U 416 Motor ausbauen

freestyle

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04. Dez. 2015
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Servus miteinander!

Mein OM352 (im 406) steht auch kurz vor einer Revision.
Wie lange dauert es denn ungefähr, nachdem die Hütte gekippt ist, um den Motor auszubauen?
Nehmen wir einfach mal den Ablauf aus dem Werkstatthandbuch an, ohne irgendwelche
Probleme.
Danke im voraus für die Info!

Grüße
Andy
 
Servus Andy!

Beim ersten Mal Motor ausbauen habe ich mal einen ganzen Samstag eingeplant um sicherzugehen. Ich denke wir werden schon ca. 4-5 Stunden gebraucht haben, aber gemütlich.
Nachdem wir zuletzt den Motor zum zweiten Mal rausgenommen haben würde ich sagen waren es nur mehr 2,5h. Da haben wir halt schon gewusst wie/wo/was hakt.

Diese Woche bekomme ich neue Stösselstangen, dann geht's weiter :party

LG
Markus
 
Hallo Andy
mal als Anhaltspunkt Mercedes gibt für den Ein-Ausbau (Arbeits-Nr 001 050 00) incl Fahrerhaus kippen etc 126AW (10,5 h)vor, bei bereits gekippter Hütte (Arbeits-Nr 001 051 00) werden 96 AW (8h) vorgegeben. Alles andere hängt von deinen vorhanden oder greifbaren technischen Möglichkeiten und deinen Schrauberkünsten ab.
 
Hallo Andy,

hab noch zwei wichtige Tipps für dich:

1. Bau den Lüfter vom Motor ab - der hakt beim ausfädeln
2. Gib unter das Getriebe einen kleinen Hydraulikheber (Hubmännchen) da der Motor schräg nach vorne/oben rausgehoben werden muss (ansonsten kannst du die Welle, welche vom Getriebe in die Kupplung ragt beschädigen bzw. den Motor kaum ausfädeln) - das hat uns beim zweiten Mal extrem viel Zeit eingespart

LG
Markus
 
Mahlzeit!

Danke, bin für jeden Tip dankbar.
Darf den Motor beim Motorinstandsetzer ausbauen und ein wenig mitarbeiten damit ich nicht
so weinen muß wenn ich die Rechnung bekomme :mrgreen: :spitze

Bis dann
Andy
 
Hallo
der 'Motor muss schon beim Anhängen im Geschirr schräg nach hinten und etwas nach rechts geneigt eingehängt werden. Ich habe im Geschirr immer Spannschlösser, mit denen ich die Neigungen einstellen kann. Das Fahrerhaus ganz nach vorne über den Totpunkt kippen, dazu muss hinten ein Halteseil oder besser ein kleiner Flaschenzug eingehangen werden. Die Anbaubeschläge vorne sollten dazu auch weg.
 
Servus Helmut und Markus,

die Anbaubeschläge sind schon ab, hat mir der MI schon gesagt das die weg müssen.
Wg. der Kippvorrichtung, ich hab die große nicht die kleine also ich hab keine Ösen an
der Hütte und keine Gewinde im Rahmen. Ich hab die die an die Hütte unten an der
Querstrebe unterm Grill geklemmt werden und am Rahmen mit je 2 Haken-Schrauben
geklemmt werden mit der Strebe an der die Hütte dann "anliegt".
Gekippt wird dann über 2 Steckbolzen.
Helmut, weißt Du zufällig ob ich mit der Kippvorrichtung über den Totpunkt komme?
Sollte das nicht funktionieren dann muß ich halt mit der Flex ran.
Die Abstützung habe ich nach den Plänen im Forum nachgebaut, reicht der Winkel
dann noch nicht aus? Muß ich die Hütte mit Flaschenzug abfangen?
Das Lüfterrad werde ich dann auch abbauen wenn die Hütte gekippt ist.
Motorlager lösen, Motor leicht anheben und Getriebe unterbauen hab ich schon gelesen.
Vielleicht gehts am Samstag schon los. :trink
Bis dann!

VG
Andy
 
Hallo Andy
mit den Beschlägen müsstest du über den Totpunkt kommen. Die Stütze ist da nicht hilfreich. Aber egal ob mit oder ohne Stütze, sobald der Kipppunkt überschritten ist gehts nach vorne ab, die Stütze kannst du ja erst zum Schluss einbauen, nachdem das Fahrerhaus gekippt ist. Und du solltest reichlich über den Totpunkt kippen, sonst kommst du mit dem Kran nicht von oben durch.
 
Hallo Andy,

habe die Hütte mit einer alten Stahlkette und einem Karabiner am fahrerseitigen Auftritt gegen zu starke Neigung nach vorne gesichert. Die Stange zum Festmachen der Kabine habe ich mir von einem Unimog-Kollegen ausgeliehen.

Das Fahrerhaus geht locker über den Totpunkt und der Platz reicht aus um den Motor gut rauszubringen. (Als ich das Erste Mal die Hütte gekippt hatte dachte ich mir warum ich das für manche Reparaturen nicht schon viel früher gemacht habe :D )

Schau, dass du zum Rausheben mindestens noch zwei Kollegen dabei hast weil am Anfang ist es etwas fummelig die Ölwanne aus dem Rahmen rauszulenken. So hat jeder eine heikle Ecke im Blick und nichts wird verbogen (bei mir hat es die Betätigungsstange der Motorstaubremse verbogen, die lässt sich allerdings wieder gerade biegen ...)

Viel Erfolg!

LG
Markus
 
Hallo zusammen,

so, der Motor ist raus.
Ging besser als ich befürchtet habe.
Das Lüfterrad abbauen hat sich auf jedenfall rentiert.
Wieviel Radialspiel darf denn die Getriebeeingangswelle haben?

VG
Andy
 
Hallo zusammen,

habe ja den Motor wg. leisem fast nicht wahrnehmbaren seltsamen klopfendem Geräusch und stark sinkendem Öldruch bei warmen Motor zum Instandsetzer gebracht.
So, folgende Dinge kamen ans Tageslicht:

- Kurbelwellen und Pleullager sind durch
- Auslassventile verschlissen
- Kolbenringe stark verschlissen
- Luftpresserzylinder voll Öl
- Ventilführungen zu viel Spiel
- Stößel mit Rissen
- Kupplung bald am Ende
- Zylinderbuchsen mit leichten Riefen
- Ein Kurbelwellenzapfen leicht eingelaufen
und ein paar Kleinigkeiten....

Jo, das hat sich schon mal gelohnt den Motor auszubauen.
Hoffe er läuft Ende Februar wieder.
Bis dann!

Grüße
Andy