...und wieder ein "Neuer"...

Capri07

New member
23. Aug. 2005
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Gossersweiler-Stein / Südpfalz
Hallo an Alle,

ich wollte mich nur kurz vorstellen und alle Unimogler begrüßen.

Ich bin neu hier in dem Forum, mein Name ist Markus und bin 25 Jahre alt und meine Heimat ist ein kleines Dorf namens Gossersweiler-Stein welches in der schönen Südpfalz nahe der französischen Grenze liegt.

Ich komme aus einer unimog-erfahrenen Familie. Leider sind sämtliche mogs verschwunden in den letzten jahren und durch traktoren ersetzt worden. ich bin aber entschlossen das wieder umzukehren und so bin ich auf euer forum gestoßen.

habe bereits als "gast" schon viel hier gelesen und gelernt. das forum hat einen guten umgangston und ist wirklich sehr informativ.
ich hoffe, auch wenn ich noch nicht so viel erfahrung habe, dazu beitragen zu können.
muß jedoch zugeben das ich noch nicht mal nen mog habe, aber ich bin auf der suche...

also, nochmal gruß an alle unimog fahrer und fans...

markus. :D
 
Hallo Markus!


Herzlich willkommen in der Community!

Freut mich sehr, dass du wieder auf den Unimog unsteigen willst. Was macht ihr? LW? Wir arbeiten mit unseren Unimogs in der Landwirtschaft und sind damit voll zufrieden. Wenn ich die an unsere Landwirt mit den neuen Traktoren in der Umgebung denke mit ihren Elektronikproblemen, bin ich froh, dass sich mein Vater vor fast 25 Jahren für den ersten Unimog entschieden hat.
Mittlerweile haben wir 5x406, 1x421, 1x417, 1x416T mit Fasieco-Anbau und einen Unitrac(http://unitrac.piranho.at)


MfG Clemens
 
Hallo Markus

Herzlich willkommen im Forum.

Süd-Pfalz klingt für mich irgendwie nach Weinbau.
Da haben wir schon einen Weinbauern Markus im Forum.
Produzent des berühmten Roxheimer Mieslings, Lage schattiger Nordhang.
Hat sich im XXXmog Camp, besonders in der Jahrgangstufe 2004, als echter Camp-Killer erwiesen. :wink:
(Markus Schaller, bring mir noch zwei Sixpack davon vorbei !)

Also, hier werden sie schon geholfen und bei Fragen ... Nur zu.

Thorsten
 
Hallo Markus,

Schön dass es mit der Registrierung doch noch geklappt hat!
Ich wünsche viel Erfolg bei der Unimog-Suche und bei der Bewältigung aller Probleme, die du anschliessend hast ... ;)

Gruß, Daniel
 
Hallo nochmal,

vielen Dank für die Willkommensgrüße.

@clemens:
tja mein opa hatte noch landwirtschaft früher und als er aufhörte war ich noch in der vierten klasse... jetzt ist nicht mehr viel da, das meißte land verpachtet aber ich hab noch alle mögliche geräte. im moment muß der fendt nur zum holzschneiden und zum mulchen ran.
ich möchte einen unimog den ich ruhig noch bischen wieder aufbauen kann und dann hege und pflege und ein paar leichte arbeiten machen lasse. s.o.
beneidenswert das ihr so viele unimogs noch habt, find das echt gut.

@thorsten:
ja südpfalz ist voll von weinbergen und auch etwas ackerbau und viehzucht.
tja die fragen werden sich sicher ergeben, ich bin ja noch "lehrling" was die unimog technik anbelangt deshalb werd ich erst viel lesen hier im forum, aber jedenfalls schon mal vielen dank.

@daniel:
ja es hat doch noch geklappt, ging einwandfrei, weiß auch nicht was da nicht geklappt hat, naja...ende gut...alles gut...
wie gesagt ich muß erst mal bisschen die unimog-materie lernen um zu wissen auf was ich achten muß. habe ja die 406er im auge...
mal schauen.

gruß markus. :wink:
 
Hallo Markus,

Sei gewarnt:
Unimogs anhimmeln oder fahren ist verboten!
Wer Unimogs anhimmelt oder fährt,
oder mit angehimmelten Unimogs fährt,
der wird mit Mogviurs nicht unter lebenslänglich bestraft! :wink:

Willkommen hier im Forum, Viel Glück bei der Suche nach Deinem Mog!

Bei Fragen, immer raus damit!

habe ja die 406er im auge...

Wenn ich da gleich mal einhaken darf, keine schlechte Wahl,
die sind sehr häufig gebaut worden, und deshalb auch viel am Markt zu finden. Natürlich ist vom Schrott bis zum Superteil alles zu kriegen aber leider auch mit der selben Spannweite im Preis...

Da wir hier über ein Universal-Motorgerät sprechen ist auch die Ausstattung so vielfältig wie die Einsatzmöglichkeiten.

