U411 Westfalia, Himmel vorbereiten

Nicht mehr dem Himmel zuzuordnen, bildet die Innenrückwand doch den Anschluss. Und ich führe die Aktivitäten daher mit an.

Zur Rückwand habe ich außer dem oberen Alu-Abschlußprofil eine Anzahl der senkrechten Befestigungsleisten vorliegen. Die habe ich erstmal grob von altem Schmutz und Farbe befreit. Kann nun die besten davon auswählen, wo nötig die Kontur etwas nachbessern und dann polieren.
Auch die hinteren gerundeten Eckformteile habe ich vorliegen, die im unteren Bereich durch Feuchtigkeit etwas gelitten haben. Auch diese habe ich von alter Farbe befreit und gedenke sie aufzuarbeiten.
 

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Zur Rückwand selbst habe ich eine 3,2mm dicke Faserplatte vorliegen, die mir Mike (DANKE!) freundlicherweise von seinem Original abgezeichnet und ausgesägt hat.
Kann diese zudem mit einem Maßblatt vergleichen, das mir ein ebenso freundlicher Teileverkäufer aus dem bayrischen Raum erstellt hat (DANKE!), nachdem mir die Fahrt zur Abholung seiner Rückwand zu weit war.

Die gefertigte Rückwand habe ich auch schon mal grob im Fahrzeug positioniert. Sie dürfte nur geringfügig nachzuarbeiten sein. Gedanken mache ich mir noch, ob sich diese Plattenstärke unters Gummi des Heckfensters schieben läßt. Alternativ könnte ich auf eine 2,5mm dicke, schon beschaffte Sperrholzplatte ausweichen. Die passt einigermaßen entspannt unters Gummi (siehe Foto).
Auch die farbliche Gestaltung der Rückwand ist noch offen. Sollte jemand eine Info haben, in welcher/ welchen Farben die Rückwände in Serie gefertigt wurden, wäre ich für einen Input dankbar.
Die Rückwand einen kleinen Tick dunkler zu halten als den Himmel könnte ich mir z.B. gut vorstellen.
Alternativ könnte ich die Rückwand und beide Seitenprofile z.B. auch mit Himmelmaterial beziehen, welches ich noch vorliegen habe. Das wird aber sicher nicht Serie gewesen sein.
 

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Darüberhinaus mache ich mir noch Gedanken zur Dämmung der Rückwand. Also Material zwischen Blech und innerer Faserplatte. Die Isolierung könnte zum einen Dröhngeräusche des Blechs minimieren, aber auch eventuelles scheppern der anzubringenden Faserplatte verhindern. Denke z.B. an selbstklebende Dämmplatten wie sie bei Kfz, Wohnmobilen verwendet werden.
 
Kurzer Update:

- Für die Dämmung der Rückwand habe ich mir nun 20mm dicke, selbstklebende Platten bestellt, wie sie z.B. auch für Wohnmobile usw. verwendet werden. Die schneide ich dann entsprechend für die Rückwandbereiche zu, die die 20mm zulassen
- Ein Probehängen des Himmelstoffes an die Rückwand machte klar, dass ein bekleben der Rückwand damit optisch gesehen gar nicht geht. Die ganze positive Wirkung des Himmels ginge verloren.
- Die Rückwand werde ich nunmehr in RAL7005 mausgrau lackieren. Das gibt etwas Kontrast zum Himmel und auch zu den schwarzen Sitzen. Ist natürlich nicht serienkonform, gibt für mich aber eine stimmiges Erscheinungsbild.
 

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Hallo Freunde!
Mit Interesse habe ich euren Bericht zu den Arbeiten für die Innenausstattung gelesen.
Meine entsprechenden Erneuerungen liegen bald fünfzehn Jahre zurück und daher sind die Erinnerungen nicht mehr ganz frisch und vollständig. Glücklicherweise hatte ich alle originalen alten Tapezierungen zur Verfügung. Zuerst zu der Rückwand. Diese bestand aus einem Material, das an gepresste Pappe erinnerte.
Die Oberfläche war in der Struktur wie Kunstleder, genarbt und sicher Lackiert. Farbe ziemlich genau wie die übrige Innenteile (bei mir in einem Beige/Grau Ton). Leider war dieses Trägermaterial im Gegensatz zu den runden hinteren Teilen nicht mehr brauchbar. Als Ersatz haben wir dünne Holzfaserplatte verwendet und mit der Oberfläche und Farbe entsprechendem Kunstleder beklebt. So wie Ihr angesprochen habt war es trotz erheblicher Mühe nicht möglich den Gummi des Heckfensters über den Ausschnitt der Rückwand zu bekommen. Bei den gebogenen Seitenteilen und den oberen kleineren Verblendungen wurden die alten Teile mit dem gleichen Material bezogen. Das alles ist mit den ursprünglichen Leisten befestigt und verschraubt. Beim Himmel selbst hat der Tapezierer ein exakt entsprechendes Material (gelocht wie zuvor) besorgt und nach Vorlage genäht. Allerdings hat mich bei eurer Beschreibung das "aufwendige kleben" im Zusammenhang mit dem Himmel überrascht. Nach meiner Erinnerung sind da oben einige Metallstäbe (in Fahrtrichtung) eingespannt, die durch ihre Länge und entsprechende Biegung den Himmel perfekt unsichtbar halten. Kann sein, dass ich seitlich wo kleine Bereiche mit Doppelklebeband oder so fixiert habe, jedoch musste der Himmel später irgend mal runter und wieder rauf, und das ging reibungslos... (denke eine Stromleitung oder sowas war zu verlegen). Falls gewünscht kann ich in den nächsten Tagen ja noch Fotos vom Jetztstand anfertigen und weiterleiten.
Grüße Norbert
 
Guten Morgen Norbert
danke für deine Informationen. Bilder deiner Ausführung sind natürlich gerne willkommen.

