Es gibt so Tage und Situationen, die muss man nicht haben.
Nach der kürzlichen, völlig unauffälligen 20km Probefahrt habe ich am Samstag den Unimog gestartet, um eine kurze Fahrt zur Tankstelle zu machen. Nach kurzem warmlaufen rückwärts aus der Scheune, da stelle sich drehzahlabhängig ein nur ca. 3 Sekunden dauerndes, blechern klingendes, schrilles Kreischen ein. Grob aus dem Bereich hinterer Zylinderkopf/Ventildeckel.
Drehzahl zurückgenommen, zurückgerollt in die Scheune. Motorlauf und Geräusch völlig unauffällig, auch bei Drehzahlveränderung.
Nach Sichtprüfung, ob irgendetwas locker ist, nochmal probiert und es ist nochmals kurz aufgetreten.
Alles durchgesehen, ob irgendwo etwas locker ist oder Leitungen aneinanderliegen und evtl. frequenzabhängig scheppern könnten.
Nun muss ich zu meiner Schande gestehen, dass mir kürzlich vor der Montage der neuen Wasserpumpe beim freimachen der Befestigungsgewinde eine der kurzen M6 Schrauben in den Block gefallen ist. Ein Lappen im Loch hätte es verhindert

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Sämtliche Angelversuche mit langem flexiblem Stabmagnet blieben leider erfolglos. Meine Erwartung war, dass sie irgendwo, nicht störend liegenbleibt.
Ob nun diese Schraube verantwortlich für das Geräusch ist, bleibt offen. Eine Möglichkeit wäre z.B. gewesen, dass das Kreischgeräusch daher kommt, dass die Schraube evtl. doch in Richtung Pumpe gezogen wurde und Schleifkontakt entstanden ist. Passt aber eher nicht zum hellen Kreischen.
Hab die Pumpe heute trotzdem ausgebaut und auf Kontaktspuren hin untersucht. Es war aber nichts zu sehen. Nochmal mit dem dünnen Stabmagnet versucht, etwas zu entdecken, ohne Erfolg.
Auf jeden Fall ungut, wer weiß, wo sie sich hinbewegt...
Dann den Ventildeckel abgenommen und Beweglichkeit Schlepphebel, Ventilspiel kontrolliert. Auch hier keine Auffälligkeiten. Ventilspiel unverändert 0,25mm.
Sobald eine weitere Dichtung für die Wasserpumpe eingetroffen ist, plane ich das System nochmal zu befüllen und den Motor nochmal zu starten, ohne Ventildeckel. Sollte der Effekt nochmal kurz auftreten, hoffe ich auf evtl. bessere Lokalisierung.
Ergibt sich dabei nichts, werde ich wohl den Zylinderkopf nochmal herausnehmen, um ihn zu inspizieren.
Plus die Chance wahrnehmen, mit dem Stabmagnet in die Kühlwasserbohrungen des Blocks einzutauchen. Auch die Herausnahme von Froststopfen ist nicht abwegig.
Soweit also mal zu Ungeschicklichkeiten, die passieren...und ein sporadisches Geräusch, den ich noch nicht zuordnen kann. Tendentiell hätte ich das Geräusch eher einer Rotation zugeordnet.