Trommelbremsen einstellen beim 406er

thomas-406

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10. Jan. 2005
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Hückeswagen
Tag zusammen,
zur Abwechslung bitte ich mal um Nachhilfe beim Thema "Trommelbremsen einstellen".
Mein 406er bremst von Anfang an sehr einseitig: schon bei leichter Pedalbetätigung zieht der Mog so stark nach rechts, daß ich leicht gegenlenken muß. Vermutlich ist die Bremswirkung der linken Räder schwach bzw. gleich null. Mein erster Ansatz wäre, alle vier Bremsen gleichmäßig einzustellen, aber wie? Einer, der sich auskennen müßte, hat gesagt, das sei sehr einfach: Bremslkötze mit den Exzenterschrauben bis an die Trommel drücken und dann jeweils 1/4 Umdrehung zurück. Ist das richtig, oder ist das doch nicht so einfach, wie ich hoffe? Woran kann der Fehler sonst liegen, wenn das Einstellen nichts bringen sollte?
 
Hallo Thomas,


das mit der Einstellerei hast Du schon richtig beschrieben. Allerdings würde ich bei deinem Problem eher auf einen Bremsschlauch über dem Achsgelenk tippen. Ich hatte mal das gleiche Problem und das war definitiv der Bremsschlauch.

Grüße
Steffen
 
Hallo,
wenn dein MOG beim Bremsen heftig nach links zieht, dann hast du vorne rechts keine oder nur sehr wenig Bremswirkung.

Also Mog hoch,vorne beide Bremstrommeln runter und prüfen. Wahrscheinlich ist der rechte Bremszylinder undicht. Wenn ja, würde ich beide Radbremszylinder und Beläge erneuern (re + li).

Danach Bremsen entlüften. Mit dem hinteren rechten Rad (Beifahrerseite) anfangen. Dann das hintere linke, dann vorne rechts und dann vorne links.
Es ist wichtig das alle Räder in der Reihenfolge entlüftet werden. Denke daran, das immer genug Bremsflüssigkeit im Behälter ist.

Einstellen würde ich die Bremsen so. Bremsbacken so fest anlegen bis das Rad blockiert. Danch lösen. bis das Rad sich mit einem leichten Schleifgeräusch gut bewegt.

Danach Kehle mit Reingungsflüssigkeit z.B. von Schucker reinigen.

Viele Grüße aus der Kurpfalz - Detlef Jollet
 
Hallo Detlef und Steffen,
vielen Dank für die Tips erstmal. Ich hoffe, daß es tatsächlich nur eine Einstellungssache ist, jetzt weiß ich aber wenigstens, wie ich vorgehen muß. Samstag habe ich vsl. Zeit und Lust, mich der Sache mal anzunehmen. Ich werde dann mal berichten.
Bis denne, Thomas
 
Hallo,
Bremsen nachstellen ist ja in Soweit keine schlechte Sache. Würde aber auch die Schläuche kontrollieren bzw. tauschen. Wenn man doch schon die Räder ab habt dann kommt man ja ganz gut drann. Evtl. auch die Schläuche vorne im Fahrerhaus und den Schlauch zur Hinterachse, auf der Schubwelle. Der Schlauch muß ja noch nicht ganz zugequollen sein, kann aber schon gewaltig was ausmachen. Desweiteren können die Schläuche aber auch dazu geführt haben, daß die Bremsen sich nur schleppend gelöst haben und zu Verschleiß an dortige Bremsen geführt hat.
Gruß
Bernd Thomes
 
Hallo Thomas,
wenn du zum Bremseneinstellen schon jemanden fragen mußt, der sich damit auskennt heißt das im Umkehrschluß dass du dich nicht damit auskennst. Dann lass bitte die Finger davon bevor du größeres Unheil anrichtest.
Es ist ein Witz, wenn blutige Laien an den Bremsen rumpfuschen.
Das Einstellen der Trommelbremsen ist einfaches Basiswissen, wer das nicht hat, hat an den Bremsen überhaupt nichts zu suchen.
Wenn deine Bremse so einseitig bremst ist mit Sicherheit ein vernüftiger Komplettckeck notwendig.
Bremsen sind sicherheitsrelevante Bauteile
 
