Transitor-Zündanlage

luxmann

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22. Juni 2005
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Hi,mein mog,gebraucht gekauft,hat eine transitor zündanlage verbaut...sie soll nach aussage vom vor,vorbesitzer von der fa. bat sein,. inder anleitung von der fa.bat steht drinn,das der kondensator überflüssig ist,jedoch ist der kleine kondensator im verteiler angeklemmt....

was für eine auswirkung hat der kondensator auf das system?

da ich zu blöde bin bilder hochzuladen würde ich gerne jemand mal ein paar bilder zu kommen lassen der mir das ganze system mal erklärt....wie es aus bw-zeiten war und wie es jetzt ist....

DANKE

mfg ralf
 
Hallo Ralf,

Der kleine Kondensator hat keine Auswirkung auf das Zündsignal,
er verzögert allenfalls den Impuls vom Unterbrecher an die Transistor-
Zündung um einen kaum merklichen Wert. Diese Verzögerung wird aber
durch die Zündeinstellung weggemacht", wenn die Zündung mit der Blitz-
pistole auf die Markierungen an der Riemenscheibe eingestellt wird.

Wenn du die Zündung sowieso neu einstellen willst kannst Du den
Kondensator abklemmen. Dazu reicht es aus, im Inneren des Zündverteilers
den gelben Draht von der Schraube abzumachen.

Ich füge ein Bild von meinem Zündverteiler in originaler Bestückung
bei, vielleicht hilft es dir ja weiter. Der grüne Draht, der an der Madenschraube angeklemmt ist, geht durch das Abschirmgeflecht
zur Zündspule.

Beste Grüße aus Viersen

Klaus Gartz
 

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hi,hab heute den kondensator abgeklemmt,Fehlzündung und und kein runder motorlauf,bei verstellung derverteilerkappe keine besserung....also brauche ich den kondensator weils ohne nicht geht....,,,,die kontakte waren bei ca 5000km hin.......

gruß ralf
 
Hallo,

wenn es ohne Kondensator nicht geht und die Kontakte abbrennen, ist die Transistorzündung nicht aktiv. Ich habe auch die Transistorzündung vo Bat eingebaut und es läuft OK ohne Kondensator - eigentlich ist kein Unterschied spürbar. Die Transistorzündung habe ich über eine 4- Polige Steckverbindung angeschossen. Anstattdessen kann ich jederzeit einen anderen Steckr mit Überbrückung und Kondensator aufstecken und habe dann wieder eine Kontaktzündung, falls die Transistorzündung schlappmachen sollte.

Der Kondensator wirkt bei der Kontaktzündung als Abschwingkreis, begrenzt also bei der Kontaktöffung die Spannungssteiheit du/dt und die Bildung eines Abrißfunkens wird damit unterbunden.

Du kannst folgendes versuchen: Öffne den Verteiler, Klemme die Zündleitung (geht oben mitten in die Verteilerkappe) ab und fixire das Ende ca. 15 mm entfernt von einen Matallteil des Motors ( nicht von Hand halten sonst fliegst Du gleich 2m zurück). Drehe den Motor in eine Position, in der der Unterbrecherkontakt geschlossen ist. ( Hinten aufbocken und im 6, Gang Rad drehen). Dann Zündung einschalten.

Den Unterbrecherkontakt mit einem Plastikstäbchen offnen und schließen. Wenn es beim Öffnen ohne Kondensator nur am Kontakt funkt und nicht an der 15 mm Funkenstrecke, dann ist die Transistorzündung nicht aktiv.

Wenn es mit dem Kondensotor leicht am Kontant funkt und am Ende des Zündkabels ein Funken sprinkt, is dies ebenfalls ein Zeichen für eine funktionierende Kontaktzündung.

Nur wenn kein Funke am Kontakt entsteht ohne Kondensator und es am Zündkabel funkt, ist die Transistorzündung OK.

Der Transistor in der Transistorzündung kann mindestens 800 Volt direkt nach dem Sperren vertragen, hat jedoch immer noch einen kleinen Kondensator parallel und möglicherweise noch einen Überspannungsschutz.

Ich stand damals kurz davor, die Transistorzündung selbst zu bauen, aber das Problem ist, daß alles wasserdicht sein muß und ich einer bewährten Schaltung aus einer Serie mehr vertraue.

bis dann..........Ralf
 
Hallo zusammen,

nachdem ich vor knapp 2 Jahren meinen Unimog (ohne hinreichend gewusst zu haben was ich da tue) auf die Laubersheimer Transistorzündanlage umgebaut habe, ist er auch anfangs schön gelaufen. Nach ein paar Monaten tat sich dann leider nix mehr - kein Zündfunke.
Nun möchte ich endlich mal wieder mit dem Unimog fahren und das Problem angehen.
Wenn ich die Verteilerkappe abschraube und den Anlasser betätige, blinkt die Zündanlage schon mal fleißig. Mit dem Teil und der Verkabelung sollte also alles ok sein.
Es scheint auch alles soweit fest zu sitzen (siehe Beitrag oben) - ein paar Zehntel lässt sich die Welle aber schon hoch und auch seitlich drücken.

