Unimog 406: Auswahl Seilwinde für Selbstbergung (hydraulisch)

Claudius

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20. Juni 2022
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Hallo zusammen!

Für meinen frisch erstandenen 406er plane ich mittelfristig eine Seilwinde anzuschaffen und bitte euch um eure Ideen dazu.

Der Unimog soll laut den Papieren ein Leergewicht von gut 2800kg haben (kleines Getriebe, keine Zapfwellen, kurze Pritsche, kleine Räder, vermutlich Bj. 1970 : https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/unimog-406/2136371210-276-19528 ). Nehmen wir für den Moment an, dass es 3000kg sind.

Verwendungszweck:
Selbstbergung. Gelegentlich mal ein paar dünnere Stämme im Wald zum Weg ziehen (hobbymässiges Brennholzmachen im Flachland). Grob gesagt - ähnliche Verwendung, wie an einem Gelände-Pkw (mein Disco hat auch knapp 3T Leergewicht).

Wunschvorstellung:
Die Seilwinde sollte nicht zu schwer sein. Sie sollte vorne montiert werden und nicht weit nach vorne hinausragen. Die Montage sollte dem Frontkraftheber nicht im Wege stehen (FKH ist dabei, soll zum Stammanheber/Palettengabel mutieren). Einfache Installation evtl. mit der grundsätzlichen Möglichkeit, die Winde nach hinten umzusetzen, wenn man explizit "ins Holz" fährt (das kann dann auch mit Umschrauben/etwas Aufwand verbunden sein, es muss keine Schnellmontage geben). Bedienung aus der Kabine heraus, über den normalen Hydrauliksteuer-Hebel (das ist bei Selbstbergung optimal, denke ich).

Kostenvorstellung für die Winde 500€ (gebraucht, reparaturbedürftig...) bis 1500€ (neu), zzgl. Montage (ggf. Eigenbau).

Idee: Hydraulische Seilwinde mit passenden Parametern bzgl. Durchfluss und Druck.

Ich komme da, ohne die Parameter jetzt genau abgeglichen zu haben, z.B. auf diese Winde: https://www.dragonwinch.com/de/dwhi-20000-hd,46,649.html . Dragon Winch ist ein polnischer Hersteller, die Produktion läuft aber wohl auch bei denen in China. Ich würde zu dieser Marke mal sagen - "bessere China-Qualität".

Beim Seil würde ich für die Selbstbergung vielleicht ein Kunststoffseil wählen, was beim (seltenen) Holzmachen natürlich verschleisst, aber da kann man noch ein Stahlkabel oder eine Kette am Stamm anhängen.

Was mir noch unklar ist - wo ist bei diesem System eine Zugkraftbergrenzug, für den Fall, dass was klemmt? Klar, die Pumpe hat einen maximalen Druck, aber das kann auch "brutale" Drehmomente an der Winde erzeugen. Man sollte vermutlich ein Druckbegrenzungsventil mitinstallieren, evtl. bringt die Winde sowas aber ohnehin mit?

Was meint ihr dazu?

Danke und Gruß - Claudius
 
Hallo Claudius,

eine Winde steht bei mir auch noch auf der Liste, wenn auch nicht mit besonders hoher Priorität. Über die Wertigkeit der Winde lässt sich jetzt aus meiner Sicht nicht viel sagen, aber von den hydraulischen Eckdaten max. 175bar und 60 l/min passt sie nicht so schlecht zum 406er. Dieser sollte 180 + 10 bar und eine 13cm³/U Pumpe haben. Je nachdem was man gewillt ist für Drehzahlen dem Motor abzuverlangen ist das im Maximum ca. 1/3 weniger als die Winde verträgt. Der Druck liegt ein wenig darüber. Hier wäre eine einfache Druckmessung bei deinem Unimog keine schlechte Idee, um zu sehen, was nach über 50 Jahren noch an Leistung über ist. Je nachdem wie du den Unimog nutzen willst könnte man das Druckbegrenzungsventil im Ventilblock verstellen, oder du baust ein Druckminderventil vor den Hydraulikmotor der Winde ein. Theoretisch müssten es sogar zwei sein, damit du den Druck beim auf und abspulen begrenzen kannst. Solltest du Zeitgleich mit der Winde keine anderen Verbraucher betreiben wollen, der die 180 bar braucht kann man auch zu günstigeren Druckbegrenzungsventilen greifen.

