Übersicht von Dreipunktseilwinden für Unimogs

amuell

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27. März 2013
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91275 Auerbach/Opf.
Hallo Holzer,

was haltet Ihr von einer Übersicht von Dreipunktseilwinden in der die Besonderheiten zum Betrieb am Mog aufgelistet werden.

Evtl. diese Punkte:

Unimog Typ:
Unterlenker Schnellfanghaken: Auge:
Länge Oberlenker:
Länge Gelenkewelle:
Zapfwellenverlagerungsgetriebe: Ja: Nein:
Höhenangabe Zapfwellenstummel Fahrzeug (Boden bis Unterkante Stummel):
Reifengröße:

Normale Ausführung Gelenkwelle: schwere Ausführung Gelenkwelle: sonstiges:
Welcher Hersteller Gelenkwelle:

Windentyp:
Baujahr:
Zapfwellengeschwindigkeit: 540/1000 U/Min
Seilwickelqualität:
Probleme beim Betrieb: Ja: Nein:
wenn ja welche:
Sonstige Hinweise, Tipps:
Höhenangabe Zapfwellenstummel Winde (Boden bis Stummel Unterkante):

Spart Lehrgeld durch Fehlkäufe.
Falls Euch noch Punke einfallen gerne... .

Viele Grüße
Axel
 
Hallo Axel,

gerne doch, kann jedoch nur mit einem Beitrag mit Ritter D60 am MBtrac 900 Seitenschalter beitragen:

file.php


Ein weiterer Punkt wäre noch die Höhenangabe der Zapfwellenstummel bis Boden fahrzeugseitig und windenseitig anzugeben?
 
Hallo Axel,

finde ich eine super Idee! :spitze
Ich kann folgendes dazu beitragen:
https://www.unimog-community.de/phpBB3/post527463.html#p527463
Wenn genauer erwünscht messe ich bei nächster Gelegenheit alles aus!
 
ich freue mich sehr über dieses Thema. Werde dann auch noch Bilder und Daten posten ...wenn ich endlich hier im Büro Feierabend habe und raus darf ………..
Gruß Jürgen
 
Na, dann gehe ich mal mit gutem Beispiel voran:

Unimog 406 BJ 1975
Reifengröße 14,5 R 20
Höhe bis Unterkante Zapfwellenstummel Verlagerungsgetriebe: 68cm
Unterlenker mit Schnellfanghaken: 107cm von Auge Mitte zu Auge Mitte (direkt gemessen ohne den Winkel)
Oberlenker 65 cm
Zapfwelle 540/1000er (Winde benötigt 540 U/Min)

Seilwinde:
Uniforest 50E
Höhe Boden Zapfwellenstummel Unterkante 60cm
Gelenkwellenlänge 64cm - verstärkte Ausführung
Baujahr 2008
Benötigt 540er Zapfwelle



Bisher folgende Probleme:

Erste Funksteuerung - einfache Ausführung - nach Wassereintritt in die Handbedienung Totalschaden.
Ersetzt durch Gross Funk (seitdem keine Probleme mehr).

Winde hat sich mehrfach beim schrägen Zuseilen aus den Fanghaken gelöst. Fanghaken werden seitdem mit jeweils einer Schraube gesichert.
Schildbreite 150 cm besser wären 190 cm.
Seilwickelqualität - lässt zu wünschen übrig. Dadurch höherer Seilverschleiß.

