U403 und schwere Tieflader??

Machen wir das jetzt mit jeder Baureihe durch? der 403 ist der gleiche wie 406, nur mit OM 314 statt 352, der 406 geht von 65 bis 90 PS, je nach Baujahr und Motorvariante. Du solltest dich zuerst mal mit den Typenreihen bekannt machen, dann kannst du ungefähr einschätzen was du brauchst. Dazu ist auch endlich mal zu sagen, woher und wie weit die tour gehen soll, über Autobahn, Berg und Tal oder nur bis zum Nachbarn.
Gruß Helmut
 
Hallo!

Die Tour soll über Bundesstraßen zu Schleppertreffen führen ! ! Bisher bin ich immer mit einem Traktor gefahren meinen Zweiten aufm Hänger und hinten dran noch der Bauwagen !! Ich bin bis jetzt immer so 60- 90 Km weit gefahren und war oft mehr als 4 stunden unterwegs !! Ab nächster saison soll es sich endern und ich habe dabei an einen Unimog gedacht!!

Mfg Sebastian
 
Es gilt 3 PS pro t Zuggewicht ! D.h. 70 Ps, ca. 23 t. Unimog wiegt 4 t also 19 t ziehen.

Auf der autobahn wirst du dir jeden lkw von rechts anschauen können und mit sicherheit den zorn aller derselbigen auf dich ziehen.

auf der landstraße wirds wohl einigermaßen gehen, wenns nicht zu steil ist.

gruß markus
 
Der 403 ist da wohl das Mindestmaß. Mit 70 PS gerade so ausreichend, da du schon etwas Zeit gewinnen willst. Wenn es also preiswert sein soll, ist dieser zu empfehlen, da er billiger zu haben ist wie der 406. Wenn er nur zum ziehen gebraucht werden soll, ist auch keine landwirtschaftliche Ausstattung erforderlich. Kriechgänge sind auch nicht erforderlich, jedoch ist wie beim 406 die Getriebe-Ausführung mit Zwischengängen ratsam, da hier die Gangsprünge halbiert werden können. Diese sind nämlich in der Drehzahl weit gespreizt. Bremstechnisch gibt es ihn mit 1-Leitungs, kombinierter 1-und 2-Leitungs sowie mit reiner 2-Leitungs-Anhängerbremsanlage. Die reine 1-Leitungs-Bremsanlage ist für deine Zwecke abzuraten. Alle weiteren Ausstattungsmerkmale wie Hydraulik, Kipppritsche, FKH oder HKH, Zapfwellen, Cabrio etc ist alles wie beim 406 zu haben (auch untereinander austauschbar) und alles eine Frage des Preises.
Wenn der Tieflader und dein Bauwagen entsprechend ausgerüstet sind, kannst du ihn noch hinten drann hängen, da Zugmaschinen bis zu 2 Anhänger ziehen dürfen.
Gruß Helmut
 
Hallo Sebastian,

wie schon in dem 1.Thread geschrieben, hier nochmal erwähnt.
Mit der Auflaufbremse ist bei 8to Schluß. Hier muß eine \"durchgängige\" Bremsanlage her, also Druckluft.
Wenn Du gegenüber früher (mit dem Traktor) einen Geschwindigkeitsvorteil haben willst, mußt Du über 25km/h fahren (können). Ab hier ist dann auch für die Einleitungs-Anhängerbremse Schluß.
Es muß also eine Zweileitungsbremse zum Einsatz kommen. Also die mit einem gelben bzw. weißen und einem roten Kupplungskopf.
Darüber hinaus sind Anhänger in der Land- und Forstwirtschaft nur bis 25km/h zulassungsfrei, darüber müssen auch sie angemeldet werden (eigenes Kennzeichen), und damit auch zum TÜV. Versicherung und Steuern sind da noch ein ganz eigenes Thema.
Führerschein CE oder T wie ebenfalls schon beschrieben.

Ob der 403 die nötige Anhängelast hat weiß ich nicht, müßte man nachschauen, beim 406 84PS weiß ichs zufällig, da sind es 22to aber (auch schon geschrieben) nur wenn man die Pritsche mitbeläd (Ballast) bis zum zGG von 6to und Allrad einschaltet. Und Achtung: beide Anhänger zählen da zusammen, und dürfen zusammen die zul. Anhängelast nicht überschreiten.

