Unimog 1400 427 LS6 Lenkungspiel

UX1600

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26. Aug. 2022
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Hallo zusammen,
ich habe viele Beiträge zum Thema Lenkung studiert.. doch leider kann ich mein Problem nicht wirklich lösen und frage nun mit einem extra Beitrag direkt:


Ich habe einen U1400 1999 mit LS6 Getriebe und 189t km. Der Unimog ist ein Vollagrar mit 425igern Michelin Reifen. Vorweg: Die vorderen Stoßdämpfer sind durch und diese möchte ich heute auch ersetzen.

Nun hatte/habe ich das Problem das ich das Lenkrad schief halten musste um gerade aus zu fahren und einiges an Lenkungsspiel hat er auch. Auch, geht die Lenkung gegen meinen 1600er mit 24" (130t km) schwerer.

Um das Schiefstehen des Lenkrades zu kompensieren, habe ich dann ca 1 cm an der Schubstange nachgestellt das mein Lenkrad (welches auf der Markierung steht) gerade steht. Er läuft nun auch gut gerade aus. Eingestellt ist und war eine leichte Vorspur.

Ich habe vor kurzem 400 km zurück gelegt und habe dabei festgestellt das ich immer noch viel Lenkungsspiel habe. Ich habe beim einstellen der Schubstange schon versucht das Spiel einzustellen. Mein Lenkhebel hatte dann kein Spiel mehr (rütteln). Es war dann auch besser, aber ich hatte den verdacht das es ein wenig hakt und habe wieder rausgedreht (möglicherweise zu viel?).

Auch die hydraulischen Endanschläge waren verstellt, der Unimog hatte keine Kraft um zu lenken, diese habe ich nun auch eingestellt. Dabei auch die Pumpe überprüft die noch Wacker 150 bar bringt. Nun kommt er bis auf die Anschläge und fällt dann auf 60 bar Druck.

Auf Landstraßen die schmal sind, habe ich riesigen Respekt zu fahren, wo ich mit dem 1600er 80 fahren konnte, traue ich mich mit dem 1400er nur 60-65.

Den Kugelkopf der Schubstange habe ich gewechselt. Die andere Seite hat kein Spiel. Das spiel bemerke ich vom Lenkrad bis ins Lenkgetriebe, nicht an an der weiteren Mechanik bis zur Achse.


Das ist der Status Quo => Nun was ich nicht weis:

Ich hatte den Unimog direkt nach dem Kauf beim Getriebe revidieren. Da war die Kabine gekippt. Beim allgemeinen Bastelzustand des Unimogs, würde es mich nicht wundern, wenn die Lenkung falsch gesteckt wäre und ich nicht in Mittelstellung bin!

Aber, so wie ich gesehen habe, kann bei diesen Baujahren die Lenkung ja gar nicht mehr falsch gesteckt sein oder?

Wir haben ja an einer Stelle keinen Zahn?

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Wie habe ich die Mittelstellung herausgefunden?

Lenkrad auf Markierung gestellt, Schubstange so lange dazu gestellt, bis Lenkrad und Räder gerade waren.

Aber war das richtig? Wir haben Links Rechts unterschiedlichen Lenkeinschlag! => Heißt für mich, dass ich mich ja nicht im "kleinen Spielbereich" der Lenkung befinde?

Wenn ich nun folgendes mache:


Schubstange vom Lenkstockhebel lösen, Lenkung ganz nach Rechts und dann ganz nach Links lenken, dann die hälfte der gezählten Umdrehungen zurück auf 0 Lenke. DAS ist doch meine richtige Nullstellung oder? Dazu dann die Welle nach dem ich erneut die Kabine gekippt habe stecken (wenn möglich?). Und dann dazu die Schubstange auf geradeauslauf stellen.

Das wäre doch dann perfekt die Mitte? Somit Spiel = +-0 ?

Sorry für den langen Text... da aber meine liebe Frau auch mit dem Unimog fährt, ist mir das Spiel in der Lenkung deutlich zu viel...

Vielen Dank schon mal für eure Antworten.

