Unimog 2010 Ölaustritt an Radbefestigungsschraube

bike555

New member
15. Juni 2012
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Hallo,

ich bin seit ein paar Wochen glücklicher Besitzer eines Unimog 2010, Bj. 1952. Diesen habe ich in einem guten bis sehr gut restaurierten Zustand gekauft und bin neu hier.
Nun tropft aus der Radbefestigungsschraube hinten rechts Öl. Ansonsten ist er fast dicht. Da das Maschinchen in einer gemieteten Garage steht möchte ich meinen Vermieter nicht ärgern.
Kann der Ölfluß mit "einfachen" Mitteln behoben werden? Ich gehöre übrigens noch nicht zu den größten "Schraubern", arbeite aber daran.

Noch eine weitere Frage:
Welche Ölqualtiät muß für
- Motor
- Getriebe
- Achsen
verwendet werden?
Welches Fett in die Schmiernippel?

Ich bedanke mich schon jetzt für die fachkundigen Informationen
 
Hallo biker555,

bevor Du Ärger hier mit den Forumsmitgliedern bekommst, sei so gut und unterschreibe Deine Beiträge mit Deinem realen Namen; das ist hier so üblich und ich finde es auch i.O.

Als nächstes erst mal ein herzliches Willkommen hier im Forum und Glückwunsch zu Deinem U2010; als U2010-Besitzer wünschte ich mir natürlich ein paar Bilder von Deinem. Stell doch ein paar Bilder ein.

So jetzt zu Deinen Fragen:

Ölaustritt: Da warte ich auf Antworten aus dem Forum, da ich diese Probleme an der Vorderachse habe. Da ich der Vermieter der Garage bin, ist bei mir die Dringlichkeit nicht so hoch :D .

Ölqualität: Ich nehme ganz normales Öl (siehe Bild)

Tipp zum Einfüllen des Öls: Ich habe mir eine kleine Vorrichtung gebaut, um das Öl leichter in die Achsen zu bekommen. Für das Vorgelege nehme ich eine Spritze aus der Apotheke.

Schönen Sonntag noch

Harald
 

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Entschuldigung - ich möchte keine Mitglieder brüskieren!

Über eine Info würde ich mich immer noch sehr freuen.

Es grüßt Euch alle
Peter
 
Hallo,

wie kommst du darauf, dass man GL5 ins Getriebe vom 2010, 401 oder 411 kippt? Hier gehört GL 4 rein. Nutz mal die Suchfunktion.

Bei den Diffs und Vorgelegen ist das kein Problem. Aber wozu zwei verschiedene Öle verwenden?

http://www.unimog-community.de/index.php?name=PNphpBB2&file=viewtopic&t=18122&highlight=getriebe%C3%B6l+gl4

Stichwort: Buntmetallkorrosion.

Gruß,
Markus
 
Für den Fall, daß mein "Maschinchen" optisch interessiert

Grüsse
Peter
 

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mhame schrieb:
wie kommst du darauf, dass man GL5 ins Getriebe vom 2010, 401 oder 411 kippt?

Hallo Markus,

vielen Dank für Deinen Hinweis, das war mir noch nicht klar.
Gut, dass es das Forum gibt.

Schöne Grüsse

Harald

PS. Peter, das ist aber ein schönes Maschinchen, Glückwunsch!!
 
Moin Peter,

um die Leckage zu beseitigen solltest Du den inneren Dichtring ersetzen.

Dazu muß das Vorgelege geöffnet werden.
 
Hallo Reiner,

vielen Dank für die Info - wo sitzt der Dichtring (damit ich gleich den richtigen bestellen kann). Nach der Ersatzteilliste von "Mogpart" Seite 102 ist ein Dichtring unter lfd. Nr.191, 187 und 177 welcher wird es wohl sein?.

Dazu muß dann wohl die Bremstrommel entfernt werden?

Ist die Reparatur ein größerer Akt oder kann dies auch ein minderbegabter Schrauber? Das entsprechende Reparaturhandbuch liegt mir natürlich vor - Hilfe von einem technisch begabten Menschen würde ebenfalls zur Verfügung stehen.

Wird hierfür Spezialwerkzeug gebraucht oder reicht eine normale Werkstattausstattung.