Überleg Dir also gut wofür Du ihn haben willst, welchen Einsatzt Du planst, und suche danach die Ausstattung aus.

ich möchte einen unimog den ich ruhig noch bischen wieder aufbauen kann und dann hege und pflege und ein paar leichte arbeiten machen lasse. s.o.
Das klingt so, als würdest Du in Richtung Landwirtschaft tendieren. Jetzt kann ich zwar beim Weinbau nicht mitreden, aber bei Landwirtschaft sind Zapfwellen und Heckkraftheber unersetzbar. Ich habe den Fehler gemacht meinen ohne HKH zu kaufen und ihn nachträglich angebaut, mein Portemonnaie schreit heute noch laut Aua. :(
Zwei weitere Punkte sind großes Getriebe und Doppelkupplung.
Was es bedeutet ohne Doppelkupplung mit Geräten zu arbeiten brauche ich Dir sicher nicht zu erzählen.
Weinberge, klingt auch nach reichlich Steigungen.
Mit dem Unimog kann man reichlich zügig fahren, und die 84PS haben "ordendlich bums" nur ist der Sprung vom 5. in den 6.Gang reichlich groß. Am Berg und erst recht mit Anhänger und/oder Last kann das schwierig werden.
Da ist das große Getriebe mit seinen Zwischengängen eine echte Hilfe.

Nochmals herzlich willkommen!

Grüße aus dem Sauerland
Euer Theo

U406 Bj '75 84PS mit großem Getriebe, und Doppelkupplung
 
Und hier:

http://www.unimogfreunde.de/technik-tipp/Checkliste/ChecklisteUnimog.pdf

findest du eine Checkliste zur Unimog-Besichtigung.

Noch besser ist es natürlich einen schon Unimog-Geschädigten zu
einer Besichtigung mitzunehmen.

Thorsten

Und immer dran denken:
Es gibt nur zwei glückliche Tage mit dem Unimog.
Der Tag an dem er kommt
und der Tag an dem er wieder geht. :wink:
 
Hallo und danke nochmal für die wertvolle Tipps.

@theo:
ja der 406er hat es mir angetan. Ich hab auch von der Weinwirtschaft keine große Ahnung. Bei uns ist mehr die Landwirtschaft im Vordergrund und da geb ich dir natürlich recht das der Unimog schon so geräte wie Zapfwelle mit 1000/540er Drehzahlen und heckkraftheber und ne anhängerkupplung haben sollte. das tüpfelchen auf dem " i " wären dann noch Luftanschlüsse für einen Anhänger und Hydraulikanschlüsse aber das muss nicht unbedingt sein.
hab auch schon gelesen was neue Heckkraftheben kosten und glaub dir das gern mit dem Geldbeutel.

Ist ja recht praktisch das ich mir den 406 ausgesucht habe wenn es von dem Modell noch relativ viele gibt. Es macht eigentlich nichts wenn der Unimog etwas schäbig aussieht. Ich möchte schon auch ein paar stunden daran restaurieren, wenn die basis stimmt reichts.

die sache mit dem großen getriebe leuchtet natürlich ein. Ich kenn die Getriebe vom LKW fahren und die halben Gänge sind da unverzichtbar im Baustellenverkehr.
Aber eins weiß ich nicht und zwar was du mit der Doppelkupplung meintest. Wir haben noch nen Fendt und der hat ne hydraulische Turbokuppllung, also nicht hydraulisch betätigt sondern die kraftübertragung ist hydraulisch, ähnlich wie wandler. arbeiten mit geräten ist da kein problem.
was ist also eine doppelkupplung ?

@thorsten:
ich möchte eigentlich nur den einen schönen tag und zwar an dem er kommt und noch ein paar schöne werkstatt- und arbeitstage mit dem mog.
da wär ich schon zufrieden :wink:
 
Moin Markus,

Doppelkupplung bedeutet:
halb durchgetreten -> Getriebe vom Motor getrennt (ggf. eingeschaltete Zapfwelle läuft weiter)

ganz durchgetreten -> Zapfwelle auch getrennt

hat den Vorteil, dass halb getretener Kupplung das Fahrzeug anhält, zapfwellengetriebene Geräte (z.B. Strohpresse u.ä.) aber weiterlaufen.

Gruß Ulli
 
Moin Markus, moin Ulli,

Ulli hat es mal wieder mit treffenden Worten präzise beschrieben. Eine Doppelkupplung ist eine Erfindung aus den frühen Unimog- und Traktortagen, um dem Problem zu begegnen, daß bei getretener Kupplung nicht nur das Fahrzeug stehenbleibt, sondern auch das angebaute Gerät nicht mehr weiterläuft.
Beim Stroh- oder Heupressen z.B. muß man schon manchmal anhalten, wenn der Schwad zu dick ist, da sollte die Presse aber weiterlaufen.

Eine Doppelkupplung erreicht das auf die von Ulli beschriebene Weise. Dies bedeutet aber einen erheblich komplizierteren Aufbau der Kupplung und damit eine größere Anfälligkeit, und natürlich höherer Preis.

Das ist nicht zu verwechseln mit einer lastschaltbaren Zapfwelle, dies heißt lediglich, daß man sie während der fahrt einschalten kann, was aber im obigen Fall nicht von Bedeutung ist.

