U411, Reparaturidee Schmidt-Bolzen, Anbauplatte

Winni59

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Unimog 1 Typ
U411.120
Unimog 1 Baujahr
1964
Unimog 1 Description
Restauriert 2018 bis 2024
Weitere Fahrzeuge: U2010 BJ 53 und schweizer Bergtraktor Merk Pullax BJ61.
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@winnifetzer8953
Liebe Unimogfreunde
Ich bereite gerade die Integration einer Schmidt-Anbauplatte an meinen U411.120 vor. Musste dabei feststellen, dass die meisten Bohrungen für die Verbindungsbolzen durch Belastung ausgeleiert sind. Bzw. sich die Schmidt-Bolzen abgearbeitet haben.
Das Spiel zwischen Bolzen zu Bohrungen betrug hier bis gut 2mm.
D.h. alles zusammengesteckte klapperte, für mich störend, ziemlich.
Nachdem der Aufwand für das Zuschweissen/neu bohren oder Ausbuchsen zu hoch erschien, habe ich mich entschlossen, alle Bohrungen geringfügig auf 32mm auszuarbeiten und dafür neue Bolzen herzustellen. Vergrößert wurde durch bohren bzw. auch schleifen mit einem Handschleifer.

Das Bolzen-Rohmaterial wurde von einem Schrotthandel erworben. Niro-Stange mit Durchmesser 42mm und 1,5m Länge für 75€. Nach Herstellung von 10 Bolzen auf der Drehbank ist ein kleines Stück übrig geblieben.

Und so schaut das ganze nun aus:
 

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Und so schaut nun die fertige Anbauplatte mit den selbstgedrehten Bolzen aus.
 

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Sorry, keine Ahnung, wie es zu den gedrehten Bildern kommt.
Nur die Bolzen sind selbst gedreht :idee
 
Hallo Winfried,
Eigentlich eine gute Idee.
Du musst nur jetzt jedes Anbaugerät auf die 32mm aufreiben, oder nicht?

Gruß
Jochen
 
Hallo Jochen
Ja, das ist natürlich so. Damit ist das ein sehr guter Hinweis von dir.
Alles, was im Bereich der geänderten Bolzen befestigt werden soll, muss angepasst werden. In meinem Fall waren es die je drei Bolzen-Bohrungen der beiden Bananen. Ergänzend kommt bei mir höchstens noch ein Frontkraftheber dazu, dessen untere Streben bezüglich Bolzendurchmesser anzupassen wären.
 
Hallo Winni,

eine andere Möglichkeit wäre es Buchsen mit original Durchmesser zu drehen und diese über die ausgenuddelten Bohrungen zu Setzen sprich schweißen. Dann neue längere Bolzen anfertigen und alles passt wie immer. Bozen mussten bei Deiner Variante ja auch gefertigt werden.
Eventuell nochmal überdenken bevor Du alle Löcher der Anbaugeräte größer machst.

Gruß Robert
 
Guten Morgen Robert
Danke dir für deine Antwort. Die von dir beschriebene Lösung hatte ich auch in Erwägung gezogen. Aber wieder verworfen, weil für das Aufbohren Anbauplatte und Bananen auf z.B. eine Fräsmaschine hätten genommen werden müssen.
Ich bin also einfach den Weg gegangen, den ich mit eigenen Mitteln leicht bestreiten konnte. Für diejenigen, die über die Maschinenvoraussetzungen verfügen, ist dein beschriebener Weg auf jeden Fall ein sehr guter Ansatz.
 
Hallo Winni,

wieso die Schmidplatte auf eine Maschine nehmen? Mein Gedanke ist Buchsen mit dem Originalmaß der Bohrung zu drehen, auf einer Drehmaschine.
Dann die Buchsen über bzw. unter den Ausgenuddelten Bohrungen an der Schmidplatte ausrichten und verschweißen.
Und dann einfach Bolzen mit original Durchmesser und der dann nötigen Länge drehen. Die Bolzen müssen ja länger werden da ja über und unter den Ausgenuddelten Löchern die Buchsen aufgeschweißt wurden.

Gruß Robert
 
Beispielsweise so:

IMG-20190320-WA0007.jpeg

IMG-20190320-WA0005.jpeg

An der Anbauplatte natürlich etwas kleiner dimensioniert, aber so habe ich es an einer Ladegabel gelöst.
Bin mir sicher, daß Winfried diese Lösung auch kennt.

Gruß
Jochen
 
Hallo Robert, Hallo Jochen
Auch diese beschriebene Lösung mit den aufgesetzt, angeschweißten Buchsen finde ich interessant. Gedanklich war ich beim Buchsen einsetzen sofort bei entsprechend großem Aufbohren der Teile. Dann dort die Buchsen einsetzen/verschweißen. So wie ich es z.B. in meiner lange vergangenen Schlosserlehre einfach mal gelernt und angewandt hatte.
Egal ob diese, oder meine Lösung, in beiden Fällen finden abweichende Bolzen Anwendung und beeinflussen etwas die Austauschbarkeit. Dies finde ich aber sekundär, garantieren doch beide Lösungen, dass die Anbauplatten am jeweiligen Fahrzeug weiter verwendet werden können.
An den Bananen dürfte es mit aufgesetzten Buchsen aus Platzgründen schwierig werden. Dort müßte man sofern nötig dann wirklich Buchsen einsetzen.