Uniknick Er (mein Mann) ist nicht mehr zu retten

Da an der Hinterachse bereits die verstärkte Abtriebsflansch mit 21 Zähnen und einem Kopfkreisdurchmesser von 45mm verbaut wurde, konnte die Steckhülse

Uniknick_Steckhülse.jpg

nicht aus Teilen vom 406 bzw. 421 nachgefertigt werden.
Auch der Antriebswellenspezialist Klein im Saarland konnte keinen lagerhaltigen Ersatz bekommen. Der Preis für die Sonderanfertignung musste ich ersmal verkraften. Zufällig wurde ich dann auf eine gebrauche gut erhaltene Verzahnungsmaschine aufmerksam gemacht, die ich dann ohne zu zögern erworben habe.
 

Anhänge

  • Uniknick_Verzahnungsmaschine.jpg
    Uniknick_Verzahnungsmaschine.jpg
    90,3 KB · Aufrufe: 4.738
Hallo Unickmogler
wenn ihr eine Innensteckverzahnung benötigt bitte nachfragen.
Gruss
Torsten
 
Hallo Thorsten

Auf so einem Teil habe ich im ersten Lehrjahr zum Werkzeugmacher "stoßen" gelernt (ist nichts schmutziges mit gemeint...).
Wie willst Du denn bei so einer Innenverzahnung vorgehen? Hast du einen Teilkopf oder musst du immer im Schraubstock umspannen? Im Schraubstock musst du dann ja quasi nach Anriss arbeiten. Bin mal auf die ersten Teile gespannt - du berichtest ja sicher...

Viel Erfolg

Jörg
 
Hallo Jörg,
es ist ein Dreibacken Teilaparat mit dabei den ich anstelle dem Schraubstock horizotal aufspannen kann.
Gruss
Torsten
 
Hallo Kollegen,
in der Zwischenzeit habe ich das hintere Untersetzergetriebe zerlegt.
Der innere Zustand übertraf bereis beim Entfernen des Getriebedeckel alle Erwartungen!

Uniknick_Getriebehinten_01.jpg

Öl war in diesem Getriebe nicht mehr zu finden. Ersetzt durch Wasser und Schlamm konnten die Lager nicht Stand halten.
Leider muss der Uniknick wohl noch mit dem defekten Getriebe bewegt worden sein. Da die Nadellager auf der Welle fest grostet waren, drehte die Verzahnung nicht im Freilauf sondern die Welle im Gehäusesitz. Mehrere Millimeter Spiel und tiefe Einlaufspuren lassen Rückschlüsse auf diese Vemutung zu.

Uniknick_Getriebehinten_02.jpg

Nachdem alle Wellen und Räder ausbebaut wurden, konnte das Gehäuse überarbeitet und der Gehäusesitz der Welle neu Gebuchst werden. Alle Lager wurden erneuert die Wellen und Verzahnungen vom Dreck und Rost befreit.

Uniknick_Getriebehinten_03.jpg

Ich kann allen Uniknickbesitzern raten wenn nicht schon geschehen, das hintere Getriebe unter de Lupe zu nemen.
Leider konnte ich die Schwachstelle noch nicht aus machen und ergründen warum und an welcher Stelle das Wasser in das Getriebe gelangt. Beide Getriebe der Vorderachse die Ich bis Dato geöffnet hatte waren in einem besseren Zustand. Da diese Regenwassergechützt unter der Hütte angebracht sind, gehe ich davon aus, dass Regenwasser in die hinteren Getriebe eindringen kann.

Ich würde mich über Eure Erkenntnisse diesbezüglich freuen.
Gruss
Torsten
 
Hallo Kollegen,
nachdem das Untersetzergetiebe wieder zum Einbau bereit war, konnte die Achse zelegt werden.
Dass hierbei die Quatringe des Sperrenzylinder gleich mit getauscht wurden versteht sich von selbst. Das ausgebaute Achsrohr ist leicht zu händeln und mit Druckluft kann man ohne grössere Probleme den Kolben heraus drücken. Ein Tuch als Dämpfer verhindert das dieser ungewollt entwischt.



Im Bereich der Lufteinführung war Rost vorhanden.
Ansonsten sah der Kolben und der Zylinder gut aus. Den Rost habe ich mit der Bohrmaschine und einem Polieraufsatz entfernt. Danach habe ich die Gummis gewechselt und alles wieder zusammen bebaut.
 

Anhänge

  • Uniknimog_Sperre_01.jpg
    Uniknimog_Sperre_01.jpg
    54,3 KB · Aufrufe: 4.461
  • Uniknimog_Sperre_02.jpg
    Uniknimog_Sperre_02.jpg
    24,2 KB · Aufrufe: 4.461
Beim Zerlegen der Vorgelege der Hinterachse kam ein weiteres Sorgenkind zum Vorschein.
Diesesmal war es nicht der Lagersitz der mir Sorgen bereitete, Nein die Verzahnung hatte Karies. Ein Lager hatte nachgegeben.


Was Kugeln mit einer Laufverzahnung ansellen wenn sie sich miteinander anlegen, kann man auf dem Foto erkennen.


Zu Retten war da nichts mehr. Ein Ersatz von einem Spender musste helfen.

Ich stelle mir jedoch die Frage, was zu einem solchen Lagerschaden führen kann?
 