Heutige Schlepper haben für die Zapfwelle eine extra (Lamellen)Kupplung, getrennt von der Fahrkupplung. Oftmals wird sie mit der Hand bedient.
Wie das bei den neueren Unimogs (U1000 et al) gelöst ist weiß ich nicht.
Die ganz neuen Joghurtbecher (U300 et al) haben soweit ich weiß gar keine mechanische (Heck)Zapfwelle mehr. Hier kann man aber wohl eine Hydraulische nachrüsten.


das tüpfelchen auf dem " i " wären dann noch Luftanschlüsse für einen Anhänger und Hydraulikanschlüsse aber das muss nicht unbedingt sein

Das kriegst Du "Frei Haus" mitgeliefert ebenso die Anhängekupplung. Der 406 hat immer eine "druckluft unterstützte" Bremse. Das heißt er hat, je nach alter, eine Ein- oder Zweikreis Hyrdaulikbremse, entweder auf Trommel- oder auf Scheibenbremse.
Die Druckluftunterstützung bedeutet, daß der Bremskraftverstärker mittels Druckluft arbeitet.

@alle
Bitte liebe Kollegen, korrigiert mich wenn ich jetzt Quatsch quatsche:
Der Schritt von der druckluftunterstützten Bremse zur Druckluftanhängerbremsanlage ist so klein, daß es wohl keiner ohne bestellt hat. Auch wenn es sicher welche ohne gegeben hat, mal abgesehen von den "selbstfahrenden Arbeitsmaschinen" über die wir hier, glaube ich, nicht reden.

Bei der Druckluft-Anhängerbremsanlage mußt Du unterscheiden zwischen Einleitungs und Zweileitungsbremse, bzw, der kombinierten Ein- und Zweileitungsanhängerbremsanlage.

Wie die im Einzelnen funktionieren kannst Du hier http://www.unimog-community.de/inde...viewtopic&t=7663&highlight=zweileitungsbremse nachlesen.

Die Einleitungsbremse hat aber eigentlich nur noch historische Bedeutung.

Was die Hydraulik angeht, so muß man beim Unimog unterscheiden, zwischen Hydraulik, den Hydraulikanschlüssen, dem Kraftheber, und dem (Dreipunkt)Gestänge.
Im Schlepperbereich meint man oft mit Hydraulik alles zusammen. Beim Unimog gibt es da sehr wohl unterschiede.
Manche Unimogs haben eine Hydraulik, also Tank, Pumpe, Steuergerät, aber nur vorne oder nur hinten Anschlüsse. Manche haben hinten Anschlüsse, aber nur einen für den Kippzylinder, und keinen Kraftheber.

Du brauchst die Hydraulik mit Anschluß für den Kippzylinder und mindestens die beiden Anschlüsse der zweiten doppeltwirkenden Zelle für den Kraftheber, sowie das dazugehörige Dreipunktgestänge, also die Unterlenker usw. Die größe des Krafthebers ist übrigens Kategorie II, d.h. Anbaugeräte Kat III passen nicht, Kat II paßt, für Kat I braucht man Hülsen, die den Durchmesser der Dorne und Bolzen anpaßt.

Die Steuergeräte sind immer doppeltwirkend, dh. sie können immer auf "heben" oder "senken" arbeiten. Es hängt nur davon ab ob auch die entsprechenden Anschlüsse zur Verfügung stehen.

Die hinteren (und die vorderen) Hydraulikanschlüsse sind steckbar. D.h man kann sie für andere Dinge nutzen. So z.B kann man wenn man den HKH nicht braucht, weil ja ein Anhänger angeschlossen ist, diesen kurzerhand stillegen indem man den einen Anschluß abzieht und daran dann den Hydraulikanschluß des Anhängers anschließt.

Die Krönung ist dann der "separate (drucklose) Rücklauf", der wird von manchen Anbaugeräten gebraucht. Sowie die 4. Druckleitung hinten, wenn also auch der "Senken" Anschluß der Hydraulikzelle für den Kippzylinder nach hinten geführt ist.

Ich hoffe ich konnte Dir damit noch ein wenig weiterhelfen, und habe nicht zusehr verwirrt.

Grüße aus dem Sauerland
Euer Theo

[Edit] Tippfehler und irreführende Formulierungen geändert. Heute ist da aber wirklich der Wurm drin...
 
Hallo Markus,

schön das Du uns gefunden hast und noch schöner ist das Du aus der Pfalz kommst. Ich dachte schon es gibt hier gar keine Pfälzer. Ich bin 35 und wohne in St. Martin. Ich bin auch erst seit Februar hier, und habe auch nicht so viele Erfahrungen aber was ist das Leben ohne Herausforderungen. Du kannst Dich ja mal bei mir melden.
Mein Mog ist ein 411er, also "etwas" kleiner als Dein Wunschkandidat, ist bei mir allerdings auch eine Platzfrage.
Wünsche Dir viel Erfolg bei Deiner Suche.



