Unimog 406/421: Nachrüsten der Eckscheiben beim festen Fahrerhaus

Sepjö

New member
07. Dez. 2021
551
0
16
Gute Tag,

Ich konnte heute morgen gut an einen Satz der Eckscheiben mit Dichtungen für das feste Fahrerhaus gekommen (die markierten Teile in der Zeichnung).
Allerdings wurde mein 421 noch ohne diese Scheiben ausgeliefert und ich habe da nur das Blech hinten in der Kabine.
Nach einem schnellen Blick auf zu verkaufende Kabinen auf Kleinanzeigen sieht das so aus, als wäre das Blech da einfach ausgestanzt und es gibt da keinen extra Rahmen oder?

Nun stellt sich mir natürlich die Frage: kann man die Scheiben nachrüsten?
Hat das vielleicht schonmal irgendwer gemacht? Ist das so "simpel" wie ich denke oder ist da doch schon ne gute Chance sein Fahrerhaus zu verschandeln?
Da muss man ja auch irgendwie die Maße kennen, was das Loch größer sein muss als die Scheibe und so?


Ich würde mich freuen, wenn mir wer da Tipps geben könnte?


Gruß
Sebastian
 

Anhänge

  • Screenshot_20220714-115613-778.png
    Screenshot_20220714-115613-778.png
    361,5 KB · Aufrufe: 2.302
  • Screenshot_20220714-090934.png
    Screenshot_20220714-090934.png
    2 MB · Aufrufe: 2.302
  • IMG_20220604_141617984_HDR.jpg
    IMG_20220604_141617984_HDR.jpg
    3,8 MB · Aufrufe: 2.302
Hallo Sebastian,
Zu den Gläsern gehört normalerweise auch ein Gummi, sogenanntes Einfassgummi.
Beispiellink:
https://www.ebay.de/itm/172816481052
https://www.unimogspecialist.nl/du/fenstergummi-150/

Das ist dann der Rahmen.

Die Größe des Blechausschnitt errechnet sich dann aus Glas und Gummi plus Zulage

PS: Ich würde es nicht tun

Gruß
Jochen
 
Hallo Jochen,

vielen Dank für deine Einschätzung der Situation und des Vorgehens.

Ich werde es mir definitiv auch noch gut überlegen. Die Scheiben waren in dem Moment nur quasi Geschenkt, da habe ich mal direkt zugeschlagen und wollte mich jetzt dann mal mehr dazu informieren und mir das bei meinem Fahrzeug einfach mal angucken. Aber dafür habe ich noch Bedenkzeit. Bin ja noch am Rahmen. Und wenn's nichts wird werden die Scheiben auch an den nächsten Mogler weitergegeben!

Vielleicht haben ja auch noch mehr Leute Erfahrungen damit?


Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Haas
 
Hallo,


ich bin bei dem Projekt auch z.T. weiter gekommen und möchte es der Vollständigkeit halber mal aufführen, für den nächsten der Sucht:
In dem Fahrerhaus sind an entsprechender Stelle nur Abdeckblecke angebracht. Diese waren bei mir nicht einmal verschweißt, sondern nur verklebt.
Entsprechend konnte man einfach mit dem Brenner den Kelber erhitzen und die Bleche herausnehmen. Übrig bleibt dann das normale Loch, bzw "Rahmen" in das dann auch die gebogenen Eckscheiben eingesetzt werden können.


Grüße
Sebastian
 
Hallo Sebastian,
Dann waren dort auch früher schon Gläser eingebaut.
Die Fahrerhäuser der frühen Modelle hatten dort keine Öffnung im Blech, auch nicht zugeklebt.

Gruß
Jochen
 
Hallo Jochen,

mein Tipp ist zwar, dass alles außer das Dach an dem Fahrerhaus nicht mehr original ist (grün unten Drunter, das Dach nur blau wie auf der Datenkarte). Allerdings immer noch relativ alt, da es da es auch nur die Bohrungen für die alten kleinen Blinker hat.
Laut Wikipedia sind beim 406 ja 1970 die Seitenscheiben standard geworden. 1971 die Blinker gewechselt. Ich würde die Zeitpunkte beim 421 jetzt ähnlich raten, da der .123 ja auch 71 abgelöst wurde. Dann könnte das Haus natürlich auch genau aus der Zeit dieser Überschneidung sein.

Ohne jetzt Wikipedia 100% glauben zu wollen, tappe ich dann etwas im Dunkeln, aber: In der SA Liste gibt es auch die SA 434 Eckfenster, wenn die Standard geworden wären, bräuchte es doch keine SA Nummer mehr.
Also würde ich raten, dass es die auch schon vorher gegeben hat, nur halt als SA?
Auf Kleinanzeigen findet man z.B. direkt auch verschiedene 421 aus den Sechzigern mit den Eckscheiben. Natürlich können auch das neuere Fahrerhäuser sein, aber: Kandidat 1 und Kandidat 2.
Allerdings, wenn ich mir jetzt auch andere 421 auch den Sechzigern dort angucke, wie z.B. Kandidat 3 und Kandidat 4 erkennt man dann doch, dass dort innen die Rückwand an den Stellen zusammen geht und eine Kante ist. Von außen scheint es auch da, dass etwas dort aufgesetzt ist. Natürlich nicht ganz deutlich, weil die Fugen ja mit dem Kleber und der Farbe zu sind und dort der Versatz nach Innen ist.
Genauso sah es auch bei meinem 421 aus.

Jetzt würde ich mir die Frage stellen: Warum würde ich als Mercedes mir den Aufwand machen, innen und außen die Rundungen in ein Blech einzubringen, aber außen trotzdem ein verschlossenes Blech zu haben. Gleichzeitig aber eine Version anbieten, wo an dieser Stelle Fenster sitzen, die dann genau diese Features bräuchten. Dafür müsste ja die ganzen Bleche andere sein. Das würde mich wundern, dafür war Mercedes dann doch zu pragmatisch, bzw die Lösung dort "Blindstopfen" einzusetzen einfach zu einfach.

Das kann natürlich sein, dass du Richtig liegst, das hier basiert ja jetzt weiter auch nur auf Vermutungen. Aber es würde mich umso mehr verwundern, weil dann wäre das ja ein riesen Aufwand gewesen. Was mich eher noch wundert, dass es nur geklebt und nicht gepunktet ist. Anderseits ist es nun echt kein Bauteil was Lasten tragen muss.

Ich habe leider kein Bild von den Blechen selber zur Hand, aber hier sieht man, wenn auch leicht verschwommen, wo die Innen und Außenwand zusammengeführt werden und in Schwarz den Kleber, wo außen die Abdeckbleche aufgesetzt waren.



Hier kann man die entsprechenden Stellen noch einmal von Innen und Außen sehen:





Vielleicht weiß dazu ja noch einer dann was genaueres oder hat einen 421 mit entsprechend alter Kabine zum vergleichen?


Grüße
Sebastian
 
Hallo Sebastian
In der Blechhaut sind die Vertiefungen für die Fenster vorhanden, das Fahrerhaus entspricht ja bis auf die Breite und der Bodengruppe dem vom 406.