Hallo Thomas
Bau an allen Rädern die unteren Bremsabdeckbleche ab.Kleiner Ratsche
kasten kleine verlängerung und 13 ener nuss drauf und abschrauben.
Dem Unimog den Luftkessel füllen.Bei der Gelegenheit alle Radbremszylinder auf dichtheit prüfen Staubschutzmanschetten kurz
umstülpen ,wenn die nass sind Rep Satz oder neu. Sonst gibt das
Luftzieher. Wenn die Radbremszylinder in Ordnung sind und die Anlage
Topp entlüftet ist dann mußt du die Exenter der Bremsbacken nachstellen.
Den Unimog mit einem Wagenheber aufbocken Rad für Rad ,eine 1/2Zoll
ratsche mit mitlerer Verlängerung und 22 iger Nuss nehmen und an den
Exentern drehen das sind 2 pro Rad. Du mußt die Exenter soweit drehen
das sich das Rad noch drehen lässt,dann zweimal auf die Bremse treten
damit sich die Bremskolben auf das neue Maß stellen,danach das Lüftspiel
kontrolieren also ob sich das Rad noch drehen läßt,wenn nicht etwas
zurückdrehen lässt sich das Rad noch leicht drehen weiter zudrehen.
Wichtig ist das die Bremsbacken so dicht wie möglich an der Bremstrommel anliegen und die Räder noch leicht drehen können auch
wenn beim Radduchdrehen mal kurz ein Schubbern zu hören ist.


Gruß Roland U 406
 
Die Antworten der Moderatoren sind einfach wunderbar und so mutergreifend!

Ich bin gelernter Autoschlosser und muß an meinem Mog auch die Bremsen überholen. Nach dem ich noch kein Handbuch habe, bin ich über die Information froh und werde es genauso machen. Es gibt nämlich noch mehr Fahrzeuge ausser Unimog und man kann nicht alle kennen.

Mit Moggruß
Lothar
 
@ Lothar
Das verundert mich doch arg, Trommelbremsen wurden schon immer so eingestellt, allerdings mit der 1/4 Umdrehung zurück ist ein Märchen, nur soweit lösen bis sich das Rad frei dreht. ( Klassische Lehrmethode )
Ich verstehe dann den Sinn deiner Frage nicht ganz. :?: :?:
 
Hallo Thomas und Lothar
Ich habe euch mit der Feststellbremse (Handbremse ) einstellen vergessen
sorry,das gehöhrt mit dabei . Wenn es geht den Unimog auf der Hinter-
achse aufbocken ,aber nicht am Achsgetriebe dort darf ein Mog niemals
angehoben werden . Dann nimmst du eine Stablampe und suchst eine
Waagerecht liegende Zahnmutter ,einen Belzer-Schlitzschraubendreher
mit 5-6mm Blattbreite nehmen und die Mutter soweit verstellen ,das der
Feststellhebel nur noch 4 Zähne leerlauf hat.Und das Rad muß sich noch
drehen lassen bis auf leichtes schubbern der Bremstrommel das ist
normal.Wenn die komplette Hinterachse aufgebockt ist und die Vorder-
achse beidseitig festgekeilt ist machst du den Motor an und legst den
3iten Gang ein und ziehst den Bremshebel Zahn für Zahn höher bis die
Motordrehzahl etwas abfällt ,jetzt kannst du sehen ob die Räder gleich
Bremsen oder nicht,wenn nicht dann mußt du noch die feinheiten einstellen
dazu brauchst du gute Maulschlüssel ( Hazet Stahlwille Belzer ) .
Hinter der Hinterachse nach oben zum Kipperboden sind zwei Einstellhülsen die mußt du jetzt syncronisieren Zug rein oder raus drehen.
Beim 6-7 Zahn muß der motor abgewürt sein, ein zweiter mann kann das
gleichziehen der Räder kontrollieren.


Gruß Roland U 406
 
Roland, das mit der Handbremseneinstellung scheint mir eine nicht sichere Methode zu sein. Steht das so im Werkstatthandbuch?

Gruss aus dem Nordwesten Kanadas
bei minus 40 Grad Celsius.
 
Also Leute,
nun hört doch bitte auf, solchen Unsinn zu posten, das ist mehr als Verkehrsgefährdend.
Wer keine Ahnung hat oder zu billig ist, sich ein WHB zu kaufen, soll es bleiben lassen
Zum Einstellen selbst
Zuerst ist die Handbremsverstellung zu lösen, dann an der Rad-Bremse eine ordentliche Grundeinstellung, danach erst Handbremse einstellen. ( das gilt für jede Trommelbremsanlage, nicht nur beim Mog )
Bei Aufgebocktem FZ dürfen sich die räder nach dem Anziehen der Handbremse auf 4 Zähne nicht mehr von Hand drehen lassen, beim 2.Zahn muß bereits das AnhStV ansprechen.
Das Verstellen der Bremsseile hat überhaupt nichts damit zu tun, sondern dort wird das Ansprechen des Anhängersteuerventils eingestellt.
Wenn einer schon an seiner Bremse rumbastelt und sich und andere in Gefahr bringt, so möge er aber nicht hier auch noch so einen Schwachsinn posten.
 