Viele Grüße Steffen
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo
kann bei diesen Baujahren die Lenkung ja gar nicht mehr falsch gesteckt sein oder?
das Gegenstück ist nur eine Blechhülse mit der Zahnlücke. Die Hülse kann man auf der Welle verdrehen oder der Markierungszahn ist umgeboden, die untere Welle selbst hat keine Markierung und kann beliebig gesteckt werden. Die umlaufende Rille bedeutet, da hat jemand bei halb eingefädelter Lenkwelle rumgedreht, dabei möglicherweise auch die Blechhülse verdreht.
Die Lenkung kann systembedingt nur in einem genau definiertem Beladungszustand geradeaus stehen, ansonsten fährt ein Unimog immer in einem mehr oder weniger ausgeprägten Hundegang.
Wenn das Fahrzeug unruhig fährt, ist auch unbedingt eine Kontrolle des Panhardstabes angesagt. Und dann wären da auch noch die Achsschenkellager zu beachten.
 
Guten Morgen zusammen,

danke für eure Antworten.

@benz
Ich wusste nicht das es hier auch noch Markierungen gibt, diese suche/kontrolliere ich heute Nachmittag

@Helmut Schmitz
Dann kippe ich heute die Kabine weiter, damit die Lenkung sich ausfädelt und dann überprüfe ich das. An meinem Bild vom ersten Post, hatte ich das so verstanden das aufgrudn des fehlenden Zahnes, ein falsch stecken nicht mehr möglich ist.

Viele Grüße Steffen
 
Hallo zusammen,

neue Erkenntnisse.

Habe heute die Kabine soweit gekippt das ich die Lenkung auseinander stecken konnte. Siehe Anhang.
Ich kann die Lenkung nur in einer Stellung stecken. Die Hülse ist sehr straff, ein verdrehen war mir nicht möglich.

Status Quo:

- Lenkspindel passt nur in einer Stellung
- Lenkrad steht auf Markierung

Umdrehungen nach Rechts & Links sind aber Unterschiedlich.
Rechts 1 + 3/4
Links 1 + 1/2


Somit nach meiner Logik, nicht gleich und somit nicht in der "Mitte"

Lenke ich nun gut von meiner ursprünglichen Mitte c.a eine Halbe Umdrehung, minimiert sich mein am Lenkrad gemessenes Spiel von 3,5cm auf 2cm. Also müsste hier doch irgendwo die Nullstellung sein?

Aber: Wo soll ich den nun noch verdrehen? Lenkstange bis Getriebe scheint ja fix zu sein.

Bin etwas verzweifelt... Hat hier jemand Rat?

Viele Grüße Steffen
 

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Leider kann ich meinen Beitrag nicht editieren, deshalb ein weiterer dazu...

Habe mich oben verschrieben:

"Lenke ich nun gut von meiner ursprünglichen Mitte c.a eine viertel Umdrehung, minimiert sich mein am Lenkrad gemessenes Spiel von 3,5cm auf 2cm. Also müsste hier doch irgendwo die Nullstellung sein?"

Mir ist gestern noch eingefallen, das ich hier ja mein Lenkrad auf Mittelstellung bringen kann.

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Mein Plan ist nun also:

1. Schubstange ab
2. Gesamtumdrehungen feststellen und um die Hälfte zurück drehen.
3. Räder gerade stellen
4. Schubstange zum Lenkgetriebe einstellen
5. Kreuzgelenk am Getriebe lösen und verdrehen bis mein Lenkrad auf 0 steht.

Gibt es Einwände? Ideen? Anregungen?

Viele Grüße
Steffen
 
Hallo Steffen
die Lage der Kreuzgelenke zueinander ist nicht zufällig gewählt, die sollte nich geändert werden. Das Lenkrad sitzt mittels Feinverzahnung auf der Lenkwelle, Das Lenkrad kann dort auch verzetzt werden. Das ist vorteilhafter Weise auch in der normalen Sitzposition möglich, wenn Räder und Lenkgetriebe in Geradeaus-Stellung sind.