Winde bisher keine Probleme, selbst schweres Holz lässt sich gut Rücken.
Hatte zwei Mal Probleme mit Gelenkwelle, seit Umstellung auf "schwere Ausführung" keine Probleme mehr. Gelenkwellenlänge 64 cm. Unbedingt auf Länge achten, zu kurze Wellen kommen beim Eingraben der Winde schnell an die Grenze, d.h. nur noch wenige cm der Welle übertragen die Kraft, dadurch kam es 2x zum Totalschaden der Gelenkwelle.
Letztes Jahr UVV - ohne Mängel

[album]5516[/album]

[album]5515[/album]

[album]660[/album]

Viele Grüße
Axel
 
Hallo, Ritter S 27. Der Zapfwellen Stummel sitzt in Fahrtrichtung gesehen gegenüber dem vom Unimog. Hab die am 417 betrieben und der Vorbesitzer am 406. Hat top funktioniert. Leider keine Fotos da ich die vor einem Jahr verkauft habe. Gruß Herbert
 
Hallo,
ich nenne hier mal den Typ vom Unimog und der Winde,
die weiteren Details muss ich erst messen :-)

Unimog Typ: 411.120 (Westfalia Unimog)
Unterlenker Schnellfanghaken: Auge: Auge, Kat 1
Länge Oberlenker: ca. 70 cm
Länge Gelenkewelle: kurz, ca. 40 cm
Zapfwellenverlagerungsgetriebe: Ja: Nein: Nein
Höhenangabe Zapfwellenstummel Fahrzeug (Boden bis Unterkante Stummel):
Reifengröße: 10,5X18

Normale Ausführung Gelenkwelle: schwere Ausführung Gelenkwelle: sonstiges: Normale Ausführung
Welcher Hersteller Gelenkwelle: No Name, war bei der Winde dabei

Winde: Iglan 4601, eine 4,6 Tonnen Winde mit mittigem Zapfwellenstummel, handbedienung, also leider kein Funk.
Die Winde wird über einen Handhebel betätigt (normaerweise vom Traktorsitz aus, bei mir also auf dem Unterlenker stehend hinter dem Gitter.
Durch den mittigen Zapfwellenstummel nutze ich die Winde ohne Verlagerungsgetriebe, das geht ganz gut.

Bider von der Winde am Mog gibts hier: https://www.unimog-community.de/phpBB3/igland-4601-winde-am-411er-unimog-t93529.html

Bei schweren Stämmen wirds schwierig, der Mog ist relativ leicht, außerdem ist die Motorleistung (32PS) grenzwertig wenig. Aber für mein brennholz reicht es bis jetzt ganz gut.

Grüße
Thomas
 
Hallo Thomas,
Hallo Mog-Community,

Du hast geschrieben, die Igland könne wohl ohne Banane betrieben werden, weil deren ZW-Eingang mittig liegt. (Es gibt noch weitere Hersteller: Maxwald, und Seilwinden mit Reduktionsgeriebe haben oftmals auch den zweiten ZW Eingang etwas weiter in Richtung Fahrtrichtung links).

Frage: Eine Seilwinde mit herkömmlichen Zapfwelleneingang OHNE Banane zu betreiben kann ich vergessen, oder? Die Verschränkung der Gelenkwelle ist wohl zu groß, oder? Und da hilft auch keine Weitwinkel-Gelenkwelle?

Für mich stellt sich die Frage: Banane kaufen und aus einer Vielzahl von möglichen Seilwinden aussuchen?
Oder auf das Verlagerungsgetriebe verzichten und spezielle Seilwinde mit passendem Zapfwellen Eingang kaufen?
(Achja: ich verwende den Finner HKH am 406er)

Mir wurde die Uniforest 50e empfohlen, da deren ZW-Eingang bei 60cm liegt. Die Zapfelle am 406er ist auf 92cm Höhe. Der Höhenunterschied von 32cm wäre vielleicht zu überbrücken, aber der seitliche Versatz wird deutlich mehr sein, oder?

Bitte um Tipps!

Danke und Gruß
Holger
 
Hallo Holger,
da ich die Winde nicht dringend gebraucht habe (kann auf die 6,5to Winde vom Schwiegervater (inkl. 160PS Schlepper) zugreifen)
habe ich gewartet bis ich eine Winde mit mittigem Stummel gebraucht gefunden habe.

