafür ist es ja eine Gelenkwelle!
Auch ein Abschmieren der Kreuzgelenke 1 x am Tag ist mehr als ausreichend.
Entscheidend ist hier nicht ein Weitwinkelgelenk, das natürlich die bessere, aber auch erheblich teurere und platzverbrauchende Lösung ist, sondern eine um 1 Kategorie stärker ausgelegte Gelenkwelle. Durch die Abwinkelung läuft das Mittelstück "unrund", also nicht mit gleicher Geschwindigkeit. Dadurch schwankt das übertragene Drehmoment im Mittelstück um einen erheblichen Wert. Um diesen Wert sollte die Gelenkwelle stärker ausgelegt werden.

In den achtziger Jahren gab es in unserer Gegend eine Familie, die mit zwei Fahrzeugen ausschließlich mit (allerdings professionellen, funkgesteuerten Zweitrommel-)Dreipunktwinden ganzjährig Holz gerückt hat - ging auch und ging sogar sehr gut. Einzig die Unterlenker der Schlepper waren am Ende ausgeschlagen und verbogen, aber das kann man ja austauschen.

Egal, wie Du am Ende entscheidest, wirklich effizient wird eine Winde erst durch die Bergstütze, die Möglichkeit des "Verankerns" im Boden, wenn sie dann noch den Stamm tragen kann, hast Du die Idealllösung.
Die Dreipunktwinde bringt das alles von Haus aus mit und kann zudem von Fahrzeug zu Fahrzeug gewechselt werden.

Oder Du kaufst einen eigenen, voll ausgestatteten Forstmog - wenn die hauseigene Finanzbehörde das zulässt :wink:

In unserem Nachbarforstamt lief ein 411 mit Doppeltrommelwinde und was der wegschaffte, davon konnten wir mit unseren Standardschleppern mit erheblicher Mehrleistung nur träumen - außer es war nass, da waren wir im Vorteil...

Grüße an alle Holzrücker

Holger

PS: Hoffe, dass ich demnächst ein paar Bilder von meinem kleinen MF im schweren Holz machen kann...
 
Mal ne Frage zum verlagerungsgetriebe ! da das scheinbar mehrere benötigen ! meint ihr wen man ne Sammelbestellung bei hp polster macht könte man es billiger bekommen? Nur ne Idee von mir!
Mfg beni