U 421 - Zapfwellen / Gelenkwellen

Karl_Bauer

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28. Aug. 2002
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Hallo!


Eine Frage an die Praxis:

- Der U 421 benötigt bereits mit und ohne Verlagerungs- bzw. Wendegetriebe in der Regel sehr kurze Gelenkwellen, im Vergleich zu "normalen" Traktoren.

- Bevor ich jetzt anfange die vorhandenen Standardgelenkwellen willkürlich zu kürzen, wollte ich doch nochmals fragen, wie man da am besten vorgehen könnte:


A. Einsatz der Gelenkwellen

* Verschieden lange Halbgelenkwellen mit Außenrohr;
* eine ziemlich kurze Halbeglenkwelle mit Innenrohr (Vollprofil).

oder umgekehrt?

Geräte, die vermutlich zum Einsatz von solchen Kombinationen sowohl für den Heck- als auch den Frontanbau taugen:

- Holzspalter;
- Kreissäge;
- Schredder


- Ackerfräse mit eigener Rutschkupplung; die muss vermutlich gekürzt werden;

- DF-Ladewagen; hier muss vermutlich auch eine eigene Gelenkwelle angepasst werden;

- Seitenschneeschleuder; hat eigene Gelenkwelle.

Habe noch eine ältere Ratschenkupplung hier liegen. Sollte die zum Einsatz kommen? Sie müsste erst einmla revidiert werden.


B. Abmessen der richtigen Längen

- Hier sollte vermutlich jedes Gerät in jeder möglichen Kombination (Frontanbau mit Wendegetriebe; Heckanbau, mit oder ohne Wendegetriebe) in verschiedenen Aushubhöhen der Dreipunktgestänge gemessen werden?

- Wie sollte die Reserve auf dem Schieberohr sein, damit durch Verzängen bei eventuell beim Ausheben oder durch Seitenverschiebung der Unterlenker zu langen Gelenkwellen kein Schaden am Unimog-Lagerbock oder dem Gerätelagerbock entsteht? Dei Lager sind doch nicht auf Axialbelastung ausgelegt.

Vielelicht gibt es da eine Faustformel, die die kürzeste Entfernung, die auf diese Weise zwischen den Zapfwellenstummeln gemessen wird, in die richtige Längenkombination der beiden halben Gelenkwellen zu bringen. Es sollte doch 30 cm Überlappung zwischen Innen- und Außenschieberohr sein?


Die Teile gibt es doch einzeln im Agrarhandel, so dass es möglich sein sollte, möglichst viele Kombinationen mit möglichst wenig Material zu schaffen.

Wo bekommt man einen "Wulst", um z.B. auf das Wendegetriebe oder den normalen Zapfwellenschutz aufstecken zu können?



Danke und Gruß! Karl
 
Hallo Karl!
Du stellst immer schwierige Fragen! Man kommt sich vor wie bei einer Prüfung :wink:

Ich vermute, Du wirst nicht vermeiden können mehrere Gelenkwellen anzuschaffen. Das sollte bei einen Stückpreis von 75 Euro für die schwachen Modelle kein finazielles Problem sein.

Ich glaube, wenn Du einzelne halbe Gelenkwellen zusammenstellst, kommt das wesentlich teurer als komplette Ganze.

In meiner Lehrzeit (ist schon lange her) haben wir das so ausgemessen: den kürzesten Abstand und 5cm Luft und beide Stücke gleich lang um maximale Überschneidung zu haben.

Ratschenkupplungen benötigen eigentlich nur Geräte die keine Keilriemen und sonstige Rutschkupplungen haben oder schwach gebaut sind.
 
Hallo Karl,

ich sehe die Sache so wie Herbelix.
Für jedes Gerät eien eigen vollständige Zapfwelle ist das einfachste.
Wenn du mit Kombinationen aus verschieden Zapfwellen durch umstecken neue erstellen willst, dann ist die Gefahr dass du mal die falsche Kombination benutzt und diese dann zu lang ist (wäre für das Verlagerungsgetriebe tötlich) groß.
Denk an die Kosten für ein Getriebe und was eine billige Zapfwelle kostet.
Neue leichte Zapfwellen bekommst du je nach Länge incl Zapfwellenschutz zwischen 75.- und 100.- Euro.

Überdeckung maximal halten und wie Herbelix geschrieben hat ca 5 cm Sicherheit lassen.
Ich mach es ebenso.

Grüße

Thomas

PS: Du kannst die Zapfwellerohre auch einzeln kaufen und dir z.B. aus einer zu kurzen Welle ne längere bauen wenn du die Ratschensicherung weiterverwenden willst. Rohre biete unter anderem Ritec ab ca 25.- Euro / Meter an (leichte Reihe)