U1000 Bremssattel undicht

tremomax

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17. Jan. 2011
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85296 Rohrbach-Fürholzen
Servus zusammen,

wie schon in "Landwirtschaft mit dem Unimog" erwähnt, musste ich den Strohballentransport wegen akuter Inkontinenz am hinteren rechten Rad vorzeitig beenden. Jetzt habe ich den Übeltäter ausfindig gemacht...
Es ist eine Dichtung des Bremshebels unter dem aufgepressten Deckel am Bremssattel, wo er Bremsflüssigkeit verliert.
Erste Auskunft der Sternwerkstatt war: "Muss zerlegt werden um zu schauen, ob man da noch überhaupt was machen kann...!" Ein neuer Sattel kostet ca. 1200 Teuronen.

Hilfe...!

Kennt einer von Euch das Problem und weiss günstigere Alternativen?

P.S. Der Simmering hinter der Bremsscheibe schwitzt auch schon ein wenig...

Schönen Sonntag noch,

Max.
 

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Guten Morgen,

falls du wirklich einen neuen Bremssattel benötigst hier eine Adresse, bei der ich vor einiger Zeit "zwei zum Preis von einem" eingekauft habe. Originalpreis 1.200€ + Mwst (Einzelpreis) dort zwei zum Preis von 1.750€ inkl. Mwst. inkl. Bremsscheiben, inkl. Bremsklötze inkl. Kleinteile.

NB-Parts GmbH
Fährstr. 9, Eggolsheim Telefon: (09545) 44361 0

Sind zwei nette Jungs die den Laden betreiben.

Viele Grüße
Axel (Nordbayern)
 
Hallo Max,

quäl doch mal die Suchfunktion mit "Bremssattel", da findest du viele aufschlussreiche Beträge.

Wie oftmals erwähnt gibt es einen Rep- Satz für den Sattel. Den Sattel selbst zu reparieren ist jedoch eine etwas anspruchsvolle Arbeit, selbst für einen geübten Schrauber. Schau dir auch das WHB an, dort kannst du dir dann den Überblick verschaffen und entscheiden, wie du weiter vorgehst.....

Schöne Grüße
Sebastian
 
Hallo Max

Hatte ein ähnliches Problem an meinem Mog. Dort war ebenfalls der hintere rechte Bremssattel undicht, aber an dem Bremskolben. Rep.Sätze gibt es bei MB für die verschiedensten Komponenten zu kaufen.
Wenn ich mich richtig erinnere gibt es für den hinteren Sattel 3verschiedene Rep Sätze.
Einer ist auch für den Handbremshebel, allerding solltest Du bei der Reparatur schauen ob die zylindriche Dichtfläche am Handbremshebel noch i.O. ist.
Ein neuer Hebel schlägt auch schon mit ca. 300€ zu buche.
Den Wellendichtring am Vorgelege würde ich wenn Du schon eine Undichtigkeit siehst gleich mitwechseln. Dort auch auf die Lauffläche der Abstandsscheibe schauen, wenn die eingelaufen ist müßtest Du die auch tauschen.
Viel Spass beim Schrauben.

Gruss Holger
 
Servus an alle,

heute habe ich beim MB-Händler den Dichtsatz für den Bremssattel bestellt und gleich den Wellendichtring mitgenommen.
Für alle, die es interessiert, hier die Teilenummer:

Wellendichtring: A 016 997 75 47

Beim Rausholen des alten Dichtrings kam mir ein wahrer Strom von Abrieb entgegen...
War wahrscheinlich lange nicht richtig mit entsprechendem Öl gefüllt..!

Max
 

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Servus beinand,

letztlich führte kein Weg dran vorbei, meine Fachwerkstatt zu besuchen... Habe mir das mit "dem geübten Schrauber" zu Herzen genommen!
Ich brauchte 2 Dichtsätze, das Ganze war dann in 1,5 h ausgewechselt.

Auf zum nächsten Tropfkandidaten..!

Max
 
Hallo,
ich will mich dem Thema mal anschliessen. Der TüV stellte bei meinem U1000 jetzt fest, dass die linke Feststellbremse später anzieht als rechts. Zum Schluss funktionieren beide Seiten gleich gut. Die Betriebsbremse funktioniert super. Ich fand heraus dass der Hebel auf der linken Seite nur sehr schwer geht (geht nur mit Brecheisen). Jetzt wollte ich den Hebel mal ausbauen und das Innenleben begutachten. Dafür gibt es ja auch einen Reparatursatz. Liege ich richtig mit meinem Vorhaben? Wer hat dies schonmal gemacht? Wie bekommt man den Deckel auf, aufbohren? im WHB ist dies nicht ganz erklärt.