Hallo Helmut,
danke fuer Deinen Kommentar. Ich stimme dem vollkommen zu, denn mit den Bremsen sollte nicht gespielt werden! Nur fachkundige Leute, ob Werkstatt oder gut selbst trainiert, sollten daran arbeiten. Ich finde die Werkstatthandbuecher nicht schlecht, obwohl etwas komisch aufgebaut, aber dennoch sind die entsprechenden Reparutur- und Einstellungsmoeglichkeiten gut beschrieben. Den Mog hinten aufbocken und vorne verkeilen, und dann im dritten Gang laufen lassen, na, ich waere aus der Werkstatt geflogen, wenn ich sowas frueher gemacht heatte. Da braucht doch nur die hintere Aufbockung nicht ganz sicher zu sein und der Mog faellt runter, schiesst dann nach vorne und richtet Unheil an, was Schwerstverletzungen einschliesst. Also, nicht zu empfehlen, oder gar verboten!!

Gruss aus dem immer noch kalten (-30) Nordwesten Kanadas

Albert Koehler
 
Hallo Helmut,
Du hast wie meistens recht,
Frau oder Mann sollte die Finger von den Bremsen lassen ohne
diese in ihrem Aufbau zu verstehen!!! IAnsosten ist das
im (WHB) Werkstatthandbuch bestens beschrieben.


Viele Grüße aus dem schönen
Nassauer Land
wünscht Hans-Jürgen
 
Hallo Helmut
Auch wenn du Moderator bist halte doch bitte den Ball etwas flacher.
Dann lies dir doch mal die Fakten richtig durch bei Buch und Bild.
Was ist denn der unterschied zwischen einem Anhstv und einem
Handbremsventil ?Ich glaube da mußt du noch viel nachlesen.
Und was ist mit den Großen MB-Tracks da sind Bremsgestänge angeblich
krumm oder verzogen ,obwohl die gar keine besitzen .Aber man hat
wieder von sich hören lassen und man ist Moderator und andere verlassen
sich darauf und wissen genau soviel wie vorher.
Ich glaube du hast noch nie einen 406-416 gefahren dann würdest du
nicht von 2 Zähnen reden ,lies doch mal bei Buch und Bild nach wie
lang der Hebelweg sein darf bevor das Handbremsventil anspricht.


Gruß Roland U 406
 
Hallo,


@ ALLE


...also, habe die ganze Zeit bislang nur mitgelesen ohne zu kommentieren. Als alter KFZler kann ich dazu nur folgendes sagen:

HÖRT AUF AN EUREN BREMSEN ZU FUMMELN, WENN IHR KEINE AHNUNG HABT.....

und dies ist gewiß nicht böse gemeint. :wink:

Fahrt auch bitte nicht so direkt die Leute (Mods und Andere) an. Das bringt doch nix und gibt nur böses Blut. Wäre doch schade, oder?

Ich arbeite an meinem 416 und 406 auch mittlerweile anders als ich es damals bei Mercedes gelernt habe. Zum Einstellen der Bremsen gehört noch eine Menge mehr, als es hier bislang überhaupt aufgetan wurde.

Gebe deshalb hier auch keine Tips an Anfänger, die es zum ersten Mal selber machen wollen.
Wenn jemand seine Bremse von meinen Speztl´n eingestellt haben möchte, so kommt er vorbei und er hilft mir, während ich seine Bremse einstelle. Und die erste Bremsenprüfung mache ich immer selbst.

Denkt bitte immer daran, wieviel Tonnen Ihr im ungünstigsten Fall am Arsch kleben habt und Euch im schlimmsten Fall im Nacken drücken.


Also, alle ein wenig ruhiger, ok?



Gruß

Oliver
 
Code:
Was ist denn der unterschied zwischen einem Anhstv und einem 
Handbremsventil ?Ich glaube da mußt du noch viel nachlesen. 
Und was ist mit den Großen MB-Tracks da sind Bremsgestänge angeblich 
krumm oder verzogen ,obwohl die gar keine besitzen

Es ist ein Unterschied zwischen einem Handbremsventil und einem Anhängersteuerventil, biede habe absolut unterschiedlische Funktionen. Deshalb habe sie auch unterschiedliche Namen.

