TÜV-Erlebnis mit Unimog feindlichen Prüf. Ing.

bit117

New member
25. Feb. 2005
13
0
1
musste mal wieder meinen 421 /BJ77 zum TÜV bringen. Da die mir beim TÜV letztes mal versehtlich (oder unwissentlich) 2 Jahre schenkten dachte ich da gehts du wieder hin.

Hatte wohl den lausigsten Ing. erwischt. War morgens um 8:00 hingegegangen und um 9:45 ohne Plakette wieder raus und kam mir vor wie ein Verbrecher. Habe eine volle landw. Ausstattung dran (Kraftheber, Frontlader, Zapfellenverlagerung etc.) mit grüner Zulassung und musste den Kerl erst überzeugen dass ich keine ASU brauche und noch nie hatte. Ich musste erstmalig die Frontscheinwerfer oben in Betrieb nehmen obwohl man das nur bei Schneepflug etc. darf, die Scheibenwaschanlage vorführen und ging dann mit 6 Mängeln u.a. die Rückleuchten hatten ein kleines Risschen und er verlangte neue. Der einzig verständliche Mängel war eine lose Schraube an der Lenkung die ich übersehen hatte alles andere reine Schikane . Nachdem ich dann halt alles so gemacht hatte wie er es wollte wurden bei der Nachuntersuchung durch den selben Kerl neue Mängel festgestellt die Lenkstange war nun ausgeschlagen und am Anhängeranschluss für Einkreis (an der komb. 1/2 Druckluftanlage) hat er solange rumgefingert bis das Ventil drinnen hängen blieb. Auf den neuen Mängelbericht wieder ohne Plaktette standen dann wieder 4 Mängel u.a Lenkstange und Einkreiskupplung für insgesamt 400 EUR. Ich fuhr wutentbrant davon und entschloss mich mal bei der Dekra vorzufahren. Die Gebühr war zwar nochmal zu zahlen und mit 61 EUR genau zwei Euro teurer aber nicht einmal 10 Minuten war ich draussen mit Plakette und dem Ergebnis "Fahrzeug ohne Mängel". Obwohl der Dekra Ing. die Lenkung intensiv prüfte konnte er kein Spiel feststellen. Die Bremsanlage die auch einwandfrei funktioniert, befand er für einwandfrei und hat mir etwas Fett an das Einkreisventil gemacht und meint wenns halt wenig benutzt wird. Er sagte noch das selten solch gepflegte Unimog kommen und das wars.

Leider war nun nachmittag um 16:30 und der ganze Tag verbraucht.

Wo ich künftig zuerst vorfahre ist für mich keine Frage mehr. Gut dass es da endlich Wettbewerb gibt.

Die Unimog Freude lasse ich mir aber deswegen nicht verderben.

Will nun sehen ob ich den MOG auf 60 begrenzen lasse und dann nur alle 2 Jahre vorführen müsste.

Weiss von euch das jemand ob dass dann amtlich ist ?

Thomas
 
Hi
ich habe meinen Mog auf 60 und auch 2 Jahre Tüv bekommen, bin mir aber nicht sicher ob das Absicht war oder nicht.
 
manche TÜV-Onkels sind ganz arme Wichte!
Da hat jemand die Frechheit, nicht mit einem 08/15-Auto zu kommen und eine Plakette haben zu wollen! Wo kommen wir den da hin!
Typischer Fall von Angst/Unsicherheit, dann wird der Harte rausgekehrt. Ich habe für diese Würmer nur Mitleid übrig.

Mit Drosseln auf 60 und zwei Jahre Tüv wird offiziell nichts! Zwei Jahre Tüv bekommen Fahrzeuge nur, wenn sie maximal 40 km/h schnell sind oder nicht mehr als 3,5to zGG haben. Oder gibt es da eine neue Regelung? Musst du halt ablasten oder 411 fahren :wink:
 
mit Leergewicht von 2850 kann ich auf 3499 abgelastet nicht mehr viel auf die Pritsche laden 700 kg sind immerhin 28 Säcke Zement weniger.