All dies nur damit es keine Mißverständnisse gibt, bei einer Begegnung der dritten Art.

Ansonsten stimme ich Helmut zu, daß 403 oder 406 wohl die Untergrenze dessen wo das ganze noch Spaß macht. Eine höhere (End)Geschwindigkeit nutzt überhaupt nichts, wenn man sie nur kurz fahren kann, oder erst gar nicht erreicht.
Hier sei nochmal das \"große\" Getriebe mit den Zwischengängen betont, die kann man (sofern vorgewählt) währen der Fahrt unter Last schalten, und halbieren die normalen Gänge.

Grüße aus dem Sauerland
Euer Theo
 
Hallo Sebastian,

Aaalso ich stell mir deine Ausfahrt ja so vor:

Unimog anschmeissen, Tieflader rausholen und anhängen, Traktoren aufladen und verzurren.
Dann geht\'s los: Untermotorisiert mit 30 Sachen unterwegs, 20 Autos hinter dir, riskante Überholmanöver und wüste Beschimpfungen, beim geringsten Gefälle die Angst unter 6 Tonnen Stahl begraben zu werden ... .
Nach 4 Stunden harter Arbeit kommst du völlig fertig beim Treffen an. Aber das Vergnügen geht noch nicht los: Wie komm ich durch, wo kann ich die Traktoren abladen, wohin nur mit dem Tieflader und dem Unimog?
Und nach dem Treffen nochmal das gleiche Spiel, aufladen, fahren, abladen, bis alle 4-5 Fahrzeuge wieder verstaut sind!
Der reine Stress!!!! ;)

Was hältst du davon:
Machs wie bisher, nur nehm statt dem Anhänger einen Kumpel als Fahrer für den 2ten Traktor mit oder lass das Ding zuhause und nimms dann zum nächsten Treffen mit. Du wirst früher ankommen, unterwegs jede Menge Spass haben - schliesslich sind Fahrzeuge zum Fahren und nicht nur zum Anschauen da! Die Autofahrer werden wesentlich toleranter sein. Und auf den Treffen wird sich jeder Freuen, wenn die alten Schätzchen auf eigener Achse ankommen.

Und: Die gesparte Kohle für Unimog, Tieflader, Unterstellmöglichkeiten usw. läßt sich prima für den Ankauf a) weiterer Traktoren oder b) Bier und rote Würste verwenden ....
;)

Gruß, Daniel
 
Und bitte nicht vergessen. Diese alten Schlepper sind eigener Erfahrung nach sehr zuverlässige Geräte.
Wobei son alter Mog .... Ich weiß nicht ? ;)

Bin selbst schon mit dem GT die 100km zur Ackerkralle auf eigener Achse in 5 Stunden gefahren.
Unvergleichliche Erlebnisse. Z.B. die \"lange Meile\" auf der B49 vor Limburg rauf ...
Na ja, der Stau war ja hinter mir, abba was für einer ! :D

Thorsten
 
Hallo Sebastian,
ich bin zwar aus der Benziner-Fraktion (404), aber für dich doch ein paar Anhaltspunkte

hoess01.jpg


hoess02.jpg


mein 404 (2,8l, ca. 120PS) hat ein Leergewicht von 3,5to, der Tieflader ein Leergewicht von 2,1to und der Trecker darauf wiegt mit Pflug und Mähwerk ca. 2,4to.

Der Tieflader (5,6to GG) ist druckluftgebremst (2-Leitungsbremse), kostet pro Jahr 220 Euro Steuer, 35 Euro Versicherung und muss jährlich zum TÜV.
Mit diesem Gespann kann ich bei Anreisen zu Oldtimertreffen einen Schnitt von max. 60km/h ansetzen. Autobahntauglich ist das Gespann trotz der Motorleistung nicht wirklich. Bei vertretbarer Geräuschentwicklung im Fahrerhaus und moderatem Benzinverbrauch liegt die Höchstgeschwindigkeit bei etwa 70km/h. Darüber gehts ins Geld und auf die Ohren. Mehr als 80km/h in der Ebene sind sowoeso nicht drin, damit wird man auf der BAB schon zum rollenden Bremsklotz.
Denk mal über die Anregungen von Thorsten und Daniel nach ;)