U406 mit Leistungsverlust am OM 352

tonismog

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08. März 2015
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Österreich
:mog4

Hallo liebe Unimog Besitzer!
Ich hoffe auf eure kompetente Hilfe:

Wir haben seit ca. 4 Jahren einen U406 ex Straßendienst Bj. 1976 mit OM 353 Motor, 5200 glaubwürdige Bh, und 120 Liter Tank. Er wird jetzt für Waldfahrten verwendet.
Der Motor springt super an, hat ein bisschen Blaurauch und läuft ruhig.

Nun zu unserem Problem:
Er hatte noch nie richtig Leistung, auf der gerade schafft er manchmal 70kmH max, bei leichter Steigung 30, wenns steiler wird ist es furchtbar und man denkt der Motor bleibt stehen. Dann muss man kräftig zurückschalten und dann hält er wieder die Drehzahl. Dabei raucht er sehr wenig! (

Deshalb vermute ich Kraftstoffmangel.
Deshalb wurde dieses Wochenende :
Tanksieb,
Vorfilter mit Dichtung ,
Vorlaufleitung,
Kupferringe,
Handpumpe erneuert.
Es wurde eine LM - Dieselspülung gemacht, dabei war das Gurkenglas sehr sauber - gut aber kein Grund gefunden.
Weiters beide Dieselfilter und Dichtringe
ersetzt.

Danach wurde kräftig entlüftet, bei der EP spritzt es dabei kräftig aus der Entlüftung. Ich vergaß die Handpumpe einzuschrauben, dabei sprang sie auf,- und ab, somit sollte die Vorförderpumpe auch gut funktionieren?
Er sprang danach sofort an, und nach der Probefahrt -> Ernüchterung. Keine Verbesserung der Leistung.

Bevor ich eine aufwändige und teure EP Überholung mache möchte ich fragen:
Was kann es noch sein, was kann ich noch checken ?
Vorförderdruck?
Verstecktes Sieb vor der EP?
Druckentlastungsventile ?
Was macht der Schlauch mit der Nummer 1 am Bild ?
 

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Hallo unbekannter,

die Leitung Nr 1 ist für die Schmierung der EP zuständig, hat also nichts mit Sprit zu tun.
Die größte Fehlerquelle hast du bereits ausgeschlossen, daher ist eine Ferndiagnose schwierig.
Bei der Höchstgeschwindigkeit kommt es vor allem auf die Getriebe-/Achsvariante an, dies spielt bei Steigungen natürlich auch eine Rolle. Am ehesten kann kann man das Problem vor Ort eingrenzen. Vielleicht findet sich jemand aus deiner Nähe, falls du uns verrätst wo du herkommst, der mal einen Blick auf das gute Stück wirft.

MfG Jan
 
Ich hatte ähnliches Verhalten, da war die Scheibenbremse fest!

Habe die Bremse repariert, wieder Alles i Ordnung.

Merkst Du aber, wenn die Felge warm wird.

Peter
 
Danke für eure raschen Antworten !

Ich bin der Johannes aus Österreich,
Der Luftfilter ist bereits umgebaut auf Papierluftfilter, und sehr sauber.
Die Bremsen funktionieren gut, verliert zeitweise ein biscchen BFlüssigkeit an noch unbekannter Stelle.
Die Felgen bleiben kalt!

