Unimog 2010, Vom Elsass zurück nach Deutschland

Die Kipphebel sind montiert und die Ventile eingestellt. Auch die neue Wasserpumpe ist schon an ihrem Platz. Ebenso der Aufpuffkrümmer und die Ansaugbrücke.
 

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Jetzt ist alles wieder an Ort und Stelle und er läuft schon mal
:) .
Morgen noch eine halbe Stunde auf Betriebstemperatur halten, dann gilt es die Zylinderkopfschrauben nachzuziehen. Im Kühlkreislauf ist zum entkalken/säubern Wasser mit etwas Zitronensäure. Das lasse ich bis morgen wirken, spüle den Kreislauf dann aus und befülle final.
Die erneuerten Froststopfen im Zylinderkopf sind dicht. Soweit zum Tagesabschluss also mal keine Auffälligkeiten.
 

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Reaktionen: BoSeeMog
Hallo Helmut
Vielen Dank.
In der Tat habe ich auf das zurückgegriffen, was ich gerade im Haushalt verfügbar hatte. Die Einwirkdauer über die Nacht wird ja nicht zu lange sein, sodass Nebeneffekte hoffentlich ausbleiben. Werde kräftig nachspülen.
Bei dem Thema Entkalken werden ja verschiedene Mittel verwendet, so habe ich zumindest gelesen.
 
Zum Tagesstart habe ich eine knappe halbe Stunde lang den U2010 auf Betriebstemperatur gebracht/gefahren. Dann den Ventildeckel sowie, leider noch mangels Sonderwerkzeugschlüssel, die Kipphebel und die waagrecht liegende Schmierölleitung abgebaut, um die Zylinderkopfschrauben im warmen Zustand nachzuziehen.
Dann wieder alles montiert und die Ventile eingestellt.
Ebenso habe ich das gestern eingefüllte Kühlwasser mit Zitronensäure wieder abgelassen. Dies zeigte sich nur leicht verfärbt. Schmutz- oder sonstige Partikel wurden nicht mehr mit ausgeschwemmt. Das ist wenig verwunderlich, nachdem ich ja nach dem Kauf bereits das alte (dreckige) Kühlwasser abgelassen hatte.
Jetzt wird noch eine Füllung Wasser zum durchspülen eingefüllt, danach dann die finale Kühlflüssigkeit.
 

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All das vorher beschriebene ist nun erledigt und die erste ca. 20km Testfahrt ist gemacht.
Eingestellt hab ich auch noch die an der vorderen Traverse befindliche Motor-Anschlagschraube, welche einen Kontakt des Lüfterrades mit dem Rahmenholm in Verwindungssituationen verhindern soll.
 
Fast vergessen zu erwähnen:
Bei der nochmaligen Herausnahme der Kipphebelgruppen zum nachziehen der Zylinderkopfschrauben hatte ich bemerkt, dass das Kipphebelelement des Einlassventils von Zylinder 3 hakelig dreht. Habe daher kurzerhand eine Kipphebelgruppe meines Ersatzmotors eingesetzt. Damit kann ich die auffällige Gruppe in einer ruhigen Stunde mal näher anschauen und wieder in Ordnung bringen.
 
Es gibt so Tage und Situationen, die muss man nicht haben.

Nach der kürzlichen, völlig unauffälligen 20km Probefahrt habe ich am Samstag den Unimog gestartet, um eine kurze Fahrt zur Tankstelle zu machen. Nach kurzem warmlaufen rückwärts aus der Scheune, da stelle sich drehzahlabhängig ein nur ca. 3 Sekunden dauerndes, blechern klingendes, schrilles Kreischen ein. Grob aus dem Bereich hinterer Zylinderkopf/Ventildeckel.
Drehzahl zurückgenommen, zurückgerollt in die Scheune. Motorlauf und Geräusch völlig unauffällig, auch bei Drehzahlveränderung.
Nach Sichtprüfung, ob irgendetwas locker ist, nochmal probiert und es ist nochmals kurz aufgetreten.
Alles durchgesehen, ob irgendwo etwas locker ist oder Leitungen aneinanderliegen und evtl. frequenzabhängig scheppern könnten.
Nun muss ich zu meiner Schande gestehen, dass mir kürzlich vor der Montage der neuen Wasserpumpe beim freimachen der Befestigungsgewinde eine der kurzen M6 Schrauben in den Block gefallen ist. Ein Lappen im Loch hätte es verhindert 🫣.
Sämtliche Angelversuche mit langem flexiblem Stabmagnet blieben leider erfolglos. Meine Erwartung war, dass sie irgendwo, nicht störend liegenbleibt.
Ob nun diese Schraube verantwortlich für das Geräusch ist, bleibt offen. Eine Möglichkeit wäre z.B. gewesen, dass das Kreischgeräusch daher kommt, dass die Schraube evtl. doch in Richtung Pumpe gezogen wurde und Schleifkontakt entstanden ist. Passt aber eher nicht zum hellen Kreischen.
Hab die Pumpe heute trotzdem ausgebaut und auf Kontaktspuren hin untersucht. Es war aber nichts zu sehen. Nochmal mit dem dünnen Stabmagnet versucht, etwas zu entdecken, ohne Erfolg.
Auf jeden Fall ungut, wer weiß, wo sie sich hinbewegt...
Dann den Ventildeckel abgenommen und Beweglichkeit Schlepphebel, Ventilspiel kontrolliert. Auch hier keine Auffälligkeiten. Ventilspiel unverändert 0,25mm.