Über dieses Druckminder- oder Begrenzungsventile kannst du dir dann quasi die maximale Zugkraft der Winde frei nach deinen Wünschen einstellen und mit der geringeren Förderleistung der Pumpe wirst du zwar keinen Geschwindigkeitsrekord brechen, solltest das Ganze aber schön regeln können.

Bin auf einen Erfahrungsbericht gespannt :D

Lg
Joe
 
Hallo Joe.

Ja, so habe ich mir das vorgestellt. D.h., dass diese Pumpe keine DBV mitbringt?

Bei der Selbstbergung ist Geschwindigkeit nur wichtig, wenn man Wettbewerbe fährt. Das habe ich nicht vor. Ansonsten ist es eher besser, wenn es stetig und sicher zugeht. Häuft reichen schon 2m, dann ist die Karre wieder aus dem Dreck.

Zur Qualität von Dragon Winch kann ich nur beitragen, dass die elektrischen Varianten davon in PL wohl einen guten Ruf haben. Schaue mir gelegentlich einen coolen Offroad-Kanal auf Youtube aus PL an - "Terenwizja" - da kommt das vor, auch mit Spezialberichten, so eine Art "Fachwerbung"). Diese Seilwinden werden wohl tatsächlich in PL entwickelt und getestet, ggf. repariert. Herstellung (leider) in PRC. Notfalls kann man also nach Krakau fahren und denen den Kram vor die Füsse kippen ;-) . Aber das ist nicht zu befürchten, da hätte ich ein gutes Gefühl beim Kauf (dauert aber noch ein paar Monate, erst TÜV, Konservierung, usw..).

Gruß - Claudius
 
Hallo Claudius,

auf der Winde selbst ist soweit ersichtlich zumindest keine hydraulische Begrenzung verbaut. Auf dem Foto sieht man links einen einfachen Orbitalmotor an den direkt die beiden Schläuche für auf und abspulen angeschlossen werden.

Insgesamt führen hier mehrere Wege zum Ziel:

• Das Original verbaute DBV im Ventilblock vom Unimog etwas runter stellen. Das hat aber den Effekt, dass auch alle anderen angeschlossenen Verbraucher nur mehr den niedrigeren Druck bekommen

• Druckbegrenzungsventile in den Leitungen zur Winde verbauen. Günstige Lösung und könnte es auch als aufflanschbare Ausführung direkt auf dem Hydraulikmotor geben. Solange du nun die Winde auf oder abspulst würde das den Systemdruck auf den an diesen DBVs eingestellten Wert begrenzt sein. Das ist aber irrelevant, solange du nicht Zeitgleich einen anderen Verbraucher der mehr Druck benötigen könnte betreibst.

• Druckminderventil ebenfalls in den Leitungen zur Winde verbauen. Kosten doch deutlich mehr und sind mir zumindest nicht als aufflanschbare Ausführung bekannt. Hier kannst du dir den Druck den die Winde maximal bekommt frei einstellen, ohne, dass es einen Einfluss auf den restlichen Systemdruck hat.

Wenn nicht immer dieser TÜV wäre. Ich hab nach über zwei Jahren Instandsetzung zumindest ein wenig gehofft auf Anhieb durch zu kommen. Tja, ich habe wieder den Auto Etat geplündert und in 2 Wochen klappts dann hoffentlich.

Lg Joe
 
Hi Justus.

Könntest du mir bitte einen Link zu einem solchen aufflanschbaren DBV schicken? Das könnte meine Lösung werden, da ich dann eher nichts gleichzeitig an der Hydraulik hängen haben werde.

...ja, der TÜV.... Da bin ich auch noch sehr gespannt, was er zu meiner "Silberfee" sagen wird...
Kann man mit einem 406 eigentlich typischerweise in die normale Kfz-Werkstatt zum TÜV fahren? Da bringe ich den Disco immer hin und der Prüfer ist OK. Aber ich weiß nicht, ob die auch "LKW" machen dürfen. Werde natürlich dort nachfragen, aber vielleicht muss ich gleich noch was Bestimmtes erfragen, oder einbringen?