Vielen Dank und Grüsse
Peter
 
Moin Peter,

so denn noch alles original ist, sind Bremstrommel und Radnabe verschraubt.

Theoretisch brauchst Du nur die Radverschlußschraube (sw55) herausdrehen
und kannst dann Rad, Bremstrommel und Radnabe zusammen abziehen.

Im Gehäuse findest Du dann den Wedi (99 2990 1004 - 01 = 90 x 120 x 13)

Normalerweise brauchst Du dafür kein spezielles Werkzeug (Abzieher).
 
Hallo Reiner,

was ist ein "Wedi (99 2990 1004 - 01 = 90 x 120 x 13)".

Ich gehe davon aus, dass nach diesem Akt die Bremse wieder entlüftet werden muss - oder ist der Bremsschlauch so lange bzw. flexibel, dass die Teile abgezogen werden, die Dichtung drauf und wieder zugeschraubt? (Vielleicht ist der Ablauf etwas einfach beschrieben, wahrscheinlich fallen mir div. Teile während der Schraubere entgegegen )


Grüsse Peter
 
Hallo Peter,

Ein "Wedi (99 2990 1004 - 01 = 90 x 120 x 13)" ist eine Wellendichtring (bekannt als Simmering) mit Innendurchmesser 90mm, Aussendurchmesser 120mm und 13mm Breite.


Bei diesem Akt ist die Bremsleitung am Radbremszylinder zu lösen und nacher natürlich wieder zu entlüften.

Schöne Grüße

Sebastian
 
Moin Peter,

99 2990 1004 - 01 ist die alte Teilenummer,

90 x 120 x13 die Größe des Wedi / Wellendichtring / Simmering

in soweit hat Sebastian Recht! :wink:

Um die Bremse brauchst Du Dich nur so weit kümmern, dass Du die Bremsbacken zurückdrehst, damit die Trommel sich nicht auf dem Belag verklemmt.
 
Hallo Peter,

bei mir bin ich gerade dabei, die gesamte Vorderachse zu sanieren. Dabei hatte ich auch die Undichtigkeit, von der Du berichtest. Ich hatte bei meiner Radnabe das zusätzliche Problem, dass zwar der Wellendichtring in gutem Zustand war, aber die Dichtungsfläche an der Radnabe vom Wellendichtring verschlissen war. Die diversen Wedis der letzten Jahrzehnte haben regelrecht eine kleine Rille in den stählernen Dichtungssitz geschliffen. Das habe ich auch bei mehreren anderen Dichtungssitzen an den Steckwellen gehabt. Daher wohl die Undichtigkeit, obwohl der Dichtungsring noch in gutem Zustand war.

Ich habe dann die Radnabe und Steckwellen zu einem Metallspritzer gebracht, der mir den Dichtungsringsitz meisterhaft aufgespritzt und anschließend sauber geschliffen hat. Vorher habe ich noch die Radnabe von der Trommel abgeschraubt. Jetzt ist alles wie neu!

Herzliche Grüße,
Christoph
 
SeeMog schrieb:
Hallo Peter,

bei mir bin ich gerade dabei, die gesamte Vorderachse zu sanieren. Dabei hatte ich auch die Undichtigkeit, von der Du berichtest. Ich hatte bei meiner Radnabe das zusätzliche Problem, dass zwar der Wellendichtring in gutem Zustand war, aber die Dichtungsfläche an der Radnabe vom Wellendichtring verschlissen war. Die diversen Wedis der letzten Jahrzehnte haben regelrecht eine kleine Rille in den stählernen Dichtungssitz geschliffen. Das habe ich auch bei mehreren anderen Dichtungssitzen an den Steckwellen gehabt. Daher wohl die Undichtigkeit, obwohl der Dichtungsring noch in gutem Zustand war.

Ich habe dann die Radnabe und Steckwellen zu einem Metallspritzer gebracht, der mir den Dichtungsringsitz meisterhaft aufgespritzt und anschließend sauber geschliffen hat. Vorher habe ich noch die Radnabe von der Trommel abgeschraubt. Jetzt ist alles wie neu!

Moin,

eine Alternative dafür sind Speedi - Sleeves
 
Hallo Reiner,

nur zum Verständnis, was ist/sind Speedi - Sleeves?

Vielen Dank und Grüsse
Peter