Anhänge

  • Uniknick_Karies_02.jpg
    Uniknick_Karies_02.jpg
    31,6 KB · Aufrufe: 4.459
  • Uniknick_Karies_01.jpg
    Uniknick_Karies_01.jpg
    77 KB · Aufrufe: 4.459
Hallo Uniknick Besitzer,
ich bin nun in der Lage die Steckverzahnung der Kardanwelle für den Uniknick nachzufertigen.
Um den günstigsten Preis für die Rohlinge zu verhandeln wäre eine Sammelbestellung sinnfoll.
Wer Bedarf hat kann sich via PN bei mir melden.
Gruss
Torsten
 
Hallo Kollegen,
heute habe ich mal wieder die Zeit gefunden euch auf den neusten Stand zu bringen und Bilder nachzuliefern.
Wie bereits beschrieben musste die Steckverzahnung der Kardanwelle nachgefertigt werden.
Nicht so einfach....
An den Resten der vorhandenen Innenverzahnung konnten keine brauchbaren Masse abgenommen werden. Aus diesem Grund habe ich die gut erhaltene Aussenverzahnung der Abtriebswelle vermessen. Eine Kollegin hat mir mit diesen Angaben die passende Innenverzahnung konstruiert.

Uniknick_Steckhülse_2.jpg

Mit dieser Zeichnung konnte das Anfertigen der Hülse beginnen.

Da diese Steckverzahnung im hinteren Antriebsstrang zweimal und im vorderen Antriebsstrang einmal Verwendung findet, habe ich gleich mehrere angefertigt.

Uniknick_Steckhülse_1.jpg
 
Da die Nadellager zwischen Zahnrad und Lagerbolzen festgerostet waren,
Uniknick_Getriebehinten_07.jpg
drehte sich das Zahnrad mit der Welle im Gehäusesitz. Dieser war dadurch einige Millimeter eingelaufen.
Uniknick_Getriebehinten_06.jpg

Durch den Rostfrass war auch der Lagersitz am Bolzen hinüber ein neuer musste angefertigt werden.
Uniknick_Getriebehinten_04.jpg
 
Zum Glück hat mein Kollege vor kurzem eine "Bastlerwerkstatt" (mit Drehbank, Fräse, div. Abziehern und vielen vielen nützlichen Werkzeugen mehr...). aufgekauft. Somit sind wir in der Lage fast alle Teile selbst nachfertigen und überarbeiten zu können.

Die Zahnräder wurden mit der Bürste wieder vom Rost befreit.
Uniknick_Getriebehinten_08.jpg

Die Zahnflanken sehen zwar nicht mehr schön aus, ich denke jedoch dass die Funktion noch gegeben ist.
 
Hallo,
klar mache noch was anderes...

...nen lanz hab ich in ähnlicher Form hergerichtet.
Den Bericht -auf Seite 2- kennst du ja...
http://www.unimog-community.de/phpBB3/neue-rubrik-scheunenfunde-und-was-daraus-geworden-ist-t85712-15.html


Nee Spass bei Seite. Meine Familie und der Job haben natürlich Priorität und kommen somit nicht zu kurz. Hilfreich ist natürlich, dass meine Frau und die Kinder auch Spass an derartigen Herausforderungen haben. Gemeinsam geht vieles leichter. Auch das Verabeiten der Niederlagen die bei diesen Projekten in fast jeder Baugruppe schlummern.

Gruss
Torsten
 
Einige Stunden später und um einige Euros leichter wurde die Hinterachse dann samt Untersetzergetriebe fertig.

Uniknick_Getriebehinten_09.jpg
Uniknick_Getriebehinten_10.jpg
 
Nachden die Hinterachse vom Rost und Lack befreit war, konnte auch diese grundiert und lackiert werden.
Bevor mit der Montage begonnen werden konnte, musste die Buchse vom Hinterachsrahmen neu angefertigt werden. Die Konstruktion der Buchse hat mal wieder eine befreundete Konstrukteurin übernommen. Als Rohmaterial habe ich Rotguß-Rohr 182 x 118 mm GC-CuSn7ZnPb genommen.

Heck_01.jpg

Abweichend vom Original wurden auf Anraten meier Uniknick- Kollegen Schmierspiralen in die Buchse eingearbeitet.
 
Endlich war es soweit,
alle Teile für den Rahmen samt den Achsen - Manche bereits mit losem Staub überzogen- konnten wieder aus dem Lager in die Werkstatt geholt werden.

Heck_02-1.jpg

Die lang ersehnte Montage steht bevor. Begonnen haben wir mit dem hinteren Rahmen. Die Buchsen wurden eingebaut. Auch hier wurde eine Modifikation vorgenommen. Der Schmiernippel wurde in die Mitte der Spiralschmiernuten verlagert. Auch wurden die Buchsen mit einer Madenschrabe sicher fixiert.

Heck_02-2.jpg

Der Einbau der Lagernabe war unspektakulär.

Heck_03.jpg
 
Einige Tage später war dann der hintere Rahmen zusammengebaut.
Leider passte die Position des Untersetzergetriebes nicht auf Anhieb. Das Getriebe musste wieder abgeflanscht und ein Loch versetzt wieder angebaut werden.
Heck_04.jpg