Ich denke mit einer normalen Winde geht es nicht ohne Verlagerungsgetriebe.
Ob die neuen Igland Winden auch noch so sind weis ich nicht, ich habe explizit nach einer Winde mit mittigem Stummel gesucht.
Die Länge der Zapfwelle ist grenzwertig kurz,
wenn ich die Winde nicht in den Unterlenkern festspanne (spannketten) und es die Winde seitlich versetzt bleiben nur noch 2-3cm überdeckung
(ok, bei 32PS ist das noch nicht so schlimm, bei deinem 406 aber vermutlich problematisch).

Hoffe das hilft dir weiter!

Grüße
Thomas
 
Hallo ,
ich nutze die Krasser Winde hinter meinem U 406, hatte mich auch extra nach einer Oehler Winde mit (3,5t) nach einer Winde mit mittigem Antrieb umgesehen , leider ist der Winkel vom Verlagerungsgetriebe runter zum Antrieb so steil, dass mir schon mehrere Gelenkwellen auseinander gebrochen sind . Ich bin jetzt grad dabei mir einen Halter für das Verlagerungsgetriebe zu bauen der mir erlaubt das Getriebe so weit als möglich nach unten zu drehen. Wenn ich soweit bin werde ich Bilder einstellen.
Aber Fazit , es ist nicht unbedingt einfach hinter einem Unimog eine Dreipunkt Winde einzusetzen .
 
im Anhang hab ich ein Bild von einer Maxwald SW. Deren Zapfwelleneingang ist in Fahrtrichtung links. Der Schlepper hat hier auch einen recht hohen Abgang - ich bin der festen Überzeugung, dass es so klappen könnte. Aber auf Verdacht von irgendwoher eine Winde kaufen ohne Vorher anzuprobieren ist halt shit.
Und Fehlkauf habe ich schon einen hinter mir, einen zweiten will und kann ich mir dann bald nicht mehr leisten....

Grüße
Holger
 

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oder sowas mit einem Reduktionsgetriebe, dass muss doch funktionieren, oder?
 

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Hallo,
beim Reduktionsgetriebe hast du vermutlich an einem der beiden Stummel eine sehr langsame Seilgeschwindigkeit.
Das kann nerven...
Grüße
Thomas
 
Guten Morgen , an der Krasser hab ich auch eine Reduktion ( andere Übersetzung) für die Seilgeschwindigkeit , ich kann nur sagen , das sie nicht nervig sondern sehr empfehlenswert ist. Grad bei schweren Zügen ist die langsame EInzugsgeschwindigkeit genial , da man mehr Kontrolle hat.
Die schnelle Seilgeschwindigkeit nutze ich nur für leichter Züge ( Fichten Durchforstung , ähnliches ) Verbotener weise nutzen wir die Winde auch als Fällhilfe ( ja ich weiss….darf man eigentlich nicht ) und auch hier ist die langsame Zuggeschwindigkeit ein riesen Vorteil um einem leichten Vorhänger den richtigen Impuls zu geben.
Fazit ,,ich finde es Klasse.....
Gruß Jürgen
 
Hallo allradundsperre,
und das Ganze mit Banane oder ohne?


btw: warum vorbotenerweise? Ich hatte vor längerem einen Kurs da war von "windenunterstützem Fällen" die Rede. Gängige Praxis, würde ich meinen.