Gruß - Claudius
 
Hallo,
wenn Dir die Winde wirklich als Selbstbergewinde helfen soll, dann mußt Du wohl das Gesamtgewicht für die Windenleistung berücksichtigen. Meine Erfahrung mit 12......13t - Unimogs in tiefstem Morast: mindestens 80kN bzw. in etwa entsprechend "8t", wenn ich das mal so umgangssprachlich nennen darf. Nur für Fälle in denen Dir der letzte Schubser fehlt, um über die Hürde zu kommen langt evtl. auch weniger Zugkraft . In Fällen in denen das Fahrzeug über Nacht im Sumpf stehenbleibt und einbäckt, reichten dann selbst auch die 80kN nicht mehr .......
Also lieber nicht in eine zu kleine Winde investieren. Dynema - Kunststoffseil geht auch, passt aber weniger auf die Trommel, weil es dicker ist. Auch passt dann die Rillung auf der Trommel nur, wenn sie für dieses dickere Seil ausgelegt ist.
Gruß
Christoph
 
Hallo Christoph,

Die "umgangssprachlichen 8t" bringt mein Windenkandidat. Sie wird mit "9t" verkauft. Eine Umlenkrolle werde ich dann auch dabei haben.

Je nach dem, ist ja jede Winde und sonstwas überfordert. Manchal happert es auch an Ankerpunkten, da muss man dann improvisieren. Sandbleche bzw. die modernen Kunststoffboards bringen (beim Gelände-Pkw) auch eine ganze Menge an Souverenität. Im Disco habe ich einen kleinen Greifzug dabei. Der hat den Vorteil, dass man ihn in beliebiger Richtung anschlagen kann.

Oder man eskaliert es so :wink: :
https://m.youtube.com/watch?v=rlW7-iUFgzU

P.S. Einem Freund von mir hat mal ein Buldozerfahrer seinen Lada Niva krumm gezogen (hintere Räder liefen nicht in der Spur der vorderen), beim unweisen Rettungsversuch aus dem Schlamm am Roten Meer...

Gruß - Claudius
 
Hi.

Ich peile für "in ein paar Monaten" die Anschaffung und Montage der obigen Hydraulik-Seilwinde an.

Die Montage würde ich mit Hilfe eines Freundes (Masch- und Metallbauer) selber machen. Grundsätzlich aus gelaserten und ggf. gekanteten und geschweißten Blechen entsprechender Stärke.

Dabei habe ich den Wunsch, dass man die Winde relativ leicht zwischen vorne und hinten am Fahrzeug umstecken können sollte. Ausserdem soll sie sich möglichst ans Fahrzeig "anschmiegen", also möglichst wenig nach vorne überstehen und knapp über der Stoßstange montiert sein. Hydraulikanschlüsse sind vorne und hinten vorhanden.

Die Grundidee dazu - Winde samt Rollenfenster an einen Träger schrauben. Dieser Träger kann dann an einen Adapter am Fahrzeug vorne und an einen zweiten Adapter am Fahrzeug hinten geschraubt, oder gesteckt werden. Warum umstecken? Weil "Normalbetrieb" - vorne, und im "Holzrückebehelfsbetrieb" oder "wenn es nach vorne nicht weiter geht" - hinten. Klar, steckt man 75kg nicht mal eben so um, aber geplantermaßen, in der Werkstatt, sollte es mit Hilfmitteln gehen.

Habt ihr dazu Ideen, Hinweise oder gar schon fertige Konstruktionen?

Gruß - Claudius
 
Hallo Claudius,

gute Antworten habe ich nicht und auch generell limitiertes Wissen über Seilwinden, also ist die Frage auch eventuell doof, aber pff, als wenn mich das aufhält:

Wäre es bei deinen Anforderungen dann nicht irgendwie auch erstrebenswert die Seilwinde z.B. Mittig im Fahrzeug anzuordnen und dann entsprechende, einfach zu öffnende Windenfenster vorne und hinten zu haben, sodass du nur die Seilführung ändern müsstest?
Das müsste natürlich platzmäßig dann da rein passen irgendwo, aber wenn du keine Zapfwellen hast und so, geht's vielleicht auch ohne die Pritsche höher zu legen oder so. Anderseits geht's auch wieder ans Gewicht (3,5t und so).


