U424 Vibrationen

e.arens

New member
08. Aug. 2002
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Mein 424 beginnt seit ein paar Wochen ab ca. 50 km/h unter Last zu zittern und dröhnen. Im Schub ist alles wieder ruhig, der Effekt tritt nur ab ca. 50 km/h auf, wenn er hinten keine Last hat und ausgefedert ist. Heute habe ich einen Mulcher hinten dran gehabt, da bleibt alles ruhig, auch im 7. u 8. Gang, mit und ohne Last, alles wie es sein soll, aber hinten eingefedert.
Ich tippe auf die Antriebswelle zur Hinterachse, das Kardangelenk, da beim Einfedern hinten wieder alles ruhig wird. Ich habe mal im Rollen Allrad kurz eingeschaltet, da läuft er auch rauher und zittert.
Hat jemand noch eine andere Idee?

Gruß
ea
 
Hallo EA,
Zittern und Dröhnen ab 50 km/h war bei mir ein Reifenthema. Vielleicht kannst Du es etwas detaillierter beschreiben.

Grüße Norman
 
Ab ca. 50 km/h beginnt der Antriebsstrang zu vibrieren, aber nur unter Last, bei Lastwechsel oder Schub ist sofort Ruhe, ebenso wenn der Unimog durch Beladung hinten etwas eingefedert ist, dann tritt der Effekt auch nicht mehr auf und alles bleibt ruhig.
Da sich mit dem Einfedern der Winkel der hinteren Kardanwelle zum Getriebe ändert, tippe ich auf das vordere Gelenk der Welle zur HA. Bevor wir da beginnen, was zu zerlegen, war die Frage, was sonst noch dieses Problem hervorrufen kann. Reifen scheiden aus, da es nur unter Last auftritt und im Schub sofort verschwindet , zudem ist die Frequenz zu hoch. Der Unimog hat 425 iger Michelin AS drauf, die schaffen diese hohen Frequenzen nicht.
 
Mal die Federn angeschaut? Bei mir waren die auf einer Seite gebrochen, mit ganz ähnlichem Effekt... Sobald Last drauf war, war das Fahren was ganz anderes....
 
Hallo, bei höheren Frequenzen würde ich auch auf den Bereich Kardangelenk am Getriebe tippen. Bei frei laufenden Kardanwellen an anderen LKW äußert sich ein Schaden dort ähnlich, nur kann man es da besser sehen.
Grüße Norman
 
Wenn es ein trost ist, ich such " die" schon seit 15 jahren. Mit Straßenbereifung waren sie kaum vorhanden, mit Stollen sehr laut. Vermutung waren schon auf : Hydraulikleitungen die an Rahmen schlagen, Spritzlappen, Kotflügel , usw. Aber nur bei ca. 40Km/h ( 5 Gang , 3/4 Gas , gerade Straße eher beim dahinrollen oder leicht beschleunigen
Bei Oltimer gibt es einen guten spruch : Alles was Klappert ist noch dran, alles was nicht mehr Klappert .......
gruß
 
Danke für die Tipps.
Federn sind gerade erneuert, hatte zuerst neue verstärkte hinten eingebaut, wegen dem schweren Wildschadengerät. Das ist aber leer quasi unfahrbar. Jetzt sind normale mit Zusatzfedern drin. Mit den verst. Federn und hinten der Rahmen dadurch ca. 6 cm höher, ist das zum ersten Mal aufgetreten. In Kürze wird die Antriebswelle ausgebaut und geprüft. Ich werde berichten.
Gruß aus AC
 
Hallo Leute, hätte dazu eine Frage. Ist es möglich, bei Federwechsel o.Ä. die Achse soweit abzusenken, daß das Kreuzgelenk der Antriebswelle Schaden nehmen kann? Grüße Norman.
 
Hallo
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H(Mod)
 
Hallo, ja, habe ich unglücklich formuliert. Da E.A. schrieb, die Probleme traten erst nach den Umbauarbeiten verschiedener Federpaarungen, und Einbau einer superverstärkten Variante zwischendrin, auf. Da fragte ich mich, ob es möglich ist, durch zu starkes Absenken der Achse Kardangelenk-oder Welle zu beschädigen, was dann zu Vibrationen führen könnte. Daher meine Frage hier.
Grüße Norman
 
Hallo,
ob es möglich ist, durch zu starkes Absenken der Achse Kardangelenk-oder Welle zu beschädigen, was dann zu Vibrationen führen könnte.
solange die Schubkugel fest angebaut bleibt, nein. Das Kardangelenk kann deutlich mehr abwinkeln, wie das Schubkugelgehäuse zulässt. Als Ursache für den Gelenkschaden dadurch kann man ausschließen.
Die Achse soweit zurückzuziehen, dass man das Kreuzgelenk sehen kann ist kein Hexenwerk.
Panhardstab lösen, Schubkugel lösen, Rahmen aufbocken und mit einer Winde oder Kettenzug Achse um ca 5 bis 8cm zurückziehen.
Gang einlegen und an der Motorkardanwelle etwas drehen,. Im Kardangelenk darf kein Spiel sein, auch nicht nur ein bisschen.
 
....es war ein defektes Kreuzgelenk in der Antriebswelle zur Hinterachse, Ersatzteile sind unterwegs.
Gruß aus AC
 
Die Welle wurde letztendlich in einem Fachbetrieb für Gelenkwellenbau in Köln überholt und neu feingewuchtet.
Das Geräuschniveau jetzt komplett verändert, der Antrieb fast nicht mehr zu hören, da war wohl schon länger zumindest etwas Spiel drin, das ein leichtes Heulen erzeugt hat.
Ein Lager im Kardangelenk hatte sich komplett zerlegt und den Sitz beschädigt, deshalb war ein einfaches Austauschen der Lager nicht mehr möglich.