U2010 - Kopfdichtung oder EP?

rolo

New member
06. Juni 2004
251
0
16
Hallo Mog-Freunde!

seit letzter Woche läuft mein 1952er 2010 nur noch schlecht und sehr rauh.
Zunächst habe ich die Stablühkerzen geprüft. Die sind i.O..
Dann habe ich die EP-Leitungen an der EP nacheinander gelöst.
Beim zweiten Anschluß von vorn verändert sich die Drehzahl nicht.
Daraufhin habe ich die EP-Düse des betroffenen Zylinders ausgebaut und eine auf dem Prüfgerät getestete andere verbaut.
Keine Besserung.
Ich meine, daß aus dem Luftansauggitter abwechseln Luft ein und ausgeblasen wird.
Ich tippe daher mittlerweile auf die Zylinderkopfdichtung.
Da der Motor im jetzigen Zustand stark vibriert, kann ich nicht richtig erkennen, ob im Kühlwasser Gasblasen aufsteigen.
Meint Ihr, ich liege mit meiner Diagnose richtig oder ist es eher die EP?
Wenn ich den Kopf schon mal runter machen muß - Gibt es Arbeiten (Lager, Vorkammer, Ventile) die man sinnvollerweise gleich mitmacht.
(Es ist ein DB-Tauschmotor vom Ende der 60er Jahre verbaut.

Für Eure Meinung im voraus vielen Dank!

Gruß Roland :)
 
Hallo Roland,

um sicher zu gehen dass es die kopfdichtung ist würde ich die Kompression messen aber wenn du Druck im Ansaug hast, kann
es eigentlich nur die Dichtung sein,habe ich auch schon mal gehabt,
Dichtung von 1 nach 2 durchgebrannt und von 3 nach 4 fast durch.

Gruss Jürgen

Ps.wenn der Kopf demontiert ist und die Dichtung in Ordnung ist ,Ventile Prüfen.
 
Hallo Roland,
wenn ich vor diesem Problem stehen würde, würde ich den Kopf zu einem Motoreninstandsetzer bringen. Es gibt da einige Dinge zu bachten, z.B. darf die Höhe des Kopfes ein bestimmtes Maß nicht unterschreiten, dann ist ein planen nicht mehr möglich. Also folgendes sollte kontrolliert werden:
Ist der Kopf krumm?
Ventilsitze
Ventilkegel
Ventilführungen
Ventilschaftdichtungen
Mein Motoreninstansetzer hat mir spezielle Schaftdichtungen angefertigt, "nach dem neusten Stand MB" da die schwarzen mit dem weißen Ring zu schnell aushärten sollen.
Vorkammer prüfen ist sehr aufwendig, neben dem notwendigen Spezialwerkzeug ist die Gefahr groß, dass beim Ausbau die Verdrehnase abbricht, dann ist die Vorkammer sehr schwer wieder einzubauen, da die Glühkerze ja wieder ins Loch passen muß. Also hier sind meistens dann neue fällig.
Wenn also eindeutig die Kopfdichtung defekt ist, würde ich die Vorkammern nicht anfassen!
Ein Tipp noch:
Wenn Du alle Schrauben lvom Kopf los hast und die Stößelstangen herausnimmst, wird eine nicht rausgehen, weil das Fahrerhaus "im Weg ist". Hier brauchst Du einen zweiten Mann, einer zieht den kopf soweit wie es geht nach vorn, der andere entfernt die Stößelstange. Umgekehrt dann genauso!
Nun viel Erfolg bei der Reparatur!
Thomas
 
hallo roland,

nach deiner beschreibung zu urteilen tip ich auch auf die kopfdichtung,
zur prüfung kommpressionsdruck prüfen oder druckverlustprüfung machen.
glühkerzen raus motor so drehen bis die ventile von dem jeweiligen zu prüfenden zylinder zu sind.dan mit dem kompressor (ausblas pistole) in die öffnung der düse luft rein (pistole und düsen öffnung etwas abdichten). dann draf achten wo die luft entweicht. kopf runter sauber machen fals ölverbrauch da war ventilschaftdichtung erneuern dann neue dichtung drauf und zusammenbauen. brauchst keine bedenken zu haben das der kopf verzogen ist (kopfdichtung anschauen->meistens altersbedingt oder zu heiss).

ep kann man auch prüfen funktionstüchtige düse (richtiger as druck) an düsen leitung ran dann motor starten und spritzbild anschauen.

mfg christoph