Alle:
Zum Problem "Unimog im Weinbau" bin zwar nur Nebenerwerbswinzer aber eigentlich ist er leider :cry: nur für Transportaufgaben zu gebrauchen. Sie sind halt etwas breit die Mogs. In der Pfalz ist es auch nicht ganz so Steil wie an der Mosel, also ich haben hier noch keinen mit Binger-Seilzug im Einsatz gesehen
Aber mein Schmalspur-Eicher will ja auch manchmal raus etwas spielen.

Gruß an Alle aus der schönen Pfalz

Stephan
 
Ups sehe gerade bin ja schon seit 16. Januar angemeldet :shock:

Wie doch die Zeit vergeht. :wink:


nochmal viele Grüß aus der Pfalz

Stephan
 
Ahh so ! :idea:
jetzt ist das klar mit der doppelkupplung, klingt irgendwie auch logisch und vernünftig.
Wenn ich also mit dem Mog mulchen will oder andere zapfwellengetriebene Geräte wie ne Fräse oder so dran hab sollte er schon eine doppelkupplung haben - wär auf jeden fall besser.

gut und zu den luftanschlüssen, selbst gesetzt dem fall er hätte wirklich keine luftanschlüsse rot/gelb (also druckleitung u. vorratsleitung) hinten könnte man selbst noch zwei leitungen legen ? weil druckluftunterstützte bremsen hat er ja wie du sagtest. oder reicht das die förderleistung des kompressors nicht mehr aus, denke doch das müsste gehen oder ?

zu der Hydraulik...
versteh ich das richtig das eigentlich alle 406er zumindest einen hydr. tank und eine pumpe haben und dann je nach wahl verschiedene anschlüsse ?
ich bräuchte also wenn der unimog zwei steuergeräte hat, das eine für den anschluß des kippzylinders und das andere steuergerät mit zwei anschlüssen für einen kraftheber ???
kann man anschlüsse selbst nachrüsten wenn diese nicht vorhanden wären ?

das mit den steckbaren anschlüssen hab ich verstanden aber ein heckkraftheber muß doch nicht doppeltwirkend funktionieren, dieser wird doch durch sein eigengewicht bzw. durch das gewicht des anbaugerätes nach unten gehen. ich bräuchte dann doch nur die funktion "heben" oder ?
wenn der hkh immer auf "heben" und "senken" funktioniert mit doppeltwirkenden zylindern kann ich ja nie in eine "schwimmstellung" der unterlenker kommen es sei denn das steuergerät hat ein schwimm-schaltstellung. oder was bring ich da jetzt durcheinander ?

sorry für die vielen dummen fragen aber als halber laie braucht man noch etwas "input". :oops:

gruß aus der südpfalz
markus.
 
@ stephan:

ahh subba noch en pälzer
do bin ich jo nitt allää...

...und "maade" isch jo grad um die eck so zusaache... :lol: :lol:

ja ich hoffe das ich noch einen unimog finde der mir passt, muß aber noch ein paar vorbereitungen treffen, z.b. informationen sammeln, transportmöglichkeit überlegen, schrauberwerkstatt finden...usw.

ja der unimog hat sicher im weinbau nicht so viel verloren, außer man will 20-25 Hänger mit Trauben gleichzeitig ziehen. würd auch gern mal wieder bißchen in der landwirtschaft nebenbei arbeiten...in edesheim ist doch der fleichmann mit seinen riesen maschinen, das wär was 8)

übrigens haben die "eicher" beim schlepperpulling in walsheim ganz gut mitgeschmischt...

gruß markus.
 
Hallo Markus,

"Input, Input", Nr. 5 lebt!!!

(oder war's Nr. 4?)
War jetzt ein kleiner Gruß an unsere belgischen 404er :)

Zur Druckluftbremse,
da die Hauptaufgabe der Druckluft am Mog das Bremsen ist, sowohl die Druckluftunterstützung als auch die Anhängerbremse, sind die Komponenten alle hierfür ausgelegt. Die Fördermenge des Luftpressers ist hierfür eher zweitrangig, da dieser ja immer erst die Luftkessel füllt.
Du darfst ja eh erst losfahren wenn genügend Druck im System ist. Das wird Dir ja über die fette rote Lampe im Armaturenbrett angezeigt, erst wenn die ausgeht darfst Du losfahren. Die geht im Anhängerbetrieb eben etwas später aus.

Ich glaube eigentlich nicht, daß für Dich in Frage kommende Mogs keine Luftanschlüsse haben. Wenn doch nicht, dann fehlen neben den Kupplungsköpfen auch die Leitungen und was noch wichtiger ist die Steuerventile. Nachrüsten ist sicher möglich, aber teuer, außerdem mußt du anschließend zum TÜV.