Sehr schade, dass man nach diesem Umbau nichtmehr den freunldichen Unimogfahrer von nebenan fragen kann.... aber dafür finde ich hier bestimmt einen guten Ratschlag :)

Was kann ich denn alles prüfen, um doch noch den Zündfunken zu lösen?

als Ergänzung sollte ich wohl noch anmerken, dass ich zeitgleich mit der Transistor-Zündanlage auch die zivilen Zündkabel und auch die hier im Forum empfohlenen Zündkerzen dazu verbaut habe.

Grüße von der Saar,
Tobias
 
guude,

kommt vom transistor strom an der zündspule an? prüflampe an den vom transistor kommenden anschluß, zündung an, gang raus und kurz starten. wenn ja, erzeugt die zündspule einen funken? wenn ja, kommt an den einzelnen zündkabelenden ein funke an?
achtung, zündfunken sind mit hochspannung versehen!

gut 404! justus.
 
Hallo Tobias,

Wenn die kleine grüne LED auf dem Laubersheimer- Teil beim Drehen des Motors blinkt ist das schon mal ein gutes Zeichen. Dann hat die Transistorzündung zumindest schon einmal Plus 24V aus dem Zündschloss (Klemme 15) und der Hallgeber erkennt den Magneten und vermutlich arbeitet dann auch der Leistungstransistor in dem Teil.
Also müsste alles, was mit der roten Leitung zusammenhängt, in Ordnung sein.

Die eigentlichen Zündimpulse entstehen dadurch, dass der Leistungstransistor die grüne Leitung im Rhytmus der Nocken auf Masse legt. Eigentlich macht er genau das Selbe, was vorher der Unterbrecherkontakt gemacht hatte, nur ohne Verschleiß.

Wenn die grüne Leitung irgendwo eine Verbindung zur Masse hat, liegt das entscheidende Ende der Zündspule, die Klemme 1, ständig an Masse und es gibt keine Zündimpulse und damit auch keine Zündfunken. An dieser Stelle würde ich mit der Fehlersuche anfangen.

Verdächtig in diesem Zusammenhang sind bei mir immer die Kontakte innerhalb der Verschraubungen der Zündspule. Die abgeschirmte Leitung (grün) zur Klemme 1, aber auch die Leitung zur Klemme 15 (kleine Verrschraubung auf der anderen Seite) sind an solche Messingzylinder mit ca. 5mm Durchmesser angelötet. Diese werden durch ein Isolierstück aus Gummi in einen Kontakt gepresst, der so ca. 10mm im Innern der Zündspulenkappe liegt. Hier kann es entweder zu einem Kurzschluss (= Masseverbindung mit der Blechkappe kommen) oder zu einer Unterbrechung. In beiden Fällen gibt es keine Zündimpulse. Diese Kontakte solltes du vielleicht einmal kontrollieren.

Wenn du ein Messgerät oder eine Prüflampe besitzt, solltes du mal folgendes
kontrollieren: Bei Zündschloss in Stellung 2 sollten an allen drei Schraubanschlüssen des Vorwiderstandes (Schuhputzdose) 24 Volt anliegen.
Bei getrennter grüner Leitung sollten an der Klemme 1 der Zündspule ebenfalls 24 Volt anliegen.

Für weiteren Ärger kann immer noch die sogenannte "Zigarre" sorgen, dass ist das Entstörfilter unterhalb des Vorwiderstandes. Seine Spannungsversorgung erhält der Vorwiderstand an der unteren Schraubklemme aus dem Zündschloss. Auch dort müssen, bei Zündschloss in Stellung 2, 24Volt zu messen sein.

Beste Grüße aus Viersen

Klaus
 
Hallo Justus, hallo KLaus,

ich danke Euch für die Antworten. Selbstredend bin ich sofort nach der Arbeit mit dem Multimeter an der Unimog gestiefelt und habe die drei Schraubanschlüsse des Vorwiderstandes geprüft.
Zu meiner großen Verwunderung (eine größer als die andere) haben die beiden unteren Schrauben je 14V statt 24V - dafür hat die obere Schraube bei leichtem Druck mit dem Messfühler das Gehäuse berührt (Gummi drum ist völlig spröde) und für einen kleinen Funkenregen gesorgt. Nun gut - in Ermangelung von jedlichem elektrischen Grundbedarf hab ich den KOntakt mal mit Teflonband isoliert und wieder eingebaut. Dort liegen Tatsächlich 24V an.
Was mache ich denn u mit den anderen Klemmen?
Der Entstörfilter (die Zigarre) hat am unteren Kontakt übrigens auch 14V.