Danke im Voraus

Georges
 
Servus Georges,

das kann ich Dir jetzt beantworten:
Ich bin nach Schilderung meines Problems zur MB-Nutzfahrzeuge Werkstatt gefahren, um dort mit einem kundigen Meister die entsprechenden Teile zu bestellen...
Nur teilweise sinnvoll, wie sich herausgestellt hat, da die Werkstatt kaum Erfahrung mit Unimogs hat.

Der Handbremshebel ist in 2 Nadellagern gelagert, von denen eines fest bzw. voll Wasser und eingerostet war. Eins dieser Lager kostet (laut meiner MB-Trak Werkstatt, bei der ich zum Einbau der Dichtsätze war) 70 €!
Im Dichtsatz auf der Explosionszeichnung sind zwei Lager, Dichtung und Kleinteile enthalten für ca. 80€ + MWSt. (Teilenummer für meinen U1000: A 000 420 07 42).

Um den Handbremshebel rauszukriegen musst Du den anliegenden Bremskolben rausholen und den Federmechanismus (Segering) entfernen.
Das geht über die Einstellschraube, die da "so schräg" im Bremssattel steckt. Schraube auf und raus, dann 5er Inbus.
Anschliessend brauchst Du allerdings auch den Dichtsatz für den Bremskolben (Hab leider keine Teilenummer).
Den Deckel kriegst Du entweder mit Bohren auf oder mit Hammer und Durchschlag. Der Deckel ist quasi eingepresst. Im Dichtsatz ist ein neuer Deckel enthalten (oder sogar zwei, es gab verschiedene Ausführungen der Bremse...)
Dann beide Nadellager entfernen, alles saubermachen und die neuen einsetzen.
Anschliesssend alle Gummidichtungen austauschen, schön einschmieren, den neuen Deckel zusätzlich mit Locktite sichern und alles wieder zusammensetzen.
Beim Anbau an die Bremsscheibe 3 Zehntel Abstand zu den Belegen messen und mit den 2 Einstellschrauben anpassen.
Drehmoment beim Anbau:
Bremssattel: 320 Nm
Radnabe: 420 Nm

Ich hoffe, ich konnte ein wenig helfen...

Liebe Grüße,

Max
 
Hallo Georges, hallo Max,
das Überholen der Bremssättel war eine meiner ersten Tätigkeit an meinem 416er. Mit dem Werkstatthandbuch geht das eigentlich ganz gut. Ohne Handbuch würde ich mich an die Sache nicht ranwagen. Eine Fotodokumentation beim Zerlegen hat mir ganz gut geholfen. Den Deckel habe ich auch aufgebohrt, und herausgehebelt. Den neuen Deckel hab ich eingedrückt und mit einer großen Nuss im Schraubstock axial verstemmt (ohne Loctite). Die Ersatzteile für alle sechs Bremssättel haben mich zusammen ca. 720€ gekostet, aber das hat sich gelohnt. Bei der nächsten TÜV-Prüfung waren die Bremsenwerte sehr gut, und die Zeiger sind bei beiden Achsen und bei der Handbremse absolut synchron hochgelaufen. Ich habe noch ein paar Fotos von der Aktion angehängt. Sorry, die Reihenfolge ist etwas durcheinander. Ich wünsche viel Erfolg bei der Reparatur.

Gruß Karl-Heinz
:mog5
 

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... noch 2 Fotos ...
Ich vermute beim U1000 sieht das alles ähnlich oder gleich aus.

Gruß Karl-Heinz
:mog5
 

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Hallo,
Danke euch allen für die Hilfe und die Fotos. Aber muss ich dafür den Bremssattel öffnen? In anderen Beiträge wird davon abgeraten da dies nur der Hersteller darf. Im WHB wird dies allerdings beschrieben... :technik
 
Servus,
Wir haben den Sattel in der Fachwerkstatt komplett zerlegt. Musst Du auch,
weil Du sonst die innere Achse bzw. den Segering nicht rauskriegst. Sind anschliessend
nur 2 neue O-Ringe fällig (sind im Reparatursatz enthalten). Beim Zusammenbau die 4 Schrauben mit Drehmoment 320 Nm (glaube ich...!) anziehen.