Gruß
Sebastian
 
Hallo Sebastian.

Ich finde es prima, dass du fragst bzw. was dazu sagst. Davon lebt das Forum, dass wir "Nichtexperten" uns auch mal austauschen und gegenseitig aufschlauen können, finde ich. :spitze

Der mittige Einbau der Seilwinde behagt mir nicht, da man dann, so stelle ich es mir vor, eine aufwenige Führung des Seils benötigen würde. Axial-symmetrisch geht es nicht (Motor im Weg), der Weg entlang der Zapfwellen soll frei bleiben (für eventuell später zu montierende Zapfwellen) und unter dem Rahmen will ich nichts haben (soll möglichst geländegängig bleiben).

Daher will ich die Winde (bezogen auf Pkw-Offroad) "klassisch" vorne haben und eventuell die Option "umbaubar nach hinten" dazuerfinden. Diese Option kann auch erst später dazukommen - manchmal erledigt sich ja so ein Wunsch auch mit der Zeit. Aber sie müsste dazu von Anfang an mitbedacht werden.

Gruß - Claudius
 
Hallo Claudius,

die Überlegung eine Hydr. Winde an meinen 406 zu bauen welche ich relativ einfach sowohl vorne als auch hinten Montieren kann hatte ich auch, mein geplanter Ansatz wäre gewesen die Winde mittels eines Adapters bzw einer Ringöse einfach vorne in das Zugmaul der Stosstange bzw hinten in die Ahk einzuhängen und dann jeweils über die Vordere bzw Hintere Hydraulik zu betreiben.

Aufgrund der noch anhaltenden Reperaturen (Der Tüv und ich sind uns da noch etwas uneinig :mauer )bin ich bisher aber noch nicht dazu gekommen mich mit dem Windenthema eingängiger zu befassen.

Ich bin aber auf jedenfall gespannt zusehen wie du das Thema Windenumbau zwischen Vorne und hinten lösen wirst.
 
Hi!

....ja, bei mir ist auch kommende Woche erstmal TÜV... dann wird der Rest klarer, die Motivation steigt, oder die Winde wird leider wieder unwichtig.

Das Einhängen in die Zugöse ist zwar "schnell montiert", aber da guckt die Winde sehr weit raus, für meine Begriffe. Mal sehen, was meine Vermessungen dann bringen werden. Ich werde berichten, wenn es so weit ist (dauert noch voraussichtlich ein paar Monate).

Gruß - Claudius
 
Hallo Claudius,
ich würde die WInde vorne fest anbauen.
Zum wechseln ist so eine Winde in meinen Augen nicht geeignet.

Du schreibst die Winde soll zum selbst bergen sein, da ist dann vorne der richtige Platz.
Zum Holz ziehen (Einsatz hinten, größere Stämme) wirst du ohne Polterschild nicht glücklich werden.
Da ziehst du eher den Mog zum Holz als anders herum.
Kleinere Stämme kannst du auch an den Weg ziehen wenn die Winde vorne hängt.

Wenn dein Mog dann mal Zapfwellen hat kannst du für kleines Geld eine 3-Punkt Winde nutzen.
Eine mögliche Alternative sehe ich in einer Spill-Winde.

Kennst du die Systeme?
Hier:
https://www.youtube.com/watch?v=DDPrWiBdOTE
mal ein Beispiel.
Wäre das eine alternative für deine Anwendung?

Grüße
Thomas
 
Hallo Thomas.

Danke für deine Meinung. Vermutlich hast du mit deiner Einschätzung "vorne fest ist richtig" Recht.

Wie gesagt - ich "spinne" mal die Option einer Schnellmontage, oder einer unafwändigen Montage auf einer Zwischenplatte durch. Ob man es dann wirklich machen wird, wird wohl vorallem von meiner Lust daran abhängen. Der Unimog ist ja bei mir reines Hobby und muss nicht wirklich als Rückefahrzeug arbeitet (das geht ja ohne die richtige Ausrüstung mit Schild etc. natürlich nicht gescheit - weiß ich, hab' früher als Rückerhelfer im Mittelgebirge mal jobben dürfen). Obwohl - beim heutigen Arbeitskräftemangel mache ich vielleicht doch noch ein Gewerbe auf ;-) .