Er raucht fast nicht!
D.h. ich vermute Kraftstoffmangel. Aber wodurch?
:roll:
Der Leistungsverlust ist bergauf schon extrem, wenn ich denke dass er früher ein Schneeschild schieben musste- nicht daran zu denken. :trac3

mfG
Johannes
 
Hallo Johannes,
bewegt sich der Verstellhebel der Einspritzpumpe bis zum Vollastanschlag?
Gruß Georg
 
martoolami schrieb:
Hallo,
hast du das Sieb in der Ansaugleitung im Tank überprüft?
Gruß
Martin


Hallo Martin!
Das Ansaugsieb im Tank war kaputt und wurde ERNEUERT. Wie bereits geschrieben spritzt beim Entlüften der Kraftstoff schön bis zur ESP.
Habe leider nicht das richtige WKST Handbuch - wie geschrieben weiß ich nicht wie hoch der Vordruck sein muss, vielleicht baut sich zu wenig druck auf? Ich weiß nicht ob sich das so stark als Leistungsverlust auswirkt. Hoffe auf Eure Infos.

mfG Johannes
 
Moin Johannes,
Für mich liest sich dein bericht weniger nach "technischen schaden" sondern mehr nach dem berühmten "Phantom Steigungssensor" :D
Will sagen, der 406 hat von haus aus schon ein ungünstiges Kraft zu Masse verhältnis und erkennt die Steigungen schon weit bevor das menschliche Auge überhaupt einen hügel erkennen kann. :wink:

Ich hatte das gleiche Problem , und ich habe nicht die Alpen vor der Haustür so wie du.
Im Endeffekt habe ich wie du auf dem Kraftstoffwege alle stöhrquellen gesucht (Luftfilter,dieselfilter,vörderpumpe usw.) und gegebenenfalls optimiert. Als das keine linderung brachte habe ich alle Getriebe- und Achsöle getauscht um auf jeden Fall leichtläufigkeit zu gewährleisten.

Echte Linderung brachte am ende nur der weg zum Bosch Service. Es wurden die injektoren abgedrückt und neu eingestellt und die ESP komplett überholt. Dabei wurde sie auch gleich auf 110 PS eingestellt. Es wäre auch mehr gegangen aber die Profis hier im Forum haben davon abgeraten weil das große Getriebe dafür nicht ausgelegt ist.

Was soll ich sagen, Teuer aber hat sich gelohnt. Es fährt sich doch wesentlich "Schaltfauler".

Bis denne Olaf
 
olafplaumann schrieb:
Moin Johannes,
Für mich liest sich dein bericht weniger nach "technischen schaden" sondern mehr nach dem berühmten "Phantom Steigungssensor" :D
Will sagen, der 406 hat von haus aus schon ein ungünstiges Kraft zu Masse verhältnis und erkennt die Steigungen schon weit bevor das menschliche Auge überhaupt einen hügel erkennen kann. :wink:

Ich hatte das gleiche Problem , und ich habe nicht die Alpen vor der Haustür so wie du.
Im Endeffekt habe ich wie du auf dem Kraftstoffwege alle stöhrquellen gesucht (Luftfilter,dieselfilter,vörderpumpe usw.) und gegebenenfalls optimiert. Als das keine linderung brachte habe ich alle Getriebe- und Achsöle getauscht um auf jeden Fall leichtläufigkeit zu gewährleisten.

Echte Linderung brachte am ende nur der weg zum Bosch Service. Es wurden die injektoren abgedrückt und neu eingestellt und die ESP komplett überholt. Dabei wurde sie auch gleich auf 110 PS eingestellt. Es wäre auch mehr gegangen aber die Profis hier im Forum haben davon abgeraten weil das große Getriebe dafür nicht ausgelegt ist.

Was soll ich sagen, Teuer aber hat sich gelohnt. Es fährt sich doch wesentlich "Schaltfauler".

Bis denne Olaf

Ja Danke Olaf für deine ausführliche Meinung dazu. Getriebeöle wurden alle getauscht.
Wir möchten dennoch ausschließen eine teure ESP Überholung zu machen, und dann zieht der alte Herr wieder nicht.
Ich kann mir nicht vorstellen, ab Werk muss er doch doppelt so viel Leistung gehabt haben, sonst schiebst du nie ein Schneeschild über die Autobahn :?:
Ich möchte mich schlauer machen, und alles Weitere ausschließen bevor ich die Pumpe rausreiße. Gibt's ja nicht wie kann er nach 40 Jahren schon Leistung verlieren ? :o
Ich bitte Euch um weitere Beiträge .
Ich bin auf die Meinung von Helmut Schmitz neugierig

