Tipps bei Kauf von 1300L OM352 mit Aufbau

Dustonies

New member
31. März 2026
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Hallo zusammen,

ich bin Mog-Neuling. Bisher fahren meine Frau und ich einen Landy 110 TD4 mit Camperaufbau. Nun hat sich die Familie vergrößert (zwei Kinder 2-4 Jahre) und wir brauchen was größeres. Was wenn nicht ein Mog ist die logische Schlussfolgerung auf einen Defender :))

Nun kennen wir uns mit Unimogs überhaupt nicht aus und da wir vier Sitzplätze brauchen, ist die Auswahl relativ beschränkt.
Wir sind ggf. interessiert an folgendem Fahrzeug:

explorer-magazin.com/anzeige/einzigartiger-unimog-1200l-camper/


Auf was müssen wir eurer Meinung nach bei der Besichtung beachten?

Bzgl. Böschungswinkel wegen recht langem Überhang: ich denke das passt für uns, mit der Familie werden wir keine extreme Offroad Touren machen. Island wird vmtl. das maximale der Gefühle, aber dort bleibt man ja auf den offiziellen Strecken.

Höhe: Da wär ich gespannt auf das Fahrverhalten beim Probefahren...

Bei der Lautstärke habe ich etwas Bedenken. Mit Kids möchte ich keinen Ohrschutz tragen müssen. Was meint ihr?

Hab ihr sonst Tipps und Hinweise für uns?

Gerne auch per PN.

Danke Euch und Grüsse
 
Hallo und herzlich willkommen unbekannter Camper,

verrätst Du uns auch noch Deinen Vornamen? Bei uns ist es üblich, dass wir uns gegenseitig damit ansprechen. Daher steht in unseren Reglen, dass jeder BEitrag auch mit diesem signiert wird.
Zu dem Unimog kann ich wenig sagen, ist nicht meine Baureihe und auch leider nicht meine Preisklasse.
Beim einer Probefahrt ist wichtig, dass dabei auch wirklich alle Aggregate, Getriebe, Achsen, Vorgelege warm werden. Das heißt, es reicht nicht eine kurze Fahrt um den Block. Am besten einen Bekannten mit Modellerfahrung mit nehmen.
 
Hallo Jürgen,

Natürlich, sehr gerne :-) Dustin, mein Name und gerne auch noch mit etwas mehr Infos zu mir: Komme aus Südbaden, Kreis Waldshut und bin 32 Jahre alt. Den Landy sind wir jetzt 5 Jahre gefahren und sind daher auch etwas Leidgeprüft, was Reparaturen und Eigenheiten angeht :D Bin allerdings trotzdem kein Mechaniker, wenn auch natürlich mittlerweile durchaus etwas im Schrauben erfahren.

Bisher gibt es noch keine Bekannten mit Mogs bei uns - aber das soll sich u.a. auch durch das Forum ändern :-) Momentan lese ich noch fleißig durch. Glücklicherweise haben wir einen erfahrenen VW-Meister im Umfeld, das ist schonmal etwas.
 
Hallo Dustin
wie auf dem Bild ersichtlich handelt es sich um einen 1300L, 1200L gibt es nicht, nur 1250L. Die unterscheiden sich vor allem in der Achsbreite.
Der 1300L in Serientrimm ist leistungsmäßig für Bundeswehr-Niveau ausgelegt. Ein Turbo zur Leistungssteigerung lässt sich relativ einfach nachrüsten. Mit dem Aufbau lässt gemächlich reisen. Die Achsen sind bei 7,5t maximal ausgelastet und die Vorgelelege sind die Achiles-Verse, bei 190 000km würde ich die intensiv begutachten.
Der Alkoven verhindert das Hochstellen des Fahrerhaus bei Wartungsarbeiten. Das meiste lässt sich aber auch ohne kippen bewältigen. Beim Leergewicht wird gerne geschummelt. Das gesetzliche Leergewicht beinhaltet 75Kg für den Fahrer und voller Tank. Bei dem H-Kennzeichen solltest du genau hinsehen. Der Aufbau müsste mindestens 30Jahre alt sein. Vielfach wird nur das ursprüngliche Fahrzeug umgeschrieben und der Aufbau nachträglich geändert. Schau in die Papiere ob LKW oder Wohnmobil. Bei fähren und Maut ist dieser Eintrag maßgeblich.
Der wirkliche Pluspunkt ist das Splitgetriebe, die Nachrüstung ist sehr kostspielig. Da solltest du auch nachfragen, wie lange das schon verbaut ist. Das Hauptgetriebe wurde ja schon getauscht, wo bei nicht angegen ist, ob das UG3/40 oder das neuere 3/65 eingebaut wurde.
Für die Lärmdämmung hat Thomas fundierte Arbeit gemacht.schau mal unter www.leiser-unimog.de, oder direkt hier
https://forum.unimog-community.de/threads/bin-neu-hier-meine-vorstellung.66047/
Sein Unimog ist auf PKW-Niveau.
Ich habe den Umbau nachvollzogen, wenn auch nicht ganz so extrem, aber die Lärmreduzierung ist phänomenal.