U411 läuft ohne Luftfilter wie eine eins mit leider nicht

Alex-U411-30-24

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05. Okt. 2014
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Hallo an euch alle,

Ich habe einen 411 mit unterdruckgesteuetem OM636 Motor.
Da mein Mog im Vergleich zu anderen Fahrzeugen der gleichen Klasse sehr langsam hochdreht, habe ich mich mal mit dem Luftfiltersystem auseinandergesetzt.
Der Ölbadfilter wurde von mir vor einiger Zeit gereinigt und hatte keinerlei Schmutzablagerungen. Da ich jedoch die Möglichkeit gesehen habe, dass vielleicht die Gewebe verdreckt sein könnten habe ich alles demontiert und gereinigt.
Als nun keinerlei Filterung am Motor war habe ich ihn laufen lassen um zu prüfen wie er reagiert. Der Motor hatte sofort eine sehr gute Annahme und drehte deutlich höher als mit Filter. Lediglich die Rauchbildung erhöhte sich enorm.
Da stehe ich vor einem Rätsel.
Mit komplett gereinigtem Filtersystem dreht er langsam hoch und hat kaum Rauchbildung. Ohne Filter dreht er hoch wie ne Motorsäge und qualmt......

Hat da jemand ne Idee?

Grüße aus dem Sauerland Alex
 
Hallo Alex,

wie raucht er denn ohne Filter? Farbe?

Wie war ist der Ölstand im Ölbadluftfilter?

Wie war die Luftführung ohne Filter?

Da jeder Luftfilter einen Widerstand in der Luftzufuhr darstellt, verändern sich die Druckverhältnisse für die EP wenn dieser fehlt und damit muss sich auch das Regelverhalten ändern.
 
Hast du von dem Ölbad-Luftfilter nur die untere (Öl) Wanne gereinigt oder den Filter im Gehäuse auch?

Das geht am besten, wenn man das ganze Gehäuse in einen großen Behälter mit Dieselöl oder Heizöl stellt und erst einmal einweichen lässt. Danach durch Bewegung ausspülen.

Gruß
Jochen
 
Hallo,

danke für eure Antworten.
Ich habe den Mog ganz ohne Luftfilter laufen lassen. Das heißt, nur Drosselklappe ohne Querrohr oder Filtergehäuse.
Bei Vollgas hat er hochgedreht wie ne eins und hat mir schöne schwarze Wolken beschert. Die Leistung beim Gangwechsel war auch besser. Man muß dazu sagen, dass ich Im Sauerland wohne und er es hier nicht leicht hat bei den tausend Bergen. :D

Ich habe den Versuch unternommen, da ich die Befürchtung hatte, dass der Filter total zu ist.
Ich habe vor kurzem mit dem Vorbesitzer gesprochen und der sagte mir in einem Nebensatz, dass mal ein Ventil gemacht wurde und der Bock davor Abgase zurück in den Ansaugtrakt gepumpt hat.
Das ist alles gemacht worden und er springt auch super an (auch bei minus 6-7°), nur das Verhalten beim hochdrehen war schon immer sehr zäh.
Beim Filter säubern hatte ich dann auch eine Menge schwarze Ölschmiere im Bereich Flansch zum Steigrohr.

Der Ölbadfilter wurde komplett gereinigt. Mit oberem Gewebe und Wanne. Der Ölstand ist genau auf der Markierung.
Mein Mog hat einen hohen Ansaugstutzen, was vermutlich noch mehr Rückstau auslöst oder?

Gehe ich richtig in der Annahme, dass durch den fehlenden Wiederstand in der Ansaugbrücke, der Unterdruck zur Pumpe höher wird und diese somit mehr ausschwenkt?
Mittlerweile habe ich auch gelesen, dass der Umbau auf Papierfilter eine gute Sache sein soll und dem Motor mehr Leistung verschafft.

Gruß Alex
 
Hallo Alex,
mit hohem Wiederstand durch den langen Ansaugweg hast du richtig vermutet.
Der Umbau auf Papierfilter ist auch sinnvoll, habe ich alles durchpraktiziert.
Ein richtig sauberer Originalfilter hat aber auch einen guten Luftdurchsatz.
Der Unterdruck regelt natürlich die Abregel-geschwindigkeit der Einspritzpumpe, das sollte aber nur durch die Drosselklappe geschehen.

Versuche den Widerstand im Ansaugweg zu erkunden und zu beseitigen. Den Schwarzrauch kann man danach angehen.


Gruß
Jochen
 
aber ghört der Weg da nicht andersrum gegangen, mit dem Luftfilter ist er rauchfrei und wahrscheinlich im eingetragenen Leistungsbereich. Ich würde dazu raten, die Drehzahlfeinregulierung mit Luftfilter vorzunehmen.
Stefan
 
Ich habe heute mal bedingt durch ander Einträge im Forum die Pumpe kontrolliert.
Die Einstellung unter der Membran ist völlig vermurxt. Die Blombe ist weg und beim Öl auffüllen kommt kein Öl aus dem Sauschwänzel.

Ich glaube ich habe einen langen Weg vor mir!