Code:
Aber man hat wieder von sich hören lassen und man ist Moderator und andere verlassen sich darauf und wissen genau soviel wie vorher.

Und was wissen die anderen dann nach solchen Tipps :shock:
Die großen MB-tracs haben beide, die großen Mogs auch, aber nicht der 406 ( außer SA Italien oder Frankreich)

Also nochmal bitte keine blutigen Tipps oder Märchen, und Finger weg von Bremsen, wenn man keine Ahnung hat.

PS: meinen 406 fahre ich auch nicht wirklich :oops: , ich trage ihn immer :mrgreen:
 
Hallo :shock:

Oh oh, was ist den hier los ?!
Eine einfache frage und alle gehen auf einander los, ist das der Sinn des Forums?
Mal schauen ob ich mich auch unbeliebt mache.

Zur eingangs Frage von thomas-406 zurück.
Wenn der unimog so stark nach einer Seite zieht ist es ratsam
die Bremse komplett zu prüfen beziehungsweise instand zu setzen.

Hallo Thomas

Ich an deiner stelle würde alle Räder und Trommeln runter machen
die Trommeln und Bremsbacken auf Verschleiß prüfen und reinigen.
Bremsbacken müssen auch leichtgängig auf den Bolzen sein.
Prüfen ob die Radbremszylinder dicht und leichtgängig sind.
An der Handbremse müssen auch alle Teile leicht gängig sein.
Die Teile die verschlissen sind müssen erneuert werden.

Zur Einstellung der Bremsen,
Das einstellen der Bremse sollte einer vom Fach machen,
oder man lässt es sich von einem Fachmann zeigen.

Habe im letzten Jahr Selbst meine Bremse zum TÜV
geprüft , gereinigt und musste die Bremse dreimal einstellen
bis die Bremswirkung gut war.

Handbuch ist gut Erfahrung ist besser!!

Gruß Thomas
 
Hallo allerseits,
um's vorwegzunehmen: ich lebe noch, alle anderen auch, und mein 406 hat auch nach der Probefahrt keine Schramme :)
Und einen Gruß an unseren lieben Moderator: ja glaubst Du denn, ich würde irgendwo rumbasteln an Dingen, von denen ich überhaupt keine Ahnung habe und wo ich gar nicht weiß, was ich mache? Nee, ich selbst möchte ja auch heil wieder aus der Kiste aussteigen, und deshalb würde ich niemals selbst z. B. Schläuche wechseln, um danach die Bremsflüssigkeit nachzufüllen bzw. zu erneuern, entlüften etc. - das ist mir in der Tat viel zu gefährlich.
Aber zwei völlig "linke Hände" hab ich ja nun auch nicht, und auch wenn ich nicht jahrelanger Mog-Experte (?) bin, ist mir der Sinn der Exzenterschrauben und der Bremsmechanik schnell klargeworden. Undicht war nirgendwo etwas, also habe ich gestern den 22er Schlüssel in die Hand genommen, Rad für Rad abgenommen und lediglich mittels der Exzenterschrauben das Bremsspiel gleichmäßig eingestellt. Dabei ist mir übrigens auch aufgefallen, daß 1/4 Umdrehung zurück viel zuviel ist. Lange Rede, kurzer Sinn, Ergebnis: die Bremsen ziehen jetzt gleichmäßig (ehrlich!!!).
Und zur Beruhigung: im März muß der 406 zum TÜV, dann wird er die Fachwerkstatt der Genossenschaft sowieso von innen sehen, und die werden dann auch "profimäßig" nach den Bremsen schauen - versprochen. :)
... hatte gar nicht geahnt, daß so eine einfache Frage derart die Gemüter erhitzen könnte :?

Gruß an alle, Thomas
 
Hallo zusammen, ich habe mal eine Frage zur Bremsanlage 425 U 1300.
Mein Bremsdruck an den Prüfventielen Luftseitig beträgt 8,5 bar was so auch in Ordnung zu sein scheint.
Allerdings kann ich das Bremspedal ganz durchtreten. Ist das normal ? Der Mog bremst auch trotz mehrmaligem entlüften ( Bremssättel alle überholt, Scheiben und Beläge und Leitungen als auch Schläuche neu) nicht kräftig. Braucht ein paar Meter bis er steht. ALB 4 Kreis schutzventil Druckregler.... alles neu. Die Bremswirkung bleibt immer gleich wie vor der Reperatur. Wer kann mir sagen was das sein könnte und wer weis wie hoch der Druck an den Prüfventielen in der Bremsleitung sein muss?
Vielen Dank