Da suche ich mir besser eine lieben Dekra Ing. zur jährlichen Abnahme. In unserem dichten deutschen Gesetzesdschungel weiss man nie ob man bei Überladung nicht gleich ins Gefängnis kommt oder vorbestraft wird.

Thomas
 
Glaube das schlimmste für den Ing. war das ich am Nachmittag die Frechheit besessen habe und mit den behobenen Mängeln schon wieder da stand ohne eine teure Werkstattrechnung zu haben. Es kann ja nicht sein dass man als Landmaschinenmechaniker sein Fahrzeug preiswert über den TÜV bringt. Genau, wö kämen wir da hin.

Thomas
 
Hallo,
Beileid zu slchen Erlebnissen.
Ich fahr immer zur Dekra nach Straubenhardt. Der Prüfstellenleiter dort kann in der eigenen Familie auf Unimogbesitz seit 1952 blicken, der weiß was Sache ist. Mit seinem Vater war er 52 in Gaggenau um den ersten Familienmog abzuholen, bestellt hatte ihn der Senior noch bei Böhringer! Also wenn der Mann nicht weiß wo beim Unimog was zu prüfen ist, wer dann???
 
Hallo,
geradezu gegensätzlich war mein Erlebnis beim Vollgutachten meines 411ers vor zwei Jahren: Ein rel. junger TÜV Ingenieur nahm meinen Unimog ab, mit dem Ergebnis ohne Mängel. Meine Lenkung hatte Spiel. Dies kommentierte er mit der Aussage: "Luft braucht man zum Leben!" Als ich auf die Grube fuhr, kamen gleich drei Prüfer und bekamen leuchtende Augen. Einer davon drückte mir gleich eine Einladung für ein Oldtimertreffen in die Hand.
So verschieden können die Prüfstellen sein...
Gruß, Joachim
 
Ein ähnliches Erlebnis hatte ich letztes Jahr, als ich den 1t BW-Anhänger für meinen 404 zulassen wollte. Nebenbei bemerkt brauchte ich nur ein Testat, weil ich rote 07er Nummer habe...
Das war so ein "Wanderprüfer" der von Werkstatt zu Werkstatt fährt.
Es fing damit an, daß er trotz vorhandenem Bundeswehr Fahrzeugschein den Anhänger komplett vermessen hat. Als nächstes hat er die orangen Bremslichter bemängelt. Auf meinen Hinweis, daß diese auch am Zugfahrzeug
vorhanden seien und das bei diesem Baujahr durchaus zulässig sei, gab er sich erstmal zufrieden.
Bis ihm dann auffiel, das der Hänger ja sehr viel Bodenfreiheit hat und kein Unterfahrschutz vorhanden ist. Muß auch nicht, steht extra im BW-Schein, da es sich ja um einen Geländeanhänger handelt.
Er meinte nur, daß es keine Geländeanhänger gibt ( obwohl es genau so im Schein steht) und daß ich ja überhaupt nur auf der Straße fahren dürfte. Ah ja...
Das Ende vom Lied war, daß er auf den Unterfahrschutz bestand ( auf die Frage, wie ich dann das Reserverad herausbekommen sollte, wußte er auch keine Antwort) und ihm die orangen Bremsleuchten auch nicht mehr gefielen. Also kein Testat :evil:
Ich bin dann am nächsten Tag zur TÜV-Prüfstelle gefahren, dort hat es 30 Minuten gedauert, bis ich mein Testat hatte. Der Prüfer kannte den Anhänger und auch den 404 noch vom Bund und hat nur den Kopf über seinen Kollegen vom Vortag geschüttelt. Er hat dann auch gleich noch seine Kollegen geholt, die sich alle sehr für mein getarntes Gespann interessiert haben. SO kann es auch gehen.
Beide Prüfer waren übrigens vom Tüv-Nord!
Ich weiß jedenfalls, wo ich in Zukunft meine Abnahmen mache lasse!