Grüße
Holger
 
Moinsen Holger ,
verbotener weise weil ……...die Fa Krasser beim bestellen des neuen Bremsbandes extra darauf hingewiesen hat das die Winde nur für den Bodenzug gedacht ist .
Der Abstand ober besser der Winkel ist leider schon mit Banane gemeint. Habe mir extra eine neue schwere Ausführung gekauft in der Hoffnung das sie länger ist , war aber nicht der Fall, sie ist zwar stärker ausgeführt hat aber exakt die gleichen Abstände.
Gruß Jürgen
 
Hallo Jürgen, eine seilwinde die nur für Bodenarbeit gebaut ist halte ich für untauglich. Aber ich denke es geht hier um die bremse und deren Verschleiß. Bei Fällarbeiten mit Winde ist bei Eintrommel Seilwinde der Verschleiß der Bremse und Kupplung stärker. Zuerst wird das Seil straff gezogen bzw der Baum ein gewisses Maß unter leichten Zug gebracht. Dann schneidet der Sägenführer ein. Wenn dann die Winde den Baum umziehen soll muss die kupplung gegen eine noch teilweise haltende bremse und die Last vom Baum arbeiten. Das hat größeren Verschleiß zur Folge. Mit der Doppelwinde kann man zunächst mit einem Seil den Baum bis zur gewünschten Lage anziehen. Dann wird das zweite Seil bis kurz vor stramm gezogen. Jetzt kann der Sägenführer den Baum einschneiden. Wenn dann der Baum umgezogen wird macht man das mit dem leicht durch hängendem Seil. So muß die kupplung nicht gegen die last vom Baum anlaufen und der Baum geht keinen mm zurück! Sollte die Zugkraft nicht ausreichend sein kann man die zweite Winde dazu schalten. Sollte im Fall des Falles ein Seil reißen ist immer noch ein zweites im Baum. Ganz nebenbei hat man ( in meinen Fall 2x6t) die doppelte Zugkraft die aber auch ein ordentliches Front Gewicht verlangt. Ich habe schon mal 800 kg vorne dran gemacht um sehr schwere Bäume im hang zu ziehen. Da hat sich nix gerührt. Ansonsten wie geschrieben, Ritter S 27. Ärgert mich ein wenig das ich meine verkauft habe. Stand leider nur rum. Kam einmal zu einem Termin mit dem 417 und der Ritter Winde. Der Chef vom Gartenbau Betrieb hat geschimpft was ich mit der Spielzeug Winde da will, ich sollte mir mal die Bäume ansehen die sie fällen wollen. Hab das dünne 10mm HV Seil im Baum eingebaut und dann gezogen bis der geschrieen hat ich soll aufhören sonst reißt der ab. Danach hat er nicht mehr gemeckert. So kann's gehen. Gruß Herbert
 
Aso, aus dem gleichen Grund sollte man beim Rücken gespanntes Seil wenn möglich zuerst die bremse lösen bevor man einen Stamm oder gar einen ganzen Pack Holz wieder anzieht. Dann muß die kupplung nicht unter last anlaufen. Gruß Herbert
 
Moin zusammen,

mit der Dreipunkt Forstseilwinde kann man sehr gut und materialschonend Baumfällarbeiten durchführen, auch wenn dies nun leicht von der Überschrift abweicht.

Nachzulesen in einschlägiger Fachliteratur oder einen entsprechenden Lehrgang besuchen, da dies nix für ungeübte ohne entsprechendes Zusatzmaterial ist.

Schnell und kurz umrissen:

Grds. wird diese Technik bei normalen oder rückhängenden Bäumen angewendet.
Ein Seil in entsprechender Höhe anbringen, dieses mit dem Windenseil verbinden, und leicht! anziehen damit das Seil nicht mehr auf dem Boden liegt, so hast Du keine Spannung auf dem Baum bzw. die Winde nicht belastet (Königsbronner Anschlagtechnik). Dann Fallkerb anlegen, Sicherheitsfälltechnik mit Halteband anlegen, Sicherheitskeile rein, negativer Fällschnitt. Der Baum steht nach wie vor so wie vorher, das Seil der Winde ist nicht belastet.

Dann das Weite suchen, Winde anziehen und gucken was der Baum macht....

Schöne Grüße, ich stelle bei nächster Gelegenheit mal Bilder von meinem Unimog 1400 mit der 6 t Fransgard Winde rein.
Passt auf Euch auf.
Gregor