U1000 U424 Getriebe Rückwärtsgang springt unter Last heraus

las

New member
21. Mai 2013
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Hallo liebe Unimogfreunde,

bin neu hier im Forum und habe mich zu meinem Thema auch schon "durchgegraben" aber nichts passendes gefunden. Fahre einen 424 mit Klausbagger und Frontschaufel. Hat erst 13000km Fahrleistung aber ca. 7500 Betriebsstunden. Erstzulassung 1980. Rückwärtsgang läßt sich problemlos einlegen, fährt auf ebener Fläche auch rückwärts doch sobalt leichte Steigung oder kleines Hinternis auftaucht "springt" der Rückwärtsgang (egal ob 1. 2. 3. 4. 5. Gang) unter lautem metallischem Reibgeräusch heraus.

Kennt jemand ähnliches (kennt jemand denkbare Fehlermöglichkeiten) und wie könnte ich es dann evtl. beheben. Befürchte wohl eine Getriebedemontage steht mir da bevor. Woher bekomme ich dazu geeignete Werkstattunterlagen (für De- und Remontage).

Liebe Grüsse
Leon-Alexis
 
Hallo Leon-Alexis
herzlich willkommen hier.
Die passenden Werkstatt-Literatur bekommst du bei B&B hier.
Es gibt zwei Möglichkeiten, das Gestänge geht nicht bis in Endstellung um den Gang sauber einzulegen oder die Schaltverzahnung ist vermutlich rundgenudelt, dann ist eine Zerlegung wohl angesagt.
Üblicherweise ist zuerst der Vorwärtsgang verschlissen, es sei denn durch ein falsch eingestelltes Gestänge wurde der Rückwärtsgang nie sauber geschaltet.
 
Hallo Leon
Ich gehe da mit Helmuts erster Vermutung konform...es könnte ein nicht korrekt eingestelltes Schaltgestänge sein, das hatte ich bei unserem alten U1700 auch schon mal. Damals war die Kontermutter an der Stellmutter locker und das Gestänge hat sich zusammen gedreht, bis wir nicht mehr richtig schalten konnten. Auf die sichbar letzte Einstellung (fehlender Lack) rausgedreht, kontern, Test, fertig!
Du kommst ja von hinter dem Fahrerhaus recht gut an die Gestänge ran und wenn eine zweite Person den Rückwärtgang (bei stehendem Motor) einlegt, während du hinten beobachtest, findest du die entsprächende Schaltstange. :technik Dann kannst du den Schaltweg ja mal testweise durch Herausdrehen der Einstellmutter etwas verlängern. Mit ein klein wenig Glück :spitze ist das die Ursache und du kannst dir weitere Arbeiten am Getriebe sparen.
 
Danke für die schnelle Hilfe und den Tipp mit dem Gestänge. Das habe ich jetzt geprüft -drum hat es mit der Antwort etwas gedauert- und es wäre ja zu einfach gewesen... war aber leider nicht verstellt.

Ich verfolge nun weiter denkbare Einflußfaktoren / mögliche Ursachen:

1. Die Gänge werden ja pneumatisch geschaltet, das "Schaltventil" oder der Schaltzylinder (sitzt ja direkt auf dem Getriebe) funktionieren nicht einwandfrei da sich manchmal nach dem Start kein Gang einlegen lässt...
In´s Ventil habe ich mal Rostlöser eingespritzt

2. Die Feststellbremse öffnet manchmal nicht obwohl ich weit über dem "Minimaldruck" liege. Auch hier vermute ich eben ein schwergängies Luftsteuerventil. Wenn dann der Motor aus ist bläst das Ventil noch "nach". Weiß aber nicht inwieweit Nr. 2 mit Nr.1 zusammenhängen könnte?

3. Für den Aufsatzbagger habe ich ja 2 zusätzlilche Hydraulikpumpen die ich durch einen Drehknopf ein - und ausschalten kann. Das beschriebene Problem scheint "Baggerhydraulik ein" aufzutreten. Kann es da Zusammenhänge geben, wenn ja welche? Muß ich mal mein Klaussbaggerhandbuch lesen vielleicht steht da ja was dazu bzgl. "Fahrschutz bei laufender Baggerhydraulik"...

4. Es macht sich einfach eine Lange Standzeit über den Winter zusätzlich negativ bemerkbar. Werde das gute Stück jetzt mal wieder mehr bewegen

Erdreiche Schaufelbaggergrüsse
Leon-Alexis
 
Retourgang wird nicht Pneumatisch geschaltet- soweit alles original ist.
Das ist nur die Gruppen-Umschaltung.
Dass die Pneumatikanlage- in dem Fall durchaus Sicherheitsrelevant - nicht funktioniert, passt eher zum Gesamteindruck "Alt und wohlgenutzt" als "müsstedochfunktionieren". Nachblasen sollte grundsätzlich garnix. Der schnelle Nebenantrieb hat zwar mit dem Getriebe was zu tun, aber mit dem rest sonst wenig. Außer dass man ihn beim Fahren eigentlich abschalten sollte.
 
Hallo Leon-Alexis
da sind wohl ein Haufen Probleme zusammen, eine überall wirkende Ursache ist Luftmangel.
Meine Ferndiagnose, die Feststellbremse verliert Luft, dadurch kommt es zum Luftabfall im System, der Gruppenzylinder schaltet dadurch nicht und ein Losfahren ist nicht möglich.
Der Rückwärtsgang wird jedoch mechanisch geschaltet, das Rausspringen hat nichts mit Luft zu tun.
Arbeitet das Mehrkreisschutzventil richtig, so das du in allen Kreisen genügend Druck hast, das Manometer zeigt ja nur einen Vorratskreis an.
Ich empfehle dir dringen einmal die Lektüre des Pneumatikschaltplan im WHB.
Vermutlich ist das Auto schlichtweg ein wenig verschlissen.