Max
 
Hallo Georges,
ich habe den Bremssattel auch zerlegt. Beim Zusammenbau muss man dann aber neue Schrauben verwenden, da hier Dehnschrauben verwendet werden. Es gibt angeblich Leute, die die Reparatur auch ohne Demontage der beiden Hälften gemacht haben, mit Zerlegen geht es aber sicher einfacher. Zum Anziehen der Schrauben mit dem hohen Drehmoment sollte man zum Gegenhalten zu zweit sein :technik. Hierzu benötigst Du auch einen Torx-Einsatz (Größe weiß ich nicht mehr auswendig) - falls Du noch keinen hast, keinen billigen kaufen, der ist sonst im nu rund gedreht.

Gruß Karl-Heinz
:mog5
 
Hallo,
Danke euch allen. Ich bin jetzt dabei den Sattel zu zerlegen. Ich hab aber trotzdem noch ne Frage. Um den inneren Kolben heraus zu bekommen, muss ich deen mit der Einstellschraube rausdrehen oder kommt der auch mit Druckluft raus? Hänge da noch ein wenig und im WHB steht auch nicht viel drin.


Danke
 
oldman1983 schrieb:
Hallo,
Danke euch allen. Ich bin jetzt dabei den Sattel zu zerlegen. Ich hab aber trotzdem noch ne Frage. Um den inneren Kolben heraus zu bekommen, muss ich deen mit der Einstellschraube rausdrehen oder kommt der auch mit Druckluft raus? Hänge da noch ein wenig und im WHB steht auch nicht viel drin.


Danke


Hallo noch mal,
hat sich erledigt, gestern Abend ging er ohne das kleinste Problem raus. Dafür kämpfe ich jetzt noch mit dem inneren Sprengring der auf der Druckfeder sitzt (da ich den Sattel nicht zerlegen will).
 
Hallo Max

Bei dem undichten Deckel handelt es sich um ein häufiges Unimog-Problem.
Achtung, in den meisten Fällen ist die Ursache tief im inneren des Sattels zu finden.
Hinter dem Deckel darf sich eigentlich gar keine Bremsflüssigkeit befinden.

Bildlink

Bei mir lag es an dem 0-Ring auf der gezeigten Spindel. Aus- und Einbau geht auch ohne die Trennung des Sattels, wenn Du Dir die Hilfswerkzeuge anschaust.
Es handelt sich um eine GWS-Reduziermuffe von 3/4 auf 1 Zoll.

Viel Erfolg

Thomas
 
Servus Thomas,

wie gesagt, wir haben den ganzen Sattel in der Fachwerkstatt zerlegt, gesäubert, mit den zwei Reparatursätzen versehen und wieder zusammengebaut. Du hast aber Recht, der Übeltäter war der eine O-Ring auf der Spindel... Kleine Ursache, große Wirkung.
Inzwischen ist alles wieder montiert, er läuft und bremst hervorragend..!

Schönen Sonntag noch!

Max
 
Hallo,
so ich habe die Geschichte auch hinter mir. Ich habe das ganze auch gemacht ohne den Sattel zu teilen. Am Anfang ist es recht knifflig doch insgesammt ist es nicht all zu schwer. heute wird noch die Bremsleitung gewechselt (die ist mir abgebrochen...) und entlüftet. Dann schnell zum Bremsenprüfstand un ab zum TÜV. Hoffe dass das Wägelchen dann am Freitag wieder läuft denn da geht es in den Wald.
 
Hallo,
ich muss euch nochmal nerven. Leider ist die Sache mit der Feststellbremse noch immer nicht durch.
Ich war gestern auf dem Bremsenprüfstand. Die Fussbremse funktionniert tadellos. Doch die liebe Handbremse... Diese zieht von 15 mal 1 mal spontan an doch 14 mal überhaupt nicht. Der Federspeicher macht seine Arbeit wie er soll. Der Umlenkhebel geht auch ohne Problem. Doch irgendwie hängt es am Gestänge zwischen Umlenkhebel und Kolben. Hatte schon mal einer von Euch das Problem?

Georges