Danke. MfG Johannes
 
Hallo Johannes
Ich bin auf die Meinung von Helmut Schmitz neugierig
hä, wieso ich :shock:

um den Förderdruck sicher zustellen sollten zuerst die Flatterventile erneuert werden, ich habe die Woche bei MB 3,81€ für den Ventilsatz mit Federn und Dichtungen bezahlt. Meistens ist der Ventilstößel unten rau und dichtet nicht mehr richtig, es baut sich dann zwar etwas Druck auf, auber nicht genügend. Das Einlassventil sitzt unter dem Sechskant neben der Handpumpe, das andere unter der Handpumpe. Der Ventilsitz innen sollte absolut sauber und glatt sein. Der Pumpeninnedruck sollte bei Volllast ca 1 bar sein.
Weiterhin ist das Überströmventil am der ESP-Rücklauf auf korrekte Funktion zu prüfen, ist bei dir noch die Überströmleitung am Kraftstofffilter vorhanden, wenn ja, sitzt dort die richtige Drosselschraube drinn. Wurde eventuell bei einer Reparatur die Drosselschraube an einer anderen Position eingebaut?
Führt deine Rücklaufleitung separat in den Tank oder wird diese in den Vorlauf geführt. Es ist auch noch ein Vorfilter am Tank vorhanden, bitte unbedingt kontrollieren bzw reinigen.
Die Leitungsführung wurde im laufe der Modellpflege geändert. Es wäre interessant, welche Variante (Baujahr) bei dir verbaut ist.

Ob der Motor Enddrehzahl im Leerlauf (Enddrehzahl bei Nulllast) erreicht bedeutet nicht automatisch auch, dass er Volllast erreicht, von Außen kann man nur die Drehzahl verändern bzw den Drehzahlanschlag kontrollieren, der Regler gibt nur intern Volllast.

Es ist aber durchaus möglich, dass ein Motor bei 5000 Bh verschlissen ist. Darüber gibt als erstes der Kompressionsdruck Aufschluss.
 
Hallo Johannes

Von dem Steigrohr im Tank, geht es über eine Hohlschraube in die Leitung zum Becherfilter außen am
Tank. Überprüfe mal diese Hohlschraube auf durchlass. Einfach rausschrauben und nachsehen.
Bei meinem Mog war diese Hohlschraube verdreckt und halb zu.
Bei normaler Straßenfahrt hier in unserer norddeutschen Tiefebene war nix zu merken.
Dann aber mal aus 20 km Entfernung mit'm Anhänger 5 Tonnen Mineral holen, dabei 5 mal liegen geblieben!
Ursache war die `zugewachsene`Hohlschraube!

Beste Grüße
Jörg
 
Hallo !

Wie geschrieben, das Ansaugsieb im Tank war defekt, und wurde ERNEUERT.
Der Vorfilter wurde vorsorglich vom Vorbesitzer entfernt, dieser wurde nachgerüstet.
Da die Vorförderpumpe Schmutz vom Tank ansaugen konnte, vermute ich dass diese verschlissen ist, und nicht mehr genügend Druck aufbaut. Wer weiß wie lange das schon so ist?

Ja, ich habe noch die Überlaufleitung am Filter, da meine ich keine Drossel-Hohlschraube gesehen zu haben. Ich werde mir das demnächst anschauen. In dieser Rücklaufleitung ist das Überströmventil der ESP eingebunden.
Das Überströmventil an der ESP ist nicht schön zugänglich, bleibt mir aber nicht erspart dieses auch zu reinigen, Feder und Sitz anzuschauen.

Das mit dem Regler ist mir klar. Er kann mit wenig DK im leerlauf hochdrehen, aber unter Last benötigt er mehr DK. Bei zu wenig Öl im Feuer-> Leistungsmangel.