Zur Hydraulik,

auch hier bin ich der Meinung, daß Unimogs, die für Dich in Frage kommen haben mindestens Pumpe, Tank und Steuerventil (natürlich auch das Gestänge) und irgendwo auch Anschlüsse.
Sollten welche fehlen kann man die nachrüsten. Das sind ja nur Rohre bzw. Schläuche mit den Steckverbindern. Auch hier natürlich mit Kosten verbunden. Und, wenn`s nach hinten geht, mit etwas Fuckelarbeit.

zu dem Steuergerät,
die Hydraulik ist (eigentlich immer) beim 406 eine "einkreisige" Hydraulik mit einem(!) Steuergerät mit zwei doppeltwirkenden Zellen.
Dh. es gibt zwei Hebel, die an der Lenksäule befestigt sind, je einer links bzw. rechts. die auf die entsprechenden Zellen des Steuergerätes wirken. Das ist im Motorraum untergebracht.
Mit diesen Hebeln kann man sowohl "heben" als auch "senken". Darüber hinaus haben die eine sog. "Schwimmstellung", da wird auf komplett drucklos gesteuert, und angebaute Geräte senken sich tatsächlich durch die normale Erdanziehung ab.
Und es gibt noch eine Stellung für "Dauerdruck". Hierzu muß sowohl das Steuergerät als auch die Kulisse entsprechend vorbereitet sein.
Hier kann man den Hebel in Stellung "Heben" arretieren.

Zum Heckkraftheber,
der HKH ist immer doppeltwirkend, d.h. er hat (zwei) doppeltwirkende Zylinder. Er kann also (muß aber nicht wg. Schwimmstellung so) mit Druck abgelassen werden.
Das hängt nicht von den Zylindern ab, sondern nur vom Steuergerät.
In der Schwimmstellung sorgt dieses dann für den Ölfluß von der einen in die andere Zylinderkammer.
Das passiert ja auch beim Heben oder Senken, daß das Öl aus der zweiten Kammer über das Steuergerät zurückfließt, während es in die andere gepumpt wird.

noch Steuergerät
die einkreisige Hydraulik besagt, daß wir nur eine Pumpe haben, die beide doppeltwirkenden Anschlüsse über ein und dasselbe Steuergerät mit Öl versorgen. Das bedeutet, daß zu einem Zeitpunkt immer nur eine Bewegung ausgeführt werden kann.

Zum Thema Öl,
als Öl kann man übrigens normales Motoröl z.B 15W40 nehmen, steht so auch in der BA (Betriebsanleitung) spezielles Hydrauliköl ist nicht notwendig. Hier gibt es dann allerdings das Problem wenn man die Anbaugeräte bzw. Anhänger mit anderen Fahrzeugen im Wechsel betreibt.
Da sollte man sich schon auf eine Ölsorte einigen um Problemen vorzubeugen.
Das ist auch der Grund warum sich Bauern oft zieren einen Anhänger auszuleihen, wenn schon dann lieber mit eigener Zugmaschine.

In der Regel ist das dann tatsächlich so, daß der Kippzylinder auf der einen Zelle und der HKH dann auf der anderen Zelle gesteckt ist.
Man kann also, wenn die Pritsche nicht benötigt wird, und die 4. Druckleitung hinten liegt, den Kippzylinder abziehen und hat dann die zweite doppeltwirkende Zelle hinten zur Verfügung, für einen hydraulischen Oberlenker, hydr. Seitenverstellung oder sonst etwas.
Wer häufiger Umstecken muß, der baut sich schnell 3-Wegeventile und weitere Stecker ein und kann so einfacher die Funktion wechseln.

sorry für die vielen dummen fragen aber als halber laie braucht man noch etwas "input".

Dumm wäre wirklich, Du würdest sie nicht stellen. Denn nur so kann man Input bekommen.

BTW, Input, das Beste ist Du besorgst Dir schon mal vorab die BA, gibt's bei Buch und Bild für rel. schmale Euros. Da gibt es (für den 406) mittlerweile drei verschiede, einmal für Trommelbremse bzw. Scheibenbremse und für den U65. Für den Anfang ist es nicht wichtig welche Du hast, die grundlegenden Sachen sind alle gleich. Später solltest Du dann schauen und dir die besorgen welche zu Deinem Mog paßt.

Ich hoffe ich konnte einiges Aufklären

Grüße aus dem Sauerland,
Euer Theo
 
Hallo Theo,

"Input" hab ich ja jetzt wieder ausreichend von dir bekommen... und es war Nr. 5 :wink:

Das Druckluftsystem kenn von den LKW's von Mercedes-Benz am den alten SK's und den Actros. Da verhält sich das mit dem Luftpresser, den Luftdruckbremsen an LKW und Hänger also genauso.
Gut ich wußte anfangs nicht ob alle 406er einen Luftpresser haben oder nicht, da das ja aber der Fall ist dürften ja die Anschlüsse für einen Hänger auch ähnlich weit verbreitet sind.
Was mich aber noch interessieren würde ist die dann möglichen Anhängerlasten ?

So mit der Hydraulik gibts jetzt auch langsam licht wo vorher schatten
war !
Normalerweise brauch ich höchstens den Anschluß für den Kippzylinder, der sollte möglichst immer angeschlossen sein und noch den Anschluß (steckbar) für den Kraftheber. Hänger hab ich zwar auch einen mit Kippzylinder aber den müßte ich erstmal wieder in die Reihe machen.