Was die grüne Leitung an Klemme 1 angeht, so muss ich erstmal im Werkstatthandbuch nachlesen. Ich hab weder erkennbare Farben noch eine Aufschrift irgendwo... Ich nehme mal an, dass die Zündspule geöffnet werden muss, oder?

Haben die gemessenen 14V evtl. was damit zu tun, dass mein Unimog ein Zivi ist? Statt Wehrdienst hatte er sich 1961 zum Dienst in der saarbrücker Polizeidienststelle in der Mainzer Straße verpflichtet.

Ich werd mal die Bücher durchsehen.
Ich danke Euch schon mal für die guten Tipps - ansonsten hätte ich noch immer Funken in der Schuhputzdose...

Grüße,
TObias


So - wenn meine diversen Bücher über den Unimog schon keinen Umbau auf eine Transistor Zündanlage vorsehen (wo bleibt hier der Weitblick?), so helfen sie zumindest die Klemmennummern und Farben der Kabel zu identifizieren - oder man kan einfach aufschrauben und nachsehen.
Zunächst ist mir mal aufgefallen, dass die Zündspule, nachdem die Zündung für ca. 15min an war, ca. 60°C hatte. Ist das normal???

Dann hab ich auch gleich den Durchgangswiderstand der grünen Leitung zur Masse gemessen. Der liegt mit schlappen 7 Ohm deutlich im Kontakbereich. Klaus, Deine Vermutung ist also völlig richtig.
Die von Dir beschriebenen Kontakte habe ich geprüft. Zwar ist da dran nix gelötet (die einzelnen Litzen sind vorne rumgebogen und mit einer kleinen Hutmutter verschraubt), aber die Kontakte sehen gut aus.
Das Plättchen der linken Seite im Inneren ist etwas schwarz (nicht so sehr, als wäre es verkohlt oder so), sodass hier evtl. tatsächlich kein KOntakt entstehen kann. Kann ichdas einfach so säubern bzw. ein wenig anschleifen oder geht durch den Schlaifstaub dann die Spuele hin?
Aber selbst bei gutem Kontakt erklärt das ja auch noch nicht den Kurzschluss...

Nochmal vielen Dank und gute N8,
Tobias
 
Hallo Tobias,

Urlaubsbedingt bin ich nur sporadisch online.....

Also: Die Messung der 24V war gemeint mit ABGEKLEMMTER grüner Leitung.
Dann fliesst kein Strom durch die Zündspule, dann kann auch nix warm werden und dann hat man an dem Vorwiderstand keinen Spannungsabfall.
Nur bei abgeklemmter grüner Leitung muss man an allen drei Klemmen des Vorwiderstandes 24V (oder so ähnlich) messen.
Bei AN-Geklemmter grüner Leitung sind 14 Volt an den beiden unteren Klemmen und am Entstörglied (Zigarre) in Ordnung, weil dann Strom durch die
Zündspule und den Vorwiderstand fliesst und für ca. 10Volt Spannungabfall am Vorwiderstand sorgt. 24Volt - 10V = 14 Volt
Wie schon an anderer Stelle hier berichtet ist das Zündsystem des U404 S eigentlich eine 12Volt Zündanlage (...wie beim PKW) die mittels Vorwiderstand
bei 12V...14V betrieben wird.
Deine Messungen haben jetzt gezeigt, dass die Zündspule an Spannung liegt, dass die Spannung mit 14V die richtige Höhe hat und dass der Strom
dauernd durch die Zündspule fliesst. Genau dass dürfte er eigentlich nicht
tun, denn die Laubersheimer hat eine Funktion eingebaut, die bei stehendem
Motor und eingeschalteter Zündung nach ca. 15...20Sek. den Dauerstrom unterbricht, wenn der Motor nicht dreht. Wenn du diesen Effekt nicht messen konntest, ist die grüne Leitung irgendwo, z.B. in dem Geflecht oder am Eingang zum Verteiler, mit Masse verbunden, oder der Leistungstransistor in der Laubersheimer TRSz hat doch einen Kurzschluss nach Masse.
Also sieh dir die grüne Leitung noch einmal kritisch an.
Die gemessenen 7 Ohm kann auch der Gleichstromwiderstand der Primärseite (Niederspannungsseite) der Zündspule sein, das kommt schon hin, wobei die
meisten Multimeter im einstelligen Ohmbereich nicht sehr genau messen.