Gruß,
Christian
 
Hallo Leute,

nun zerreißt mal nicht alle Prüfer. Es sind auch nur Menschen, die wie wir auch Stärken und Schwächen haben. Daß nicht jeder Prüfer sämtliche Vorschriften aus dem Stehgreif weiß und auch mal welche verwechseln kann ist menschlich. Der Paragraphendschungel läßt grüßen! :wink:
Das geht mir auch oft so. In Sonderfällen kann man da schon ganz leicht mal daneben langen. (Und was gibt es nicht alles sonderliches am und um den Unimog :lol: :lol: :lol: )
Auch muß man berücksichtigen, daß doch auch ein gewisser Ermessensspielraum bei Untersuchungen vorhanden ist.
Sollte aber ein Prüfer groben Mist abliefern und dem Fahrzeugbenutzer dadurch auch noch Kosten entstehen, dann gibt es ja noch die Qualitätssicherung der jeweiligen Prüforganisation. Ich hatte mal so einen Fall (da hat der Prüfer mehrfach nichteintragungsfähige Anbauteile eingetragen), da hat er von der eigenen Organisation ganz kräftig auf die Finger gehauen bekommen. Außerdem stand für ihn ein Strafverfahren wegen mittelbarer Falschbeurkundung im Raum.
Den Kontakt zur Qualitätssicherung kann man bei der Prüfstation der jeweiligen Organisation erfragen.

Grüße aus dem Schönen Frankenland


Tobias
 
Kann man eigentlich gegen solche TÜV-Entscheidungen angehen? Denn ein Riss im Scheinwerfergehäusebeeinträchtigt nicht die Verkehrssicherheit, und nur die soll da ja geprüft werden. Solange die Lampe funtioniert, kein Wasser zieht und man sich and en Risskanten nicht schneiden kann, dürfte er doch wohl nix sagen.
Oder ist man als Bürger der Willkür dieser Institution schutzlos ausgeliefert?
 
Dieser besagte Prüfer hat eine ordenliche Prüfung gemäß §29 STVO durchgeführt, jedenfalls hat er sie so in Rechnung gestellt. Dabei hat er diverse Mängel festgestellt. Nun ja, ein Riß im Rücklicht kann man als gerinfügigen Mangel betrachten, wenn aber an der Lenkung eine Schraube los ist, so wäre die Wiedervorführung ja noch gerechtfertigt. Wenn er aber bei der Wiedervorführung neue Mängel feststellt, so taucht doch die Frage auf, warum hat er die Mängel nicht bei der ersten Untersuchung festgestellt, ein Verschleiß an der Lenkstange tritt ja nicht innerhalb von 3 Stunden auf. Aber egal, wenn diese Mängel vorhanden sind oder wären, warum also nicht in der ersten Prüfung festgestellt? Antwort, er hat die erste Prüfung nicht ordnungsgemäß durchgeführt, aber als solche berechnet. Wenn man jetzt ganz bösartig ist, könnte man annehmen, der Mensch hat eine Leistung vorgetäuscht und dem Kunden aber berechnet, und das ist wohl Betrug.
 
Mir fallen zu der ganzen Sache 2 Dinge ein. Erstens darf der Prüfer bei der Nachuntersuchung nicht wieder eine HU machen. Er darf m.W. nur die Mägngelbeseitigung überprüfen.
Zweites müßen Fahrzeuge mit grüner Nummer, also Landwirtschaft, nur alle 2 Jahre zum TÜV. Wenn's da nicht wieder eine Klausel wegen dem Gewicht gibt.
 
hallo,
ich musste vor einem jahr mit meinem voyager nochmal vorfahren wg. fehlenden innenspiegels bei vorhandenseins von zwei aussenspiegeln und etwas zuhoch eingestellten scheinwerfern (mit leuchtweitenregulieung) beim tüv süd in aschaffenburg. wir haben jetzt hier einen freien prüfer, der guckt sehr genau was sicherheit angeht, sagt aber auch mal: wenn das morgen in ordnung ist komm gerade vorbei und du kriegst deinen stempel. und ohne extrakosten.
mt gruß vom main. justus.
 