Ok das mit der Schwimmstellung wäre dann ja auch geklärt. Das ist schonmal gut weil der Unimog da schon mal mehr kann als unser Fendt bei dem man nicht auf Druck "Senken" kann...

das mit dem steuergerät und der einkreisigen hydraulik hab ich so verstanden das ich z.b. die pritsche kippen kann aber nicht gleichzeitig den heckkraftheben ablassen oder heben kann. ich kann nur für ein gerät eine bewegung ausführen richtig ?

nochmal zu dem kippzylinder...ist an diesem nun eine druckleitung der ersten zelle angeschlossen oder zwei ? d.h. eine druckleitung lässt den zylinder ausfahren und durch die schwerkraft geht die pritsche wieder nach unten - der teleskopzylinder ist ja ansich schon einfachwirkend logischerweise. nur sind da jetzt zwei leitungen dran oder nur eine ? z.b. eine druckleitung und eine rücklauf oder eine druckleitung durch das öl auch wieder zurückfließt... ?

und für den hkh brauch ich auch zwei steckbare anschlüsse und noch ein "T-Stück" um die zwei doppeltwirkenden zylinder anzutreiben ja ?

hat die zapfwelle eigentlich immer die 1000/800 Umdrehungsfrequenz oder kann man das auch umrüsten auf 1000/540 ? Lohnt sich das überhaupt mit Zeit/Aufwand/Kosten ?
werden die zapfwellen eigentlich mechanisch oder über ein pneumatisches ventil geschaltet ?

ok, vielen dank für die beantwortung meiner vielen fragen, du scheintst ja ein lebendes lexikon zu sein was die unimogs anbelangt, wie viele andere hier auch noch.

ich werd mal schauen das ich so ne BA bekomme und die mir mal zu gemüte führen. der thorsten hat da ja schon ein diesbezügliches angebot gemacht.


gruß aus der südpfalz
markus. :)
 
Hallo Markus,

wer mich kennt, der weiß ich beantworte solche Fragen immer gerne, und

@alle, falls irgendwas nicht stimmt, oder zu kurz beantwortet ist, immer einschreiten.

Aber nun zu Deinen Fragen:

Zum Druckluftsystem,
ja das Druckluftsystem ist mit denen vom LKW identisch, was Anschlüsse (Kupplungsköpfe) und Luftdrücke angeht.
Muß es ja auch, sonst könnte man ja keine LKW-Anhänger anhängen. (Das LKW-Anhänger u.U. ein 24V System haben und Mogs evtl. nur ein 12V lassen wir mal aussen vor)
Mit einer Ausnahme, aufgrund seines Alters ist die kombinierte Ein- und Zweileiteranhängerbremsanlage sehr weit verbreitet. Das findet man bei LKW's heute, so glaube ich, überhaupt nicht mehr.
Macht ja auch wenig Sinn in der hektik heutiger Tage noch mit vmax=25km/h herumzuzockeln. Gewerblich meine ich.

Zu den Anhängelasten:
die sind von mehreren Faktoren abhängig. Zum einen natürlich von der mechanischen Belastbarkeit der Komponenten, also Rahmen, Querträger, Anhängemaul etc., hier kannst Du davon ausgehen daß da genügend vorhanden ist.
"Begrenzt" wird die eher durch zwei Punkte, und zwar einmal durch die StVZO und durch Betriebsvorschriften.
In §35 StVZO ist z.B geregelt wieviel Motorleistung pro Tonne vorhanden sein muß, bei Zugmaschinen sind das 3PS/to.
Bei einem 406 mit 84 PS und zGm von 6to sind das 22to.
Aber Vorsicht, diese 22to dürfen nur mit durchgehender Bremsanlage, als Druckluftanlage genutzt werden. Bei Auflaufbremse sind das nur noch 8to (für beide Anhänger zusammen), und ungebremst sind das sogar nur noch 1,5to
Normalerweise brauch ich höchstens den Anschluß für den Kippzylinder, der sollte möglichst immer angeschlossen sein und noch den Anschluß (steckbar) für den Kraftheber. Hänger hab ich zwar auch einen mit Kippzylinder aber den müßte ich erstmal wieder in die Reihe machen.
Hindert Dich ja auch keiner dran. Der Anschluß für den Kippzylinder ist zwar auch steckbar, muß man ja nicht abstecken, kann man aber wenn man möchte.
Das gleiche gilt für den Kraftheber.
Ok das mit der Schwimmstellung wäre dann ja auch geklärt. Das ist schonmal gut weil der Unimog da schon mal mehr kann als unser Fendt bei dem man nicht auf Druck "Senken" kann...
Es soll Leute geben die sparen sich auf diese Art den Wagenheber...

das mit dem steuergerät und der einkreisigen hydraulik hab ich so verstanden das ich z.b. die pritsche kippen kann aber nicht gleichzeitig den heckkraftheben ablassen oder heben kann. ich kann nur für ein gerät eine bewegung ausführen richtig ?
Richtig, wobei das in diesem Fall nicht weh tut, wer kippt in exakt dem Moment die Pritsche, wenn er den HKH betätigt.
Etwas anders sieht das aus, wenn man einen Frontlader z.B. mit hydraulischer Schaufelbetätigung aber ohne Parallelführung hat. Man kann dann nicht die Lage der Schaufel korrigieren, während man hebt.