Viel Erfolg!
Beste Grüsse aus Viersen
Klaus

P.S. Um den Leistungstransistor zu testen, kanns Du eine 24V Blinkerbrine (21Watt) zwischen der grünen Leitung (vom Verteiler kommend) und dem Plus 24V vom Vorwiderstand anklemmen.
Die Zündspule dabei abklemmen.
Wenn die Test- Blinkerbirne richtig angeschlossen ist und der Anlasser den Motor durchdreht, (Zündung eingeschaltet) muss die Blinkerbirne im gleichen Rhytmus blinken, wie die grüne LED auf der Laubersheimer.

PP.S
Noch was: Meine Angaben zu Leitungsfarben (grün / rot) beziehen sich auf die Leitungen, die aus dem vergossenen Teil der Transistorzündung heruaskommen. Das kleine vergossene Alu-Ding, mit der Leuchtdiode oben drauf, wird von Laubersheiner werksmässig mit einer grünen und einer roten Leitung versehen. Die grüne Leitung muss zur Zündspule Klemme 1 gehen, die rote Leitung muss an klemme 15 des Vorwiderstandes angeschlossen werden.
Wenn dein MOG ein Zivi ist, hat er vielleicht nicht diese Metallgeflecht- Abschirmung, die gerne bei den BW- Fahrzeugen für Masse- Schlüsse sorgt.

Kannst Du mal ein Bild einstellen von der Verdrahtung zwischen Verteiler und
Zündspule?
Gruß
Klaus
 
Hallo Klaus,

ich danke Dir für die ausführliche Antwort. Mit der neuen Anleitung bewaffnet bin ich gleich nach der Arbeit wieder zum Unimog, Zündspule abgeklemmt und Multimeter raus. Alles ist genau so, wie Du es beschrieben hast.
Ein Massekontakt im Kabel zum rechten Anschluss ist auch nicht messbar. Andere Seite zum Zündverteiler? Wieder voller Kontakt zur Masse. Da nun ja der Rest geklärt ist, hab ich also auch hier die Verbindung zum Zündverteiler gelöst und mal geguckt. Ohne absichtlich was zu machen ist nun aber der Massekontakt weg!
Hmmm... Massekontakt weg (warum ist erstmal egal) --> vielleicht geht er jetzt ja wieder???
Knochen rein, Zündung an und whuuuum - nach 2 Sekunden ist der gute Schatz fröhlich am Brummen!!! Klaus, Du stehst nun offiziell auf meiner Heldenliste!
Jetzt werd ich noch klären, wieso bei verschraubtem Anschluss der Kontakt zur Masse entstanden ist - aber erstmal muss das Rohr zum Ausgleichbehälter wieder drauf und ein wenig gefahren werden :)

Der Vollständigkeit halber: Das Metallgeflecht hat auch der Polizei Unimog. Ich kann keinen Unterschied zu seinen BW-Kollegen erkennen.
Ist das Bild noch (für andere) wichtig? Sieht im Prinzip aus, wie auch an anderer Stelle schon gepostet.


Nochmal: vielen Dank für die sehr kompetente Hilfe und Geduld. Ich muss jetzt erstmal für einen kleinen Freudentanz weg :)
 
Nach dem kleinen Freudentanz bin ich gleich am nächsten Tag wieder an den Unimog. Kühlmittelrohr über dem Verteiler wieder angeschlossen, alle Öle kontrolliert und auch sonstmal ein paar Sachen nachgeschaut, die im letzten Jahr vernachlässigt wurden. Ganz klares Ziel: kleine Ausfahrt ums Gelände

Die erste Minute ist er auch wieder sofort angesprungen und hat zufrieden gebrummt. Ich bin also bei laufendem Motor kurz ausgestiegen um nachzusehen, ob irdend etwas tropft, zischt oder sich sonstwas tut.
Nach zwei Minuten im Leerlauf ging dann merklich die Leistung zurück und es hörte sich an, als ob zu wenige Zylinder mitstrampeln. Mittlerweile kommt er beim Anlassen gar nicht mehr ins Brummen - nur noch ein Zylinder strampelt (soweit man das hören kann)

Jetzt hab ich also wieder eifrig die Suchfunktion bemüht und auch über die systematische Fehlersuche bei Leistungsverlust gelesen. Aber kann es sein, dass sich der Zündzeitpunkt einfach so verstellt?

Aber diese Frage gehört nun nicht mehr in das Thema Transistorzündung. Laut Blitzlampe bekommt nämlich jede Zündkerze brav einen Impuls.
Also bitte nicht wundern, wenn ich mich mit nun doch nicht mehr zufriedenem Brummen in einem anderen Thema wieder melde...

Nochmal vielen Dank,
Tobias