Moment mal! Wenn die erste Untersuchung gemacht wurde und er bei der Nachuntersuchung weitere Mängel erkennt, so gibt er doch zu, daß er bei der ersten Untersuchung schlampig gearbietet hat!?!?!?
Er widerspricht sich quasi selbst - und das auch noch schriftlich!

Oder sehe ich das falsch?
 
Hallo Dampfmog
Die grüne Nummer hat nicht unbedingt was mit LOF.zu tun deshalb muß
meine Doka auch jedes Jahr zum Tüv.
Aber bei mir ist es kein Problem der Prüfer kommt jeden Freitag zu mir
in die Werkstatt und meine Aussage das der Mog in Ordnung ist genügt
ihm und er macht ne neue Plakette drauf.
Natürlich ist es auch eine Vertrauenssache,die durch die langrährige
zusammen Arbeit entstanden ist,von der auch die anderen Nordlichter
wie Ulli, Michael,Frank usw. Profitieren.

Gruß Horst
 
Hi Horst,

möchte von Deiner langjährigen Zusammenarbeit mit deinem Prüfer auch profitieren. Was muß ich machen um ebenfalls in den Genuß zu kommen? Dachte bisher das sowas nur in Italien oder Russland möglich ist!

Ne ne Spass beiseite. Ich bin mir sicher das Eure Mogs jeder Prüfung standhalten!
Aber mit Deiner Durchsage hast Du wohl keinem einen Gefallen getan, schon gar nicht Deinem Prüfer.

Schöne Grüße in den Norden
Armin
 
bis max. 40 km/h und oder nicht mehr als 3,5 t zgG ist wohl amtliches Kriterium für 2 Jahre sonst eben nur eins. Mein Vater hat einen Jeep als Zugmaschine zugelassen der kriegt mittlerweile 2 Jahre. Ein TÜV-Prüfer sagte ihm vor einigen Jahren es gäbe eine Änderung im Gesetz und der Jeep bekomme nun 2 Jahre. Dies ist wohl weil er nicht über 3,5t zgG liegt scheinbar war das früher noch weniger dass sogar der kleine Jeep betroffen war.

So ein Auzug der aktuellen Anlage zu §29 StVzO
2.1.4 Kraftfahrzeuge, die zur Güterbeförderung bestimmt sind, selbstfahrende Arbeitsmaschinen, Zugmaschinen sowie Kraftfahrzeuge, die nicht unter 2.1.1 bis 2.1.3 fallen
2.1.4.1 mit einer bauartbestimmten Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 40 km/h oder einer zulässigen Gesamtmasse
<= 3,5t 24 Monate
2.1.4.2 mit einer zulässigen Gesamtmasse
> 3,5t <= 7,5t 12 Monate



Ich vermute da kann man nur auf Glück (Unkenntnis des Prüfers) hoffen. Sonst auf 40 Km/h begrenzen lassen oder auf 3,5 t ablasten. Ich finde beim 421 beides nicht praktikabel denn dann kann man nicht mehr auf der Schnellstrasse fahren und das ist manchmal sehr praktisch oder man kann kaum noch was (legal) auf die Pritsche laden,

Wegen der. 2. Nachprüfung habe ich mich übrigens beim Prüfstellenleiter beschwert und im mitgeteilt das ich nicht wieder kommen werde (Dekra sei Dank). Dieser will mit den Ing. reden und zurückrufen. Ich darf also gespannt sein.

Thomas
(bit117)
 
Hallo Armin
Mein Mog ist seit der letzten Tüvprüfung vor einem Jahr 2500 Km
gefahren und wenn ich nichts geendert habe was soll damit sein ?
Zu der zusammen Arbeit: Der Prüfer nimmt in etwa 10 Fahrzeuge
pro Freitagmorgen bei mir ab (manchmal auch nicht)und das seit mindestens 15 Jahren,dann kannst du dir ein Bild machen was ich
mit "vertrauen" meine.

Gruß Horst