nochmals Kippzylider:
der Kippzylinder ist nur einfachwirkend. D.h. er wird am "Heben" Anschluß einer Zelle angeschlossen. Theoretisch ginge auch "Senken" macht aber keiner.
Gekippt wird die Pritsche dann über heben. Absgesenkt wird die Pritsche dann über die Schwimmstellung. Senken macht da keinen Sinn. Das Öl fließt da über die "Heben"-Leitung durch das Steuergerät zurück.
Oftmals sind die Leitungen und Dichtungen so alt und zugequollen, daß sich der Teleskopzylinder in den unteren Segmenten nicht oder nur schwer einfahren läßt.

und für den hkh brauch ich auch zwei steckbare anschlüsse und noch ein "T-Stück" um die zwei doppeltwirkenden zylinder anzutreiben ja ?
Äh, jaaaah, da verlässt mich jetzt mein Erinnerungsvermögen, die Verbindung der beiden Zylinder geht, glaube ich auch über entsprechend lange Hohlschrauben, wenn ich mich nicht irre.
Ist aber egal, sofern der eingebaut ist, ist das ja alles vorhanden, und da brauchst Du Dir dann keinen Kopf drum zu machen.
Deswegen nochmal der Hinweis, such lieber einen der die Ausstattung hat, die Du für Deine Zwecke brauchst. Nachrüsten geht zwar oft, ist aber u.U. mit erheblichem Aufwand verbunden, geldlicher, aber auch zeitlicher Art.
hat die zapfwelle eigentlich immer die 1000/800 Umdrehungsfrequenz oder kann man das auch umrüsten auf 1000/540 ? Lohnt sich das überhaupt mit Zeit/Aufwand/Kosten ?
werden die zapfwellen eigentlich mechanisch oder über ein pneumatisches ventil geschaltet ?

Also die Zapfwelle in der landwirtschaft hat, bis auf wenige Ausnahmen, eigentlich immer 540/min. Und das ist beim Unimog auch so.
Es gibt aber Getriebe, ich meine beim "Großen" Getriebe, das mit den Zwischen-, Kriech-, und Schneckengängen, war das standardmäßig so, die waren zwischen 540 und 1000 umschaltbar.
Und zwar immer für vorne und hinten gemeinsam!
Geschaltet wird die Geschwindigkeit mechanisch bei ausgeschaltetem Motor.
Die Zapfwellen vorn (sofern vorhanden) und hinten werden mechanisch geschaltet und zwar mit dem normalen Kupplungspedal. (Vergleiche weiter oben, Thema Doppelkupplung)
pneumatisch geschaltet wird m.E. die lastschaltbare Zapfwelle, die kommt aber eher selten vor.

Zusatzinfo Zapfwellen:
Es handelt sich bei der landwirtschaftlichen Zapfwelle um sog. Keilwellenprofil 1 3/8". Es gibt auch noch das kommunale Profil, das hat dann 1 3/4". Sollte man drauf achten. Kann man aber anpassen, bzw. den Stummel tauschen.

ok, vielen dank für die beantwortung meiner vielen fragen, du scheintst ja ein lebendes lexikon zu sein was die unimogs anbelangt, wie viele andere hier auch noch.

Oh, das geht runter wie Öl, jetzt werde ich aber ganz verlegen. Das würde ich aber so nie behaupten. Verglichen mit anderen weiß ich eigentlich ehr wenig.
Das sind alles die Fragen mit denen ich mich am Anfang auch beschäftigt habe. Und mir macht es Spaß dieses Wissen weiterzugeben.

Grüße aus dem Sauerland,
Euer Theo
 
Hallo nochmal an Theo "das Lexikon" :lol: :lol: :lol:

ok ich glaub mittlerweile hat sich vieles aufgeklärt bei mir. bin jetzt mal was hydraulik, pneumatik usw. auf dem basiswissenstand denke ich. alles weitere wird sich ergeben wenn der Unimog mal da ist...

Es soll Leute geben die sparen sich auf diese Art den Wagenheber...

Das ist war :idea: soche Cleverchen soll es geben...

Tja du hast mir auch schon viele fragen beantwortet die ich noch garnicht gestellt habe doch eine ist mir noch eingefallen und zwar...
was ist ein verlagerungsgetriebe ?
das hängt doch mit der zapfwelle zusammen oder ?
Brauche ich das unbedingt im Agrarbetriebe ?

So, mehr fragen fallen mir im moment garnicht mehr ein...

Gruß aus der regnerischen Südpfalz
Markus.
 
Hallo Markus,

was ist ein verlagerungsgetriebe ?
das hängt doch mit der zapfwelle zusammen oder ?
Brauche ich das unbedingt im Agrarbetriebe ?