Auf der anderen Seite habe ich auch schon mal gelegentlich Brennholz mit dem Disco, ohne Winde, "gerückt". Da war es natürlich praktisch, die (relativ schwachen) Stämme hinten anzuhängen, um sie dann gleich den Weg zum Polter zu ziehen. Daher die Idee, dass man die Winde auch gelegentlich hinten gebrauchen könnten. Plus die "exotischen" Situationen, dass man nur nach hinten selbstbergen kann.

Insgesamt fände ich es halt interessant, diese Aufgabe zu lösen. Und mein Maschbauer-Freund hätte auch Bock darauf. Und das ist die beste Ausgangsbasis, um mal "Männerquatsch" zu machen, oder?

Die Systeme mit "Kettensäge als Winde" kenne ich vom Sehen. Für meine gelegentliche Anwendung und dann noch bei uns im Flachland komme ich bisher auch mit dem Disco und später mit dem Unimog gut zu Recht, denke ich.

Gruß - Claudius
 
Hallo,

nachdem der Tüv und ich uns absolut nicht über den Unimog im allgemeinen einigen konnten :fluch ,bin ich einfach zu einem anderem etwas umgänglicheren Prüfer gefahren, da war das Problem(geringer Ölverlust) schnell aus der Welt geschafft.

Somit hatte ich nun etwas Zeit mich mit der Winde zu beschäftigen, dabei rausgekommen ist nun erstmal eine Winde am Heck, 20000lbs Zugkraft (~9t) inklusive Funkvernsteuerung und 25 m nutzbarem Seil (+2m die auf der Winde verbleiben, 14mm Stahl)aus England von englischem Hersteller.
Über die Befestigung für vorne bin ich noch am Planen.Die Winde verträgt 60L die Min bei max. 108 Bar, somit läuft sie zwar dank etwas kürzerer Übersetzung zwar etwas langsamer,jedoch muss ich dadurch der Hydraulik meines U65 keine Höchstleistungen abverlangen.
Zum Selbstbergen reicht es aber allemal und wenn ich die volle Zugkraft benötige ist es mir auch egal wenn es mal 2 min Länger dauert.

Für das normale Brennholz Rücken benutze ich sowiso weiterhin den 411 mit der 3500H inkl.Spuleinrichtung :mrgreen: , der ist im Wald wendiger und die Winde ist mit der Spuleinrichtung doch erheblich flexibler nutzbar als die Große hydraulische am 406 die nur dann zum Einsatz kommt wenn es für den 411 einfach zu schwer wird.

Im Bild anbei die erste Anprobe auf die (aus dem was die Schrottecke auf der Arbeit so hergegeben hat) selbstgebaute :flex Trägervorrichtung die an den Anbauböcken montiert ist sowie zusätzlich am Rahmen Schräg verstrebt ist(und rein zufällig noch einen Kugelkopf verpasst bekommen hat :ironie ).
 

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  • Erste Anprobe.png
    Erste Anprobe.png
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Hi.

Interessant! Habe neulich die gleiche Seilwinde am 406er befestigt. Allerdings vorne mittels einer selbstgemachten Platte aus 10mm (besserem) Stahl. Bei Interesse kann ich dir die 3D-Zeichnungen dazu zusenden.

Gut bei dieser Seilwinde fand ich, dass sie ein integriertes Seilfenster hat. Der Anschluss an die Unimog-Hydraulik ging Problemlos über Schläuche mit Schnellkupplungen (an die vorhandenen Schnellkupplungen vorne).
Aktuell bediene ich die Winde über den Hebel am Lenkrad, was für Selbstbergung ok ist.

Ich überlege noch, für andere Zwecke (Stämme ziehen), einen anderen, mechanisch kompatiblen, Hydraulikmotor mit kleinerem Schluckvolumen zu montieren. Damit würde die Winde dann Faktror N (z.B. 2-4) schneller Drehen bei kleinerem Drehmoment, versteht sich. Es ist wohl ein OMR-Motor, die Tage weiß ich dann mehr (muss ihn noch mechanisch vermessen)...