Sobald eine weitere Dichtung für die Wasserpumpe eingetroffen ist, plane ich das System nochmal zu befüllen und den Motor nochmal zu starten, ohne Ventildeckel. Sollte der Effekt nochmal kurz auftreten, hoffe ich auf evtl. bessere Lokalisierung.

Ergibt sich dabei nichts, werde ich wohl den Zylinderkopf nochmal herausnehmen, um ihn zu inspizieren.
Plus die Chance wahrnehmen, mit dem Stabmagnet in die Kühlwasserbohrungen des Blocks einzutauchen. Auch die Herausnahme von Froststopfen ist nicht abwegig.

Soweit also mal zu Ungeschicklichkeiten, die passieren...und ein sporadisches Geräusch, den ich noch nicht zuordnen kann. Tendentiell hätte ich das Geräusch eher einer Rotation zugeordnet.
 
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Hallo Winni,
das ist ja eine blöde Sache. Wenn du an der Wasserpumpe keine Spuren hast, wird wohl die Schraube nicht ursächlich für das Geräusch sein. Ich denke auch nicht, dass die Strömung im Wasserkreislauf die Kraft hat die Schraube mitzureisen. Die wird wohl bis zur Motorrevision an der jetzigen Stelle liegen bleiben.
Hast du schon das Motoröl auf Späne kontrolliert? Vielleicht hat sich nach den ersten Betriebsstunden Dreck im Motor gelöst und verstopft jetzt eine Ölbohrung an einer Lagerstelle?
Könnte das Geräusch auch aus der Kupplung oder dem Getriebe kommen?

Gruß Alex
 
Guten Morgen Alex
Danke für deine Inputs. Motoröl werde ich mir ansehen. Die beiden Schmierkanäle im Zylinderkopf für die Kipphebel hatte ich vor der Montage gut ausgeblasen, waren frei. Und es ist auch Öl an den Kipphebeln und oben im Zylinderkopf zu sehen, so dass die Schmierung an dieser Stelle ok sein dürfte.
Dass das Geräusch von Kupplung, Getriebe kommt, glaube ich erst mal nicht, da es ja eher so aus der oberen, hinteren Motorecke kam.
Schaue mir erstmal weiter die Stellen an, an denen ich vor auftreten des Geräusches gearbeitet habe. Also Zylinderkopfbereich.
 
Was für ein Dusel-Vormittag 😀
Hab die Schraube aus dem ersten Wasserpumpenkanal rausgeangelt.
Jetzt gilt es "nur noch" das zwei mal kurz aufgetretene, auffällige Geräusch herauszufinden.
 

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Hinsichtlich des Geräusches habe ich jetzt vorsorglich mal die vom Ersatzmotor übernommene Kipphebelbaugruppe von Zyl. 3, 4 herausgenommen. Zerlegt und begutachtet. Keine Kratzer, Verschmutzung oder kritsche Einlaufspuren vorhanden und auch leichtgängig. Hab die Welle trotzdem leicht nachpoliert, alles wieder zusammengesetzt. Nun gilt es, das Ventilspiel wieder einzustellen.
 