Auch mein Himmel hängt an diesen originalen Drähten. Die Drähte geben zwar die gebogene Form des Himmels vor, aber dieser hängt zu Beginn nur locker daran, muss also gespannt werden. Die Position nach erfolgtem Spannen muss fixiert werden. Ob das nun rundum durch festschrauben der Holzblenden (vorn, seitlich) und Aluleisten dauerhaft möglich ist, kann ich nicht beurteilen. Seitlich über den Türen habe ich die Anfangsspannung auch so erreicht, habe ich danach aber mit Kleber final fixiert. So wie im Bericht angeführt.
Vorn und hinten hat sich für mich das Kleben als sehr vorteilhaft herausgestellt.
Wäre interessant zu wissen, wie genau es die Profis in der Serie damals gemacht haben. Infos dazu habe ich bislang leider keine dazu gefunden.

Rückwand:
Hier bereite ich gerade auch so eine Art Pappfaserplatte vor, die ich lackieren werde.
 
Die Rückwand nimmt so langsam Form an. Heute früh habe ich die Vorderseite endlackiert.
 

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Hallo Winni (und alle anderen)!
Anbei versuche ich euch einige Bilder zu senden.
Grüße Norbert
20240904 Himmel.jpg
20240904 Himmel vo..jpg
20240904 Tapezierung.jpg
 
zweiter Teil;
Norbert
 

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Guten Morgen Norbert
Da kann ich nur sagen: Hut ab, extrem sauber verlegt. So exakt habe ich das noch nie gesehen.
 
@Norbert:
Ich habe mir nochmal deine Fotos angesehen. Könntest du mir deine Argumente nennen, warum du die Rückwand nicht unters Fenstergummi gelegt hast? Habe das auch schon an anderen 411 gesehen. Deine Antwort wäre für mich recht interessant, da ich die Montage ja noch vor mir habe.

Besten Dank.
 
Servus Winni!
Vielen Dank für dein Lob; :spitze hat mich sehr gefreut, dass, wenn man sich bemüht etwas ordentlich zu machen, das gelegentlich auch anderen gefällt.
Bezüglich deiner Frage, Rückwand; (hab ich schon kurz im ersten Beitrag angesprochen).
Schlicht und einfach weil es nicht ging. Vermutlich ist der Fenster Gummi ganz neu elastischer gewesen, oder die hatten früher ein entsprechendes Werkzeug und den Trick heraus.
Natürlich ist die original "Pappe" auch ein gutes Stück dünner. Hab es nach mehreren vergeblichen Versuchen aufgegeben den Gummirand drüberzuziehen, weil auch die Gefahr bestand den neuen geklebten Bezug der Rückwand irgendwie im Mitleidenschaft zu ziehen.
Und so gefällt es mir auch ganz gut!
Grüße Norbert
PS das andere am 411 ist meist auch ganz passabel geworden...20240904 Armaturenb..jpg 20221002_173936.jpg
 
Hallo Norbert
Danke für deine rasche Antwort und auch die weiteren Fotos.
Sieht im Innenraum deines 411 ja richtig prima aus.
 
Heute habe ich die Rückwand montiert. Konnte ich doch unters Rückfenstergummi schieben. Kleinere, montagebedingte Schadstellen an der Rückwand muss ich noch mit Lack nachbessern.

Ein Innenspiegel ist auf dem Weg zu mir. Und meine dann frisch bezogenen Sonnenblenden erhalte ich in ca. zwei Wochen.
 

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Jetzt sind auch die mit Himmelstoff neu überzogenen Sonnenblenden montiert.
Der Beitrag "Himmel vorbereiten" wäre meinerseits somit abgeschlossen.
 

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Hallo Winni,
ist sehr gut geworden.
Frage: Was hast du für Spannstangen verwendet?
Hast du die alten wieder hergenommen oder neue?
Wenn neue, wo gekauft.

Gruß Michael
 
Hallo Michael
Dankeschön.
Für die Spannstäbe habe ich mir neue 2,5mm Federstahlstäbe besorgt und diese per Hand in die Form der alten Muster gebogen.
Bezugsquelle siehe Foto.
 

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Hallo Winni,
danke für die Info.
Frage, waren die Stäbe leicht zu biegen oder musstest du Werkzeug benützen?

Gruß Michael
 
Hallo Michael
Federstahl lässt sich natürlich nicht so leicht biegen wie normaler Stahl. Wenn du also eine Zange und einen Schraubstock zur Hand hast, ist das von Vorteil.