45422939sr.png


45422940tm.png


Gruß - Claudius
 
Hallo
Claudius schrieb:
Allerdings vorne mittels einer selbstgemachten Platte aus 10mm (besserem) Stahl.
die werksmäßige Aufhängung ist so gesteltet, dass die Zugkraft waagerecht in den Rahmen eingeleitet wird. Liegt die Wirkrichtung oberhalb oder unterhalb, entsteht ein zusätzliches Biegemoment am Rahmenkopf.
 
Hallo Claudius,

eine schöne Lösung für vorne hast du da gefunden :respekt , würde mich sehr über die Zeichnung freuen.Von meiner Konstruktion hinten gibt es sowass gar nicht, da ich einfach mit etwas Stahl aus der Restekiste angefangen habe und dann drauflosgebaut habe, ich wollte einfach mal probieren wie das ganze passen könnte, aber der "Prototyp" hat direkt so funktioniert wie er war, da hab ich mir die Arbeit ersparrt einen Neuen sauber nach Plan zu bauen. Wenn der Träger dann doch mal Kaputt gehen sollte,so what, bau ich halt einfach einen neuen aus noch dickerem Stahl :flex .

Was mich aber auch interessieren würde ist wie genau du die Winde am Mog betreibst, die soll ja eigentlich nicht mehr als 108 Bar bekommen, regelst du den Druck irgendwo dafür runter oder fährst du den vollen Druck der Moghydraulik gemäs dem Motto wird schon schiefgehen bzw. es muss ja erstmal der volle Zug am Seil anliegen bevor der Druck überschritten werden kann ???

Bei meinem Set mit Magnetventil und Fernsteuerung werde ich wohl (um mein Gewissen zu beruhigen) einfach noch ein Druckbegrenzungsventil zwischen die Flanschplatte und das Magnetventil setzen.
 
Hallo,
ich hänge mich mal hier an :-)

Hat jemand Erfahrung mit dieser Seilwinde?
https://www.hydraulikprofi24.com/de/hydraulische-seilwinde-haw1700-mit-elektrischem-ventil-und-funkfernsteuerung.html

Das könnte meine neue Frontwinde für den Unimog werden.
Entweder im Weistedreieck oder auch direkt an der Anbauplatte montiert.

Die Leistungsdaten sehen sehr gut aus,
evtl. kann ich mir noch einen Adapter für den Holzspalter bauen, damit kommen auch größere Meterstücke einfach zum Spalter.

Also: Wer hat die Seilwinde und kann was dazu sagen?

Grüße
Thomas
 
Hallo.

Chris 411/406 schrieb:
Hallo Claudius,

eine schöne Lösung für vorne hast du da gefunden :respekt , würde mich sehr über die Zeichnung freuen.

Danke - bin auch sehr zufrieden soweit mit dieser Lösung. Habe versucht, die Seilwinde möglichst kompakt und tief an den Unimog zu setzen. Die Platte steht etwa 5mm über der Stoßstange, was die "natürliche" Verlängerung des Rahmens ist (jedenfalls an meinem Unimog mit der etwas verbeulten und vom Vorbesitzer geschweißten Stoßstange). Diese Art der Konstruktion erfordert, dass man 10mm-Blech biegen (lassen) kann. Das kriegt man in der Hobbywerkstatt natürlich nicht so hin ;-). Die Höhe der hochgebogenen Kanten liegt bei 6cm (?) und ist einfach das Minimum, was die Biegemaschine zum "fassen" gebraucht hat bei der gegebenen Materialstärke (alternativ, je nach Maschine, kann man dann natürlich noch was abflexen, damit die Kanten nicht "unästhetisch" hoch sind).

Beim Material haben wir, wie schon erwähnt, "für alle Fälle" einen etwas zugfesteren Stahl genommen (kann bei Bedarf die Kennung nachreichen).

Ich sende dir gerne die Zeichnungen als 3D-PDF (bei Bedarf auch im STEP-Format). Bitte sende mir dazu per PN deine eMail-Adresse. Gegenüber dieser Zeichnung haben wir dann noch nach der Anprobe am Unimog "in natura" die Ecken des hochgebogenen Bleches vorne und hinter schräg abgesägt. Das war so geplant, da wir erst sehen wollten, wie es am besten "daherkommt". Insofern könntest du es gleich bei der Herstellung (lasern) berücksichtigen, nur stehen diese Maße nicht in der Zeichnung.

Gruß - Claudius