Diese (drei) Fragen kläre ich gerne, und alle weiteren die kommen auch, sofern ich es weiß....
(muß jetzt mal der Legendenbildung vorbeugen :wink: )

Also ein Verlagerungsgetriebe hat, wie Du schon richtig vermutest tatsächlich was mit der Zapfwelle zu tun.
Richtig heißt es ja auch "Zapfwellenverlagerungsgetriebe".
Dieses ZVG wird eingesetzt um einen konstruktiven Umsstand bei Unimogs auszugleichen, der sich wie folgt darstellt:

Bei Traktoren sitzt der Zapfwellenstummel üblicherweise irgendwo ungefähr senkrecht unterhalb des Anhängemauls.
Anbaugeräte oder Anhänger wie Mähwerke, Düngerstreuer, Pressen, Heuwender, Schwader, Miststreuer und und und sind alle darauf ausgelegt, daß der (schlepperseitige) Zapfwellenstummel sich dort befindet. Beim Unimog befindet er sich aber, von hinten, in Fahrtrichtung links, neben (!) dem Anhängemaul.
Wenn sich nun die Zapfwelle überhaupt anschließen läßt, dann wird sie so stark geknickt, daß dies der Lebensdauer nicht unbedingt zuträglich ist.
Auf deutsch, sie wird u.U. so stark abgewinkelt, daß sie Dir um die Ohren fliegt.
Hier kommt jetzt das ZVG ins Spiel, es wird auf den originalen Stummel vom Mog geschoben, und am Rahmen fixiert. Im inneren befinden sich drei Zahnräder, die zum einen die Distanz bis unter die Anhängerkupplung überbrücken und zum Anderen die Drehrichtung beibehalten.
Auf dem dritten Zahnrad sitzt dann wiederum ein Zapfwellenstummel, der das Drehmoment an das (angebaute) Gerät weitergibt.

Aufgrund seiner gebogenen Form wird es landläufig auch als "Banane" bezeichnet.

Es gibt auch andere Konstruktionen, die arbeiten mit Rollenketten oä. Die sind aber nicht sicher, da die Kette oft offen zugänlich ist, womit Unfallgefahr besteht.

Braucht man das jetzt zwingend für die Landwirtschaft?
Ich würde meinen ja, wenn man mit handelsüblichen Anbaugeräten arbeiten will. Es soll auch extra für Unimog gebaute Anbaugeräte geben, die der speziellen Anbringung des Zapfwellenabgangs Rechnung tragen. Ich selber habe solche aber noch nicht gesehen.

Auf eine Sache muß man im praktischen Umgang mit ZVG noch achtgeben:
Durch das ZVG wird leider der Stummel nach hinten verschoben. D.h oftmals sind die Zapfwellen (also die Gelenkwellen) dann zu lang.
Gegenüber unserem Schlepper ist der Stummel des ZVG von unserem 406 um 25, in Worten fünfundzwanzig(!) Zentimeter nach hinten versetzt. Da hilft nur Zapfwelle (Gelenkwelle) kürzen, dann passt sie aber evtl. nicht mehr im Schleppereinsatz, oder eine neue, kürzere anschaffen. :(

Noch eine nicht gestellte Frage, die häufig zu Irritationen führt wenn über Zapfwellen geredet wird, ist die Drehrichtung der vorderen Zapfwelle.
Viele sind der Meinung,daß sie falsch herum dreht. Das tut sie nicht. Die hintere, sowie die vordere Zapfwelle drehen, von hinten gesehen rechts herum.
Anbaugeräte die für den jeweiligen Anbauraum gebaut sind, also Heck- oder Frontanbaugeräte erwarten das auch so.
Nun kommen jedoch einige Zeitgenossen auf die Idee Heckanbaugeräte vorne anzubauen. Holzspalter z.B. werden gerne in einen Frontkraftheber gehängt, weil man dann die Anhängerkupplung für einen Anhänger frei hat. Dann dreht die Zapfwelle vorne natürlich falsch herum.
Aber auch das Dilemma kann man lösen. Entweder man schafft sich Geräte an die für den Frontanbau geeignet sind, bzw. beides können, Front- und Heckanbau. Oder man baut sie entsprechend um. Oder aber man schafft sich ein "Wendegetriebe" an, welches die Drehrichtung umkehrt.

So wenn ich Dich mit meinen Geschichten nicht erschlagen habe, wünsche ich Dir viel Glück auf der Suche nach Deinem 406.
Sei gewiß er macht viel Arbeit, kostet ein Heidenmoos, wir sagen ja auch Geldvernichtungsmaschine dazu, bringt Dir jede Menge Unverständnis ein, Zoff in der Familie, Ärger mit den Nachbarn wg. der Stinkerei,...
Aber da ist dieses geniale Gefühl wenn man ihn da stehen sieht, nach getaner Arbeit, mit der Fuhre Holz für den Kamin, oder dem abgekippten Haufen Sand/Kies für den Bau, oder nach erfolgreicher Reparatur, das durch nichts auf der Welt zu ersetzten ist.
Wenn der Nachbar neidisch guckt weil er sein Holz mit der Schubkarre aus dem Wald holen muß. Die Frau beim Fahren jetzt wieder in die Vorgärten gucken kann, die Kinder stolz auf Papa sind weil sie bei so einem Ding mitfahren dürfen und und und


Dies soll jetzt kein Schlußwort sein.
Also, wenn weitere Fragen kommen immer raus damit, hier werden sie geholfen

Grüße aus dem Sauerland
Euer Theo