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Guten Morgen Alex
Danke für deine Inputs. Motoröl werde ich mir ansehen. Die beiden Schmierkanäle im Zylinderkopf für die Kipphebel hatte ich vor der Montage gut ausgeblasen, waren frei. Und es ist auch Öl an den Kipphebeln und oben im Zylinderkopf zu sehen, so dass die Schmierung an dieser Stelle ok sein dürfte.
Dass das Geräusch von Kupplung, Getriebe kommt, glaube ich erst mal nicht, da es ja eher so aus der oberen, hinteren Motorecke kam.
Schaue mir erstmal weiter die Stellen an, an denen ich vor auftreten des Geräusches gearbeitet habe. Also Zylinderkopfbereich.
Die Schraube sieht schon mal nicht so aus, als wäre sie irgendwo kollidiert.
Hallo Markus
So ist das und das passt auch zum unbeschädigten Flügelrad der Wasserpumpe. Ob der Wasserstrom das Schräubchen im Lauf der Zeit weitertransportiert hätte, bleibt offen. Wohler ist mir aber nun auf jeden Fall.
Und das kreischende Geräusch muss andere Ursachen gehabt haben.
 
Nachdem ich die Kipphebelgruppe kontrolliert und die Schraube aus dem Kühlkanal herausgefischt habe erschien es mir nicht real, dass für das kreischende Geräusch der Zylinderkopf die Ursache ist. Habe ihn daher mal drauf gelassen, jedoch nochmal alle Leitungen um den ganzen Block herum hinsichtlich Kontakt zu anderen Teilen überprüft. Einfach, um evtl. auftretende Resonanzgeräusche bei Vibration auszuschließen.
Hab alles wieder montiert und die Anlage befüllt.
Beim aufziehen des Keilriemen dann festgestellt, dass die neue Wasserpumpe zum Quitschen neigt. Siehe Video > Ton laut stellen.
Sehe das zumindest als eine Möglichkeit des Geräusches. Die Pumpe werde ich bei mogparts reklamieren.

Ansonsten läuft er jetzt mal im Standgas genauso tadellos wie vorher. Weiterer Betriebstest / Fahrtest folgt morgen.
 

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Hallo Winni,

warum hast du die WaPu verdreht angebaut? Das Loch (die Bohrung) zum Wasserablauf von der Schleifringdichtung gehört nach unter und nicht zur Zeite.
 
Hallo Markus
Das ist eine neue, wartungsfreie Pumpe von mogparts. Hatte dort extra angefragt, wie diese zu montieren ist. Antwort: Bohrungen waagerecht

Solltest du hier einen anderen Kenntnisstand haben, bitte ich um eine Info. Dieselbe Aussage erhielt ich aber auch vor Jahren bei Integration in U411.
 
Hallo Winni,

was hat diese Bohrung mit der Wartungsfreiheit der der Pumpe zu tun? Gar nichts.

Die alte Pumpe hatte offene Kugellager und wurde mit Öl geschmiert. Die neue Pumpe hat geschlossene lebendauergeschmierte Wälzlager. Damit entfällt die Ölschmierung und die Einfüllbohrung oben und die seitliche Kontrollbohrung. Das hat aber alles nichts mit der Bohrung zu tun.

Die Dichtung zwischen Pumpenlagerung und Wasserkreislauf/ Flügelrad ist mit einer Schleifringdichtung abgedichtet. Diese sind für hohe Temperaturen und geringen Druck ausgelegt. Dabei kommt es immer wieder zu kleinen Leckwassermengen. Diese sollen über die Bohrung nach unten austreten und nicht als Pfütze im Leckraum stehen, damit alles zu rosten anfängt. Bei den alten Pumpen war die runde Bohrung ein Schlitz.
 
Hallo Markus
Ich bedanke mich sehr für die detaillierte Schilderung. Da frage ich mich schon, warum mogparts die Einbaulage falsch angibt. Ein Datenblatt wird nicht mitgeliefert, daher hatte ich explizit angefragt.

Werde mal an mogparts schreiben und mitteilen, dass es hier anderslautende Meinungen zur Einbaulage gibt.
 
Hallo Winni,

für die Pumpe ist der Hersteller und Inverkehrbringer verantwortlich. Die müssen selber wissen, was sie tun oder sagen.
Ich kann nur mein Ingenieurwissen teilen und so habe ich es im Studium noch gelernt.

Und wenn ich mir die Schnittzeichnung im WHB anschaue, ist die Öffnung auch unten. Im WHB steht, dass die Einfüllschraube immer nach oben zeigen muss. Damit wird indirekt festgelegt, dass die Bohrung nach unten zeigt, denn sie ist auf der gegenüberliegenden Seite der Einfüllschraube.
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