Ich gebe demnächst Rückmeldung.
:technik
mfG Johannes
 
Servus
hatte auch dein Problem :D

Hab 6 neue Düsen rein gebaut die waren am Ende.
Er hat im Stand immer ein bissle an blauen Rauch gemacht weil eine Düse nachtropfte.

Danach hatte er wieder Leistung satt.

Aber meiner ist der Direkteinspritzer bin mir net sicher ob des deiner auch ist.
 
Hallo!
Kurzer Zwischenstand:

Am Freitag habe ich den Vorförderdruck am Filter "geprüft". Es ist Druck vorhanden, ich kann den Ringnippel am Filterzulauf aber bei laufendem Motor mit Daumen und Zeigefinger abdichten.
Am Doppelfilter ist die Hohlschraube mit Drosselbohrung drin`, das habe ich auch geprüft.

Vorförderpumpe zerlegt-> Die Dichtflächen der Flatterventile haben Rostpittings. Der Kolben leicht eingelaufen.
Ventilsatz, große Feder, der Kolben und die 3ecks Dichtung bei BOSCH bestellt.
rund 25€.

Ich hoffe nicht, dass die Einsspritzdüsen oder Pumpe zu tauschen sind. Bei uns in der Nähe kennt sich niemand aus, und ich habe keine Spezialwerkzeuge.
@Lohn und Forstbetrieb: Sprang deiner auch bei minusgraden sofort an als die Düsen defekt waren? :(

mfG Johannes
 
Hallo Johannes,
geht an der Verschraubung mit Drossel die Rücklaufleitung zum Tank ab oder weiter zur Einspritzpumpe?
Gruß Georg
 
Hallo Johannes
geht an der Verschraubung mit Drossel die Rücklaufleitung zum Tank ab oder weiter zur Einspritzpumpe?
bei neueren Varianten des Kraftstoffsystems ist diese Drosselschraube nicht mehr vorhanden. Es genügt am Ausgang der ESP ein Überströmventil, welches den Druck auf 1 bar in der Pumpe hält, der restliche Überdruck wird in die Rücklaufleitung geleitet. Die Einspritzpumpe wird heutzutage stets vom Sprit komplett durchspült, dabei wird auch die ESP permanent gekühlt. Der Überdruck verhindert auch die Blasenbildung. Einfach am Filter die Drosselschraube weg und mit einem Stopfen verschlossen.
So habe ich auch vor Jahren meinen 406 umgebaut.
Die Handpumpe an der ESP benutze ich auch nicht mehr, ich habe mir an den Tank die Handpumpe mit Vorfilter von der SK-Reihe verbaut. (auf dem letzten UVC-Treffen hat mir ein freundlicher Mogler zwei "defekte" Handpumpen für 5 Euro überlassen, es war nur ein Gewinde versaut 8), den 417 habe ich nach dem Theater beim Rhein-Main-Treffen jetzt auch so umgerüstet ). Entlüften tue ich so gut wie gar nicht mehr, mit der Handpumpe drücke ich die Luft einfach komplett durch. Man merkt es an der Pumpe und hört es auch im Tank, wenn die Luft durch ist und Gegendruck spürbar ist. Auch das serienmäßige Vorfilter kann raus, da das (wesentlich größere) Sieb an der Handpumpe gut zu überwachen ist und im Notfall mit einem Handgriff abgedreht und gereinigt werden kann.
Wenn du dann noch die Bohrung der Förderpumpe mit feinem Schleifvies (kein Schleifleinen) hohnst, müsstet du mit den euen Kolben, Ventilen etc einen Super-Vordruck im System haben.

Was mich ein wenig stört ist deine Aussage
Die Dichtflächen der Flatterventile sind angerostet.
da könnte Wasser im Spiel gewesen sein und auch in der ESP spuren hinterlassen haben.